Quatschen die ganze Zeit von Steuersenkungen und nun wollen sie die Beiträge für die Pflegeversicherung erhöhen. Man überlegt noch wie das Modell aussehen soll, aber auf jeden Fall wird es teurer für den Bürger. Na da freuen wir uns doch alle. Von wegen die "kleinen Bürger" entlasten. Ich lach mich kaputt. Aber sich alle Nase lang die Diäten erhöhen die Affen... Tschuldigung, aber ich hab mich grad total gepestet.
Ich kanns nicht mehr hören...
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Beitrag von mel.28 - 22.08.11 - 12:15 Uhr
Beitrag von mabo02 - 22.08.11 - 13:06 Uhr
Na hauptsache es geht dir jetzt besser. 
Manchmal hilft es einfach Dampf abzulassen, denn ändern können wir es ja eh nicht.
Beitrag von mel.28 - 22.08.11 - 13:34 Uhr
Nee, hast Recht. Aber bissl besser ist mir jetzt.
Beitrag von danaludolf - 13.09.11 - 19:57 Uhr
"denn ändern können wir es ja eh nicht"
natürlich REVOLUTION!!!
Beitrag von mecki23 - 22.08.11 - 13:13 Uhr
Hallo,
mal eine ehrliche Frage, hast du wirklich geglaubt dass es zu Steuersenkungen kommen wird ??? Sorry aber das habe ich nie geglaubt. Selbst eingefleischte FDP-Wähler haben gesagt dass sowas nicht geht.
Außerdem ist es ja echt schon lange nichts neues mehr dass viel versprochen aber wenig bis gar nichts gehalten wird !!!
LG Andy
Beitrag von mel.28 - 22.08.11 - 13:43 Uhr
Hey,
nein, habe ich nicht. Bei der Haushaltssituation, merkt doch der Dümmste, dass es schlicht nicht zu machen ist. 
Und die FDP wusste es wahrscheinlich schon vor der Wahl in den Bundestag, dass sie dieses Wahlversprechen definitiv nicht einhalten können.
Was mich einzig und allein daran ärgert, dass sie sich immer noch als die Samariter hinstellen, die alles möglich machen werden, um den Bürger zu entlasten und dann kommt eine Erhöhungsbotschaft nach der anderen. Und drei Tage später liest du zu allem Übel dann in der Zeitung, das beschlossen wurde, dass die Diäten der Abgeordneten erhöht werden.
Im ersten Moment könnte ich dann immer platzen vor Ärger und da ich grad in dem Forum unterwegs war, musst ich mal meinen Frust ablassen. Nichts für ungut.
Beitrag von 71068 - 22.08.11 - 14:11 Uhr
Auch wenn dieser Beitrag mich eigentlich nicht zur Diskussion animiert, möchte ich folgendes loswerden:
Wir deutschen Bundesbürger schaukeln hier in einer gemütlichen Hängematte vor uns hin.
Wir haben Meinungs-, Rede- und Reisefreiheit. Wir haben auch bei "Nichteinbringung" unserer Arbeitskraft eine soziale Grundabsicherung, sowie eine Krankenversicherung.
Wir können Kinder bekommen und uns als Eltern darum kümmern, während unser Arbeitsplatz garantiert bleibt.
Wir können inzwischen unsere Angehörigen pflegen und bekommen Geld dafür.
Unsere Kinder besuchen Kindergärten und Schulen, Vereine und Archen.
Das alles ist initiiert von unserer Regierung, bezahlt wird es von der arbeitenden Bevölkerung.
Aber nahezu jedes Individuum sucht Schlupflöcher. Man beantragt unberechtigt Harz4, gibt Arbeitsverhältnisse nicht an, mogelt bei der Steuererklärung, macht krank statt Urlaub zu nehmen - entzieht diesem System Gelder, die nötig sind, um "rund" laufen zu können.
Und wenn dann mal wieder Kosten entstehen, die wir zur Festigung unserer Hängemattenschaukelei benötigen, dann gibt es Proteste.
Gegen den Staat, gegen die regierung, egal, hauptsache Protest.
Mich nervt diese Haltung. Damit meine ich niemanden persönlich. Es ist nur eine allgemeine Stellungnahme.
Ich würde mal gern wissen, was passiert, wenn dieser Staat die Löhne fast netto wie brutto auszahlt, aber dafür die realen Kosten für Betreuung, Krankenversicherung, Strassennutzung, Schulen, Rente usw. auf jeden Einzelnen zukämen.
