Eigentumswohnung / Hausgeld

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von eckilein - 09.08.11 - 09:19 Uhr

Hallo,

wir wollten eigentlich erst ein Haus bauen / kaufen, aber ist halt teuer (Region München). Jetzt haben wir per Zufall eine tolle Eigentumswohnung gefunden... 140 m² groß, 5 Zimmer, 2 Bäder, riesen Garten etc. Der Preis ist auch okay... 290.000,00 Euro, für unsere Region fast ein Schnäpchen. Nun meine Frage. Die Hausgeldkosten haben uns etwas schockiert. Monatlich sollen hier an die 450,00 Euro zusätzlich gezahlt werden. Dabei sind Hausverwaltung, Hausmeister, Müll, Kabel, Versicherung, Rücklage etc.

Habt ihr da auch soviel an Nebenkosten? Der große Teil fällt halt auf den Hausmeister und die Hausverwaltung (über 100 Euro im Monat), die stören uns am meisten. Mein Mann sagt, wozu braucht er einen Hausmeister? er kann alles selbst reparieren. Ist halt das Problem bei Eigentumswohnung. Ich versteh das schon.

Wenn wir die monatlichen Raten an den Kreidt abzahlen, sind wir nicht sicher, ob wir die 450,00 Euro zusätzlich noch schaffen...

Kann man da was machen? Findet ihr die Kosten trotzdem okay? Kann mir wer Tipps geben?

Liebe Grüße
Eckilein

Beitrag von cunababy - 09.08.11 - 09:41 Uhr

Machen kannst du da gar nichts. und arg teuer ist das bei der Größe der Wohnung auch nicht. Es kommt auch auf die Anzahl der Parteien an.

Dann wäre noch zu klären, was alles genau enthalten ist. Wenn z.B. die Nebenkosten enthalten sind (außer natürlich Strom) dann ist das ja auch nicht teuer und wird natrürlich am Jahresende abgerechnet.

Letzendlich ist es natürlich so, dass du sagst, ihr wisst nicht, ob ihr das schafft finanziell und dann würde ich schon die Finger davon lassen. Man sollte sich das schon "locker" leisten können. Mann muss immer damit rechnen, dass man vielleicht mal nur ein Gehalt hat und auch dann sollte es noch finanzierbar sein.

Auch zu beachten ist, wie viel Rücklage das Haus derzeit hat und was schon alles gemacht wurde, bzw. die nächsten Jahre ansteht. Es kann auch jederzeit zu sonderumlagen kommen. wenn etwas gemacht werden muss, z.B. das Dach und die Rücklagen reichen nicht, dann wird der Rest wieder dem Wohnraum entsprechend auf alle Eigentümer umgelegt.

Also würde ich an eurer Stelle noch mal nach Alternativen suchen.

VG Cunababy

Beitrag von blonde.engel - 09.08.11 - 09:48 Uhr

Guten Morgen!

Wie schon geschrieben, kommt es beim Hausmeister auf die zu "pflegende" Fläche an und auf die Einheiten, die ihn bezahlen müssen.

Wir wohnen in einem privaten Wohnpark mit insgesamt 339 Wohneinheiten und einer Gesamtfläche (Spielplätze, Straßen und Wege) von ca. 39.000 m² (gehört alles den Eigentümern).

Wir zahlen monatlich insgesamt (für die Hausgemeinschaft und Freiflächen) 59 €. Das macht bei 339 Einheiten 20.001 € Hausmeisterkosten im Monat - dafür werden aber auch alle Wohnhäuser, Straßen, Spielplätze und Co in Stand gehalten und gepflegt.

LG
Jenny

Beitrag von hullifan - 09.08.11 - 09:51 Uhr

Hi,

für die Größe der Wohnung sind die Hausgeldkosten nicht ungewöhnlich.

Also die Hausverwaltung bekommt pro Wohnung monatl. rd. 25 EUR, ich glaub max. sinds 30 EUR, das ist gesetzl. geregelt. D.h. in Eurem Fall ist der Hausmeister halt recht teuer, dass muß aber die Hausgemeinschaft beschließen resp. hat beschlossen, ob einer gebraucht wird und was dieser kosten darf.

