Gehalt Bäckereifachverkäuferin?

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Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 20:57 Uhr

Ein schönen guten abend,

ich war 3 Jahre in Elternzeit.

In meinen vorigen Job kann ich nicht zurück, da ich ich gekündigt wurde.

Da mein kleiner ab 1.9 in den Kindergarten geht, bin ich auf der Suche nach was neuem. Gar nicht mal so leicht, da ich nun nicht mehr so flexibel bin.

Jetzt habe ich die Möglichkeit in einer Bäckerei zu arbeiten, nicht gerade mein Traum aber Hauptsache Arbeit.

Mein Problem ist die Bezahlung. 6,50 € die Stunde finde ich heftig wenig oder ist das normal im Verkauf? Erwarte ich zuviel. Es gibt nicht mal Zuschläge am Wochenende.

Bin Bürokauffrau und habe jahrelang in einer leitenden Position gearbeitet. Bin deshalb etwas geschockt über den Stundenlohn.

Was meint ihr dazu? Wisst ihr was da so an Bezahlung normal ist?

Beitrag von chicksy1985 - 16.08.11 - 21:04 Uhr

Hallo, ja es ist normal im Verkauf.

Eine Freundin hat 24 Jahre Berufserfahrung in der Bäckerei (Verkauf, sie hat das gelernt) und bekommt 6,33 € Stdlohn. Ich weiß das so genau, weil wir uns erst vor ca 3 Wochen darüber unterhalten haben.

Ich arbeite in der Metzgerei (Verkauf, gelernt) und verdiene knapp 10€ die Std.

Hier am Land ist die Bezahlung leider so mickrig. Wobei die in der Metzgerei noch bisschen besser bezahlt werden - zumindest hier bei uns in der Region.

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 21:22 Uhr



24 Jahre Berufserfahrung und so wenig Geld, das ist heftig. Das ist für deine Freundin echt in Ordnung?

Der Job ist ganz schön stressig, nicht nur so nebenbei mal ein paar Brötchen verkaufen. Nach 4,5 Stunden Probearbeit war ich erstaut wie anstrengend es ist. Hätte ich nie gedacht.

Mein Job war auch stressig aber eine andere Art von Stress.

Beitrag von aennsche - 16.08.11 - 21:11 Uhr

Nabend

Ich hab 3 Jahre in einer Bäckerei neben der Lehre gejobbt. Hatte ungelernt 5,62€, bzw nach meiner grandiosen Gehaltserhöhung 6,12€ raus (2003-2005). Das ist also normal.

Da ich die Abendschichten hatte, bin ich zumindest nie hungrig heimgegangen (da sind mir des öfteren, ein paar Sachen "runtergefallen" #schein), war ich als Azubi schon dankbar ;-)

Zum Geldverdienen müsstest dir doch ehern was im Büro suchen.

Gruß, Anne

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 21:26 Uhr


Hatte bis jetzt nur Frühdienst. Sollte vielleicht auch mal die Abendschicht machen. :-) Aber ich habe nicht das Gefühl, dass die so großzügig sind und einem was mitgeben.

Mir ist mal ein Brot runter gefallen, da meinte ich dann, ich nehm das mit, als Abntwort bekam ich, in Ordnung, kannst dann bei Feierabend bezahlen.

Selbst für das Probearbeiten habe ich nichts bekommen, obwohl ich 2 Tage richtig mit geholfen habe. Über eine Brötchentüte hätte ich mich sehr gefreut.

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 21:28 Uhr


Ach übrigens, würde lieber was in meinem Bereich machen. Aber da wird meist Vollzeit gesucht. Und das geht nicht. Mein kleiner muß spätestens 14 Uhr abgeholt werden.

Beitrag von aennsche - 16.08.11 - 22:02 Uhr

Hi

Das mit dem mitnehmen wird immer strenger. Als ich da angefangen hatte, ging das ohne Probleme. Am Ende wurden sogar die Retouren in der Zentrale gezählt (die arme Sau, die das machte, hab ich nicht beneidet).

Ich hab meistens zwischen den Öfen putzen mir 2 Semmeln reingepfiffen. Meine Kollegin schickte ich als Ausgleich in eine kurze Zigarettenpause. Somit war uns beiden geholfen.

Für die Sonntage gabs 150% vom Lohn, für Feiertage 225%, die haben sich halbwegs gelohnt.

Als Überbrückung kannst es ja machen, mir hat die Arbeit immer viel Spass gemacht. Bis sich halt doch mal was in deinem Beruf findet.

Habe übrigens auch Bürokauffrau gelernt, aus Mangel an arbeit hier eine Weiterbildung drangehängt. Damit ich mich wenigstens "etwas" von der Masse abhebe.

Schönen Abend dir
Anne

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 22:18 Uhr


Das mit den Zuschlägen klingt gut. Aber das gibt es dort leider nicht.

Werde es machen bis ich was besseres finde. Besser als arbeitslos sein. Außerdem macht es Spaß.

