Unglücklich im neuen Nebenjob...oh mann!! (lang)

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Beitrag von schmerle123 - 04.08.11 - 09:06 Uhr

Guten Morgen alles zusammen,

habe seit dem 20.7. einen Nebenjob - befinde mich noch bis Mai 2012 in Elternzeit und wollte nun in der 2. Hälfte nebenbei etwas jobben. Hatte dann auch was passendes gefunden, was die Arbeitszeiten etc betrifft...
Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich DIESEN Job weiter führen möchte. Als ich mein Bewerbungsgespräch hatte sagte ich, dass ich gerne die 400€ voll ausschöpfen möchte. Und als Antwort bekam ich, dass dies auch möglich sei, die einen machen weniger Stunden, die anderen mehr - je nach deren Verfügbarkeit. Ich bin in deren Arbeitszeitfenstern voll flexibel einsetzbar, das ist dort auch bekannt.
Jetzt kam der Dienstplan für September: Ich bin nur an 4 Tagen eingesetzt, erhalte dafür 240€. Habe gestern gesagt, das mir das nicht viel weiter helfe und man mir im Bewerbungsgespräch hätte sagen können, dass ich nicht jeden Monat auf die Stunden komme. Gestern hieß es, evtl ändert sich das noch, vielleicht aber auch nicht. Angeblich teilen sich diese Stelle 2 Personen (wusste ich vorher nicht).
Oh Mann, das bringt mich nicht weiter. Das ist für mich kleckerkram, nicht zu wissen, ob es im nächsten Monat "nur" 2oo sind, oder evtl nur 150€. Versteht ihr was ich meine?
Zudem gibt es noch ein paar andere Punkte, die mich stören. Gesucht wurden Krankenschwestern (bin ich von Beruf auch). Laut Arbeitsvertrag bin ich aber als Arzthelferin angestellt (ich weiß, ich hab das trotzdem unterschrieben, aber es stört mich doch im Nachhinein). Dann gibt es viele hygienische Aspekte, die mich dort stören. Ich bat zb um sterile Tupfer, da ich eine i.m.-Injektion durchführen sollte - als Antwort kam nur: Wird hier nicht so gemacht. Hmm, mag ja sein, aber ICH mach es so, weil es so sein MUSS! Infusionen werden auf der Fensterbank (!!) vorbereitet, Zusätze einfach mitten in die Infusionsflasche irgendwo reingespritzt, dann inkl der noch steckenden Kanülen im Restmüll entsorgt. #schock
SO arbeite ich nicht, und als "Neue" im Betrieb will man am Anfang auch nicht gleich den Mund so weit aufmachen á la "du,du, das ist aber falsch".
Ich bin einfach nur unglücklich, so wie es ist. Es ärgert mich, weil ich einen tollen Start hatte, mir die Arbeit an sich gefiel, und nun so. Ich bin vom Geld her nicht unbedingt auf diesen Nebenjob angewiesen, es wäre ein kleines extra nebenbei. Aber wenn ich das dann schon mache, dann bitte auch voll ausgeschöpft, alles andere bringt mir in der monatlichen Planung nichts.

Musste einfach mal raus....vielleicht habt ihr ja ein paar Meinungen für mich, was ihr machen würdet....

Lg Melle

Beitrag von vwpassat - 04.08.11 - 09:18 Uhr

Versuche doch auch mal, die Gegenseite zu verstehen.

Und wenn es Dir da nicht passt, kündigste halt wieder.

Beitrag von schmerle123 - 04.08.11 - 09:39 Uhr

die gegenseite verstehen in bezug auf die einsatzplanung? oder in bezug auf die arbeitsweise? denn die arbeitsweise ist definitv in einigen punkten einfach nicht richtig.
ja, kündigen kann ich wieder, klar. es ärgert mich nur, weil ich zum zeitpunkt des bewerbungsgespräches auch eine andere bewerbung laufen hatte, wo ich genommen worden wäre. hatte diese dann natürlich abgesagt, weil die arbeitszeiten in meinem jetzigen nebenjob einfach besser gestellt waren. nur hätte ich gewusst, dass es sich nicht um feste 400€ handelt, die man jeden monat raus hat, wäre der andere job natürlich besser gewesen.
naja, so ist es halt...gibt schlimmeres und andere haben gar keinen job - ich weiß...

Beitrag von windsbraut69 - 04.08.11 - 09:43 Uhr

Ich würde mir einen anständigen Teilzeitjob suchen, dann weißt Du auch, wieviel Du arbeitest und verdienst.

Gruß,

W

Beitrag von silbermond65 - 04.08.11 - 10:01 Uhr

Wenn du auf das Geld nicht angewiesen bist und du mit der Arbeitsweise ,wie sie dort gehandhabt wird nicht klar kommst,dann such dir besser was anderes.

Beitrag von schmerle123 - 04.08.11 - 10:15 Uhr

ja, ich denke, ich werde es auch machen. so bringt das nichts...

Beitrag von drecksferkel - 04.08.11 - 16:32 Uhr

Wollte nur mal kurz fragen, wofür man beim i.m.-Spritzen sterile Tupfer braucht? Das hab ich ja noch nie gehört #schock.

