Hi,
ich habe einen Freund der (stark) depressiv ist. Er ist 21, will keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern, lebt alleine (Freundin hat sich vor ein paar Tagen wegen einem Neuen verabschiedet) und hat kein Geld.
Ich hab beim Amt angerufen, er müsste bis 25 Unterhalt von seinen Eltern bekommen, aber das will er nicht 
Dazumal ist er nicht "Erwerbsfähig" durch seine Depression. Auf Klinik hat er keine Lust, da war er ein paar Wochen und meint, man würde nur mit Drogen vollgepumpt und es interessiert sich dort keiner für einen...das selbe gilt für Psychiater, da man sehr lange auf einen Termin wartet. Zusätzlich hat er eine Alkoholkranke Mutter, die einen Psychiaterschein hat und ihm die Medikamente und Co ausgeredet hat, er könne sich selber heilen.
Zusätzlich ist der Herr nicht versichert, also scheidet ein Psychiater o.ä. schonmal sowieso aus, denk ich mal.
Ich hab ihn nun soweit, dass er bereit ist, Hilfe von Ämtern anzunehmen.
Habt ihr Ideen, was man da noch machen könnten? Sozialgeld? Wo er sein Geld jetzt herbekommt, weiß ich nicht. Das will er mir nicht sagen... legal ists glaub ich aber nicht
Kindergeldantrag hat er nicht geschafft zu stellen, da ihm der Papierkram über den Kopf gewachsen ist
Ausserdem konnte er nicht nachweisen, welches Geld er verdient usw... so wie ich das mitbekommen habe, hat er seine Ausbildung abgebrochen sowie mehrere Jobs... das weiß ich von seiner Schwester, aber mit der will er auch nicht reden 
Mehrere Fragen ALG2?? Erstanmeldung
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Beitrag von scrapie - 09.08.11 - 13:39 Uhr
Beitrag von babe2006 - 09.08.11 - 17:52 Uhr
sorry, aber klipp mund klar... sein PECH!!
wer nicht will, der hat schon!
Solchen Leuten ist nicht zu helfen!
Keinen Bock auf arbeiten weil Desspresiv, ja ne... is klar!!!
ohne Worte!!!
Super!!!
Beitrag von king.with.deckchair - 09.08.11 - 18:58 Uhr
Dummes Geseihere!
Beitrag von sandra7.12.75 - 09.08.11 - 20:45 Uhr
Na hoffentlich wirst du wirklich nie Depressiv,DAS KANN JEDEN TREFFEN.
O-Ton von einem Pyschologen der mich in der Reha betreut hat
.
Also einfach die Klappe halten wenn man keine Ahnung hat.
S.
Beitrag von sandra7.12.75 - 09.08.11 - 20:48 Uhr
Hallo
Ich hatte eine Kollegin die unter starken Depressionen und Verfolgungswahn leidet und die hat sogar Kunden verscheucht.Ist einfach während der Arbeitszeit verschwunden und so weiter.
Sogar wir Kollegen hatten nichts zu lachen.
Da war ich mit Burnout und Panikatacken gerade zu gesund.
S.
Beitrag von lisasimpson - 09.08.11 - 18:58 Uhr
da gibt es also einen 21 jährigen, der
- keine eigenen anstrengungen unternehmen kann oder will in bezug auf erwerbsarbeit oder sonstie möglichkeiten um für seinen unterhalt zu sorgen
- der kein geld von den eltern will
- der keine hilfe von der schwester will
- der keine hilfe von psychiatern will
- der keinen stationären aufenthalt will...
und jetzt sollen sich leute hier mit abmühen zu ergründen, was er noch alles "nicht wollen" könnte?!
da du ja weder irgendwie einblick in seien situation hast noch in die materie wird das wohl schwierig.
also ENTWEDER sind dei eltern unterhaltspflichtig (dann muß er sich darum kümmern) ODER er wird mit staatsgeldern unterstützt.
es besteht eine krankenversicherungspflicht- ich würde ihm also dringend raten sich zu versichern
und in der klinik in der er war, gab es unter Garantie sozialarbeiter, die ihm wunderbar damit hätten weiterhelfen können
lisasimpson
Beitrag von scrapie - 10.08.11 - 08:01 Uhr
Naja, jetzt hast du meinen Text in Stichworten wiedergegeben und mir Infos gegeben, die ich auch schon in meinem Posting gesagt habe. Wirklich weitergeholfen hast du mir also nicht. Trotzdem Danke für deine Mühe.
