Hallo,
ich hatte ja vor kurzem eine Disskussion eröffnet zum Thema: "Mut zu neuen Koalitionen". Dabei kam auch eine Meinung raus die ich inzwischen nach mehreren Recherchen bei etlichen gefunden habe.
Viele beschweren sich darüber dass man bei Wahlen zwar eine Partei und damit auch den Wunschkandidaten wählen kann, aber auch Koalitionen kein Einfluss hat.
Bsp: wähle ich die FDP bin ich auch gleichzeitig irgendwie ein Anhänger der CDU. Wähle ich die GRÜNEN bin ich auch Anhänger der SPD.
Nur kommt das immer so hin ?? Wohl nicht.
Findet ihr das Wahlsystem müsste geändert werden ??
Liebe Grüsse
Andy
Muss ein neues Wahlsystem her ??
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Beitrag von mecki23 - 22.08.11 - 13:22 Uhr
Beitrag von mansojo - 22.08.11 - 13:30 Uhr
hallo,
naja die quittung für eine schlechte koalititionsarbeit bekommen die parteien bei der nächsten wahl
oder offensiven gegenwind wie frau ypsilanti ihn erleben durfte
was wäre denn deine lösung
eine stichwahl zwischen den beiden stärksten fraktionen?
koalitionen können auch hilfreich sein
manchmal bremsen die partner sich gegenseitig aus
ich bin im grunde zufreiden mit dem wahlsysthem
Beitrag von mecki23 - 22.08.11 - 13:34 Uhr
Hallo,
was ich meinte ist folgendes:
Wähle ich die FDP, dann muss ich mit damit abfinden dass es wohl Schwarz-gelb wird. Nur glaube ich nicht dass jeder damit einverstanden ist. Selbst in den eigenen Reihen der FDP sind durchaus einige auch für eine Zusammenarbeit mit der SPD. Der Wähler aber hat darauf keinen Einfluss.
Gruss Andy
Beitrag von felidae01 - 23.08.11 - 12:58 Uhr
Hallo!
Im Prinzip denke ich, irgendwas kann hier bei unserem Wahlsystem nicht wirklich richtig sein.
Wenn man bedenkt, wie wenig eigentlich noch wählen gehen - aus Frust, aus Unwissenheit, aus welchen Gründen auch immer, dann ist das Wahlergebnis durchaus schon fragwürdig. Immerhin ist es so nicht der Wille des gesamten Wahlvolkes. Wenn nur 50% wählen, eine Partei dann nur 25% erreicht, kann man sich das Ergebnis auf die Masse leicht ausrechnen...
Das zweite, was mich ganz persönlich daran stört - es gibt im Grund nur zwei Koalitionen rot-grün oder schwarz-gelb. Man hat also im Grunde immer nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Dabei wähle ich persönlich eigentlich etwas anderes, aber meine Wahl spielt da keine Rolle. Kleinere Parteien haben keine Chance.
Wenn ich nun mit einer Person der Partei sehr zufrieden bin, aber ansonsten wenig Ambitionen hege, muss ich entweder die Partei mit ihrem Programm wählen oder auf den Menschen eben verzichten.
Natürlich sind Wahlen dazu da, um ggf. die derzeitige Regierung abzustrafen. Aber bitte mit welchem Ergebnis? Die Wahlen der letzten Jahrzehnte haben doch gezeigt, dass es nur ein Entweder-Oder gibt. Die Parteien lernen nichts aus ihren Wahlschlappen.
Was ich persönlich ingesamt ändern würde (hat allerdings nicht alles was mit den Wahlen zu tun, könnte aber insgesamt der Politikverdrossenheit abhelfen):
* Wahlversprechen sollten nur noch gemacht werden dürfen, wenn sie auch eingehalten werden. Ggf. einklagbar. Das übrigens war mal ein Vorschlag eines Schweizers an das deutsche Volk. Was mit uns teilweise abgezogen wird, ist schon dreist und nahe am Betrug. Uns werden Dinge versprochen, die niemals zur Umsetzung gedacht waren. Sondern ausschließlich zum Stimmenfang - und man sieht, wie viele darauf reinfallen. Oder die Leute sind der Meinung, die andere "Volks"Partei werde es dann richten. Leiden so viele unter einer Erinnerungsschwäche?
