Ich geh an der Arroganz meiner Mitstudenten noch kaputt.....

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Beitrag von studix - 31.08.11 - 14:29 Uhr

Hi, ich weiß, das ist das falsche Forum für meine Frage, aber ich hoffe trotzdem auf hilfreiche Antworten. Weil mir das Thema peinlich ist wollte ich die Gelegenheit nutzen hier in schwarz zu schreiben.
Ich studiere Medizin im vierten Semester und so langsam werde ich wegen der Arroganz meiner Mitstudenten noch ganz krank. Anfangs dachte ich noch, das Medizinerklischee des reichen verwöhnten Chefarztsöhnchens kann nie und nimmer zutreffen, aber ich habe mich geirrt. Besonders schlimm ist es, wenn Arbeitsgruppen bzw. Teamarbeit erforderlich ist. Mir wurde mehrmals schon und das nicht durch die Blume, sondern direkt, zu verstehen gegeben, dass der Status entscheidend ist und ich im Studium nichts verloren habe, weil ich aus einer Arbeiterfamilie kommen würde. Man würde mir Steine in den Weg legen und hat es auch schon getan. Langsam entwickle ich eine richtige Aversion gegen Gruppenarbeit und bekomme Panikattacken. Ich bin von meinen Gruppenmitgliedern schon häufiger bei Ergebnispräsentationen gemobbt und runtergeputzt worden. öffentlich vor den Profs und anderen Mitstudenten.
Ich überlege wirklich ob ich das Studium schmeißen soll weil mir auch immer suggeriert wird das ich in der Assistenzzeit gefressen werde.
Mein Berufswunsch war jedoch immer Ärztin mein Leben lang :-(
Die Uni wechslen kommt nicht in Frage, ich habe einfahc kein Geld für einen Umzug.
Ich weiß ich muss mir um meinen Traum zu erfüllen irgendwie durchhalten, nur wie?!

Beitrag von stormkite - 31.08.11 - 14:37 Uhr

Das kenne ich so nicht.

Von daher einige Frage an dich:

Wie verhältst du dich als Person?
Wie kommst du rüber?
Wie kleidest du dich, wie sprichst du, wie bewegst du dich?
Hast du Tischmanieren?

Eine so heftige Reaktion gegen deine Person finde ich ungewöhnlich - im Studium hat man es ja nicht mehr mit Teenagern zu tun. Ganz sicher gibt es noch mehr Studenten, die nicht "reiche Arztkinder" sind. Werden die auch alle angefeindet?

Beitrag von seelenspiegel - 31.08.11 - 14:52 Uhr

Mhh....da hast Du scheinbar ein paar verwöhnte Rotzgören als Mitstudenten erwischt. Sowas gibt es immer mal wieder, ist aber dennoch keine Regel sondern eher ungewöhnlich.

<<<<weil mir auch immer suggeriert wird das ich in der Assistenzzeit gefressen werde.>>>>

#rofl Wer erzählt denn so eine Scheisse? Bzw. WER soll Dich denn fressen wollen? Klar wird das nicht einfach werden, aber letztendlich zählt Leistung, Willen und Köpfchen, und nicht welche Farbe Daddy´s Mastercard hat. :-)


Sollte das Mobbing so schlimm sein, rede doch mal mit Deinen Prof´s. Es gibt durchaus die Möglichkeit, in einer anderen Arbeitsgruppe unterzukommen, auch im laufenden Semester.

Viel Erfolg beim Studium.

TJ

Beitrag von ayshe - 31.08.11 - 14:52 Uhr

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Anfangs dachte ich noch, das Medizinerklischee des reichen verwöhnten Chefarztsöhnchens kann nie und nimmer zutreffen, aber ich habe mich geirrt.
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Tja, doch, doch.


Ich hatte in meinem Studium (NICHT Medizin) auch zwangsläufig mit ihnen zu tun. es ist schon so.
Sehr lächerlich auch, wenn dann die Erstsemester mit Kittel und Stethoskop in die Mensa gehen und sich erzählen, daß Papi ein Golfcabrio locker gemacht hat ;-)



Ich habe auch schon von solchen Mobbingaktionen in dem Bereich gehört.
Du solltest dich auf jeden Fall an eine Beratungsstelle wenden.
Gibt es eine psychologische Beratungsstelle bei euch?

Ich kann dir leider keine gute Anlaufstelle nennen, vllt kommen hier aber Tipps, ich hoffe es sehr, denn wenn ich so etwas lese, kommt es mir echt hoch.
was sind das schon für dämliche Pupser?!

