'n Abend zusammen.
Ich habe vor kurzem hier schon mal geschrieben weil meine Frau und ich uns getrennt haben und scheiden werden lassen.
Meine Frau wollte, dass unsere Tochter bei ihr bleibt und ich sie nach Absprache sehen kann.
Ich würde mir eigentlich wünschen, dass meine Tochter bei mir lebt. Da meine Frau denselben Wunsch hat, habe ich mich über das sog. Wechselmodell schlau gemacht und informiert.
Seit ich das Thema das erste Mal angesprochen habe und meine Frau mitbekommen hat dass ich unsere Tochter nicht so einfach ihr überlasse, habe ich mein Kind nicht mehr gesehen. Immer wenn ich komme (nach Absprache) heißt es, die Kleine sei krank geworden, hätte unbedingt zu einer Freundin zum Spielen gewollt...was auch immer.
Das geht doch nicht, was kann ich tun!?
Ich will meine Tochter sehen und ich habe ein Recht darauf.
Wie kann ich meine Frau zum Einlenken bringen? Je mehr Spielchen sie spielt desto mehr wünsche ich mir, meine Tochter würde ganz und gar bei mir leben.
Hat jemand Tipps?
Danke.
Meine Frau mauert, lässt die Kleine nicht zu mir. Was tun?
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Beitrag von sky-diver - 30.08.11 - 22:17 Uhr
Beitrag von fr.mayer - 31.08.11 - 09:45 Uhr
Kann ich verstehen.
Mein Vater ist drann kaputt gegangen dass er nicht Vater sein durfte.
Leider werden nach einer Trennung die Kleinen oft als Druckmittel benutzt.
Du hast die Möglichkeit Dei Umgangsrecht einzuklagen,dann wird es aber wohl nichtmehr so flexibel sein wie ihr das eigentlich ausgemacht hattet.
(Klappt eher selten und erfordert einen loyalen Umgang der Partner,macht deine Ex offensichtlich nicht)
Arbeite mit dem JA zusammen,ist denke ich der erste Weg,nimm dir einen Anwalt,ein Beratungsgespräch kostet nicht viel und du bist auf der sicheren Seite.
Alles Gute
Beitrag von 1familie - 31.08.11 - 11:22 Uhr
Hallo,
das sind so typische Ausreden. Sage ihr du musst dich dann ans Jugendamt wenden.
Aber auch ein vater kann zu seinem kranken Kind - nicht nur die Mutter 
LG und ich drück die daumen
Beitrag von karna.dalilah - 31.08.11 - 11:51 Uhr
Schwierige Geschichte...
Ich vermute dass deine Frau durch deine Aussage Angst bekommen hat die Tochter an dich zu verlieren.
Das solltest du so annehmen und auch ernstnehmen!
(es ist mir schon klar das du ähnliche Ängste haben könntest)
Rein rechtlich habt ihr beide Anspruch auf das Kind .
Nur ist ein Kind keine Sache die man einfach mal eben teilen , hin -und herschieben kann. Diees Kind hat eigene Wünsche, Gefühle und Träume und ihr BEIDE als Eltern müßt ihr den Raum für Sicherheit und Geborgenheit schaffen.
Das Wechselmodell ist ein zweischneidiges Schwert.
Ich kenne Bekannte die das seit Jahren gut praktizieren.
Ich kenne auch Bekannte die NIE wieder auf diese Reglung setzen würden weil es einfach bescheiden für das Kind ist
Geh zunächst den Weg der Meditation.
Zunächst sollte die Angst abgebaut werden das Kind zu verlieren.
Dann mache deiner Ex klar,dass du durchaus bereit bist deine kranke Tochter zu pflegen und durchaus in der Lage bist die nötigen Voraussetzung zur Pflege geschaffen
(Beispiele aus der Beziehungszeit bringen)
Frage sie was dich nach der Trennung als Vater plötzlich unfähiger gemacht haben soll
Ich gehe davon aus dass du euer Kind in der Beziehung auch zeitweise allein betreut hast.
Das Spielen und Verabreden mit anderen Kindern ist durchaus normal.
Aber auch du kannst euer Kind zu den Freunden bringen und wieder abholen.
Mach ihr klar dass ihr beide an sich dasselbe für euer Kind wollt.
Setze sie auf keinen fall in ihrer Wertigkeit für das Kind runter.
Lieben Gruss
Karna
Beitrag von sky-diver - 31.08.11 - 14:00 Uhr
Danke schon mal für die Tipps.
Problematisch ist, dass meine Frau sich irgendwie immer mehr verweigert. Sie merkt, dass ich zumindest mit dem Gedanken spiele, unsere Tochter bei mir leben zu lassen. Warum auch nicht. wir sind beide vollzeit berufstätig und auch als unsere Tochter noch klein war habe ich alles auch gemacht...Babyschwimmen, Pekip usw.
Unsere Tochter wurde nicht gestillt und auch nachts bin ich oft aufgestanden bzw. da gewesen wenn meine Frau beruflich unterwegs war.
Aber seit sie merkt, dass ich nicht einfach abtrete, ausschließlich zahle und nur gelegentlich auf Wunsch die Kleine hole mauert sie immer mehr. Sie will sich gar nicht unterhalten und die Anwälte das regeln lassen. Sie hofft wohl, dass sie dann automatisch die Kleine bekommt.
Ich habe schon einen Anwalt aber durch ihren und meinen Beruf und häufige Abwesenheit dauert es immer sehr, sehr lange bis irgendetwas passiert.
Ich fürchte auch, dass ich die Kleine nicht mehr zu Gesicht bekomme bis das ganze gerichtlich geklärt ist und das kann dauern, oder? Und dann wird mir vielleicht ein Strick daraus gedreht dass ich sie so lange nicht gesehen habe?