*Ebenso sollten auch die Regierungen zur Wahrheit verpflichtet werden. Sind sie ja eigentlich, aber machen sie das auch??? Wie oft wird das Volk schon beinahe mit Vorsatz belogen? Da sie dank der Immunität (die mal mit gutem Grund erfunden wurde) aber unantastbar sind, fällt es schwer, bei größeren Verstößen da was zu tun. Denn eine Aufhebung der Immunität beschließt am Ende wieder der Bundestag - und wer sollte da ggf. sich selbst mit ausliefern??? 
* Das Volk sollte mehr Möglichkeiten der direkten Demokratie erhalten. Evt. durch Volksentscheide. Die Mär von der Weimarer Republik oder was sonst noch im Umlauf ist, dass Volksentscheide dran schuld waren, sollte man mal genauer betrachten. Es gab nur sehr wenige Entscheide damals und davon hatten noch weniger wirklich Erfolg.
In Dingen wie dem Euro oder einem Rettungsschirm, wo es um unsere Gelder geht, sollte durchaus das Volk was zu sagen haben - immerhin zahlt das Volk ja die Kapriolen unserer Regierung. Aber im Grundgesetz ist das nicht vorgesehen, außer im Falle einer Neugliederung oder im Falle einer neuen Verfassung. Ansonsten bleibt es da sehr schwammig (Das Volk übt seine Demokratie aus in Wahlen und ABSTIMMUNGEN Art.20 (2) GG) Wenn das Volk nämlich eine Wahl hätte und in Volksentscheiden etwas sagen dürfte, dann wäre es wirklich Demokratie und das Volks würde sich sicher ernster genommen fühlen. Wobei ich fast befürchte, dass es dafür fast zu spät sein könnte. Das Gefühl, nichts tun zu können, hat sich da schon sehr festgesetzt, wenn man sich so mal umhört...
Die Argumente, solche Volksentscheide würden den Ablauf der Gesetzgebung sinnlos hinauszögern oder durch zu viele Entscheide die Regierung handlungsunfähig, halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Vielleicht sollte man da in den Staaten lernen, die es erfolgreich praktizieren (Schweiz, Dänemark oder auch Frankreich usw.)
* Wir sollten endlich aufhören, uns ausschließlich über unsere Vergangenheit zu definieren. Wir haben seither so viel geleistet und uns einen weltweiten Ruf erschaffen. In Gesprächen mit Schweizern oder Österreichern schütteln diese immer wieder den Kopf darüber, wie madig sich die Deutschen machen und machen lassen. Wir haben ein Grundgesetz, in dem verankert ist, dass wir keinen (Angriffs-)Krieg mehr führen werden. Das deutsche Volk braucht wieder ein wenig mehr Selbstvertrauen, vielleicht erwacht es dann auch mal aus seiner Lethargie und lässt sich von seinen eigenen Vertretern da oben nicht mehr alles einreden. Wenn ich mir mal die entwicklung der letzten Jahre anschaue, dann MUSS der Wohlstand einfach sinken.
Natürlich darf man nicht vergessen, was war. Und es ist unsere Pflicht, immer wieder dran zu erinnern, unseren Kindern gegenüber, dass das Leben einen zu hohen Stellenwert hat, der wirklich absolut unantastbar ist. Aber das sollte es doch auch ohne unsere Vergangenheit haben - oder seht ihr das anders? Aber müssen wir deswegen unseren Stolz auf unsere Leistungen verleugnen? Das gibt es so in keinem anderen Land dieser Erde und da sind wirklich noch welche dabei, die sich mit Gräueltaten sicher nicht verstecken müssten... Machen die einen solchen Zermon um ihre Vergangenheit? Lassen die sích so dermaßen erpressen???