Beitrag von lena1309 - 31.08.11 - 15:06 Uhr

Hallo,

ich würde dir raten, dich mal mit dem ASTA in Verbindung zu setzen.
Die sind nämlich eigentlich nicht nur für die Belange der Studenten zuständig, wenn es gegen die Verwaltung geht sondern sie können dir auch helfen, innerhalb deines Studiengangs besser klar zu kommen.
Die können dir auch Ansprechpartner in Beratungsstellen nennen, de sich mit Mobbing auskennen, denn "wo kein Opfer da kein Täter" lautete dazu immer das Motto einer Kollegin. Das soll heißen, die können dich da unterstützen selbstbewusster zu werden und dich besser behaupten zu können als Person.
Ansonsten kannst du dir vielleicht auch einen Prof an deine Seite holen, der ein Machtwort spricht, aber da bin ich nicht sicher, ob das hilft.

Kopf hoch, Arschbacken zusammen kneifen und nicht aufgeben. Hol dir Hilfe und dann werde Ärztin.
LG
.

Beitrag von bruchetta - 31.08.11 - 17:03 Uhr

Wenn es an anderen Uni's besser ist, kann ich Dir nur raten, zu wechseln - wie auch immer Du das anstellst!

Ich habe dieses Mobbing in jüngeren Jahren (7.-10. Klasse) mitgemacht, bin in einem sehr gut situierten Stadtteil aufgewachsen, in dem sicherlich einige Schüler später Ärzte geworden sind. ;-)

Ich habe damals wegen Mobbing Essstörungen entwickelt, niemand hat mir geholfen, verarbeitet habe ich das nie richtig.

Allerdings solltest Du immer an Deinem Traumberuf festhalten.

Von daher kommt, m.E. nur ein Uniwechsel in Frage.

Beitrag von juliz85 - 31.08.11 - 17:29 Uhr

huhu!
nimm es als Herausforderung und zeig den Idioten, wo es lang geht! Die Professoren werden sie ja hoffentlich mit dem Golf Cabrio nicht beeindrucken können! Und such dir am Besten Gleichgesinnte! Die werden doch nicht alle so drauf sein oder?
lg

Beitrag von fine3 - 31.08.11 - 19:58 Uhr

hallo!

ich studiere im 9. semester medizin und ich weiß was du meinst ;)

aus eigener erfahrung kann ich dir sagen, dass es nach dem 1. staatsexamen besser wird. da sind alle entspannter.
die ärzte in der klinik, die ja dann hauptsächlich den unterricht leiten, legen wert auf interesse am stoff und fleiß, nicht auf deine "herkunft". außerdem hat man nicht mehr ganz so viel mit den kommilitonen zu tun, wenn man nicht unbedingt will.
wie kommt es, dass alle (ok ist vielleicht übertrieben) wissen dass du nicht aus einer mediziner-familie stammst? das hat doch niemanden zu interessieren?!
bei uns ist es leider so, dass jeder für sich selbst kämpft. ich hab eine sehr nette blockpraktikumsgruppe, welche aus 6 mann besteht. wir lernen zusammen und unterstützen uns. mit den restlichen 180 mann aus meinem semester hab ich kaum kontakt. meine freunde hier studieren alle NICHT medizin. klingt vielleicht komisch, aber das war mein weg, mit dem gemobbe klar zu kommen. da gibt es die handvoll neutrale mediziner, mit denen ich lerne. und dann die andere hand voll freunde, mit denen ich abends weggehe und die ich mit meinen problemen volljammern darf.

wie schon meine vorschreiber meinen, hier auch mein rat:
pobacken zusammen und lächeln!
du kriegst das hin. zur not alleine. und es wird sicherlich 1-2 leute geben, mit denen du dich verstehst, das reicht doch?! man kann schließlich nicht alle mögen und von allen gemocht werden.

du brauchst die nicht, um dein ziel zu erreichen. und reg dich nicht über diese verhätschelten kinder reicher eltern auf, sondern nutze die kraft zum lernen!
so! ich glaub diese gedanken und zweifel an sich selbst und am studium haben viele... geh joggen, krieg den kopf frei und sch... auf die anderen.

lg vom einen schreibtisch an den anderen!