Nick
Beitrag von karna.dalilah - 31.08.11 - 14:32 Uhr
Ohne Männern zu nahe treten zu wollen.
Nimm eine Anwältin die kennen Frauen besser und haben oftmals mehr Biss.
Außerdem sollte sie vom Fach sein.
Ja man kann dir einen Strick draus drehen , dass du die Kleine so lange nicht gesehen hast
Entfremdung heißt das Zauberwort .
Welchen Platz hast du denn für deine Ex im Leben eures Kindes zugedacht?
Bedenke bitte dass neben deinen Wünschen auch der Wunsch eures Kindes und deiner Frau stehen.
Wenn du oft von zu Hause weg bist, wer soll dann das Kind betreuen?
Wer betreut das Kind wenn deine Frau beruflich unterwegs ist?
Trefft eine Entscheidung den Bedürfnissen des Kindes entsprechend
Beitrag von sky-diver - 31.08.11 - 15:02 Uhr
Aber wie soll ich einer Entfremdung vorbeugen wenn sie mich das Kind nicht sehen lässt? Da bin ich doch total gekniffen!
Welchen Platz ich meiner Ex-Frau zugedacht habe? Keine Ahnung aber grundsätzlich kann es ja auch andersherum laufen, oder? Dass das Kind beim Vater lebt und die Mutter es alle 14 Tage oder ein paarmal unter der Woche holt. Es spricht doch nichts dagegen.
Der Wunsch unserer Tochter ist es mit Sicherheit, dass sie weiterhin bei uns beiden leben kann aber das ist ja nun mal nicht zu realisieren.
Ich bin zwar häufig unterwegs als Pilot aber meine Frau als Flugbegleiterin ebenfalls. Bislang geht die Kleine in die Kita (mit recht langen Öffnungszeiten) und wird an den Tagen wo keiner von uns sie holen kann von den Omas betreut und das soll auch weiterhin so laufen.
Ich will wirklich keine Racheaktionen oder so aber ich möchte mit meiner Tochter leben und nicht einfach nur alle zwei Wochen kommen und den Wochenendpapa geben.
Ich bin aus unserem gemeinsamen Haus ausgezogen in dem nun meine Ex-Frau mit ihrem neuen Partner lebt, ich habe ihr das große Auto überlassen da sie es für die Kleine und den damit verbundenen Haushalt eher braucht als ich.
Ich zahle Unterhalt für mein Kind und zwar deutlich mehr als in irgendeiner Liste zu finden ist damit es meinem Kind gut geht. Ich verhalte mich höflich und zurückhaltend auch dem "Neuen" gegenüber obwohl ich ihm am liebsten gepflegt die Fresse polieren will wenn ich daran denke, dass er in meinem Haus den Hausherren spielt.
Aber ich will keinen Streit damit meine Tochter nicht mehr als unbedingt nötig unter der Trennung leidet. Warum wird es mir trotzdem so schwer gemacht?
Gruß
Nick
Beitrag von karna.dalilah - 31.08.11 - 16:10 Uhr
also jetzt mal Hand aufs Herz...was soll das?
Dir sind aller 14 Tage Umgang mit deiner Tochter zu wenig aber für die Mutter des Kindes ist es prinzipell ausreichend?
Du weißt nicht wo der Platz für die Mutter im Leben eurer Tochter sein soll?
Aber du beschwerst dich dass die Mutter offensichtlich genauso wenig einen Plan hat?
Was spricht gegen eine Reglung das das Kind in der Abwesenheit eines Elternteils beim anderen Elternteil bleibt und nur bei gemeinsamer Abwesenheit abwechselnd auf die Grossmütter zurückgegriffen wird?
Das ihr den Urlaub unterschiedlich nehmt und in der Zeit das Kind bei euch ist?
Ich bekomme langsam den Eindruck es geht hier langsam nicht mehr primär um die Tochter geht, sondern es in ein Machtspiel umschlägt auch von deiner Seite.
Der Entfremdung kannst du vorbeugen indem du deine Tochter regelmäßig anrufst ihr schreibst.
Du deine Bemühungen um Umgang unermütlich weiterführst ( ich weiss es ist schlimm um etwas kämpfen zu müssen was vor einiger Zeit selbstverständlich war)
Also,
tief einatmen, aufrichten,Tränchen wegwischen (ob nun reale oder gefühlte), Bauch rein, Brust raus, Krönchen grade rücken und weiter machen und immer daran denken bei dem was du tust
Wie würde ich mich an ihrer Stelle fühlen wenn sie das mit mir machen würde?
Karna
Beitrag von sky-diver - 31.08.11 - 17:05 Uhr
Nein, es geht MIR definitiv nicht um Machtspiele.
Mir sind alle 14 Tage ein Wochenende Umgang vor allem deswegen zu wenig weil ich zunächst geglaubt hatte dass wir uns besser einigen könnten. Was spricht denn dagegen, mich meien Tochter ein bis zweimal in der Woche sehen zu lassen? Warum soll das nicht sein?
Und nachdem ich die Idee mit dem Wechselmodell als Diskussionsbasis aufgebracht habe (was sie komplett ablehnt mit der Begründung es sei zu viel Arbeit und zu viel Hin und Her für alle) fing es an, dass meine Tochter zufällig krank oder nicht da war wenn ich zur verabredeten Zeit gekommen bin. Sorry aber als Flugkapitän bin ich an gewisse Arbeitszeiten gebunden. Ich mache die Termine ca. 10 Tage im Voraus aus und ahbe jetzt seit vier Wochen meine Tochter nicht wirklich sehen dürfeha
Ich war am Kindergarten, dort hat man mir mitgeteilt sie dürften sie mir nicht mitgeben weil die Rechtslage nciht geklärt sei und ich solle bitte vom Gelände wegbleiben damit ich das Kind nicht verunsichere. ABER wie sehr verunsichert es denn bitte meine Tochter wenn sie mich überhaupt nicht mehr trifft?