* Weiterhin sollten die Regierungen ihre Diäten nicht mehr selbst festlegen dürfen. Da herrscht eine Selbstbedienungsmentalität, da wird einem schlecht. Welche Arbeitnehmer (und Bundestagsabgeordnete sind nichts anderes im übertragenen Sinn) dürfen ihre Gehälter selbst festlegen? Den Normalbürgern werden Einschnitte in Größenordnungen verpasst, weil kein Geld da ist - aber für Diäten geht das immer (das fällt mir übrigens auch auf Bundeslandebene auf). Aber das ist ja schon wieder beinahe konform mit Punkt 1.
So, das wären für mich Dinge, über die man diskutieren sollte und vielleicht sogar muss. Es wären vielleicht Möglichkeiten, sich nicht mehr so hilflos zu fühlen und wirklich auch mitentscheiden zu können.
Wie denkt ihr denn darüber? Sorry für die Länge, aber das ganze Thema finde ich schon sehr komplex und sicher kaum allein behandelbar...
LG
Beitrag von james10 - 23.08.11 - 10:19 Uhr
Hi Andy,
ja! Meines Erachtens nach müsste das Wahlsystem geändert werden, da es dem Wahlauftrag des Wählers nicht eindeutig seinen Zweck erfüllt.
(Beispiele hast du ja schon angeführt.)
Die Wahl im Allgemeinen soll ja auch ein Instrument zur Korrektur der Regierung sein (aus Sicht des Volkes).
Das Volk ist zur Wahl aufgerufen, um seine Stimme abzugeben.
Doch wenn ich keinen Einfluß auf bestimmte Koalitionen habe, gibt dies das Meinungsbild der Stimmabgaben nicht eindeutig wieder.
Und letztendlich bin ich der Meinung, wenn ich als Bürger aufgerufen werde, meine Stimme abzugeben, dann haben sich die Politiker auch daran zu halten!
Würden die Wahllisten um alle möglichen Koalitionen erweitert, so hätte das Wahlergebnis am Ende eine eindeutige Aussagekraft.
Sollte die Mehrheit der Wähler sich z.B. eine Rot-Rote Regierung wünschen (was die Politiker nicht wollen), so haben sie sich meines Erachtens nach trotzdem am Wahlergebnis zu halten, denn:
Das Volk hat in diesem diesem Beispiel einer rot-roten Regierung den Regierungsauftrag erteilt und nicht einer rot-grünen, oder sonstigen Koalition.
Beitrag von manavgat - 23.08.11 - 10:39 Uhr
Unser Wahlsystem beruht im Wesentlichen auf den Negativ-Erfahrung (und den Folgen) mit der Weimarer Republik.
Bist Du sicher, dass Du daran herumschrauben willst?
Gruß
Manavgat
Beitrag von karin3 - 23.08.11 - 22:31 Uhr
Hallo,
in Bremen wurde ein neues Wahlrecht eingeführt. Damit kann der Wähler sagen welche Koalition er haben will oder welcher Kandidat in die Bürgerschaft einziehen soll.
Zum nachlesen http://www.5stimmen.de/
Gruß Karin
Beitrag von lexa8102 - 01.09.11 - 08:56 Uhr
Hallo,
was würde sich denn bei einem anderen Wahlsystem ändern?
- Die Bürger hätten bei konkreten Entscheidung auch bloß nicht mehr Mitbestimmungsrecht.
- Die Politiker würden immer noch mehr verdienen als ihnen für ihre Arbeit zustehen würde.
- Die Arbeit der Parteien wäre weiterhin zu ihrem eigenen Zweck und nicht für die Bevölkerung.
VG
Lexa
Beitrag von le-cochon - 01.09.11 - 16:15 Uhr
Wie kommst du denn zu diesen kruden Einschätzungen:
'Die Politiker würden immer noch mehr verdienen als ihnen für ihre Arbeit zustehen würde.'
