Kündigen oder abwarten

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von sb77 - 31.08.11 - 11:21 Uhr

Hallo ich habe folgendes Problem:
Ich bin seit ca. 3 Wochen krankgeschrieben,
in dieser Zeit hat sich für mich ein super Jobangebot ergeben.Wo ich ab 1.10. anfangen kann.
Wenn ich normal kündigen will, hab ich ein Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende, also müßte ich noch diese Woche kündigen.
Da in unserer Firma vielen Mitarbeitern Aufhebungsverträge mit Abfindungen angeboten werden um sich von ihnen zu trennen und ich selber auch auf der Abschußliste stehe(habe schon 2 Abmahnungen wegen Nichtigkeiten), habe ich nun meinem Chef signalisiert, daß ich wenn er mir ein Angebot macht gehen möchte. Er hat offen reagiert, hat aber erst nächsten Mittwoch einen Termin zum Gespräch für mich frei.Nun weiß ich nicht weiter soll ich jetzt selbst kündigen oder abwarten und pokern?

Gebt mir mal nen Rat.
Gruß Steffi

Beitrag von diana1101 - 31.08.11 - 11:26 Uhr

Hi Steffi,

wenn du erst nächste Woche Mittwoch ggf. Donnerstag kündigen kannst, weil du da das Gespräch mit deinem Chef hattest, dann könntest du ja erst zum 1.11. deinen neuen Job anfangen.

Da ist dann die Fragen, macht dein neuer potenzieller AG dies mit?
Wenn ja, dann mach es so..

Wenn nicht, dann kündige jetzt.

MfG Diana

Beitrag von sb77 - 31.08.11 - 11:49 Uhr

Das weiß ich eben nicht genau?
Abgesprochen ist zum 01.10. aber einen Arbeitsvertrag hab ich noch nicht.
Will auch nicht vorher nachfragen was wäre wenn ich erst zum 01.11. anfangen kann?
Wäre wohl kein guter Einstieg?
Wobei ich in Führungsposition einsteige.

Beitrag von vwpassat - 31.08.11 - 11:46 Uhr

Ich denke, das Risiko ist überschaubar, da Du ja eh "auf der Abschussliste" stehst.

Beitrag von parzifal - 31.08.11 - 12:03 Uhr

Ganz klar pokern.

Du hast doch eigentlich nichts zu verlieren.

Zu Ende September ohne Abfindung einen Aufhebungsvertrag zu schließen wird wohl immer gehen.

Den neuen Job solltest Du auf jeden Fall annehmen. Was sdollte Dir schon groß vom alten AG drohen, selbst wenn Du mit "zu kurzer" Frist kündigst. In der Praxis nichts, wenn Du keinen "besonderen" Job hast (wofür die kurze Kündigungsfrist spricht).

Also Pokern und nicht anmerken lassen, dass es präsiert.

Beitrag von sb77 - 31.08.11 - 12:18 Uhr

Meinst du?
Und wenn er nicht mit sich handeln läßt, dann kann ich dann ne Kündigung zum 30.09.11 abgeben und er muß mich gehen lassen?
Bist du dir sicher??

Beitrag von windsbraut69 - 31.08.11 - 12:28 Uhr

Nein, er muß Dich nicht zum 30.09. gehen lassen.
Da er Dich aber eh loswerden will, wird er sich schon auf einen Aufhebungsvertrag einlassen, nur dann ggf. ohne die Abfindung.

Gruß,

W

Beitrag von sb77 - 31.08.11 - 12:31 Uhr

Ist bloß blöd dann zu sagen.
"Naja egal ich geh dann eben auch so"
Ist eh schon blöd den Chef ewig anzulügen.

Beitrag von windsbraut69 - 31.08.11 - 12:35 Uhr

Inwiefern lügst Du denn?

Beitrag von sb77 - 31.08.11 - 12:43 Uhr

Ja hast schon recht, hab ja nix zu verlieren.#zitter

Beitrag von sb77 - 31.08.11 - 12:45 Uhr

Ich lüge indem ich zu ihm sage, ich will gehen, weils mir nicht mehr gefäät und so viel vorgefallen ist.
Stimmt ja auch aber ich mach das ja jetzt nur weil ich was neues in Aussicht habe.#hicks

Beitrag von windsbraut69 - 31.08.11 - 14:10 Uhr

Ist doch egal.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass er Dir noch Geld mitgibt...

Beitrag von parzifal - 31.08.11 - 14:57 Uhr

Wie bereits ausgeführt, gehen lassen "muss" er Dich nicht.

Was sollte aber passieren? Er will dich doch loswerden.

Wenn er sich wider erwarten auf nichts einlässt kündigst Du zum 30.09.2011 und gehst ("rechtswidrig") trotzdem.

Jetzt werden wieder die Argumente kommen, dass Du dann vom AG verklagt werden kannst. Dies ist theoretisch denkbar. In der Praxis mir aber auf Deinem Arbeitslevel noch nie vorgekommen.

Letztlich könnte ohnehin kaum mehr als die Differenz Deines Lohnes zu dem einer Ersatzkraft als zu ersetzender Schaden herauskommen.

Also alles ein mehr als überschaubares Risiko, dass zu null tendiert.

parzifal