Meine Tochter (20) kam grad nach Hause und war sehr sauer.
Sie hat seit 2 Tagen nun endlich eine neue Ausbildungsstelle als Bäckereifachverkäuferin und wird nun vom Betrieb gezwungen zur AOK zu gehen weil alle dort sind. Sonst sehen sie sich gezwungen sich von ihr zu trennen.
Das ist doch wohl nicht war, oder?
Wir sind nun aber bei der KKH Allianz und dort sehr zufrieden.
Meine Tochter wollte nun auch dahin.
Ich kann nicht verstehen wie man so mit seinen Azubis umspringen kann.
Was für rechte hat sie da nun?
Katja
Betrieb zwingt Azubi zur anderen KK
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Beitrag von katja6kids - 02.08.11 - 19:51 Uhr
Beitrag von alpenbaby711 - 02.08.11 - 19:59 Uhr
Also das Recht haben sie ganz sicher nicht. Nur weil alle von der Brücke springen muß sie das nicht auch. Die Frage ist aber ob ihr viel an dem Job liegt. denn ich denke wenn sie diesem sogenannten, unrechtmäßigen Befehl nicht folgt wie sie deine Tochter dann los werden wollen. und das werden sie bestimmt versuchen.
Nur würde ich mich dann an die Kammer wenden und mich beschweren. Nur steht sie natürlich ohne viel Beweise da. Wenn aber der Job gut ist und sie bleiben will wird sie möglicherweise mitspielen "müssen", wenn sie sonst aber nicht wirklich zufrieden ist würde ich sonst das Risiko eingehen und sagen das es hier schließlich um die Arbeitskraft geht die sie leistet und nicht um ihre Krankenkasse.
Ela
Beitrag von mamavonyannick - 02.08.11 - 20:13 Uhr
Hallo,
ist sie schon bei der KKH? Und wenn ja, kann sie überhaupt so einfach kündigen?
vg, m.
Beitrag von sohnemann_max - 02.08.11 - 20:16 Uhr
Hi,
sie hat das Recht zu der KK zu gehen wo sie möchte - nicht wo der Betrieb bzw. alle anderen versichert sind.
Nie im Leben würde ich zur AOK gehen - wo alle hingehen...und dann auf manche Leistungen verzichten müssen, weil alle verzichten. Mir doch vollkommen egal, wo irgendwelche Kollegen unter kommen.
Ich würde das auch so klarstellen, notfalls würde ich als Mutter mit dem Chef sprechen und dann gehts ab (aber auf die freundliche, höfliche Art und Weise). Mit Azubis und jungen Menschen kann man so was ja leider machen.

Ich würde mich da nicht irritieren lassen. Falls es wirklich ein Kündigungsgrund sein sollte, würde ich weitere Schritte einleiten.
LG
Caro
Beitrag von katja6kids - 02.08.11 - 21:07 Uhr
Dankeschön, so sehe ich das ja auch.
Angeblich wäre es zuviel Arbeit.
Sie ist ja noch in der Probezeit, daher werden sie ihr ohne Grund kündigen.
Sie wurde auch gezwungen die Sachen dort zu probieren, obwohl sie das überhaupt nicht mochte.
Ich verstehe nicht warum ein Betrieb denkt das man mit Azubis sowas machen kann.
Es ist kein kleiner betrieb, auch nicht riesig, aber sie haben ca. 9 Filialen.
Nun ist sie natürlich auch verunsichert.
Katja
Beitrag von zwillinge2005 - 02.08.11 - 21:13 Uhr
Hallo Katja,
zur Krankenversicherung habe ich Dir bereits geantwortet.
"Sie wurde auch gezwungen die Sachen dort zu probieren, obwohl sie das überhaupt nicht mochte."
Was soll das heissen? Sie wurde "gezwungen" die NAhrungsmittel, die sie verkaufen soll selber zu essen? Und das war eine Zumutung? Sie wird ja nicht alles essen müssen, sondern nur "Probierhäppchen", oder? Mag Sie gar keine Kuchen/Teilchen/was auch immer da verkuauft wird?