'Die Arbeit der Parteien wäre weiterhin zu ihrem eigenen Zweck und nicht für die Bevölkerung. '
Gibt es da irgendwelche Quellen oder tiefergehende Argumentation dahinter, oder ist das bloß tumb dahergeplappertes Gewäsch?
Beitrag von lexa8102 - 02.09.11 - 08:04 Uhr
Hallo,
wie ich zu dieser Meinung komme? Beobachtung des aktuellen politischen Geschehens in den Medien.
Argumentation? Wie rechtfertigen denn die Politiker, dass sie so viel Geld bekommen? Mit welchem Recht erhöhen sie sich selbst das Gehalt (und nicht der "Arbeitgeber" für gute Arbeit?) Mit welchem Recht werden unsere (Steuer)Gelder für Dinge ausgegeben, die Deutschland in keinster Weise zugute kommen? Mit welchem Recht werden Mehreinnahmen wieder investiert anstatt sie zur Tilgung der Schulden zu nutzen?
Jeder normale Bürger würde bei einem derartigen Verhalten pleite gehen oder eingesperrt werden.
Gern kann ich noch mehr Beispiele aufzählen.
Viele Grüße,
Lexa
Beitrag von stoerfaktor - 02.09.11 - 10:29 Uhr
In welchen Medien kann ich denn nachvollziehen, was und wieviel Politiker eigentlich arbeiten?
Und: Eigentlich sollten sie wesentlich mehr verdienen. Wenn Du fähigen Politikernachwuchs haben möchtest, kriegst Du die nur durch ordentlich Geld. In der freien Wirtschaft können die wesentlich mehr verdienen.
Beitrag von lexa8102 - 02.09.11 - 10:48 Uhr
Hallo,
welche Medien du nutzen möchtest, bleibt dir überlassen. Ich informiere mich im TV, im Internet und Zeitungen. Da steht genug drin (bzw. wird genug erzählt), was die Politiker den ganzen Tag tun und was dabei für die Bevölkerung rumkommt.
Sie sollten definitiv nicht mehr verdienen. Es is absolut inakzeptabel, dass ein Arbeiter so wenig verdient wie er es aktuell tut (dabei gerade so seine Familie ernähren kann) und sich dabei kaputt macht, so dass er das Rentenalter wohl nicht erreichen wird und sich der Politiker eine goldene Nase verdient, dabei ein paar Mal auf Arbeit erscheint, horrende Reisekosten geltend macht und am Ende vom Tag kein Arbeitsergebnis ersichtlich ist. Das willst du doch nicht allen ernstes als fair bezeichnen?
Warum würde er denn in der freien Wirtschaft mehr verdienen? Auch bloß weil er wegen seinem Einfluss dann in irgendeinem Vorstand oder Aufsichtsrat sitzen würde oder irgendeiner Lobby Vorteile verschaffen würde. Als Verkäufer oder Straßenarbeiter würde er dann sicher auch nicht mehr verdienen als jeder andere auch.
VG
Lexa
Beitrag von le-cochon - 02.09.11 - 14:49 Uhr
Ich hab mir mal ein Medium ausgesucht:
http://www.zeit.de/2007/37/Politiker-Alltag
Klingt nicht ganz so, wie du es beschreibst.
Auf der anderen Seite, wer hindert eigentlich "den Arbeiter" daran, Politiker zu werden und sich einen lauen Lenz zu machen?
Gruß
l-c
Beitrag von le-cochon - 02.09.11 - 14:52 Uhr
Das hier liest sich irgendwie auch anders:
http://www.evers-meyer.de/content/09229.php?a=5&b=2
Beitrag von lexa8102 - 02.09.11 - 15:42 Uhr
Hallo,
ja, hier hat wohl jemand viel zu tun. Schade nur, dass dabei für den Bürger nicht ganz so viel rumkommt, wie die immer tun.
