Also gleich vorweg, bitte das Post nicht falsch verstehen, es geht nicht darum Geld zu schröpfen, sondern ich möchte einfach nur wissen wie die Rechts/Grundlage zu unserer Situation ist.
Meine Schwiegereltern besitzen ein großes Haus in guter Lage, Wert tut nichts zur Sache. Das Haus ist nur auf die Schwiegermutter eingetragen.
Es gibt noch 2 weitere Kinder, also insgesamt 3
.
Als das älteste Kind auszog, nahm mein Mann einen Kredit in Höhe von 100.000 DM um das Haus zu renovieren. Das Geld bezog sich eigens auf Material, sämtliche Arbeiten wurden von meinem Mann erledigt. Er renovierte das Haus in der Form, daß es dann 2 getrennte Wohnungen mit 2 seperaten Eingängen gab.
Miete hat er keine gezahlt, da vereinbart wurde, daß er sämtliche Arbeiten die bei einem Haus so anfallen erledigt und die Kosten dafür trägt.
Das jüngste Kind halt einen über 10jährigen Alterabstand und lebte weiterhin unten bei den Eltern.
Mittlerweile wohnen wir dort seit Jahren nicht mehr und die Wohnung wird vermietet.
Leider war das Verhältnis nie sehr gut zwischen ihm und seinen Eltern. Daß es ein Fehler war überhaupt an ein Zusammenleben zu denken, ist ihm heute klar.
Er zog aus, als die Eltern zusätzlich zu seiner Arbeitsleistung und die Materialkosten (Durchschnittlich 500 Euro im Monat), noch Miete verlangten.
Seitdem sind ein paar Jahre vergangen.
Vor ein paar Tagen wurde der Kontakt komplett abgebrochen (schon das2te Mal) und dieses mal wird es auch endgültig sein.
Meine Frage die sich mir nun stellt, was wird einmal mit dem Haus sein wenn die zwei nicht mehr sind? Oder auch davor, kann die Mutter daß Haus z.B. auf das älteste Kind umschreiben und die anderen bekommen nur den Pflichtteil o. auch gar nichts?
Wirklich nicht falsch verstehen, im Grunde können sie damit machen was sie wollen, es ist ihr Haus. Aber mein Mann hat da so viel Geld reingesteckt, ist das alles verloren? Wenn es so ist, ist es so, ich möchte es nur wissen.
Vielen Dank schon mal!
LG
Kerstin
Geld bzw. Erbfrage
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Beitrag von ungeheuerlich - 26.08.11 - 10:32 Uhr
Beitrag von bruchetta - 26.08.11 - 13:02 Uhr
Die gesetzliche Erbfolge wird vorsehen, dass jedes Kind 1/3 bekommt.
Wird jemandem speziell das Haus vererbt, meinetwegen dem jüngsten Sohn, bekommen die anderen beiden ihren Pflichtteil (ohne Gewähr: 1/6).
Wird das Haus einem Sohn überschrieben, so kommt es darauf an, ob diese "Schenkung" innerhalb 10 Jahre vor dem Erbfall stattfand oder nicht.
Dein Mann wird im allerbesten Fall 1/3 des Vermögens bekommen und somit höchstwahrscheinlich nicht seine Investition heraus bekommen.
Die Eltern hätten damals mal lieber eine Hypothek auf's Haus aufnehmen sollen....
Beitrag von ungeheuerlich - 26.08.11 - 13:35 Uhr
Danke für Deine Antwort!
"Wird das Haus einem Sohn überschrieben, so kommt es darauf an, ob diese "Schenkung" innerhalb 10 Jahre vor dem Erbfall stattfand oder nicht."
Nehmen wir mal an, daß es sich so verhalten hat und die "Schenkung" länger wie 10 Jahre her ist, dann hätte er also sogar den Fall gar nichts mehr zu bekommen, richtig?
Seufz,....was solls. Ist auch nicht zu ändern.
Danke nochmal
LG
Kerstin
Beitrag von bruchetta - 26.08.11 - 13:51 Uhr
Ja, das ist richtig! Dann gehört das Haus seinem Bruder und er könnte höchstens vom Barvermögen o.ä. noch etwas erben.
Beitrag von hauke-haien - 26.08.11 - 15:43 Uhr
Wie kommst du auf 1/3?
Beitrag von gh1954 - 26.08.11 - 13:30 Uhr
>>>Aber mein Mann hat da so viel Geld reingesteckt, ist das alles verloren?<<<
Ja, das Geld is weg, bis auf den Anteil, den er mal "zurückerbt".
Beitrag von ungeheuerlich - 26.08.11 - 13:37 Uhr
Wenn ich bruchetta richtig verstanden habe, dann besteht sogar die Chance daß er gar nichts "zurückerbt".
Ist nämlich sehr gut möglich, daß die Mutter das Haus hat umschreiben lassen und davon bekommen wir ja nichts mit.
Was solls.....
Danke für Deine Antwort!
LG
Kerstin
Beitrag von .roter.kussmund - 27.08.11 - 01:03 Uhr
"Ist nämlich sehr gut möglich, daß die Mutter das Haus hat umschreiben lassen und davon bekommen wir ja nichts mit."
genau so einen fall kenne ich, nur daß es da den richtigen traf. ... da dachte einer von zwei brüdern, daß er die hälfte des elternhauses erbt.... am und im hof und haus gearbeitet und viel geld reingesteckt hat aber immer sein bruder, die ehefrau und die beiden söhne. selbst per sparbuch hat sich die ältere dame so nach und nach "entreicht".