Rücklagen sind ganz wichtig und alles andere wie Versicherungen sind vom Gesetzgeber ein Muss. Da diese Kosten immer anteilig (Größe der Wohnung) berechnet werden, habt Ihr da natürlich nen Brocken zu zahlen.

So ists halt mit Eigentum, kann man nix machen, aber glaub mir, ein Haus ist auch nicht günstiger.

Lg

Beitrag von bettibox - 09.08.11 - 10:58 Uhr

Guten Morgen, es gibt keine Höchstgrenzen für Verwaltergebühren, diese sind frei verhandelbar, im Wohnungsbereich liegen Sie so wie Du sie genant hast + -, im gewerblichen Bereich sind sie wesentlich höher.

LG

Beitrag von zwiebelchen1977 - 09.08.11 - 10:13 Uhr

Hallo

Was ist denn noch da drin? Strom, Gas und Wasser auch? Eure Hausrat wird da sicher nicht mitdrin sein, genauso die private Haftpflicht.

Auch wenn dein Mann selber reparieren kann, Es geht um die Allgemeinen Dinge, die Anfallen.

Bianca

Beitrag von manavgat - 09.08.11 - 10:55 Uhr

Ich habe 80 qm und zahle 240 Euro Hausgeld.

Die Hausverwaltung ist deutlich zu teuer. Wir zahlen pro WE 25 Euro im Monat.

Man kann in der Eigentümerversammlung darüber abstimmen, eine andere (günstigere) Hausverwaltung einzusetzen.

Hausmeister ist hier (6 WE) so, dass 2 Eigentümer das gemeinsam machen. Ich zahle dafür 40 Euro im Monat, was ich deutlich zuviel finde, aber ich konnte mich leider nicht durchsetzen, bin überstimmt worden.

Die Rücklage muss hoch genug sein, sonst gibt es nämlich ständig Sonderumlagen, wenn was instandgesetzt werden muss.

Heizung, Wasser, Strom, Müll usw. hast Du bei einem Haus auch, je mehr qm, desto teurer.

Wenn ich mein Hausgeld auf Eures (über die qm) hochrechne dann komme ich auf 420 Euro. Insofern ist das wohl (fast) angemessen.

Ob ihr Euch das leisten könnt, kann ich nicht sagen, ich finde aber 140 qm mit 2 Bädern für 3 Leute? (steht nicht in VK) deutlich überdimensioniert.

Gruß

Manavgat

Beitrag von werner1 - 09.08.11 - 17:41 Uhr

25 Euro x 6 Einheiten = 150 Euro im Monat.
Das ist nicht übermässig viel.
Sei froh, dass es nicht wesentlich mehr ist.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von manavgat - 09.08.11 - 19:15 Uhr

Das hast Du mißverstanden.

Die HV der anderen Dame ist im Vergleich zu unserer zu teuer.

Hab ich mich wohl nicht so gut ausgedrückt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von bettibox - 09.08.11 - 11:01 Uhr

Hallo, für die Größe der Wohnung sind die Kosten nicht übermäßig hoch. Hausmeister, Rücklagen, Heizung etc. summieren sich halt.

Wenn Euch die 450,00 jetzt schon "plagen" würd ich mir den Kauf genau überlegen, Du kannst nicht davon ausgehen, daß sich die Zahlungen in der kommenden Jahren senken werden, eher das Gegenteil wird der Fall sein. Wenn z.B. nicht genügend Rücklagen vorhanden sind und dringende Sachen anstehen, sind Sonderumlagen fällig. Dann mußt auch noch die Nebenkosten für die Wohnung einrechnen, Strom, Versicherungen, Grundsteuer etc.

Ich arbeite in einer Hausverwaltung, wir haben Wohnungen, die zahlen fast das Doppelte monatlich.

LG

Beitrag von myimmortal1977 - 09.08.11 - 11:20 Uhr

Also, ne, für die Größe der Wohnung sind die Kosten absolut angemessen. Ich hatte eine 45 qm Wohnung und habe mtl. 160 € gezahlt.