Beitrag von schmerle123 - 04.08.11 - 17:51 Uhr

schade das du das noch nie gehört hast. wofür? ich glaube die frage kann man sich selbst beantworten, oder?!

Beitrag von drecksferkel - 04.08.11 - 20:39 Uhr

Äh, nee, ganz ehrlich nicht. Wischst du mit dem Tupfer das Desinfektionsmittel ab oder drückst Du den Tupfer hinterher auf die Einstichstelle?

Beitrag von schmerle123 - 04.08.11 - 22:58 Uhr

ich desinfiziere, wische mit sterilem tupfer ab und desinfiziere erneut. nach einwirkzeit und injektion reibe ich die stelle kreisend, um das medikament zu verteilen. auf die einstichstelle kommt ein normales pflaster.
also mal ehrlich, das lernt man von anfang an, dass man bei i.m.-injektionen, braunülen legen, punktionen etc sterile tupfer verwendet, und nicht solche, die man von der rolle abreißt (sterilisierte tupfer). jeder, der aus dem medizinischen bereich kommt, kennt die gefahren eines spritzenabszeßes. und diesem beugt man nicht gerade vor, wenn man dabei anders vorgeht, als üblich. ich habe solche abszeße zu hauf gesehen und würde nicht wollen, dass das auf meine (widererwartend) unsaubere Arbeit zurück zuführen wäre.
es wird unterschiedlich gehandhabt, es gibt viele studien darüber, letztendlich ist jeder für sein handeln selbst verantwortlich. ich habe es so gelernt damals, im klinikalltag handhaben wir das auch stets so. warum ein risiko eingehen, wenn man es richtig machen kann??!! aus welchem bereich kommst du? wie wird es denn bei euch gemacht?

Beitrag von drecksferkel - 05.08.11 - 15:04 Uhr

Hallo!

Ich weiss nicht, was Dich so überheblich macht?!? Ich bin auch Krankenschwester, habe es mit "nur sterilisierten" Tupfern gelernt und später in 2 anderen Kliniken auch so durchgeführt (war auch so Standard). Ich sehe auch nicht wirklich den Sinn des sterilen Tupfers, wenn Du hinterher eh wieder Desinfektionsmittel drauf sprühst. Das lässt Du dann ja einwirken ohne nochmal nachzuwischen.

Ich habe immer auf Stationen gearbeitet, wo es sehr oft Schmerzmittel i.m. gab (nach Hochstetter) und mir ist noch nie (wirklich nie) ein Spritzenabszess untergekommen. Weder bei mir noch bei Kolleginnen. Dass Du schon so viele gesehen hast, wundert mich ehrlich gesagt ein bisschen. Wie kommt das? Anderes Patientenklientel? Andere Technik?

Ach ja, bei Deiner jetzigen Arbeit scheint es ja nicht so üblich zu sein, dass sterile Tupfer genommen werden. Gibt es bei Euch einen Standard/Arbeitsanweisung dazu und wenn ja, was steht da drin?

Beitrag von schmerle123 - 05.08.11 - 22:55 Uhr

Ganz sachte! Ich bin nicht überheblich, also nicht persönlich werden, ok??!

Ich arbeite eigentlich auf einer unfallchirurgisch-orthopädischen Station. Und ja, es sind in der Tat viele Spritzenabszeße zu behandeln gewesen, nicht weil diese von uns falsch verabreicht wurden, die Patienten kamen von ausserhalb. Wurden also zb beim HA oder wo auch immer gespritzt und daraus entwickelte es sich. Habe ja nicht gesagt, dass es an der Tagesordung war, aber schon auffallend viel. An der Technik hat es hoffentlich nicht gelegen, denn nach Hochstetter sollte man ja schon beherrschen, wenn man danach vorgeht. Also warum und wieso diese entstanden sind, kann ich dir nicht befriedigend beantworten. Ich habe 2001 gelernt, und in unserer Klinik gab es damals schon den Standard (mit sterilen bei i.m., i.v., Körperhöhlen....). Dieser Standard besteht bis heute (bin immer noch im selben Krankenhaus tätig).
Die jetzige Arbeit (ist ein Nebenjob) ist eine Tätigkeit in einer Anlaufpraxis (kassenärtzlicher Notdienst). Bis jetzt habe ich dort noch keine Arbeitsanweisung gesehen, habe eher das Gefühl, jeder übt so aus, wie er gelernt hat. Mag sein, dass es dort andere Arbeitsweisen gibt, als in einem Krankenhaus. In einer Arztpraxis werden ja auch oftmals Dinge anders ausgeführt, als in einer Klinik. Ich habe dort aber auch schon Dinge gesehen wie zb Zusätze für Infusionen einfach mittendrin in den Beutel reinstechen usw. Bei solch Hygienischen Aspekten gehen bei mir die Nackenhaare etwas hoch, eben weil ich schon so einige infektiöse Folgen gesehen habe - das ist nicht schön und ich bin überzeugt davon, das einfach viele solcher Sachen vermieden werden können. Naja, schweifen jetzt zu sehr vom Ursprungsthema ab. Ist aber interessant, dass unterschiedlich gelehrt wird (unabhängig vom Standard des jeweiligen Arbeitsgebers).