Hallo
stellt euch mal vor, euer Kind ist mit der Ausbildung fertig. Hat in drei Jahren "Geld verdienen" es nicht geschafft, einen Cent auf die Seite zu legen. Man braucht ja so genug zum Leben: Handy, fort gehen, Klamotten...
Bewirbt sich fleißig um einen Job (nur Absagen
), ist zusätzlich auch bei diversen Vermittlungsagenturen angemeldet.
So - "Kind" hat jetzt, weil ja man Geld braucht, einen Hilfsjob gesucht, der allerdings nur Teilzeit ist - man davon folglich auch nicht reich wird. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob das "nur Teilzeit" beabsichtigt war, weil es zum Leben reicht und man sich in einem ungewollten Hilfsjob ja nicht überarbeiten muss - aber das ist eine andere Geschichte...
So, der Teilzeitjob reicht wieder nur als Taschengeld, wie in der Ausbildung. Ich sehe schon kommen, dass wieder nichts auf die Seite gelegt wird, obwohl Kind ja ausziehen will... (ich frag mich nur wovon)
Wäre es euch egal, ob "Kind" spart, zumal es erwachsen ist, oder soll es daheim Geld abgeben, das z.Teil oder ganz für das Kind gespart wird, damit es sparen lernt...
Klar gibt es auch noch Banken, die einem bei Bedarf mal netterweise einen Kredit anbieten, ich bin allerdings ein Mensch, der das nur im äussersten Notfall machen würde (ausgenommen Hauskauf o.ä) - aber i.d.R. kaufe ich mir nur das, wofür ich sparen tu und mir somit auch leisten kann. Das würde ich Kind auch gerne vermitteln.
Meine Freundin ihr Sohn ist fertig mit der Lehre, arbeitet seit etwa 2 Jahren, lebt noch daheim, gibt zwar einen Teil ab, und wirft den Rest aber komplett raus, Urlaub, Auto, Klamotten, Handy - alles kostet Geld. Wäre das o.k für euch?
Wie handhabt ihr das mit euren erwachsenen Kindern?
chiara
Wie handhabt ihr das mit "nicht sparenden" erwachsenen Kindern?
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Beitrag von chiara007 - 08.08.11 - 16:06 Uhr
Beitrag von brille09 - 08.08.11 - 16:20 Uhr
Wir hatten das Problem nie, mein Bruder und ich waren da schon immer sehr verantwortungsbewusst, aber wir sind halt auch zum Studium ausgezogen. Im Hotel Mama lernt man dahingehend nicht so leicht. Man braucht ja nicht wirklich Geld.
Meine Lösung wäre die: Ich würd meinem Kind ne "Miete" (und zwar in einer ganz realistischen Miethöhe, wie viel halt ne ortsübliche Wohnung kostet) abknöpfen fürs daheim wohnen und die dann anlegen.
Beitrag von alpenbaby711 - 08.08.11 - 18:56 Uhr
Also das fürs Kind anlegen würde ich gar nicht machen. Egal ob sie wissen oder nicht hinterher kriegen sie für die Faulheit selbst zu sparen trotzdem noch Geld geschenkt!
Ne sie sollen schließlich auch lernen das man eben ohne Sparen doch nicht alles haben kann.
Ela
Beitrag von chiara007 - 08.08.11 - 21:34 Uhr
Ich habe halt die Hoffnung, wenn sie plötzlich einen Batzen Kohle bei Auszug bar auf die Kralle kriegen und somit "sehen" was man mit sparen alles erreichen kann...
Nicht sparen, hat meiner Ansicht nach nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit nicht "damit umgehen können"
>>>Ne sie sollen schließlich auch lernen das man eben ohne Sparen doch nicht alles haben kann<<<
So einfach ist es nicht, solange die Banken einem alles sponsern...
Bester Fall, auch noch in der Familie.
Familienmitglied konnte als Kind schon nicht mit Taschengeld umgehen. Hat später über die Verhältnisse gelebt, auf Pump gekauft etc. bzw. Kredit aufgenommen (keine Ahnung genau was alles). Die Schulden haben sich angehäuft, blieb wohl nicht nur bei den Bankschulden. So genaues sagt er nicht...
Inzwischen ist er soweit, dass er von Hartz4 lebt, schon seit einigen Jahren, damit ihm die Gläubiger nicht die Türe einrennen.
Keine Hoffnung auf Einsicht.