VG
Beitrag von le-cochon - 02.09.11 - 15:50 Uhr
Auch wenn es ermüdend ist:
Was stellt sich Lieschen Müller denn so unter "rumkommen" vor?
Und warum wird Lieschen Müller nicht Politikerin und spendet (ob des lauen Jobs) 80-90 Prozent ihres Einkommens für "wirklich Wichtiges"?
Beitrag von lexa8102 - 02.09.11 - 16:00 Uhr
Hallo,
du darfst mich gern mit meinem Nicknamen ansprechen, alles andere erweckt den Eindruck, dass du nicht sachlich diskutieren möchtest. Und in deinem Alter sollte eine sachliche Diskussion doch möglich sein, oder?
Unter "für den Bürger" rumkommen stelle ich mir vor, dass die zur Verfügung stehenden Gelder für Projekte verwendet werden, die dem Bürger zugute kommen. Dazu zähle ich NICHT die Unterstützung von Weinplantagen in Italien und solchen Kram, der nichts mit Deutschland zu tun hat.
Wer bitte spendet denn von den Politikern 80 - 90% ihres Gehalts? Für etwas "wirklich Wichtiges"? Das ist doch Ansichtssache.
Der Staat nimmt es von den Kleinen Leuten, das ist doch Fakt.
Leider steht in deinem Profil nicht, wo du herkommst, ich denke jedoch mal, dass du aus den alten Bundesländern stammst? Es hört sich nämlich danach an. Und lass mich raten, du wählst CDU, richtig?
VG
Lexa
Beitrag von stoerfaktor - 02.09.11 - 18:43 Uhr
Oh, Du kommst aus den neuen Bundesländern? Sorry, ich muss jetzt doch mal polemisch werden. Sieh es mir bitte nach.
<polemik>
Wie wäre es denn, wenn ihr mal einen Soli für uns Wessis bezahlt? Nach all den Milliarden, die wir euch für Spaßbäder rübergeschoben haben, gibt es hier im Westen nämlich viele Städte und Gemeinden, denen es wesentlich schlechter geht als euch.
</polemik>
Aber mal ernsthaft: Sowas zum Beispiel: Der Staat nimmt es von den Kleinen Leuten, das ist doch Fakt.
Natürlich macht er das. Von den Kleinen. Und den Mittleren, und den Gutverdienern. Und den Unternehmen. Und, und, und....
Aber es ist mir wirklich zu mühselig, jede Deiner Stammtischparolen zu kommentieren.
Das war's auch schon. Und viele Grüße nach drüben!
Beitrag von le-cochon - 02.09.11 - 21:13 Uhr
... wär ich lieber ich.
Fang doch mal eine sachliche Diskussion an!
Kleiner Tip: Am Anfang schuf Gott das Argument.
Schröder hat's nicht von den großen genommen, Fischer nicht, auch Trittin nicht, Ulbricht nicht, Honecker auch nicht, Churchill hat's nicht getan, Bush senior und junior auch nicht, Castro wäre nie auf die Idee gekommen, Assad nicht, Mao schon gleich gar nicht, Gaddafi nicht, Deng hat nur von Mao geerbt, der Papst ist außen vor - ich beschränke mich hier mal auf die großen Staatsmänner und lasse Berlusconi unberücksichtigt.
Bleibt eine Frage am Rande: Nutzt du öffentliche Straßen, und wenn ja, kannst du argumentativ begründen, warum du nicht Politiker/in werden möchtest und in deiner Freizeit dem Straßenarbeiter etwas von seiner Arbeit abnehmen und ihn an deinen üppigen Bezügen teilhaben lassen möchtest?
WHY?
Beitrag von stoerfaktor - 02.09.11 - 15:22 Uhr
Das hört sich sehr nach Springerpresse an, mit der üblichen Stammtischrethorik. Nenn mir doch mal ein paar Quellen.
Ab und zu bekomme ich mit, wie unsere Lokalpolitiker sich engagieren - und das ist nicht wenig. Inkl. Wochenenden. Auf jeden Fall wesentlich mehr als der durchschnittliche "Arbeiter".