Anrufen und schreiben ist schlecht bei einer Vierjährigen, ans Telefon geht wenn überhaupt meine Frau.
Es ist also nichts mit Krönchen zurecht rücken. Ich bin von meiner Frau monatelang betrogen worden, habe ihr dennoch Haus, Kind und Auto überlassen und lebe seit Wochen im Hotel. Das einzige was ich will ist genügend Zeit mit meinem Kind und nicht nur ein paar Stunden.
Und dass ich nicht weiß wie ich die Rolle der Mutter im Leben des Kindes sehe falls sie irgendwann mal bei mir leben sollte liegt vor allem daran, dass ich das Gefühl habe, die Frau mit der ich da zu tun habe überhaupt nicht zu kennen.
Nur einmal eine einzige vernünftige Antwort auf die Frage warum meine Tochter nicht bei mir leben kann.
Nick
Beitrag von holy_cow - 01.09.11 - 05:10 Uhr
Hola Nick,
ich kann dir keine vernuepftige Antwort auf deine Frage geben, warum eure Tochter nicht bei dir leben kann.
Die Bindung an beide Eltern ist stark und die Trennung so oder so fuer sie belastend und traumatisch.
Ich persoenlich finde es furchtbar, wenn ein Kind zum Nomade wird und es beiden Elternteile irgendwie recht machen muss. Die Kinder moechten niemanden traurig sehen, weder die Mutter noch den Vater.
Ich schreibe dir das, da ich leider durch die Trennung von dem Vater meiner Tochter das Leid erleben musste.
Sie war 3 und hat ihren Vater furchtbar vermisst. So wird deine Tochter dich sehr vermissen und nicht nach 4 oder auch 8 Wochen nicht entfremdet von dir sein.
Ich kann jetzt nur von mir sprechen und fuer mich waere es nie in Frage gekommen, dass unsere Tochter bei ihrem Vater lebt. Vielleicht weil ich mein Leben um sie herrum arrangiert habe und mein Ex sich voll auf mich verlassen hat. Ein sehr bequemer Mensch, leider.
Fuer ihn war es sogar zu umstaendlich eine halbe Stunde fahren zu muessen, um seine Tochter zu sehen, abzuholen oder im Kiga an Veranstaltungen teilzunehmen.
Ich kann sehr gut verstehen, dass es dich schmerzt dir vorstellen zu muessen, dass da nun ein anderer Mann eine Rolle uebernimmt die dir zusteht. Ich denke mal, eure Trennung besteht noch nicht lange und dann muss sie sich auch noch an einen neuen Mann gewoehnen.
Das ist schon nicht einfach fuer ein Kind, da es keine Wahl hat.
Leider ist sie auch noch so klein und kann noch nicht entscheiden wo sie lieber leben moechte.
Nun, all das hilft dir nicht weiter.
Ich denke du hast einen Fehler gemacht und deine Ex ueberfahren mit deinem Betreuungsmodel, was an sich ja nicht falsch ist, da ihr Beide voll arbeitet. Aber es schuert Angst vor Verlust, den du schon erlebst.
Frauen reagieren darauf vielleicht noch staerker.
Raten kann ich dir eigentlich nur, dass du weiterhin freundlich bleibst, die Faust in der Tasche machst und versuchst eine Meditation zu erreichen.
Rufe sie regelmaessig an, frage deine Ex wann " sie " es einrichten kann, das du eure Tochter siehst oder sprechen kannst. Lass nicht locker aber stalke nicht. Sage deiner Ex immer wieder wie sehr du sie vermisst und darunter leidest sie nicht sehen zu koennen, dass sie das doch sicher versteht und keinen Grund hat, dir Steine in den Weg zu legen. Das ihr Beide doch ein und das Selbe wollt, dass es eurem Kind gut geht und euch Beide braucht.
Frage sie, was sie von der Idee haelt, wenn ihr euch mit jemanden Neutralen zusammen setzt und den Umgang in aller Ruhe besprecht.
Vielleicht und ich wuensche es dir, spielt sich eine Regelung ein, wo du mehr als nur ein Wochenend Papa sein kannst und deine Tochter oefter sehen kannst als nur mal alle 14 Tage.
Ist es dir moeglich in die Naehe zu ziehen, so das ihr soziales Umfeld bestehen bleibt, wenn sie bei dir ist?
Du kannst mich auch gerne ueber Pn anschreiben wenn du magst.
Wuensche dir viel Glueck!
Ruth
Beitrag von my-opinion - 01.09.11 - 10:04 Uhr
Dein Beitrag macht es offensichtlich wie Väter bei einer Trennung diskriminiert werden und vom good will der Mutter abhängig sind.
Es wird wirklich Zeit das die Rechte der Väter nicht nur auf dem Papier existent sind sondern auch gegen den Willen der Mütter durchgesetzt werden.
Mütter sind keineswegs das bessere Elternteil des Kindes und es erschließt sich mir nicht warum sich eine Mutter gegen das Wechselmodel einfach so sperren darf.
Ich denke es muss völlig egal sein ob es für eine Mutter undenkbar ist das Ihr Kind nicht primär bei Ihr lebt.
Wenn das Wechselmodell realisierbar ist muss es auch durchgesetzt werden.
Den Rat den Du dem TE gegeben hast, der ist richtig. Er muss sich wohl so verhalten. Das ist der eigentliche Skandal.
Beitrag von holy_cow - 01.09.11 - 21:11 Uhr
Hola,
da hast du Recht, dass dieses haeufiger passiert und einen der Eltern benachteiligt, welches meist auch der Vater ist.