Was hast Du für eine Weiterbildung gemacht? Ist die bezahlt worden? Du hast schon Recht, Bürokauffrauen gibt es wie Sand am Meer.

Wünsche Dir auch einen schönen Abend.

Beitrag von aennsche - 17.08.11 - 08:20 Uhr

Guten morgen

Ich habe meinen Handelsfachwirt gemacht. Bin seit 1,5 Jahren in der Lebensmittelbranche selbstständig als Promoter unterwegs und hoffe, da richtig Fuß fassen zu können.

Gruß, Anne

Beitrag von kira2002 - 16.08.11 - 21:32 Uhr

Hallo,

Für 6,50 ist das doch sicher ein 400€-Job, oder?

Laut deiner PLZ müsstest du ja aus der Frankfurter Gegend kommen und da wird eigentlich mehr gezahlt. Es sei denn du bist bei diesen Billig-Selbstbedienungs-Bäckereien oder eben als 400-Euro-Kraft.

Der Tariflohn in Rheinland-Pfalz liegt bei knapp über 9,50 die Stunde (Teil-/Vollzeit).

LG

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 21:41 Uhr


Ist ein 400 € Job. Wird da ein Unterschied gemacht Teilzeit/400 € Job vom Stundenlohn?

Bin aus der Frankfurter Gegend, richtig erkannt. :-)

Ist keine Billig-Selbstbedienungsbäckerei. Ist große Bäckerei mit Cafe wo stets verdammt viel los. Die Schlange geht teilweise bis vor die Tür. War echt erstaunt als ich da gearbeitet habe, man hätte glauben können, morgen bricht der Krieg aus und es gibt nichts mehr.

Wir stehen da teilwese mit 4 Verkäufern und treten uns gegenseitig auf die Füße, weil man die Kunde schnell bedienen muss. Ist also wirklich stressig, kommst kaum zum atmen und weißt manchmal nicht wo der Kopf Dir steht.

Macht trotzdem Spaß! Nur die Bezahlung stimmt mich nicht freudig.

Beitrag von kira2002 - 17.08.11 - 09:21 Uhr

Rechne es dir doch mal mit einem Nettoeinkommenrechner aus. Mit Steuerklasse 5 kommt es ungefähr aufs selbe raus, weil du dann ja die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen bekommst.

Würde an deiner Stelle weiter im Büro suchen.

Beitrag von manavgat - 16.08.11 - 22:12 Uhr

Bin Bürokauffrau und habe jahrelang in einer leitenden Position gearbeitet.

Versau Dir nicht Deinen Lebenslauf.

Such Dir mit Deiner Berufserfahrung einen anständigen Job und notfalls Vollzeit.

Aushilfe in der Bäckerei ist ein Sch....job. Das Putzen im Anschluss wird übrigens meistens nicht bezahlt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 22:22 Uhr


Monatelang arbeitslos sein, damit sieht mein Lebenslauf auch bestimmt nicht besser aus.

Außerdem arbeite ich furchtbar gern und könnte nicht nur hier rum sitzen.

Vollzeit wird nicht gehen. Wer betreut mein Kind? Es war schon sehr schwer hier einen 2/3 Platz zu bekommen, hatte erst nur einen halbtagsplatz bewilligt bekommen.

Beitrag von emmy06 - 16.08.11 - 22:25 Uhr

Tagesmutter! Entweder als Ersatz für die Kita oder im Anschluß an die Kita...

Und ehrlich, sie hat Recht, das ist ein Abstieg sondersgleichen. Such Dir etwas in Deinem Bereich bzw. im ähnlichen Bereich.


Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 22:32 Uhr


Stimmt, es ist ein Abstieg. Bereitet mir auch Kopfzerbrechen.

Noch eine Tagesmutter zusätzlich, dann arbeite ich ja nur noch für die Betreuungskosten.

Außerdem finde ich es nicht so toll, ein Kind rum zu schieben. Erst da, dann da. Und abends hole ich ihn ab und bringe den kleinen nur noch ins Bett. Was habe ich da noch von meinem Kind?

Aber ich verstehe euch sehr gut und weiß, dass euer Tipp lieb gemeint ist.

Beitrag von emmy06 - 16.08.11 - 22:42 Uhr

Dann überleg doch nur die Tagesmuttervariante :-)


Beim Großen bin ich nach 9 Monaten wieder los mit 25 Stunden im Schichtdienst.
Beim Kleinen sogar nach 4,5 Monaten, jedoch nur mit bisher 10 Stunden, ab September dann 18 Wochenstunden.

Beide gingen/gehen bis zum Kindergarteneintritt zur Tagesmutter und da die ebenso wie der Kindergarten bezuschusst wird, ist auch eine Tagesmutter durchaus bezahlbar.

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 23:11 Uhr


Wäre gerne auch schon vorher arbeiten gegangen aber kein Krippenplatz bekommen. Und Tagesmutter ließ sich keine gescheite finden.

Haben alle gemeint, der kleine wär zu wild, lebhaft. Ist halt keine Marionettenpuppe und nicht so manierpulierbar. Bin ich aber froh drum. Mein kleiner ist aber ein liebes Kerlchen, nur sehr Bewegungsfreudig mit viel Energie, ein Duracell-Hase.

