Hallo,
ich brauche mal ein paar Antworten auf ein paar Fragen, wo ich nicht weis wem ich sie stellen soll.
Ich arbeite seit 11 Jahren in einem Betrieb. 10 jahre lang in einer Abteilung dann ging der Mist los. In 1 Jahr 3 Versetzungen, jeweils unter Einbezug einer sonstigen Kündigung, nach letzem Standortwechsel kein aktualisierter Arbeitsvertrag. Dann spontane unangekündigte Gehaltskürzung. Auf meine Aufforderung nach erstattung des Restbetrages KEINE Antwort. Also Anwalt eingeschalten. Ergebnis: Firma will ausstehenden betrag mit nächster Abrechnung zahlen.. Das Problem ist, das man mich "raushaben" will. Da man mich aber schlecht kündigen kann, versucht man eben mich psychisch fertig zu machen, weil man aufgrund mehrerer Klinikaufenthalte von meinen psychischen Problemen (Instabilität) weiß.
Gestern bin ich nach einem besuch des Betriebsrates umgekippt und musste wegen Schmerzen zum Arzt. Das hat der Betriebsrat auch zu Ohren bekommen und hat nun wieder Wasser auf die Mühlen bekommen.
Das Umkippen kenne ich aus Situationen wo der Körper sich einfach abschaltet um psychischen Stress zu umgehen. Fakt ist, das das Mobbing von Geschäftsleitung und Betriebsrat aus geht.
Ich habe vom Arzt erfahren, das es die Möglichkeit gibt selbst zu kündigen wenn Mobbing im Spiel ist. hat jemand damit Erfahrungen?
Bin für Feedback dankbar. LG Feele
Selbst-Hilfe bei Mobbing..
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Beitrag von feele1976 - 13.08.11 - 15:50 Uhr
Beitrag von bruchetta - 13.08.11 - 18:14 Uhr
Ich denke, dass eine Eigenkündigung der schlechteste Weg ist.
Bis Du psychisch gesund bist, solltest Du Dich krankschreiben lassen.
Dann kannst Du Dir in Ruhe eine neue Stelle suchen.
Bei meiner Freundin war es auch so, sie war ein dreiviertel Jahr krankgeschrieben, hat in der Zeit eine Reha hinter sich gebracht und psychologische Sitzungen.
Danach hat sie gekündigt und bekommt jetzt, aufgrund der schlimmen Lage, Arbeitslosengeld.
Beitrag von manavgat - 13.08.11 - 22:16 Uhr
Du bist doch nicht blöd und kündigst noch?
Lass Dich erst mal krankschreiben vom Arzt, mach eine Therapie und kehre gestärkt an Deinen Arbeitsplatz zurück.
Denen würd ich's geben und zwar süß-sauer!
Im übrigen könntest Du Deinen Anwalt mal fragen, wie die Aussichten sind, falls Du Deinen AG auf Schadensersatz (Unterschied Krankengeld zu Netto-Arbeitslohn) und Schmerzensgeld verklagst.
Alles Gute
Manavgat
Beitrag von emestesi - 14.08.11 - 17:19 Uhr
Hallo Feele,
es gibt die Möglichkeit der Eigenkündigung ohne Sanktionen von der Bundesagentur der Arbeit. Nehme dafür VORHER zeitig Kontakt mit der Bundesagentur auf und schildere deine Situation. I.d.R. wirst du aufgefordert, ein Mobbing-Tagebuch zu erstellen. Sofern du bereits in ärztlicher Behandlung sein solltest, kannst du dir über ein Formular der Bundesagentur für Arbeit von deinem Arzt bestätigen lassen, dass dieser dir dazu rät, deinen Arbeitsplatz zu kündigen aufgrund gesundheitlicher Probleme. Es hilt auch, wenn der Betriebsrat der Bundesagentur für Rückfragen zum Fall offen steht. Nach Abgabe des Mobbing-Tagebuches, der Bestätigung deines Arztes und auch positiver Aussagen des Betriebsrates sieht es sehr gut aus, dass du kündigen kannst, ohne mit einer ALG1-Sperre rechnen zu müssen. In dem Fall erhältst du nämlich von der Bundesagentur sozusagen einen "Freifahrtsschein" zur Eigenkündigung.
LG Emestesi
Beitrag von feele1976 - 20.08.11 - 18:39 Uhr
Hallo,
ich danke Euch für Eure Beiträge. ich hatte zwischendurch einen familiären Schicksalsschlag was mich erstmal mehr beschäftigt hat, deshalb keine Antwort. Muss erstmal DAS verdauen bevor ich überhaupt wieder klar denken kann.
LG
Feele
Beitrag von tini1205 - 15.08.11 - 22:04 Uhr
Hallo,
hab das gleiche Problem wie du..
Bin seit 9 Jahren in meiner Firma beschäftigt..
Mehrfach sollte ich in andere Abteilungen versetzt werden usw...Geschäftsleitung mobbt mich seit 2008...
Nun bin ich seit Mai krankgeschrieben habe mir einen Anwalt genommen..
Das Ende vom Lied...ich bekomme eine Abfindung in 5-stelliger Höhe und die Firma kündigt mich...(Kurzfassung)
Schreib dir alles auf...versuche Beweise zu sammeln vielleicht emails von Kollegen wo ihr über dieses Thema geschrieben habt...geh zun Arzt und lass dir ein Gutachten erstellen...
Deine Firma hat eine Fürsorgepflich gegenüber Dir...
Dann such dir nen guten Anwalt und dann nix wie weg da...