Sicher liegt es auch daran, dass bis heute Frauen noch immer weniger als Maenner verdienen und nach der Babypause, selten die selbe Stellung in ihrem Beruf wieder besetzen koennen.
Die Betreuung der Kinder liegt nun mal meistens auf den Schultern der Frauen.
Wenn du dir anschaust, wie viele Maenner sich fuer eine Babyzeit entscheiden, dann sind es doch oftmals Beamte. Der % Anteil der Maenner ist gering und das hat einen Grund.
Insofern, wenn wir hier von Diskriminierung sprechen, dann trifft es in der Gesellschaft immer noch die Frau die das Nachsehen hat und diskriminiert wird.
Ich habe nirgend behauptet das Muetter die besseren Eltern sind.
Fakt ist aber, dass nach der Geburt die Mutter durch das Stillen, die Hauptsorge traegt und die Bindung eine andere ist, als die mit dem Vater. Natuerlich gibt es da Ausnahmen wo die Mutter nicht stillt und beide Eltern sich gleich kuemmern.
Das Wechselmodell klappt auch nur, wenn das Kind das soziale Umfeld behalten kann. Ich kenne auch nur einen Fall wo es richtig gut laeuft, die Kinder bei Vater und Mutter gleicherweise wohnen, da diese im selben Statdteil leben, keine 5 Min Fussweg entfernt. Sie koennen sich beruflich arrangieren und gehen freundschaftlich miteinander um.
Aber da ist wohl eher die Ausnahme, leider.
Meiner Meinung nach, muesste von Anfang an ein Mediator eingeschaltet werden um gleich eine Regelung im Interesse des Kindes zu finden, ohne das viel Zeit vergeht und die Probleme sich verhaerten und Blockaden entstehen. Es muesste sogar Pflicht sein.
Ich habe heute einen Bericht auf ZDF mediathek mir angeschaut, 37 Grad " Rosenkrieg".
Es ist schon sehr erschuetternd wie wenig Gehoer sich kuemmernde Vaeter bei Gericht verschaffen koennen.
Beitrag von krypa - 01.09.11 - 23:26 Uhr
Hallo holy_cow,
ich kann nicht nachvollziehen, dass ein geringerer Verdienst und 'Karrierebrüche' von Frauen jetzt zu einer familienrechtlichen Benachteiligung von Männern führen müssten.
Noch nie in der Geschichte konnten Frauen ihre Fruchtbarkeit so gut selber steuern wie heute.
Eine Frau, die Karriere machen will, kann ihr Kinderkriegen entsprechend steuern.
Natürlich haben Mütter durch ihre körperliche Bezogenheit zum Kind zunächst einen größen Nähevorsprung vor Vätern.
Andererseits sehen auch sehr viele Mütter in den Vätern auch die Versorger.
Insgesamt, denke ich, sind die familiären Belastungsverteilungen im Großen und Ganzen gemäß gesamtgesellschschaftlichem Konsens beider Geschlechter gelagert.
Einseitige Forderungen eines Geschlechts an das andere sind so lange absurd wie nicht Zeit und Förderung zur Erfüllung dieser Forderungen
gegeben werden.
MfG krypa
Beitrag von holy_cow - 02.09.11 - 00:18 Uhr
Hola Krypa,
natuerlich kann eine Frau bestimmen wann sie schwanger werden moechte, wobei da eine natuerlich Zeitgrenze den Frauen schon gesetzt ist.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass Frauen immer noch massiv in den selben Berufen wie Maennern eindeutig weniger verdienen und als Frau benachteiligt werden.
Aber nicht nur im Beruf werden Frauen benachteiligt und das scheinst du komplett auszublenden.
Eine Tagesmutter wird fuer die Betreuung von Kindern bezahlt, aber eine Mutter die denselben Job macht und sich um die Kinder kuemmert, den Haushalt macht und dem Mann den Ruecken freihaelt, wird als "Parasit" bezeichnet. Sie bekommt keinerlei Anerkennung fuer das was sie leistet.
Die meisten haben gar keine andere Wahl die ersten Jahre als bei den Kleinkindern zu bleiben. Viele schaffen es nicht mehr den selben Einstieg in den Beruf zu finden, weil es ihnen auch nicht leicht gemacht wird.
Also wer soll sie versorgen? Mein Ex Partner wollte keine Fremdbetreuung die ersten 3 Jahren fuer unsere Tochter, zudem waren seine Arbeitszeiten alles andere als felxibel und im Haushalt gab es noch ein Kind. Ich war abhaengig und mein Ex Partner war in dieser Zeit unser Versorger, was ich als legitim ansehe.
" Insgesamt, denke ich, sind die familiären Belastungsverteilungen im Großen und Ganzen gemäß gesamtgesellschschaftlichem Konsens beider Geschlechter gelagert. "
Das ist nichts anderes als Polemik, an der Realitaet voellig vorbei.
Die wenigsten Frauen machen ueberhaupt Karriere und viele von ihnen verzichten auf Kinder. Welcher Mann verzichtet auf seine Karriere um eine Familie zu gruenden oder schraenkt sich arbeitsmaessig ein um die ersten 3 Jahre die Kinder zu versorgen?
Die Belastung in der Familie ist fuer eine arbeitende Frau in den meisten Faellen wesentlich groesser als fuer den Mann.
Zudem wollen sehr viele Vaeter gar nicht die Kinder nach der Trennung, weil ihnen die Alltags-Belastungen zu gross sind.
Deinen letzten Satz muesstest du mir etwas genauer erklaeren. Forderungen sind in erster Linie immer einseitig, ansonsten sind es ja keine Forderungen sondern Vereinbarungen.