Und die Unterstützung von jungen Müttern und abeitslosen Menschen wieder den Familien anheim fallen würden, ohne Wohnheime und Arbeitslosengeld 1 oder 2.
WAS wäre dann?
Nachenkliche Grüsse,
die Zahl
Beitrag von james10 - 22.08.11 - 14:21 Uhr
>>"WAS wäre dann? "<<
Dann wäre es bei uns fast wie in Amerika.
Egal, wie du es dreht und wendest:
Der Großteil unserer Bevölkerung ist immer der Geknebelte:
Er arbeitet, um zu leben und dabei noch vera.... zu werden.
Das ist nunmal der Mechanismus der Politik, um das Volk zu erniedrigen, damit es ja nicht soviel Macht erlangt.
Beitrag von 71068 - 22.08.11 - 14:46 Uhr
"Das ist nunmal der Mechanismus der Politik, um das Volk zu erniedrigen, damit es ja nicht soviel Macht erlangt. "
Der Satz macht mich sprachlos.
Ich fühle mich in keinster Weise von der Politik erniedrigt. Ich finde nur, dass die Bürger mit all dem nichts anzufangen wissen.
Solche Menschen, die so denken, scheinen mir wie kleine Kinder, alles haben wollen und nicht hinterfragen, wo es denn herkommt.
Kopfschütteln.
Beitrag von james10 - 22.08.11 - 15:10 Uhr
>>"Ich finde nur, dass die Bürger mit all dem nichts anzufangen wissen."<<
womit anzufangen wissen?
Kannst du das bitte näher erläutern?
Beitrag von 71068 - 22.08.11 - 15:29 Uhr
Mit der sozialen Polsterung, mit all den Rechten und Freiheiten.
Mir scheint es, es werden immer nur die Dinge gesehen, die man persönlich lieber hätte.
Über den Tellerrand hinaus scheint schwierig.
Das eben alles bezahlt werden muss. Die Schulbetreuung, das letzte, kostenfreie Jahr im Kindergarten, die Pflegestufen und das Recht für Pflegende auf Pflegeurlaub, usw.
Man schätzt immer nur das, was man gerade benötigt. Und empfindet das Geld als verschleudert, wenn man den Zweck nicht direkt brauchen kann.
Politische Entscheidungen finde ich diskussionswürdig, aber dieses Gemeckere über all das, was bezahlt werden muss, das geht mir auf den Keks.
Am liebsten sind mir die, die am lautesten "SCHEISSSTAAT DEUTSCHLAND" schreien und selbst am wenigsten einbringen.
Egal, ich brfürchte, ich werde niemanden von meiner grundsätzlichen Zufriedenheit überzeigen können.
Beitrag von james10 - 22.08.11 - 15:38 Uhr
Auf den Teil deines Beitrags habe ich doch gar nicht geantwortet 
Ich habe lediglich Bezug auf deine Frage genommen, "was wäre, wenn all das abgeschafft würde..."
Und da gebe ich dir Recht. Denn ich glaube auch, dass sehr vielen nicht bewußt ist, wie gut es ihnen hier geht.
Traurig ist natürlich die Kehrseite der Medaille und leid tun mir diejenigen "Vergessenen", bei denen selbst mache Hilfe nicht ausreichend ist.
Beitrag von 71068 - 22.08.11 - 15:47 Uhr
O.k.,o.k., dann packe ich meine Friedenspfeiffe aus.
Trotz allem - ich bin mit der sozialen Komponente und deren Finanzierung einverstanden.
Was allergings nicht für inhaltliche Grundsatzentscheidungen gilt.
Beitrag von titania78 - 22.08.11 - 14:35 Uhr
Ganz meine Meinung.![]()
Gestern habe ich erst von einer Userin gelesen, dass sie extra mehrere Jahre nicht geheiratet hat um ALGII zu bekommen und die Wohnung bezahlt zu bekommen. Wenn ich sowas höre, geht mir die Hutschnur hoch! Und dann noch erzählen, dass man Sozialbetrug begonnen hat.
Genau wegen sowas geht das System irgendwann den Bach runter!
Und ich finde auch Hilfe von Staat bei Kindern toll und wenn man auf etwas Anspruch hat, dann sollte man es auch nutzen..ABER.. es ist nicht Aufgabe des Staates meine Kinder zu finanzieren, man sollte schon vorher überlegen ob man es sich Leisten kann.
Und vielleicht sollten die Leute auch mal zum wählen gehen und dabei das Hirn einschalten statt immer hinter nur zu maulen...