Ich bin mir sicher, dass Ihr bei der Größe im Bereich Eigentumswohnungen auch nichts günstigeres finden werdet.

Dann bleibt nur das Haus...... Dann fällt der Hausmeister weg. Aber die anderen Gebühren und Kosten kommen trotzdem auf Euch zu.

Euch alles Gute, Janette

Beitrag von sarahg0709 - 09.08.11 - 12:07 Uhr

Hallo,

für die Größe der Wohnung absolut vertretbar.

Meine Mutter hat eine Eigentumswohnung (in München), die knapp 75 qm groß ist. Hausgeld beträgt hier im Monat 350 € (es sind 14 Wohnungen unterschiedlicher Grüße).

Was habt Ihr eigentlich gegen den Hausmeister? Der ist für solche Dinge, wie die Treppenhausreinigung, Schnee räumen etc. zuständig. Und es ist ganz angenehm, wenn das gemacht wird.

Kosten für Hausverwaltung? Nun ja, Ihr könntet bei der nächsten Eigentümerversammlung versuchen, einen Hausverwalter zur Wahl vorzuschlagen, der weniger verlangt. Ob Ihr damit durchkommt, ist eine andere Frage.

By the way: Bevor Ihr kauft, lasst Euch mal die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten Jahre zeigen. Manches Mal fällt was auf, was einen dann doch vom Kauf abhalten sollte.


LG

Beitrag von miau2 - 09.08.11 - 12:24 Uhr

Hi,
die Frage ist halt, was in den 450 euro alles drin ist. Wenn da auch Abschläge für Wasser und Heizung drin sind ist das gar nicht sooo teuer.

Und bei den Rücklagen: stell dir vor, die würden 100 Euro weniger im Monat betragen. Klingt gleich viel besser, oder?

Und dann ist das Dach kaputt und es sind keine bzw. zu wenig Rücklagen da. Dumm gelaufen, denn natürlich zahlen das anteilig die Eigentümer und niemand sonst.

Also, es ist die Frage, wie genau sich das aufschlüsselt, wofür genau die Hausmeisterkosten sind (Hausmeister sind nicht billig, wir haben z.B. auch einen, nur für den Winterdienst - einfach mit dem Hintergrund, dass 18 parteien evtl. schwer zu organisieren sind beim Winterdienst) - geht ja nicht ums reparieren von Eurem Eigentum, sondern um Pflege, Wartung usw. vom Gemeinschaftseigentum.

Wir haben (inkl. Winterdienst) eine Kalkulation mit 250 Euro monatlichen Abschlägen. Aber es sind bei uns Doppelhäuser, in diesem Abschlag sind überhaupt keine Rücklagen enthalten. Rücklagen fürs Gemeinschaftseigentum zu beschließen (geht bei uns dabei vor allem um Wege und einen kleinen Spielplatz) wird wohl Thema bei der nächsten Eigentümerversammlung - das ganze ist Neubau, Erstbezug der ersten Häuser war letztes Jahr.

Für die Eigentumswohnungen, die wir uns angeguckt haben wäre das Hausgeld durchaus in dem Bereich von dem bei deinem Angebot gewesen, allerdings inkl. monatlicher Abschläge für Wasser und Heizung. So müssen wir halt zu den monatlichen Abschlägen noch unsere eigenen Rücklagen dazurechnen - weniger wird es dadurch sicher nicht.

Genau angucken solltest du dir auch die Beschlüsse der Eigentümerversammlungen...das bewahrt vor unangenehmen Überraschungen, denn Beschlüsse gelten auch für Euch. Auch, wenn sie sehr teuer sein können (Dachsanierung, Fassadensanierung...).

Viele Grüße
miau2

Beitrag von cami_79 - 09.08.11 - 12:29 Uhr

Hi eckilein,

finde dass der Größe entsprechend durchaus angemessen. Eine Freundin zahlt für 5 ZKB und Minigarten bei 120qm Wohnfläche schon 300-Euro-Rücklage im Monat und dann kommt ja noch der Rest dazu (wir leben übrigens in einer etwas günstigeren Region als München).