Saludos
Beitrag von krypa - 02.09.11 - 09:16 Uhr
Hallo holy_cow,
ich muß nochmal fragen : was hat die kindschaftsrechtliche Benachteiligung von Vätern damit zu tun, dass Frauen weniger als Männer verdienen, durch Kinderbetreuung berufliche Brüche erleben und ihnen zu wenig Anerkennung für ihre Hausarbeit widerfährt?
Was ist an meinem kritisierten Satz denn Polemik und welche Realität siehst du denn?
Ich denke, gerade Mütter erziehen ihre Söhne in dem entsprechenden Rollenbild.
Komisch ist nur dann, warum dann einem Vater, der sich von Anfang wirklich persönlich um seine Kinder kümmern will, das schwer bis unmöglich gemacht wird, wie hier in dem Fall. Das passt doch nicht.
Mfg krypa
Beitrag von holy_cow - 03.09.11 - 00:22 Uhr
Hola Krypa,
im Grunde genommen sind wir doch einer Meinung. Ich bin in diesem Fall ganz sicher dafuer, dass dem Vater gleichberechtigter Umgang zugesprochen wird, gerade auch, weil sich die Eltern beide um das Kind gekuemmert haben.
Dein Satz war reine Polemik, denn du wolltest mir einfach nur widersprechen und der Satz an sich, stimmt so einfach nicht, wenn man es auf die Gesamtbevoelkerung bezieht.
Natuerlich erziehen wir Frauen unsere Soehne, Maenner aber genauso und die leben eben das vor, was nachgemacht wird.
Es ist noch gar nicht lange her, da musste die Ehefrau den Ehemann fragen ob sie ueberhaupt arbeiten gehen darf!
Und was meine Ausfuehrungen mit dem Umgangsrecht zu tun haben, duerfte auf der Hand liegen.
Es geht dabei ja nicht um einen Vater der sich kuemmert und es beruflich so einrichten kann. Die Mehrzahl ist dazu nicht in der Lage und da brauchen wir auch nicht lange drueber zu diskutieren.
Ausnahmen wird es immer geben und da muss einfach die Entscheidung ueber ein individuelles Umgangsrecht flexibler gestaltet werden, zu Gunsten der Vaeter die sich wirklich kuemmern koennen.
Ich denke da sind wir uns alle einig.
Saludos
Beitrag von zenturio - 03.09.11 - 01:19 Uhr
Es ist m.E. völliger Unfug, das Umgangsrecht an beruflichen Voraussetzungen festmachen zu wollen. Ein langzeitarbeitsloser Vater erhält ebenso wenig Umgang wie ein Vollbeschäftigter. Das Geschlecht entscheidet über Art und Umfang des Umgangs, sowie der Wille der Mutter. Sonst gar nichts.
"Es ist noch gar nicht lange her, da musste die Ehefrau den Ehemann fragen ob sie ueberhaupt arbeiten gehen darf!"
Ein schöner Beitrag aus der Mottenkiste des Feminismus. Was hat das genau mit der Situation von Vätern zu tun? Man könnte auch schreiben "alle Männer sind Schweine". Es würde zur Sache eben so viel beitragen und wäre ähnlich tendenziös.
Beitrag von krypa - 03.09.11 - 19:37 Uhr
Hallo holy_cow,
nun ja, warum sollten wir nicht einer Meinung sein? 
Aaaber, es gibt da noch eine Unterstellung von Dir: mein Satz war nicht als Polemik gedacht, sondern als Meinung. Der Meinung bin ich immer noch.
Das bestätigst Du ja auch indirekt indem Du einräumst, dass auch Mütter ihre Kinder erziehen. Also sind auch die geschlechtsbezogenen Rollenverteilungen auf die Masse gerechnet eben im Konsens beider Geschlechter entstanden. Da ist kein Geschlecht alleine 'schuld'.
Es ist auch noch nicht lange her, dass uneheliche Väter gar nicht verwandt mit ihren Kindern waren, es ist auch noch nicht lange her, da gabs keine Antibaby-Pille.......
Was denn genau haben Deine ''Ausführungen'' mit dem Umgangsrecht/Recht zur Miterziehung eines Kindes zu tun?
Auch heute noch werden unzählige Buben von ihren alleinerziehenden Müttern zu potentiellen Malochern und Familienernährern erzogen.
Mfg krypa
Beitrag von holy_cow - 04.09.11 - 03:58 Uhr
Hola Krypa,
Also gut, ich nehme das mit der Polemik zurueck.
Ich habe meinen Sohn16 Jahre alleine gross gezogen. ich glaube nicht, dass ich ihn anders erziehe als meine Tochter. Beiden gebe ich eine gute Schulausbildung, damit sie eine Chance haben. Das mein Sohn die Chance nun nuetzt und aus dem was er gelernt hat fuer sich seinen Weg waehlt, sehe ich als Teil meiner Erziehung.
Ich denke das hat nichts damit zu tun, ihn zu einem Familieernaehrer zu erziehen. Er hat eine Mutter gehabt, die ihm vorgelebt hat, alleine ohne Mann eine Familie zu versorgen. Mir blieb auch nichts anderes uebrig.
Das sieht auch meine Tochter, aber in einer intaten Familie Kinder gross zu ziehen, wie ich auch gross geworden bin, wuerde ich allemal allen Kindern wuenschen.
Natuerlich ist es auch noch nicht lange her, dass Maenner mit unehelichen Kinder keine rechte hatten und da frage ich dich, wer hat denn diese Gesetze gemacht und warum wurden sie nicht viel frueher geaendert?
Natuerlich sind Aenderungen dringend notwendig, aber dann muessen Frauen auch die gleichen beruflichen Rechte bekommen.