Und ja: In der freien Wirtschaft würde er in einer vergleichbaren Position im Management ein vielfaches der Politiker-Diäten bekommen.
Aber das ist ja das schöne in unserer Demokratie: Jeder Arbeiter und jedes Arbeiterkind kann sich in die Rolle eines Spitzenpolitikers hocharbeiten.
Dazu empfehle ich Dir z.B. die Lektüre der Vita unseres Ex-Kanzlers:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der
Beitrag von le-cochon - 02.09.11 - 15:27 Uhr
'Nenn mir doch mal ein paar Quellen. '
Nimm meine und sei versichert, ihre willst du nicht lesen
Beitrag von lexa8102 - 02.09.11 - 15:52 Uhr
Hallo,
meine "Quellen"? Ich habe meine eigene Meinung, die ich mir selbst durch Beobachtung der Presse, TV usw. gebildet habe. Ich brauche keinen Link, von dem ich dann sagen kann, dass das meine Meinung ist. Das ist das tolle an einer eigenen Meinung: Sie entspringt dem eigenen Kopf. Ich brauche keine fremde Meinung ("Quelle"), die ich dann einfach übernehme...
Unsere Lokalpolitiker? Ok, ich wohne am Stadtrand, da bekomme ich das vielleicht nicht so mit, aber das Neueste was sie getan haben ist einen gut besuchte Jugend- und Freizeittreff zu schließen, weil kein Geld für eine Brandschutztreppe da sein soll (die Besucher hätten sogar zusammen gelegt).
Das Schöne an der Demokratie? Wie weit kommt man denn ohne einer Partei anzugehören? Was kümmert eine Frau Merkel denn, dass es keine Krippenplätze gibt? Was kümmert es denn eine Frau Merkel, dass der Liter Diesel heute 1,45 Euro kostet? Aber Hauptsache ist man zahlt Steuern, um ein Grundstück zu besitzen (nur das Besitzen!). Das ist wirklich nötig, stimmt.
Ich merke schon, vielen hier geht es (noch) zu gut, um sich wirklich eine eigene Meinung zu bilden.
VG
Lexa
Beitrag von le-cochon - 02.09.11 - 16:01 Uhr
'... Beobachtung der Presse, TV usw. gebildet habe.'
Gut, die Frage von stoerfaktor war augenscheinlich zu kompliziert für deine Fähigkeiten formuliert.
Ich versuche es daher einmal einfacher:
Welche Presseerzeugnisse liest du denn?
Du kennst den Unterschied zwischen 'Quelle', 'Argument' und 'Meinung'?
Du glaubst, der Spritpreis sei ein politisches Problem?
Das Schöne an der Demokratie?
Auch die Leute, die einfach nur mosern, dabei strunzdumm und neidzerfressen sind und an diesem Zustand noch nicht einmal etwas ändern wollen, weil sie keine Quellen brauchen, dürfen dabei sein.
Ich halte das für eine ausgeprägt positive Auswirkung unseres politischen Systems.
Beitrag von stoerfaktor - 02.09.11 - 18:36 Uhr
Ich schließe mich le-cochon mal an.
Du versuchst augenscheinlich mit einzelnen, absurden Beispielen einer wirklichen Diskussion aus dem Weg zu gehen.
Wenn ich so polemisch wäre wie Du würde ich zu Deinem letzten Beitrag meinen Senf in der Form absondern, dass doch gerade die Bevölkerungsgruppe immer am lautesten gegen die hiesige Regierung/Demokratie/Sozialsystem/suchdirwasaus schimpft, die am meisten davon protestiert: Die, die am wenigsten Steuern zahlen. Oder gar keine.
Aber, Gott sei Dank, ich bin ja nicht polemisch.
Wenn Du weiter "diskutieren" möchtest, nimm Dich unserer Argumente an. Kommentiere sie, oder le-cochons Links über den Alltag von Politikern.