Das möchte ich nicht nochmals mitmachen...
chiara
Beitrag von alpenbaby711 - 09.08.11 - 11:33 Uhr
Es stimmt schon das sie dann sehen was man erreichen kann mit Sparen, aber wieso soll ich mir alleine die ganze Mühe machen das Geld zu sparen um es dann nur zu verschenken. Ein wenig Mitarbeit würde ich auf jeden Fall erwarten. Na ja manche sparen durchaus nicht aus Faulheit weil sie dann im Hier und jetzt ein klein wenig Verzicht üben müssen. Und viele wollen jetzt leben und nicht später. Aber eben an später zu denken kann man doch nicht ganz außer Acht lassen.
Der Fall bei euch in der Familie ist schon heftig. Aber glaubst du wenn man dem Kerlchen was gegeben hätten es hätte sich was geändert?
Ela
Beitrag von chiara007 - 10.08.11 - 15:13 Uhr
Klar ist jetzt auch ein Extremfall bei ihm 
na ja, ob sich was geändert hätte - keine Ahnung... dazu müsste man die Zeit zurück drehen können.
Wenn in 10 Jahren meine Tochter aber mal genauso dastehen würde, müsste ich mir zumindest keinen Vorwurf machen, ev. in der Erziehung versagt zu haben...
Beitrag von alpenbaby711 - 10.08.11 - 16:11 Uhr
Nur mal angenommen es liefe bei deiner Tochter so wie bei euch in der Familie. Dann liegts aber sicherlich nicht daran das du deiner Tochter zum 18. kein Geld gegeben hast sondern weil sie selbst sich nichts erarbeitet hatte. Ich denke das muß man auch selbst ein wenig lernen. Wenn man das ersparte von Mama kriegt, was ja löblich ist, aber was hat man dann selbst dafür getan oder geleistet? Nichts eigentlich, du verstehst sicherlich was ich damit meine.
Ela
Beitrag von jogiyoda - 10.08.11 - 16:14 Uhr
sieh es mal etwas dezidiert: Meine Eltern haben mir zum 18. den "Lappen" spendiert und zum Abi einen Rennkäfer (Käfer mit 2 l 914-Motor[mein Vater war ein absoluter Autonarr]) meine Wohnung/Kleidung/Essen/Trinken/Kino/Spaß habe ich seit dem Auszug mit 17,5 selbst finanziert.
Beitrag von alpenbaby711 - 10.08.11 - 16:24 Uhr
Das ist ja auch Ok wenn man den Kindern was spendiert und sie unterstützt wenn sie auch selbst ihren Teil dazu beitragen. Ich bin der Meinung ich bin nicht gegen diese Geldgeschenke. nur eben nicht dann, wenn das Kind selbst gar nichts sparen würde weil es nicht will. So wie bei euch ist das ja etwas von beiden SEiten.
ich bin auch mit 18 ausgezogen und hab gerade einen Teil der ersten Wohnung ( WaschMa), der Rest war ja da, spendiert bekommen oder eben vom Sparbuch bekommen was jemand für mich angelegt hatte. Aber den Rest hab ich mir auchs elbst zusammen gespart.
Bin da einfach für einen gesunden Mittelweg.
Ela
Beitrag von chiara007 - 10.08.11 - 16:34 Uhr
Doch ich finde im Endeffekt hat sie schon was geleistet, weil es ja IHR Geld ist, sie muss mit weniger klar kommen, kann nicht mehr alles raus pumpen, ob ich es nun für sie auf die Seite lege oder sie das selber macht.
Sie ist jetzt immerhin 23, hat Wünsche, nicht erst seit gestern, die sich sich mangels sparen aber nicht leisten kann...
Beitrag von alpenbaby711 - 10.08.11 - 19:43 Uhr
Ne sie hätte nichts geleistet weil es ja darum ging das die Mutter das Geld spart das die Tochter fürs Wohnen daheim abgibt. Wenn du aber sozusagen Miete abgibst spart die dein Vermieter für dich oder bezahlst du damit für seine Leistung? Du kriegst das Geld auch nicht mehr zurück in dem Fall sollte Töchterchen stellenweise mal alleine wohnen dann weiß sie wie sie haushalten muß. Aber mal abgesehen davon wenn du für sie sparen willst ist das schließlich deine entscheidung. Ich hab hier ja nur von meiner Meinung geschrieben aber die ist ja auch nicht das Nonplusultra, grins oder?
Ela
Beitrag von chiara007 - 10.08.11 - 19:55 Uhr
na ja, entgegen der Meinung anderer in diesem Thread kann man trotzdem mit mir diskutieren, auch wenn man nicht MEINER Meinung ist 
Im übrigen haste mich glaub ich falsch verstanden... ich spare nicht vom Wohngeld, das sie daheim abgibt
Ausserdem, ist es ja nicht so, dass sie nichts daheim abgibt, das muss sie schon. Sparen tut sie in Zukunft zusätzlich zu ihrer montlichen Abgabe fürs wohnen - nur halt über mich.