Ansonsten werden sie weiterhin von Maennern abhaenig sein und Kleinkinder betreuen bis dann mal ein Kita Platz frei wird.
Ich weiss, du siehst jetzt darin wieder keinen Zusammenhang mit dem Umgangsrecht. Im Direkten Zusammenhang ist es auch schwer zu verstehen, da ich es auch irgendwie nicht richtig erklaert bekomme.
Ich sehe es im Ganzen und denke, dass man das nicht ausklammern kann und aus dem Bild ziehen.
In diesem Sinne...ich gebe es auf mit meinen Erklaerversuchen!
Danke fuer deine Geduld,
Saludos
Beitrag von zenturio - 03.09.11 - 00:26 Uhr
@holy_cow:
"Das hat aber nichts damit zu tun, dass Frauen immer noch massiv in den selben Berufen wie Maennern eindeutig weniger verdienen und als Frau benachteiligt werden."
Davon abgesehen, dass ein Unrecht nicht durch ein anderes Unrecht wieder gut gemacht wird, geht mir diese ewige feministische Propagandaplatte dermaßen auf die Nerven.
Ich persönlich kenne keine einzige Frau, die in einer gleichwertigen Stellung weniger verdient als ein Mann. Dafür kenne ich viele Frauen, die nur Teilzeit arbeiten, weil sie es sich in der klassischen Rollenverteilung bequem gemacht haben, in der der Mann der Hauptverdiener ist und die Frau nur Teilzeit oder gar nicht arbeitet. Natürlich sind Teilzeitstellen schlechter bezahlt. Wie sich das wohl auf die vielen schönen Statistiken über die schlechtere Bezahlung von Frauen auswirkt?
Ich gebe aber zu, dass viele Arbeitgeber Frauen ungern einstellen, weil sie das Risiko vermeiden wollen, dass ein Mitarbeiter wegen Schwangerschaft ausfällt.
Dafür gibt es Frauenquoten, die Männer diskriminieren und ausschließen, selbst wenn sie für einen Job qualifizierter wären. Aber in allen gefährlichen Jobs, die die Lebenserwartungen derjenigen drastisch senken, die sie ausüben, gibt es keine Frauenquoten und sie werden allesamt nur von Männern ausgeübt.
"Die meisten haben gar keine andere Wahl die ersten Jahre als bei den Kleinkindern zu bleiben. Viele schaffen es nicht mehr den selben Einstieg in den Beruf zu finden, weil es ihnen auch nicht leicht gemacht wird. "
Ich behaupte, die meisten Frauen ruhen sich heutzutage darauf aus, die Errungenschaften der Gleichberechtigung einerseits und andererseits die Vorzüge des Patriarchats zu genießen. Sie bleiben gerne zu Hause und lassen den Mann die Versorgung übernehmen. Dabei darf er ihnen auch gerne noch die Tür aufhalten und Getränkekästen schleppen. Eben alles was beschwerlich oder gefährlich ist, darf auch heute noch der Mann erledigen, was er auch mit einem durchschnittlich fünf Jahre kürzeren Leben bezahlt.
Das alles ist gar nicht so schlimm. Wirklich schlimm ist das Bild von Mann und Frau, mit dem der Feminismus mittlerweile die Gesellschaft vergiftet hat. Männer üben Gewalt, Frauen sind die Opfer. Männer sind minderwertig, Frauen die besseren Menschen. Mit dieser Doktrin wurde selbst bis in unsere heutige Zeit die Rolle von Vätern fast auf einem Stand eingefroren, wie sie zur Zeit des dritten Reichs aktuell war.
Beitrag von holy_cow - 04.09.11 - 18:27 Uhr
" Eben alles was beschwerlich oder gefährlich ist, darf auch heute noch der Mann erledigen, was er auch mit einem durchschnittlich fünf Jahre kürzeren Leben bezahlt. " " Männer sind minderwertig, Frauen die besseren Menschen."
Du tust mir aufrichtig Leid, denn dein Leben scheinst du dir selber vergiftet zu haben!
Saludos
Beitrag von krypa - 04.09.11 - 19:35 Uhr
Hallo holy_cow,
Die von Politikern, Journalisten, Gleichstellungsbeauftragten etc. gerne aufgestellte Behauptung, Frauen würden für die gleiche Arbeit 23% weniger Gehalt bekommen als Männer, steht nun kurz davor, auch offiziell ins Reich der feministischen Mythen und Märchen verbannt zu werden.
Studie des statistischen Bundesamtes: Maximal 8 Prozent Differenz
Am 25. Oktober 2010 veröffentlichte das Statistische Bundesamt erstmalig eine Studie, in der eine Vielzahl von objektiven Faktoren berücksichtigt wurde, die eine Gehaltsdifferenz zwischen Männern und Frauen sachlich begründen. Das Ergebnis: Der Verdienstunterschied reduzierte sich auf durchschnittlich 8 Prozent. Das ist auch noch viel, aber weit weg von der 23-Prozent-Legende.
Bemerkenswert und dem Amt hoch anzurechnen ist, dass in der Pressemitteilung (eigentlich) unmissverständlich darauf hingewiesen wurde, dass diese 8 Prozent noch nicht das Ende der Fahnenstange sind. Wörtlich ist da zu lesen, Zitat:
Bezogen auf den für 2006 veröffentlichten Gender Pay Gap lag der um den Einfluss dieser Merkmale statistisch bereinigte Verdienstunterschied bei rund 8%. Dies bedeutet, dass Frauen auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit je Stunde durchschnittlich 8% weniger als Männer verdienten. Dieser Wert stellt insofern eine Obergrenze dar, als einige weitere Faktoren, die zur Erklärung des Verdienstunterschieds beitragen könnten, in der Analyse nicht berücksichtigt werden konnten, da die entsprechenden Angaben nicht vorlagen.
