Hallo,
ich habe mal eine generelle Frage zur Hausfinanzierung.
Es ist so, dass mein Mann und ich 2006 ein Haus gekauft und zu 80% finanziert haben - die Tilgung läuft mit 2% und ein Teil des Kredites wird 2016 durch Bausparvertäge abgelöst.
Mein Mann arbeitet Vollzeit und hat einen guten Verdienst (ich mag keine Zahlen nennen), ich arbeite Teilzeit mit einem auch eher überdurchschnittlichen netto.
Wir leben zurzeit gut, gehen häufig aus, können auch noch ganz gut sparen. Wir haben einen Sohn der 4 Jahre alt ist, weitere Kinder sind nicht geplant.
Nun ist es so dann meine Eltern langsam in ein Alter kommen in dem sie ihr Haus an eines der 3 Kinder abgeben möchten (müssen da sie sich nicht mehr kümmern können). Meine Brüder können oder wollen das Haus auf keinen Fall haben - ich fände es traurig es zu verkaufen.
Meine Frage also - wäre es realitisch das Haus zu übernehmen und meine Brüder auszuzahlen. Das Haus liegt im Rhein-Main-Gebiet in sehr guter Lage und hat 3 Wohnungen - eine bewohnen meine Eltern, 2 sind vermietet. Die Miteinnahmen würden den Kredit bei den momentan niedrigen Zinsen decken - wir könnten aber problemlos noch einiges drauflegen. Aber ist es nicht zu riskant sich auf Mieteinnahmen zu stützen? Und würde die Bank da überhaupt mitmachen.
Vielleicht hat ja jemand Erfahrung und kann mir helfen.
Danke vorab
Yesse
Finanzierung 2. Haus - achtung sehr lang
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Beitrag von yesse - 23.08.11 - 15:23 Uhr
Beitrag von ich_mich - 23.08.11 - 18:16 Uhr
hallöle!
wenn ich mein erstes haus schon zu 80% finanziert finanziert habe und dann nur 2% tilge (was ja wirklich nicht viel ist), würde ich nichtmal annähernd darüber nachdenken, ein zweites haus zu kaufen. das haus wird "zum teil" in 5 jahren abgelöst?? au weia....nee....das würde ich nie machen. wenn die komplette auslösung im nächsten jahr in sicht wäre, dann würde ich darüber nachdenken - aber so? never!
grüße
Beitrag von yesse - 24.08.11 - 06:08 Uhr
Hallo,
hmmm also wenn ich manche Hausfinanzierungen hier so sehe dann finde ich 20% Eigenkapital und 2% Tilgung schon ganz gut......
Naja und der Teil der in 5 Jahren ausgelöst wird ist relativ hoch - dann werden fast 50% abgezahlt sein.
Dennoch wäre ich auch nie auf die Idee gekommen noch ein Haus zu fnanzieren - wenn es eben nicht mein Elternhaus wäre....
Danke für deine Einschätzung!
Viele Grüße
Yesse
Beitrag von wemauchimmer - 23.08.11 - 23:06 Uhr
Hi Yesse,
im Ggs zu der ersten Antwort bin ich der Meinung, daß das ohne weiteres darstellbar ist.
Das Elternhaus ist ja wohl unbelastet. Ihr könnt also problemlos die 2/3 des Werts darauf aufnehmen.
Sollte es einmal Mietausfälle geben, könnt Ihr das steuerlich als Verlust darstellen, mindert somit Eure Einkommensteuer und damit die Steuerlast und letztlich also Euer "Problem". Gerade wenn Ihr ganz ordentlich verdient.
Außerdem ist das ja wohl eine Lage, die auch sehr langfristig attraktiv bleibt. Eigentlich könnt Ihr nichts falsch machen.
LG
Beitrag von yesse - 24.08.11 - 06:10 Uhr
Hallo,
danke für deine Einschätzung - und für den Hinweis mit der Steuer. Da hatte ich gar nicht dran gedacht. Wenn eine Miete für einige Zeit ausfällt könnten wir das auch problemlos stemmen, würden beide wegfallen dann hätten wir wohl ein Problem. Wobei langfristig weden es ja sogar 3 Wohnungen sein. Ich werde mir das mit der Steuer mal anschauen und mit in meine Gedankengänge einbeziehen.
Viele Grüße
Yesse
Beitrag von ayshe - 24.08.11 - 07:44 Uhr
Ich sehe das wie wemauchimmer und würde das wohl echt so machen.
Du kannst dich sogar gegen Mietausfälle versichern, genaues darüber weiß ich aber nicht, weil wir das nie gemacht haben.
Und eben:"Verluste aus Vermietung und Verpachtung" ist immer ein netter Aspekt, steuerlich.