LG
Beitrag von king.with.deckchair - 09.08.11 - 19:16 Uhr
"er müsste bis 25 Unterhalt von seinen Eltern bekommen"
Das ist so pauschal nicht korrekt und ich gehe davon aus, dass du diese allgemeine Information bekommen hast, weil du auch nur allgemein nach gefragt hast.
Möglichkeit 1: Er macht so weiter, bis er irgendwann so abgewrackt ist, dass er Hilfe annehmen MUSS.
Möglichkeit 2: ALG II-Antrag stellen. Ja, da wird dann gefragt, warum er nicht in den Haushalt der Eltern zurück geht. Den Sachverhalt mit der kranken Mutter schildern, belegen. Mitteilen, seit wann er schon nicht mehr zuhause wohnt, belegen.
Ich denke, dass es weder dir noch seiner Schwester zusteht, seine Erwerbsfähigkeit zu beurteilen. Auch solltet ihr tunlichst solchen Unfug nicht in den Raum werfen! Er ist ggf. derzeit ARBEITSUNFÄHIG, ob er auch nicht erwerbsfähig ist, wird ggf. der Ärztliche Dienst des Jobcenters feststellen müssen. Ergo: Die Idee mit dem Sozialgeld ist Unsinn, ALG II-Antrag stellen. Dann wäre auch seine Krankenversicherung geregelt.
Bei Depressionen wird man auch nicht mit "Drogen" vollgepumpt, der gute Junge soll mal nach Antidepressiva googlen.
Fazit: Entweder es "zwingt" ihn jemand von euch zu den Behörden und schaut, dass er da seine Termine und Abgabefristen einhält oder er knallt unsanft auf dem Boden der Realität auf.
Wenn er ALG II erhalten sollte, so wird selbstverständlich das Jobcenter eine sog. Rechtswahrungsanzeige an die Eltern richten und Informationen zu deren Einkommensverhältnissen einfordern. Das muss er aber nicht tun.
Gruß
Ch.
Beitrag von scrapie - 10.08.11 - 07:59 Uhr
Guten Morgen,
dir.
"Möglichkeit 1: Er macht so weiter, bis er irgendwann so abgewrackt ist, dass er Hilfe annehmen MUSS. "
Ich befürchte, bevor das passiert, wird er im Grab landen. Er redet zwar selten, dafür aber sehr intensiv vom Selbstmord und hat zugegeben, dass er diese Gedanken oft hat. Es sieht nicht so aus, als würde er das alles nur erzählen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
"Das ist so pauschal nicht korrekt und ich gehe davon aus, dass du diese allgemeine Information bekommen hast, weil du auch nur allgemein nach gefragt hast. "
ich gebe nur das wieder, was ich von der Mitarbeiterin vom Amt erzählt bekommen habe. Ich habe ihr die Situation genau geschildert.
"der gute Junge soll mal nach Antidepressiva googlen. "
Er ist sehr auf seine leibliche Mutter fixiert und lässt nicht davon ab, da sie es ihm so eingebläut hat. In der Klinik hat er Antidepressiva bekommen und meint, so ein Gefühl will er nicht nochmal haben - nicht glücklich, nicht traurig, wie ein Zombie.
Am Ende ist es klar, dass nur er sich helfen kann. Er weiß aber nicht, wo er anfangen soll. Ich habe ihm nun die Nummer von einer Arbeitslosenberatungsstelle gegeben und hoffe nun, dass er da auch anruft.
Die wissen sicher am besten, was man da machen kann.
Lg
Beitrag von king.with.deckchair - 09.08.11 - 19:18 Uhr
Nachtrag: Es läuft so nicht "Hach, ALG II-Antrag ist mit zu viel Auflagen (Elternunterhalt etc. pp.) verbunden, beantrage ich mal eben Sozialgeld."
So lange kein Amtsarzt oder der Rententräger festgestellt hat, dass er derzeit erwerbsunfähig ist, ist das Jobcenter zuständig, also bitte diese Flausen lassen.