Beitrag von 71068 - 22.08.11 - 14:50 Uhr
Ich meinte meiner Aussage durchaus globaler. Es geht nicht um Kinder, um Arbeitslosengeld II oder etwas Spezielles.
Es geht darum, dass jeder nur sieht, wie gerade er in diesem Solidarsystem am besten wegkommt. Weil gerade seine Situation die ungerechteste ist.
Und so funktioniert Solidargemeinschaft eben einfach nicht.
Beitrag von nele27 - 22.08.11 - 15:08 Uhr
Gut geschrieben!
Ja, man bekommt gern mal Luxusprobleme in Deutschland.... man muss immer mal wieder auf den Teppich zurück um das, was man hat schätzen zu lernen.
LG, Nele
Beitrag von 71068 - 22.08.11 - 15:36 Uhr
Eine Woche Aufenthalt in einem nichtdemokratischen Staat fernab von Hotels, also mitten im Leben, ersetzen das "aus den Teppich" kommen komplett.
Jeder Deutsche sollte dazu, z.B. nach dem Schulabschluss, verpflichtet sein.
Hereinschnuppern in Kulturen, die eben all dies nicht haben. Menschen, die in Angst oder Armut leben, nicht reisen können, deren Lebensinhalt nicht das neueste Computerspiel oder das schnellere Auto oder das größere Haus sind, sondern das pure Leben zu meistern.
Aber ich befürchte, diese "Meckermentalität" hat sich in diesem Volk festgesaugt wie die Zecke an meiner Katze. Nur leider ohne "Abfallen"......
Beitrag von nele27 - 22.08.11 - 16:47 Uhr
Ich biete zwei Wochen Kenia 2009 
Und zwar nicht im Hotelknast für Weiße, sondern mitten im Leben (war ne Dienstreise inklusive Leben so halbwegs zwischen den Einheimischen).
Ich hab gelernt:
1. Man muss nicht jeden Tag Duschen. Und Strom braucht man auch nicht 24 Stunden am Tag.
2. Es ist eigentlich pervers, wenn frisches Trinkwasser die Kacke im Klo runterspült
3. Kenianer finden es total witzig, dass man bei uns für jedes Kind Geld bekommt 
4. Man muss nicht alles neu kaufen, Improvisation ist alles - vom Getriebe aus dem Nachbarauto bis hin zu Fahrzeugkette mit Seilen statt Krank
5. Man kann auch von der Hand in den Mund leben und zufriedener sein als der Durchschnittsdeutsche
6. Wenn in der Disco durch die Tür geht, die Musik hört auf zu spielen und alle starren einen an, dann weiß man, dass man irgendwie anders aussieht 
7. Kinder brauchen kein Spielzeug.
Kann ich nur weiterempfehlen!
LG
Beitrag von nele27 - 22.08.11 - 16:48 Uhr
***statt KRAN*** muss es heißen
Beitrag von datenschleuder - 23.08.11 - 09:13 Uhr
Und welche Lehren bzw. Konsequenzen sollen wir daraus ziehen? Dass wir unseren Lebensstandard auf den der Vorindustrialisierung downgraden? Vielleicht sogar in allen Lebensbereichen, auch in der medizinischen Versorgung?
Nebenbei bemerkt: Was spricht dagegen, Trinkwasser für die Toilettenspülung zu nutzen, wenn wir die Infrastruktur und die sonstigen Voraussetzungen für ausreichend Trinkwasser haben?
Beitrag von nele27 - 23.08.11 - 09:39 Uhr
Oje, wo habe ich denn gesagt, dass man sich daran anpassen soll??? Das ist ja wohl komplette Polemik, welche Schlüsse Du ziehst.
Wie wärs damit zu lernen, keine Ressourcen so zu verschleudern, wie wir das gern tun?
Vll ist Dir auch im reichen Deutschland nicht verborgen geblieben, dass es schon Bestrebungen dazu gibt?
Beispiele:
- Jedes halbwegs vernünftige Hotel wäscht Handtücher nur noch, wenn sie in die Dusche gelegt werden o.ä.
- Jedes Klo hat eine Stopptaste, sodass man weniger Wasser da durchjagt.
- viele Menschen putzen sich die Zähne nicht mehr bei laufendem Wasser, sondern haben ein Bewusstsein entwickelt, dass man die Ressourcen nicht verschwenden muss (schont auch den Geldbeutel)
Und genau für solche Dinge wird der Blick geschärft, wenn man mal über den Tellerrand schaut. Da kann man sich belesen, aber nachhaltiger wirkt ein Besuch in Ländern, in denen es anders läuft als bei uns.
