Hallo Väter,
folgenden Auszug betreffs Umgangsvereitlungen/-erschwerungen aus den
trennungsfaq stelle ich hier zur Verfügung:
Die Mutter höflich und knapp schriftlich auffordern, an einer gemeinsamen Umgangsregelung mitzuwirken. Fristsetzung 10 Tage. Nicht telefonieren, nur brieflich kommunizieren.
mehr: http://www.trennungsfaq.de/umgang.html#umgang
bei Umgangsproblemen
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von krypa - 26.08.11 - 08:08 Uhr
Beitrag von karna.dalilah - 26.08.11 - 08:23 Uhr
"Eventuelle Unterhaltsstreitigkeiten über einen Anwalt regeln lassen. Sich dabei nicht grosszügig und konziliant zeigen, sondern desinteressiert, sich abwendend, den Unterhalt minimierend.
Urlaub machen, erzählen, dass man nicht gekränkt und über alles hinweg ist, auch wenn es innerlich noch brodelt.
An die Kinder zu Weihnachten, Ostern und Geburtstag gutgelaunte Karten ohne viel Text schicken. Wenn Geschenke, dann nur sehr kleine."
soweit alles verstanden aber der Absatz???
was hat jetzt der Unterhalt damit zu tun und warum minimieren?
(Schadet es nicht unter dem Strich dem Kind zusätzlich)
Wieso nur sehr kleine oder gar keine Geschenke?
Das erschließt sich mir grad gar nicht.
Karna
Beitrag von silbermond65 - 26.08.11 - 08:54 Uhr
Damit die Kinder der Mutter ein schlechtes Gewissen machen vielleicht?
Die Kinder müssen dann ausbaden ,daß Mütter sich so stur stellen.
Und das setzt hier jemand rein ,der doch eigentlich der Meinung ist,man sollte solche Streitigkeiten nicht auf dem Rücken der Kinder austragen.
Wenns nicht so traurig wäre ,könnte man schon fast wieder drüber lachen.
Beitrag von karna.dalilah - 26.08.11 - 09:55 Uhr
Ich hoffe mal nicht, dass das die Motivation dahinter ist.
Mal abgesehen davon, dass es auch viele Fälle gibt wo der Vater eh nicht zahlt/zahlen kann- was soll er da noch kürzen?
und dennoch haben er und das Kind ein Umgangsrecht.
Genauso verhält es sich mit Geschenken, die ja ggf von der Mutter und Familie kompensiert werden können und der Mutter nur Recht geben in ihrem Bild, dass der Vater eh kein wirkliches Interesse am Kind habe, sondern nur Spielchen über das Kind austragen wolle.
Die Aktion kann meines Erachtens auch gut nach hinten losgehen.
Mal abgesehen davon das mein Sohn nicht mal auffällt, wenn der Vater kein Päckchen schickt.
Und das obwohl ich die Päckchen von ihm niemas in der Flut anderer Geschenke überreiche, damit es darin nicht untergeht.
Ich bin ja mal auf die Antwort gespannt
schließlich kann man nicht alle Seiten und Aspekte kennen und sehen
Beitrag von krypa - 26.08.11 - 12:13 Uhr
Hallo karna.dalilah,
es geht darum, sich nicht persönlich um was zu streiten, sondern eben über Anwalt. D.h. es muß die Freude am (siegreichen) Konflikt genommen werden.
''Minimieren'' heißt hier nur, eben das zu bezahlen, was rechtlich ''zusteht''.
Warum auch mehr als das?
Kleine Geschenke als 'Aufmerksamkeiten', als Erinnerungen, dass es Papa noch gibt und er trotz Umgangsvereitlungen ans Kind denkt.
'Kleine' (Umgangs) Väter schenken halt nur Kleines. Große Geschenke wecken evtl. nur falsche Hoffnungen und simulieren evtl. nicht vorhandenen 'Reichtum' und provozieren Unterschlagungen der Geschenke.
Resultierende 'Schuldgefühle' der Mütter sind selbstverursacht. Wenn Papa sich gar nicht rührte zu den Festen, hieße es, der Papa ''kümmert sich ja gar nicht''.
MfG krypa
Beitrag von karna.dalilah - 26.08.11 - 15:32 Uhr
Ich denke wie man es dreht und wendet es kann immer nach hinten losgehen.
Kleine Geschenke zu Weihnachten ect- du bist deinem Vater nicht mehr wert.
Kleine "Erinnerungsgeschenke"- Papa will das Kind ködern...
Einstellung von "Sonderzahlungen" Papa denkt nur an seien Wünsche....
Man wenn ich noch zurückdenke wie ich mich über die ersten Geschenke des KV geärgert habe...Zeug was den Kleinen nicht interessierte und unnütz war und billig sowieso.
Aber woher sollte er es auch anders wissen?
Es hat wirklich eine Weile gebraucht bis ich eine Lösung fand den Umstand zu ändern.
Und auch anzuerkennen das der Vater eben im Moment auch nur das Geld zur Verfügung stellen kann/will und das es so ok ist.
Es hat auch gedauert den Geschenken einen angemessenen Rahmen zu geben.
Glaube mir dieses Umdenken erfordert Zeit und Selbstvertrauen.
Karna
Beitrag von krypa - 26.08.11 - 15:46 Uhr
Hallo karna.dalilah,
hier ging es ja auch um Tipps für Väter, denen der Umgang mit ihren Kindern nachhaltig vereitelt wurde/wird!
Viele dieser Art Väter geben ganz auf und versinken in (depressives) Schweigen.
Aber für diese Art Väter gerade sind diese Tipps, damit sie mit kleinen positiven Zeichen in Erinnerung bleiben und einen Rest schwebender väterlicher Präsenz und Selbstachtung bewahren.
Oft aber auch, bei allem ''Umdenken'', ist ein Vertrauen zerstört und ein väterliches Herz getötet.
MfG krypa
Beitrag von zenturio - 26.08.11 - 19:03 Uhr
Hallo krypta,
mit der emotionalen Bewältigung der Trennung von den eigenen Kindern sprichst Du m.E. einen zentralen Punkt an.
In meinen Augen gibt es zwei Sorten von Vätern. Die einen haben eine enge Bindung zu ihren Kindern aufgebaut, die anderen kaum eine. Letztere erkennt man daran, dass sie sich nach der Trennung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt für ihre Kinder interessieren.
Bemerkenswert ist dabei, dass auch diese Väter in den Augen der Mütter alles falsch zu machen scheinen, gerade w e i l sie sich nicht um ihre Kinder bemühen, während andere Mütter alles daran setzen, das Band zwischen Vater und Kind zu zerstören.
Aus der Sicht eines entsorgten Vaters mit enger Bindung zu seinem Kind, muss ich heute sagen, dass die Väter mit geringer Bindung, vermutlich unbeabsichtigt, den besseren Weg gehen, weil sie keine Angriffsfläche bieten. Der Versuch der Mütter, den Vater der Kinder zu zerstören, ist damit von vorneherein aussichtslos und der Mutter wird zudem bewußt, dass sie mit allen Problemen, die um die Aufzucht des Kindes auftreten können, wirklich alleingelassen ist. Die Mütter von Kindern, deren Väter sich -vergeblich- um Umgang bemühen, wissen, dass sie Notfalls immer noch Leistungen vom Vater abrufen können, so lange sie ihm -wahrscheinlich unbegründete- Hoffnungen auf eine Normalisierung des Verhältnisses zum eigenen Kind hegen lassen.
Das Wichtigste für Väter in Trennungssituationen ist es, wirkliche Unabhängigkeit wiederzuerlangen.