Um den Beruf zu erlernen, sollte man schon bereit sein, zumindest einen Eindruck davon zu haben, was man dem Kunden verkauft. Da gehört das "Probieren" auch mal dazu.
Was heisst denn, dass Sie eine "neue" Ausbildungsstelle hat? Hat sie bereits eine abgebrochene Ausbldung?
LG, Andrea
Beitrag von katja6kids - 02.08.11 - 21:35 Uhr
Ja sie hat bereits eine Ausbildung abbrechen müssen.
Sie hatte als Floristin angefangen und das ging aufgrund ihres schweren Asthmas nicht mehr.
Sie bekam dort keine Luft und das ging nicht mehr.
Klar,man muss auch Sachen mal probieren.
Nur kann ich doch nicht verlangen etwas zu essen was man absolut nicht mag. Hier ging es um Gebäckkugeln mit Marzipan und das isst sie überhaupt nicht.
Sie möchte diesen Job ja auch machen, war ja froh ihn bekommen zu haben nach 200 Bewerbungen.
Nur ist es doch irgendwie nicht richtig "wie" man als Azubi behandelt wird.
Ihren Antrag auf BaB können sie angeblich auch erst nach einem Jahr ausfüllen, erst dann wissen sie ja was sie verdient hat.
So einen Blödsinn hab ich noch nie gehört.
Das ist dasselbe wie beim Bafög Antrag meiner ältesten, also kann es nicht so schwer sein eine DIN A4 Seite auszufüllen.
Da ist halt einiges im argen.
Beitrag von manavgat - 02.08.11 - 21:44 Uhr
Ihren Antrag auf BaB können sie angeblich auch erst nach einem Jahr ausfüllen, erst dann wissen sie ja was sie verdient hat.
Ich würde den Antrag an die zuständige Stelle schicken mit dem Zitat und dann können die sich direkt auseinander setzen.
Es macht keinen Sinn, wenn man sich wie ein A... behandeln lässt. Das hält keiner 3 Jahre ohne Schaden aus.
Vielleicht ist es einfach nur mal notwendig, dass jemand Rückgrat zeigt.
Gruß
Manavgat
Beitrag von zwillinge2005 - 02.08.11 - 20:38 Uhr
Hallo,
wirklich zwinge kann sie rein rechtlich gesehen natürlich niemand.
Aber ist es das Wert, deshalb bereits zu Beginn der Ausbildung "Stunk" zu machen? Sie war bisher über Euch familienversichert und wird nun selber versichert?
Gerade für kleine Betriebe soll der Aufwand wohl sehr groß sein, wenn die Mitarbeiter bei unterschiedlichen Krankenkassen sind. Vielleicht sollte Deine Tochter nocheinmal das Gespräch suchen. Als offizieller Kündigungsgrund wird das sicher nicht gelten.
LG, Andrea
Beitrag von vwpassat - 02.08.11 - 22:51 Uhr
Das hat nichts mit "Stunk" zu tun.
Dem Betrieb steht es überhaupt nicht zu, die KK-Wahl in Frage zu stellen bzw. zu beeinflussen.
Beitrag von sarahg0709 - 03.08.11 - 13:19 Uhr
Hallo,
sollte es tatsächlich so sein, dass man sie zwingen will, ihre KK zu wechseln, dann ist das ein Grund sich an die Innung zu wenden, notfalls auch vor Gericht gehen.
Und der Aufwand für kleine Betriebe ist nicht größer.
Ich habe in einem Büro mit 15 Mitarbeitern gearbeitet. Und da war fast jeder in einer anderen Versicherung.
LG
Beitrag von ficus - 11.08.11 - 22:35 Uhr
Hallo Andrea,
auch für kleinere Betriebe ist es kein großer zusätzlicher aufwand, mal eine Krankenkasse zusätzlich in den Stammdaten anzulegen und zu pflegen. Mit dem entsprechenden Programm erfolgen alle Aktualisierungen automatisch und ein Azubi-Gehalt wird einmal zu Beginn der Beschäftigung angelegt - bis zum Ende der Beschäftigung mit den entsprechenden Erhöhungen - und dann erfolgt der Rest auf Knopfdruck.