Übrigens bringt es auch vielen Ärzten etwas, mal eine Zeitlang ohne 1000 Geräte auszukommen. Und zwar auch und gerade für ihre Arbeit in Deutschland, wenn sie wieder zurückkommen. In der Dritten Welt lernen sie nämlich, ausführliche Anamnese, sorgfältige Diagnosen ohne Hilfsmittel etc.
Es ist schön, dass man hier die Hilfsmittel hat, aber es kann auch hier nicht schaden, sich in andere Richtungen zu bilden.
LG
PS: Es gibt auch Klospülungen mit Regenwasser.
PPS: Aber man muss gerechterweise auch zugeben, dass gerade in Deutschland - von einigen Ignoranten abgesehen - der Blick für Nachhaltigkeit und Umwelt schon schärfer ist als in den meisten anderen Ländern
PPPS: Dass man was lernt, wenn man mal nicht jeden Tag Duschen kann, muss ich Dir nicht erklären, oder?
Beitrag von 71068 - 23.08.11 - 09:44 Uhr
Ja. Das ist gut so. Das man seinen Tellerrand verlässt.
Natürlich sollen wir uns nicht in die Zeit vor der Industrialisierung oder schlimmer katapultieren.
Aber was schadet es, einmal mit weniger zurechtkommen zu müssen, um das mehr wieder zu schätzen?
Das gilt im materiellem Bereich, aber auch in jeder anderen Lebenslage. Manchmal erkennt man sein Glück erst, wenn man es nicht mehr hat. Und weiss es hinterher einfach besser zu schätzen.
Aber vielleicht ist diese Lebenseinstellung nur Zwangsoptimisten zu eigen.....
Beitrag von nele27 - 23.08.11 - 09:59 Uhr
Ach, es gibt einfach viele Ausreden, nur im eigenen Saft zu schmoren, nichts zu reflektieren und nur das, was bei uns gilt, als normal zu bezeichnen ...
Und wenn jemand mal was anderes anregt, kommt Polemik.
So kommt man niemals weiter. Zum Glück gibts ja gerade in Deutschland sehr viel innovativen Geist und es wurde viel für den Umwelt- und nicht zuletzt auch "Menschenschutz" entwickelt. Klimabilanz, nachhaltig reisen, bewusst einkaufen etc. - das sind alles spannende Themen. Und da kann temporäres Downshifting sehr nützlich sein, um zu sehen, was man wirklich braucht und was nicht.
Ich habe in dieser sehr kurzen Zeit zumindest viel gelernt, was bis heute nachwirkt... schon allein, wenn man sich mal mit Leuten unterhält, die so extrem anders leben, kann das sehr erhellend sein und einen mehr bilden als so manches Seminar an der Uni. Ich hab mich mit dem Bischof in Kenia über das deutsche Steuersystem unterhalten - es war äußerst spannend, seine Meinung darüber zu hören, gerade weil der Mann ja einen völlig anderen Hintergrund hat.
Beitrag von 71068 - 23.08.11 - 10:12 Uhr
Ich hab im Kibbuz gearbeitet und nirgendwo auf der grossen weiten Welt habe ich mehr über beschissene Politik und Polemik gelernt, als dort. Leider.
In Südamerika habe ich gelernt, dass Tanzen alle Wunden heilt und Alkohol doch eine Lösung ist. Und das manjana das wichtigste aller Wörter ist.
Während des Studiums in Paris habe ich deutsche Tugenden schätzen gelernt, Fleiss, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit.
Das hat mich geprägt und verändert - aber dahingehend, dass ich einfach gerne deutsch bin, gern hier lebe und zufrieden bin, mit dem, was wir bereits erreicht haben und mich auf Neuerungen freue oder sie zumindest nicht kategorisch ablehne.
Beitrag von nele27 - 23.08.11 - 10:17 Uhr
Hehe, eine Freundin von mir ist hochintellektuell an ihr Auslandsjahr in Südfrankreich rangegangen (sie ist Lehrerin). Sie fand sich sehr weltmännisch-international-multikulti.
Nach 3 Monaten war sie genervt, wenn die an der Kasse die ganze Zeit gelabert haben statt zu arbeiten. Nach 4 Monaten hat sie sich Schwarzbrot aus der Heimat schicken lassen.
Nach 5 Monaten wusste sie: Ich bin eine richtige Deutsche
PS: JAAAAA, manchmal ist Alkohol eine Lösung - zumindest für einen Abend
