Drohende Finanzkrise...wer erklärt mir wie was funktioniert?

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Beitrag von hanya - 20.08.11 - 22:28 Uhr

Hallöchen zusammen,

ich schaue ja immer sehr fleißig Nachrichten und dort wird z.Z. nur noch von einer drohenden Finanzkrise gesprochen, weil eine Berg- und Talfahrt an der Börse herrscht.

Kann mir mal jemand kurz und verständlich erklären, was für einen Einfluss die Börse auf die Weltwirtschaft hat (eine ernstgemeinte Frage habe nämlich keinen Plan davon wie was abläuft), was beinflusst das steigen und fallen der Börsenwerte.

Droht eine wirtschaftskrise oder was ist überhaupt der Auslöser für dieses Problem?
Muss ich mir Sorgen um meinen Job (in der Automobilindustrie) machen?

#danke für alle Antworten.
:-)

Lg hanya

PS Ihr könnt mir auch hilfreiche Links posten.

Beitrag von vwpassat - 20.08.11 - 22:43 Uhr

Stark fallende Aktienkurse können Firmen (welche auf Geld vom Kapitalmarkt angewiesen sind - und das sind nicht wenige!) ruinieren.

Das Ganze ausführlicher beschreiben würde ein paar Seiten umfassen.

Ich bin aber persönlich nicht der Meinung, dass eine solche Krise unmittelbar bevorsteht. Eher haben sich wieder einige Banken mit Ihren Hebelprodukten (Optionen, Zertifikate etc.. ) "verzockt" und stecken in Schwierigkeiten.

Beitrag von grafzahl - 20.08.11 - 22:46 Uhr

Ich sehe die Börse eher als Frühindikator. Die Weltwirtschaftskrise kommt also nicht von den fallenden Aktienkursen. Die Aktienkurse fallen, weil die Weltwirtschaftskrise kommt. Und warum kommt sie? Weil die Anleger inzwischen nicht mal mehr den Staaten glauben, dass die ihnen ihr Erspartes zurückzahlen. Die Staaten können also ihre Defizite nicht mehr über Kreditaufnahmen ausgleichen. Und wenn die Staaten plötzlich anfangen müssen, zu sparen, geht die Wirtschaftsleistung zurück. Und die Unternehmen haben vielleicht mehr Arbeitnehmer als Beschäftigung. Und wer soll den entlassenen Arbeitnehmern Arbeitslosengeld zahlen? Der Staat bekommt ja kein Geld mehr.

Die nächsten Jahre können spannend werden. Deutschland ist noch in einer vergleichsweise soliden Situation. Da werden andere Staaten eher ausfallen. Aber Deutschland irgendwann ganz sicher auch. So eine Staatspleite ist aber nicht ungewöhnlich. Den Verlust von Geldvermögen mussten Sparer immer schon hinnehmen. Aber sie sparen weiter in Geldvermögen und lassen die Finger von den Sachwerten. Wie ein Kind, das immer wieder auf die glühende Herdplatte fasst.

Beitrag von ong_xa - 20.08.11 - 23:41 Uhr

Für einen Frühindikator ist der Aktienmarkt aber ein wenig spät dran, nicht wahr?

Der Dax hat ebenso wie andere Indizes seit 1995 gewaltige Sprünge nach oben und nach unten gemacht. Er hat sich vervierfacht und dann wieder auf ein Viertel vermindert, und das mehrmals! Das kann mit sachlichen, ökonomischen Entwicklungen nichts zu tun haben. Die Unternehmen waren nicht plötzlich viermal mehr wert.

Zwischen 1995 und im Jahr 2001 zum Beispiel gab es keine konjunkturelle Entwicklung, die die Vervierfachung der Kurse rechtfertigt. Genauso wenig danach die Reduzierung der Kurse. Auch die Hausse von 2004 bis zum Jahr 2008 ist keineswegs durch die wirtschaftliche Entwicklung bewirkt.

"Deutschland ist noch in einer vergleichsweise soliden Situation."

Woran machst Du das fest? Deutschland hat eine schwache Binnennachfrage und eine starke Exportlastigkeit. Das ist eine Konstellation die im Fall der Fälle äußerst problematisch ist.



Beitrag von nofoodbaby - 21.08.11 - 21:44 Uhr

Wall Street Teil 1&2 mit Michael Douglas gut zur Unterhaltung und gleichzeitig Bildungsfernsehen...