Grüße

Beitrag von redsea - 09.08.11 - 13:24 Uhr

Grob gerechnet zahlt man 2 euro pro Quadratmeter an Betriebskosten.

Also 140 x 2...... Alles was drueber ist, ist teuer muss aber im Einzelfall betrachtet werden.

Umso aelter die Wohnung, umso hoeher die BK, da meist nicht so toll isoliert, etc.

Beitrag von manavgat - 09.08.11 - 14:18 Uhr

Scherz oder Osten?

Gruß

Manavgat

Beitrag von bettibox - 09.08.11 - 14:38 Uhr

2,14 pro qm war der Durchschnitt für das Abrechnungsjahr 2007 und für Mietwohnungen, Eigentümer zahlen aber nicht nur Betriebskosten.

Beitrag von werner1 - 09.08.11 - 14:25 Uhr

Hallo,

da sind aber noch einige falsche Vorstellungen:

#Mein Mann sagt, wozu braucht er einen Hausmeister? er kann alles selbst reparieren#

Der Hausmeister ist nicht dein persönlicher Handwerker.
Er wird von der Eigentümergemeinschaft bezahlt, und ist nicht für das innere der Wohnungen zuständig.

Das Hausgeld ist auch nicht mit den ,,Nebenkosten,, identisch, sondern wesentlich mehr.

Bei der Grösse ist es auch nicht ungewöhnlich hoch.
In München ist eben alles etwas teurer.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von wasteline - 09.08.11 - 14:57 Uhr

3 € pro qm sind völlig ok, es gibt Wohnanlagen mit weitaus höheren Kosten.

Beitrag von visilo - 09.08.11 - 17:37 Uhr

Wir wohnen auch in München und haben eine 75 m² Wohnung, wir zahlen monatlich auch knapp 350 Euro, da ist aber schon der Abschlag für Wasser und Heizung dabei. Ich finde 450 Euro absolut angemessen, ich würde mich aber erkundigen wie groß die Rücklagen sind denn es kann sehr schnell passieren das ihr zusätzlich noch mal locker mehrere hundert Euro zahlen müßt wenn Reperaturen anstehen und die Rücklagen zu gering sind.

LG
visilo

Beitrag von loonis - 09.08.11 - 20:51 Uhr




Unser Hausgeld beträgt 210€ monatl. bei 90qm in HH ...

Unser Hausmeister ist sehr günstig ,macht Jemand aus unserem Haus ...

Wir haben unseren Verwalter zwischendurch mal gewechselt ,
muß man auf d.Eigentümerversammlung besprechen.

Bei d. Größe der Wohnung erscheint mir das Hausgeld (fast) angemessen...

LG Kerstin

Beitrag von snobbytec - 12.08.11 - 15:45 Uhr

Finde 450,00 Euro für die Größe auch nicht zu viel.

Ein Haus wäre auf den ersten Blick zwar etwas billiger aber ... !

Die Instandhaltungsrücklage bei einem Haus muss man zu den Kosten auch noch draufrechnen und die liegt höher als bei einer ETW.

Das vergessen sehr viele und schauen dumm aus der Wäsche wenn am Haus auch mal Dinge repariert oder gewartet werden müssen...

Ausserdem solltet ihr nicht vergessen, dass euer Hausgeld auch nach Personen und persönlichem Verbrauch berechnet wird.

Wie haben vor 11 Jahren als wir unsere Wohnung mit 74m² gekauft haben, ein Hausgeld von 150,00 bezahlt, allerdings war die Wohnung vom Voreigentümer nur mit einer Person bewohnt worden. Heute zahlen wir mit 4 Personen 270,00 Euro.

Anfang des Jahres habe ich dann die Wohnung gegenüber dazu gekauft und mittels Durchbruch verbunden. Zahlen jetzt für 125m² mit 6 Zimmern, 2 Balkonen, 1 Loggia, 2 Keller, usw. insgesamt 400,00 Euro Hausgeld.
Haben zudem eine sehr hohe Instanhaltungsrücklage im Gemeinschaftstopf angespart.