Die haben einfach keinen Bock, ggf. haben sie sogar eine Vereinbarung mit einer externen Lohn-/Gehaltsabrechnungsfirma geschlossen und da müssen sie ggf. extra zahlen, wenn eine andere Krankenkasse dazu kommt. Aber dann haben die einen Billig-Tarif abgeschlossen und ich persönlich kenne keine Lohn-/Gehaltsabrechnungsstelle, die so etwas vereinbart.
Es ist nur eine einmalige Einstellung der Krankenkasse notwendig.
Früher, als die Anmeldungen alle noch per Hand erstellt und per Post versandt wurden war es aufwändig. Aber jetzt, da alles elektronisch geht, muss man noch nicht mal ausdrucken oder Porto drauf kleben.
Das ist einfach nur ne faule Ausrede und Druckmacherei vom Arbeitgeber und nix anderes.
vG
ficus
Beitrag von manavgat - 02.08.11 - 21:41 Uhr
Würde mich nicht darauf einlassen. Was sagt denn die IHK dazu?
Gruß
Manavgat
Beitrag von vwpassat - 02.08.11 - 22:54 Uhr
Die Ausbildung wird Horror werden, nachdem was da jetzt schon abgeht.
Sucht Euch lieber selbst was Anderes, am besten sofort mit der IHK in Verbindung setzen. Vielleicht ist der Betrieb bereits als "schwarzes Schaf" bekannt.
Beitrag von grafzahl - 03.08.11 - 09:42 Uhr
Haben die Bäckereien neuerdings ein Überangebot an fähigen Auszubildenden?
Ich würde bei der KKH Allianz bleiben. Am Ende des Tages sollte man auch noch in den Spiegel sehen können. Wenn sie sich jetzt schon verarschen lässt, wird sie unter den ganzen Deppen dort der Oberdepp werden.
Und ich würde mir unter den Massen an Ausbildungsbetrieben einen seriösen Betrieb aussuchen. Und nicht so einen Drecksladen.
Beitrag von nele27 - 03.08.11 - 09:48 Uhr
In diesem Forum stimme ich Dir meist zu
Beitrag von ficus - 11.08.11 - 22:40 Uhr
Hallo,
so ein "Verlangen" des Arbeitgebers ist noch nicht einmal durch einen Mehraufwand bei der Lohn-/Gehaltsabrechnung begründet.
Das erfolgt heutzutage alles elektronisch und muss nur einmal in den Stammdaten eingerichtet werden (mit dem entsprechenden Programm). Das Azubi-Gehalt wird zu Beginn der Beschäftigung auch angelegt und bis zum Ende der Beschäftigung die entsprechenden Erhöhungen gleich mit. Da muss man als Arbeitgeber später noch nicht mal was bei ändern. Da läuft die Abrechnung auf Knopfdruck.
Ich vermute mal eher, dass da ein persönliches Interesse des Arbeitgebers drin begründet liegt.
Früher, als die Meldungen zur Krankenkasse auf dem Papier erstellt werden mussten und per Post versandt wurden, war es aufwändiger. Heute nicht mehr.
Vielleicht kennt ja der AG jmd. persönlich bei der entsprechenden KK und möchte denen was Gutes tun (oder vielleicht gewisse Dinge unter der Hand über seine Arbeitnehmer erfahren, man weiß ja nie).
Aber es gibt noch nicht einmal eine Begründung dafür, dass der AG weniger Aufwand hätte, wenn alle seine AN bei einer Krankenkasse wären.
Das ist nur Stunkmacherei und Druckmacherei.
Deine Tochter sollte sich ggf. wirklich überlegen, ob der Arbeitgeber der Richtige für sie ist und sich ggf. nach einer anderen Lehrstelle umschauen.
Zum Wechsel zwingen kann er sie nicht und die Kündigungsfrist ist ja auch noch zu beachten.
vG
ficus