Beitrag von alpenbaby711 - 10.08.11 - 19:59 Uhr
Schööööööööööön das du nicht zum Urbia Mob gehörst der die anderen Meinung nicht akzeptiert wenn man eben die eigne nicht teilt.
Na ja bei euch scheint es ja noch ein gesunder Mittelweg zu sein würde ich behaupten wenn ich das richtig lese. Ich schau nämlich leider nicht immer auf die Namen der jeweiligen Posterinnen, grins. Du siehst das Alter schlägt bei mir schon gnadenlos zu.
Ela
Beitrag von chiara007 - 11.08.11 - 10:34 Uhr
das schlägt nicht nur bei dir zu, bei mir auch
Beitrag von alpenbaby711 - 11.08.11 - 12:07 Uhr
Schütteln wir uns docb die Hände und treffen uns im Altenheim wieder oder?
Ela
Beitrag von chiara007 - 11.08.11 - 12:22 Uhr
Gute Idee, aber da lassen wir net alle von Urbia rein. Wenn die jetzt schon so spinnen, wie wird das erst wenn die mal senil werden
bleiben wir lieber unter uns
Beitrag von alpenbaby711 - 11.08.11 - 15:58 Uhr
genau kaufen wir uns ne Eigentumsgummizelle mit Aufgemalten Meeresblick, grins!
ela
Beitrag von chiara007 - 11.08.11 - 16:50 Uhr
klingt verdammt gut
Beitrag von alpenbaby711 - 11.08.11 - 20:18 Uhr
gelle ich weiß doch ich hab immer gute Ideen.
Ela
Beitrag von chiara007 - 08.08.11 - 22:12 Uhr
Ich habe halt die Hoffnung, wenn sie plötzlich einen Batzen Kohle bei Auszug bar auf die Kralle kriegen und somit "sehen" was man mit sparen alles erreichen kann...
Nicht sparen, hat meiner Ansicht nach nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit nicht "damit umgehen können"
>>>Ne sie sollen schließlich auch lernen das man eben ohne Sparen doch nicht alles haben kann<<<
So einfach ist es nicht, solange die Banken einem alles sponsern...
Bester Fall, auch noch in der Familie.
Familienmitglied konnte als Kind schon nicht mit Taschengeld umgehen. Hat später über die Verhältnisse gelebt, auf Pump gekauft etc. bzw. Kredit aufgenommen (keine Ahnung genau was alles). Die Schulden haben sich auf jeden Fall angehäuft, blieb wohl nicht nur bei den Bankschulden. So genaues sagt er nicht...
Inzwischen ist er soweit, dass er von Hartz4 lebt, schon seit einigen Jahren, damit ihm die Gläubiger nicht die Türe einrennen.
Keine Hoffnung auf Einsicht.
Das möchte ich nicht nochmals mitmachen...
chiara
Beitrag von chiara007 - 08.08.11 - 21:23 Uhr
Na ja, wenn ich ne realistische Miethöhe verlangen würde, würd noch nicht mal der Verdienst ausreichen 
Aber Geld "verlangen" und anlegen war eigentlich auch meine Vorstellung. Wollte halt auch andere Meinungen hören
Danke für deine Antwort
chiara
Beitrag von sarahg0709 - 08.08.11 - 16:46 Uhr
Hallo,
so lange es nicht irgendwo schnorren geht oder auf Hartz IV ist das noch in Ordnung. Dann kann er/sie mit seinem/ihrem Geld machen was er/sie will.
Mein Sohn ist aber sowieso eher von der sparsamen Sorte 
Verdient er Geld und lebt noch zu Hause, muss er selbstverständlich was abgeben.
LG
Beitrag von chiara007 - 08.08.11 - 22:16 Uhr
Hallo,
siehe meinen versehenlich 2x geposteten Beitrag an Alpenbaby...
Ich habe halt Angst, mir einen künftigen schmarotzenden Hartz4 Empfänger groß zu ziehen
bin halt ein gebranntes Kind...
Abgeben, klar muss sie auch - werde wohl mehr abknöpfen und den Rest anlegen.
lg bambolina
Beitrag von robingoodfellow - 09.08.11 - 07:26 Uhr
Hallo,
ich habe während meiner Ausbildung noch zu Hause gewohnt und bin mit ende 20 Jahren ausgezogen. Bis dahin habe ich 150 DM im Monat zu Hause abgegeben.
LG
Beitrag von jogiyoda - 09.08.11 - 11:31 Uhr
Ende 20?
Ich bin mit 17,5 ausgezogen in eine schnuckelige 2 Zimmer Wohnung die ich neben der Schule mit einem Job im Getränkeverlag finanziert habe.