Bemerkenswert ist an dieser Stelle eine kleine, aber bedeutende Ungenauigkeit, die vielen Menschen unterläuft: Es handelt sich bei der Berechnung nicht um gleiche Tätigkeiten unter gleichen Voraussetzungen in einer Firma (also gleiche Arbeit im eigentlichen Sinn), sondern lediglich um sogenannte „gleichwertige“ Arbeit, da der Vergleich Tätigkeiten in unterschiedlichen Firmen (mit gewisser Größe und Lage [Ost/West, Ballungsraum/kein Ballungsraum]) betrifft und die Arbeit selbst recht grob über sogenannte Leistungsgruppen verglichen wird.
Weitere Faktoren verringern den Abstand
Zu den Faktoren, die nicht berücksichtigt werden können, weil die Daten beim Statistischen Bundesamt nicht vorhanden sind, nicht im Einflussbereich des Amtes liegen oder schlicht nur schwer quantifiziert werden können, die aber allesamt die Differenz weiter verringern würden, gehören beispielsweise folgende:
- Es wurden keine unbezahlten Überstunden einbezogen, da diese nicht erhoben werden. Unbezahlte Überstunden sind jedoch häufig ein starkes Argument, wenn über Lohnerhöhungen verhandelt wird, Arbeitgeber sehen sie als besonderes Engagement an, das bei Beförderungen ausschlaggebend sein kann, oder sie schlagen sich anderweitig nieder. Männer leisten bei den vom Statistischen Bundesamt erhobenen, bezahlten Überstunden deutlich mehr als Frauen. Es ist sicherlich richtig anzunehmen, dass es sich bei den unbezahlten Überstunden ähnlich verhält.
- Verhandlungsgeschick, jüngst erst in einem „Spiegel“-Artikel ausführlich behandelt, ist ein wesentliches Kriterium für das Gehalt insbesondere in der freien Wirtschaft, und dies nicht nur beim Einstieg in Beruf bzw. Firma. Die im Durchschnitt geringeren Forderungen, die Frauen beim Gehalt stellen, können nicht nachträglich zu einer Frauendiskriminierung umgedeutet werden. Im Gegenteil: Die geringeren Lohnforderungen von Frauen führen langfristig zu einer Verringerung des Lohnniveaus für alle Beschäftigten, was ein Nachteil sowohl für Männer als auch für Frauen darstellt und eine wesentliche Ursache dafür sein dürfte, dass in Branchen mit hohem Frauenanteil tendenziell niedrigere Gehälter gezahlt werden.
- Die Berufserfahrung, in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes als „potenzielle Berufserfahrung“ bezeichnet, wird bei Frauen deutlich zu hoch angesetzt, da nur ein Schätzwert verwendet wird, der eine ununterbrochene Erwerbsbiographie voraussetzt (Studienseite 7 (pdf: Seite 14), Fußnote 16).
- Bei den Arbeitnehmern wurden folgende Bereiche nicht mit berücksichtigt: Land-und Forstwirtschaft, Fischerei- und Fischzucht sowie „öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung“. Gerade die Nennung der letzten Gruppe ist bemerkenswert. Wird doch genau der Bereich, in dem seit Jahrzehnten mit Hilfe bewusster Diskriminierung von Männern Frauen massenhaft in Führungsebenen getragen werden, gezielt ausgeschlossen. Ebenfalls zum Nachteil der Männer ist der Ausschluss des Bereiches Verteidigung, denn für die Bezahlung der Zwangsdienstleistenden ist selbst der Begriff „Lohndiskriminierung“ Schönfärberei. Die Einbeziehung dieser Branchen würde – wie auch in der Studie zu lesen – zu einer Verringerung der Differenz führen. Das Statistische Bundesamt ist an der Regelung unschuldig: Der Ausschluss dieser Branchen erfolgt per Gesetz!
Die „23-Prozent-bei-gleicher-Arbeit“-Lüge ist auch frauenfeindlich
Ungeachtet dieser methodenbedingten Unschärfen ist diese Studie von großer Bedeutung. MANNdat kämpft schon seit Jahren gegen die gezielte und politisch motivierte Fehlinterpretation der statistischen Daten zur Gehaltsdifferenz. Diese Lüge von der 23%-Differenz „bei gleicher Arbeit“ und „nur auf Grund des Geschlechts“ ist nicht nur männer-, sondern auch frauenfeindlich. Sie ist männerfeindlich, weil damit Männer ungerechtfertigt zu „Bevorzugten auf Grund des Geschlechts“ stilisiert werden und diese Differenz immer wieder als Argument für die Implementierung von staatlichen und gesetzlichen Frauenbevorzugungen (und damit Männerdiskriminierungen) herhalten muss.
Diese Lüge ist jedoch auch frauenfeindlich, weil sie den Frauen suggeriert, keine Möglichkeit zu besitzen, dasselbe Gehalt wie Männer zu bekommen, weil sie das „falsche“ Geschlecht hätten. Frauen werden damit in die Passivität gedrängt, obwohl sie durch geeignete persönliche Entscheidungen durchaus die Möglichkeit haben, dasselbe Geld wie Männer zu verdienen. Die Studie zeigt gleichzeitig, wie falsch die Aussagen von Gleichstellungsbeauftragten und Gleichstellungspolitiker(innen) sind, die behaupten, sie würden für die Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit erkämpfen, denn die wesentlichen Einflussfaktoren liegen bei den Frauen selbst und nicht bei der Politik. Es wäre ehrlicher und einer Angleichung der Gehälter von Männern und Frauen dienlicher, wenn man die Fakten klar benennen und damit den Frauen die Gelegenheit geben würde, sich entsprechend zu verhalten. Es bleibt der Verdacht, dass den Verfechter(innen) der „23-Prozent-bei-gleicher-Arbeit“-Lüge die eigene Daseinsberechtigung weitaus wichtiger ist als die Interessen der Frauen, die sie vorgeben zu vertreten. Aus diesem Grund steht zu befürchten, dass sich die mediale und politische Aufmerksamkeit für die Studie in engen Grenzen halten wird.