Hab mit kanpp 2 eine Tagesmutter gesucht und die Tagesmütter hier im Ort haben lieber kleinere Kinder, so ab 9 Monaten, die kann man sich noch so zurecht stutzen wie man das möchte.

Beitrag von aennsche - 17.08.11 - 08:58 Uhr

Hi

Wie soll das eigentlich in der Praxis gehen, denn dieser "Tipp" ist hier öfters zu lesen. Ne Tagesmutter als ersatz für den Kindergarten taugt in meinen Augen garnicht.
Bei uns im Dorf gibt es 3 Tagesmütter, aber wie bekommt man das Kind von der KiTa zur Tagesmutter, wenn man auf arbeit ist?! Gibt es sonst überall bring/holdienste?

Gruß, Anne

Beitrag von emmy06 - 17.08.11 - 09:30 Uhr

Die Tagesmütter holen die Kinder dort ab - ist absolut gängig hier. Unsere Tagesmutter kam zeitweise sogar Morgens um 4.30 Uhr zu uns ins Haus usw.

Und warum ist eine Tagesmutter keine Alternative Deiner Meinung nach?


Beitrag von aennsche - 17.08.11 - 10:16 Uhr

Eine Tagesmutter ist super für Kids am Anfang. Hatte meinen ab 10 Monaten auch bei einer. Aber ab drei Jahren sollten sie meiner Meinung schon in den Kindergarten gehen um sich an grössere Gruppen zu gewöhnen. Von dieser max-fünf-Kinder-Kleingruppe auf 28 Kinder Grundschule ist die Umstellung zu heftig. Wie gesagt, meiner Meinung nach.

Nachdem die TE 3 Jahre in Elternzeit war, geh ich nunmal davon aus, dass ihr Kind so ungefähr 3 Jahre alt sein wird ;-)

Bei uns aufm Land ist es nicht üblich, dass die TaMu die Kids irgendwo holt. Bin deshalb über solche Tipps etwas verwirrt.

Gruß, Anne

Beitrag von emmy06 - 17.08.11 - 14:10 Uhr

Kindergarten ist wichtig, das allemal, streite ich keinesfalls ab, aber hier könnte die Tagesmutter als Übergangslösung für einige Monate oder 1 Jahr dienen, bis ihr Kind einen Ganztagesplatz im Kindergarten erhält.

Ich wohne auch in der Pampa (größere Städte wie Kassel, Köln, FFM usw. sind alle weit über 100km entfernt), aber nichts desto trotz ist das System der Tagesmütter sehr flexibel hier bzw. gibt es viel mehr von Ihnen als genutzt werden und somit hat man gute Verhandlungschancen.



LG

Beitrag von scullyagent01 - 17.08.11 - 09:39 Uhr

Montelang arbeitslos steht nur im Lebenslauf von Vollpfosten. Intelligente Menschen machen eine Familienpause, pflegen Angehörige, bilden sich weiter oder sind Selbständig.

Mit deiner Vita , würde ich never in einer Bäckerei arbeiten, es sei denn Du willst nie wieder in deinem erlernten Beruf zurück. Führungskräfte, die so weit unter ihrem Niveau arbeiten, signalisieren Resignation und schlechtes Selbstwert, und machen damit alle persönlichen Kompetenzen , die man in Führungspositionen zu den ultimativen Softskills gehören, zu nichte.

Besonders dann, wenn Du gerne arbeitest - das macht das Ganze ja noch unverständlicher........

Auch Putzstellen sind solche Abstellgleise........

Such Dir auf 400 € Basis eine Bürostelle in einem Handwerksbetrieb oder ähnlichem

Scully

Beitrag von bruchetta - 16.08.11 - 22:52 Uhr

Von leitender Position im kaufmännischen Bereich zum Bäcker?

Das ist nicht Dein Ernst!?

Ich würde mir etwas im Büro suchen. Eine leitende Anstellung wird der Regel nach Vollzeit sein, ansonsten eben eine einfache Büroanstellung in Teilzeit.

Manchmal muß man auch etwas länger suchen, das ist normal!

Beitrag von sternenauge - 16.08.11 - 23:05 Uhr


Doch, das ist mein Ernst. Leider!

War 3 Jahre in Elternzeit, mein Mann war Alleinverdiener. Hat 2 Jobs, verdient aber auch nicht so gut. Arbeitet beim Fahrdienst. Hat aber Film studiert und sich als Mediendesigner selbsständig gemacht. Aber wenig bis gar keine Aufträgen. Muß sich jetzt auch unter Wert verkaufen.

So wie ich jetzt.

Es ist verdammt knapp mit dem Geld. Hat gerade mal so die 3 Jahre hin gehauen. Wäre gerne schon vorher arbeiten gegangen. Hab kein Krippenplatz bekommen und die Tagesmutter wollte den kleinen nicht, zu wild. Wir brauchen dringend Geld. Es wird immer schwieriger.