Arbeitszeugnis Gut oder Schlecht

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Beitrag von studentwob123 - 24.08.11 - 11:15 Uhr

Hallo liebe Leute,
ich hab 6 Monate als Werksstudent gearbeitet und habe meine Arbeit auch gut gemacht. Hatte auch nur Aufgaben die jeder und wirklich jeder machen könnte. Wie z.B. Barcodes auf Akten kleben und ein paar Tabellen erstellen und abgleichen. Nun habe ich mein Arbeitszeugnis bekommen und kann das nicht ganz zuordnen.

Herr XY, geboren am XXXXX in Wolfsburg, wurde am XXX als Studentischer Mitarbeiter im Bereich X der X AG befristet bis zum X eingestellt.

Während seiner Tätigkeit nahm Herr X folgende Aufgaben wahr:
- Bearbeiten von Mahnungen
- Wahrnehmen von administrativen Tätigkeiten
- Vorbereitende Tätigkeiten für die Sachbearbeitung.

Herr X zeigte das erforderliche Fachwissen, das er erfolgreich einsetze.(Note(1)) Er führte alle Aufgaben zuverlässig und sorgfältig aus. Eine systematische Vorgehensweise war zu erkennen. Er zeigte Eigeninitiative und hatte innovative Ansätze, zeigte Problemlösungen auf, die er in der Praxis umsetzte. Herr X war ausdauernd sowie gut belastbar und erledigte auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen alle Aufgaben erfolgreich. Herr X arbeitet selbstständig.

In Gruppensituationen leistete er seinen Beitrag und gewann oftmals die Kooperation des Teams. Er konnte sich auf die Gesprächspartner einstellen und diesen sein vorhandenes Wissen verständlich vermitteln. Herr X konnte die Interessen, Motive und Standpunkte anderer Gesprächspartner verstehen und in seine Argumentation einbauen.

Sein Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.

Herr X hat die Ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.

Könnt Ihr mir da mal paar Noten dazu geben ... Damit ich Ihm das um die Ohren hauen kann. Der ist ein richtiger Vogel. Mit dem Zeugnis muß ich mich jetzt auf Arbeitsstellen bewerben na toll...

Danke!

Beitrag von mama2kinder - 24.08.11 - 11:39 Uhr

"zu unserer vollen Zufriedenheit "
Das ist eine drei. Das würde ich ändern lassen.
"stets zur vollsten Zufriedenheit" ist eine eins.
"zur vollsten Zufriedenheit" ist eine zwei.

und gewann oftmals die Kooperation des Teams.
Was soll das denn bedeuten? Wie kann man eine Kooperation (=Zusammenwirkung, Zusammenarbeit) gewinnen?

Eine systematische Vorgehensweise "war zu erkennen".
Hier würde ich auf "war sehr deutlich" bestehen.

Ansonsten finde ich es nicht so schlecht.

Alles Gute.

Beitrag von bruchetta - 24.08.11 - 11:56 Uhr

"Das ist eine drei. Das würde ich ändern lassen."

Wie, das würde ich ändern lassen?

Wenn er die Leistung einer 3 entspricht, dann ist wohl so.

Beitrag von melmystical - 24.08.11 - 12:16 Uhr

Das habe ich mir jetzt gerade auch gedacht.

Was soll man denn ändern lassen? Man kann doch nicht auf ein super-Zeugnis bestehen, wenn es nicht der Leistung entspricht.

Beitrag von mama2kinder - 24.08.11 - 12:40 Uhr

Wenn der TE sagt, dass seine Leistung super war, würde ich es zumindest ansprechen und um Änderung bitten.

Beitrag von windsbraut69 - 24.08.11 - 13:37 Uhr

Sorry, aber das sagen sie alle :)

Beitrag von mama2kinder - 24.08.11 - 17:30 Uhr

Na klar!
;-)

Trotzdem spreche ich immer über Bewertungen, mit denen ich nicht einverstanden bin.

Du nicht?

Beitrag von sassi31 - 24.08.11 - 19:24 Uhr

So ist seine Wahrnehmung. Aber vielleicht sehen das Vorgesetzte und Kollegen anders.

Beitrag von manavgat - 24.08.11 - 12:04 Uhr

sozial unverträglich, der Knabe.


Herr X konnte die Interessen, Motive und Standpunkte anderer Gesprächspartner verstehen und in seine Argumentation einbauen.

Er verstand seine Gesprächspartner. Das war es dann aber auch schon. Kein! Teamplayer.

Aufmüpfig gegenüber Vorgesetzten: sonst wären diese im Verhaltenssatz an erster Stelle.

Welche Art Stress hattet Ihr?