Es bleibt die Hoffnung, dass die Ergebnisse der bereinigten Gehaltsdifferenz zwischen den Geschlechtern (bereinigtes „Gender Pay Gap“) in Zukunft zusammen mit der Zahl der unbereinigten Differenz veröffentlicht werden, was auf Dauer der richtigen Interpretation der statistischen Daten hoffentlich zum Durchbruch verhelfen wird.
Gerne unterschlagen wird der von zenturio angeführte Sachverhalt, dass Männer weit überwiegend in gefährlichen, todbringenden Berufen vertreten sind - hier wird natürlich tunlichst keine Frauenquote verlangt.
Es kommt auch gerne das Argument - wie von Dir - überwiegend Männer hätten diese und jene väterbenachteiligende Gesetze gemacht. Dabei wird übersehen, dass diese Männer auch von Frauen Gewählte sein müssen.
Hier wird auch sehr schön wiederum deutlich, dass geschlechtsbezogene Rollenverteilungen auf die große Zahl gesehen einhellig von beiden Geschlechtern bewirkt werden: Frauen bevorzugen solche und solche Männer und Männer bevorzugen eben solche und solche Frauen, ganz einfach.
Ich denke, es ist längst an der Zeit, dieses Männer-Frauen - Gespalte mal aufzugeben.
Zudem meine ich, dass es Tatsache ist, dass Männer/Väter im Familienkontext objektiv benachteiligt sind.
Außerdem denke ich, dass es auch endlich mal an der Zeit ist, dieses propagandistische pauschale Männerschlechtmachen aufzuhören.
Schönes Beispiel für diese zweierlei Maß ist die mir bekannte Jugendamtsgepflogenheit, schlagende Mütter mit allerlei Deutungs- und Entschuldigungsverrenkungen als ''überfordert'' und mit ''augerutschter Hand'' darzustellen, aber jedem Vater, der 1x sein Kind schlug, sofort ein Umgangsrecht abzusprechen.
Ich weiß, Argumente sind eine Fleißarbeit, aber persönliche Befindlichkeitsspekulationen über den Diskussionsgegner sind nicht nur anmaßend, sondern auch frei von Argumenten.
MfG krypa
Beitrag von my-opinion - 02.09.11 - 09:26 Uhr
Hallo holy_cow,
ich habe den Bericht 37 Grad " Rosenkrieg" auch gesehen und bin genauso erschüttert, aber auch wütend über dieses schreiendes Unrecht das Vätern widerfährt wenn die Mütter blockieren.
Die Diskriminierung bezog sich hier ganz alleine auf das Umgangsrecht, und hier werden offensichtlich Väter diskriminiert.
Meine beiden Kinder wurden gestillt und ich behaupte mal das beide keine andere Bindung zu meiner Frau als zu mir haben.
Das meine Frau
Die Mütter wollten das die Väter sich im Bezug Kinderbetreuung emanzipieren, mit den Folgen wollen aber viele Mütter nicht leben.
Väter kämpfen heute für Ihre Rechte und das ist gut so.
Ich wünsche dem TE all die Kraft die er braucht und hoffe er hält es durch.
Beitrag von karna.dalilah - 02.09.11 - 09:41 Uhr
Mit der Bindung ist das so eine Sache.
Ich habe festgestellt, dass unsere Jungs mal mehr am Papa hängen und mal mehr an mir.
Ich denke das ist einfach entwicklungsabhängig.
Die Jungs freuen sich wie Bolle wenn Papa heimkommt und ich bin abgemeldet.
Aber wenn es ins Bett geht dann verlangen sie die Mama.
Auch war Papa mal bei einem Kind ganz abgemeldet - es verlangte nur nach Mama und nach paar Wochen war der Spuk vorbei.
Aber im Falle des TE finde ich dass sie offensichtlich schon in Zeiten der Ehe eine Art Wechselmodell praktiziert haben.
Also spricht hier kaum was dagegen, das Kind kennt es eigentlich ja schon so.
Allerdings würde ich hier für einen Wohnraum im nahen Umfeld der KM plädieren, damit das Kind sein soziales Umfeld an Papa und Mamatagen hat.
Karna
Beitrag von comapo - 02.09.11 - 20:25 Uhr
<<Die Jungs freuen sich wie Bolle wenn Papa heimkommt und ich bin abgemeldet.
Aber wenn es ins Bett geht dann verlangen sie die Mama.
Auch war Papa mal bei einem Kind ganz abgemeldet - es verlangte nur nach Mama und nach paar Wochen war der Spuk vorbei. >>
Und das ist genau der Grund, warum Frauen endlich aufhören müssen, Kinder wie Barbiepuppen zu besitzen.
Es kann doch nicht so schwer sein zu verstehen, dass Kinder beide Elternteile lieben und brauchen. Da hat man mit seinem Trennungsfrust einfach mal zurückzustecken! Schließlich steckt man als Erwachsener mehr weg, als ein Kind, dass kognitiv noch gar nicht erfassen kann, was mit seinem Leben da geschieht!
Immerhin gestalten wir Erwachsenen die Veränderungen aktiv, während ein Kind einfach damit leben muss, was wir entscheiden.
Es ist einfach eine Elternpflicht, den Kindern ein Maximum an beiden Eltern zu erhalten.
LG Comapo