Gruß

Manavgat

Beitrag von thea21 - 24.08.11 - 12:07 Uhr

Wenn Kundenkontakt besteht, stehen aber doch Kunden an erster Stelle?

Beitrag von manavgat - 24.08.11 - 12:09 Uhr

Der Code ist glasklar.


Vorgesetzte immer an erster Stelle, sonst ist es ein Hinweis.


das weiß jeder, der mit Zeugnissen zu tun hat.


Gruß

Manavgat

Beitrag von thea21 - 24.08.11 - 13:09 Uhr

Deshalb fragte ich.

Beitrag von king.with.deckchair - 24.08.11 - 17:01 Uhr

Nein.

Beitrag von thea21 - 24.08.11 - 17:07 Uhr

Und wenn man mit Kunden zu tun hat, lautet die Reihenfolge dann wie?

Vorgesetzte, Kunden, Kollegen?

Vorgesetzte, Kollegen, Kunden?

Beitrag von studentwob123 - 24.08.11 - 13:51 Uhr

Ich habe ca.3 Jahre unter dem UA in einer anderen Abteilung über ne Zeitarbeitsfirma gearbeitet. In einem Team ... Ohne Probleme. Lief alles über ne ZAG. Dann hatte der UA ne Call Center Stelle für mich im Versicherungswesen, die ich dann abgelehnt habe. Da ist er ein bissl sauer gewesen. Hat mir dann auch ein sehr schlechtes Arbeitszeugnis geben. Damit hätte ich nicht einmal in der Pommesbude arbeiten können. Bin dann zu meinem Prof. für Arbeitsrecht gegangen und er meinte ich solle das anfechten. Habe ich dann auch gemacht und kam zum "Streit"... Seit dem ist er nicht gut auf mich zu sprechen... Aber jedes Jahr zu den Semesterferien ruft er mich an, ob ich nicht für Ihn arbeiten möchte. Der Typ hat ne Macke... Will mir nur alles verbauen... Hat nicht wirklich ein Team sonden habe 200 Akten bekommen zum bearbeiten... In diesen 3 Jahren vor meinem Studium hat er mich auch übergangen... Meinte das er nur Technikern ne feste Stelle gibt und dann gab nen Speditionskaufmann die feste Stelle. Habe Ihn dann darauf angesprochen und er sagte: Er liegt in meinem ermessen wer eingestellt wird und wer nicht... Und meinte ich solle das Büro verlassen...
Was soll ich da machen... Vielleicht sollte ich Ihm mal ein Zeugnis schreiben...

Beitrag von manavgat - 24.08.11 - 14:23 Uhr

Du kannst ein wohlwollendes Zeugnis verlangen.

Diese versteckten Codes sind nicht zulässig.

Ich habe (das ist schon fast 10 Jahre her) ein Zeugnis erfolgreich mittels Anwalt reklamiert.

Gruß

Manavgat

Beitrag von averna_doreen - 24.08.11 - 13:22 Uhr

Ganz ehrlich, das klingt nach:

"Hat die Arbeit zwar erledigt (führte alle Aufgaben zuverlässig und sorgfältig aus),

ist aber ein Besserwisser (hatte innovative Ansätze, zeigte Problemlösungen auf, die er in der Praxis umsetzte),

quasselt die ganze Zeit mit den Kollegen (auf die Gesprächspartner einstellen)

und kommandiert gerne herum (leistete er seinen Beitrag und gewann oftmals die Kooperation des Teams)."

Nicht gut. Vielleicht kannst du nett anfragen, ob sie einige Formulierungen ändern. Ansonsten könnte es von Vorteil sein zu reflektieren, ob der Schreiber vielleicht nicht ganz Unrecht hat.

Viele Grüße,
Avi

Beitrag von studentwob123 - 24.08.11 - 14:05 Uhr

Also ich muß ganz ehrlich sagen.

1) Zum Besserwisser: Also ich hatte da garnicht die Möglichkeit auf Besserwisser zu machen, da ich nur meine Akten bearbeitet habe, wie sie zu bearbeiten sind oder Post gezählt.

2) quasselt die ganze Zeit: Dafür gibt es auch keine Möglichkeit, da die Sacharbeiter zu 95% telefonieren. Das Telefon klingelt durchgängig.

3) Wen hätte ich rumkommandieren sollen? Meine Akten? Da würde sich auch keiner von mir rumkommandieren lassen.=)

Beitrag von ninanina89 - 24.08.11 - 14:50 Uhr

Eine systematische Vorgehensweise war zu erkennen.


Oh je,das heißt soviel du hast es versucht aber nicht gekonnt...
Das ganze Zeugnis ist nicht der Knaller.
Es kommt rüber als wärst du Faul und hast dich nur bedingt eingebracht.

Hast du das denn Unterschrieben?