Beitrag von mcally23 - 31.08.11 - 20:13 Uhr

#winke

Boah, wenn ich sowas lese oder höre krieg ich aggressionen!!!#aerger

Wie kommen diese Leute dazu so präpotent herumzustolzieren? Wir leben im 21 Jahrhundert und nur weil die das "Glück" hatten Ärtze als Eltern zu haben, brauchen die sich lange nicht so aufzuführen!!! #klatsch

Jeder sollte die gleiche Chance haben studieren zu dürfen was er will, wenn er sich dementsprechend anstrengt und lernt.

Wenn du das kannst, würde ich an deiner Stelle mal die Ellbogen ausfahren und denen mal zeigen, dass auch Arbeiterkinder in der Lage sind Ärzte oder Juristen oder sonstwas zu werden. Lass dir das nicht gefallen bzw such dir eine neue Arbeitsgruppe wenn möglich. Sonst würde ich den Studienort wechseln.
Fange erst in zwei Wochen mein Studium an (leider nicht Medizin) daher weiß ich jetzt noch nicht genau wie schnell oder einfach das geht.

Gib nicht auf, du schaffst das. Lass dir von den Idioten nicht deinen Traumberuf versauen!!

Tut mir leid wenn ich mich jetzt so ausgelassen habe, aber sowas nervt mich richtig.#sorry

Viel Glück und alles gute#klee

Beitrag von lavie - 01.09.11 - 02:15 Uhr

Huhu!
Ich studiere auch, allerdings erst im 2. Semester. Hast du am Physikum teilgenommen? Also bei uns gibt es auch ein paar Mitstudenten, die mir etwas eigen vorkommen. Aber ganz ehrlich: solche Leute gibt es überall. Vielleicht fällt es Dir nur etwas mehr auf, weil du mit einigen Leuten schlechte Erfahrungen gemacht hast (selektive Wahrnehmung und so)?

Ganz klar, Mediziner sind Einzelkämpfer und der Konkurrenzgedanke wird sich nur dann lockern, wenn es auch Ärzte gibt denen das schnuppe ist. Also raff Dich auf und werde so einer :-)
Und das Schichtendenken macht schlechte Laune, also lass Dich darauf nicht ein.

Und in der Assistenzzeit frist Dich keiner :-) Sonst wechselst Du einfach den Job. Blick positiv in die Zukunft und versuch nicht Dich mit den anderen zu vergleichen.

LG Lavie

Beitrag von au Mann - 01.09.11 - 02:34 Uhr

Du hast nichts gerafft.

Beitrag von mylittlelittlesecret - 01.09.11 - 07:47 Uhr

Hallo Studix,

ich weiss genau, wovon Du schreibst.
Mit solchen Töchtern und (besonders) Söhnen hatte ich in München auch das Vergnügen. Der Grjund für meine Entscheidung war letztendlich meine schon immer vorhandene schlimme Prüfungsangst, die mir leider schon öfter große Schwierigkeiten bereitet hat. Aber die Prüfungsangst in Verbindung mit den Idioten dort, hat letztendlich dazu geführt, dass ich nach der ´´ersten Halbzeit`` geschmissen habe. Ich habe nicht Medizin studiert. Das erste und einzige Mal in meinem Leben habe ich etwas nicht beendet. Und weisst Du was? Das war die beste Entscheidung meines Lebens.
Das muss für Dich aber sicher nicht gelten.
Ich würde heute für mich wohl genauso entscheiden.
Aber wenn Medizin schon immer Dein Traum war, würde ich dafür kämpfen. Tu Dich mit anderen ´´Underdogs`` zusammen. Es gibt immer welche - überall. Auch bei Dir.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Talula

Beitrag von white-blank-page - 01.09.11 - 08:53 Uhr

Halte an deinem Traum fest.

Ich sehe sie quasi vor mir, die lieben Söhne und Töchter.
In welcher Stadt bist du denn? Als hier jemand MUC erwähnte, dachte ich gleich, das würde gut passen.

Aber bloss keine Vorurteile, um Himmels Willen...

Hör auf ayshe, sie hat Recht (fast immer). Schau, dass du dir Hilfe suchst, denn du kannst das nicht ein paar Jahre aushalten.

Was sind das für Studenten? Sind sie in einer Verbindung? In einer schlagenden beispielsweise, meine ich? Ich kenne Verbindungen in Heidelberg, Mannheim, Marburg, und die Arroganz in diesen Häusern ist erschlagend.
Wohlgemerkt sollen diese Menschen, nein, WERDEN diese Menschen mal unser Land führen. Ob in der Forschung, Medizin, Wirtschaft, Regierung. Von dort kommen sie, die Großen, vorwiegend zumindestens.

Das gibt mir immer wieder zu denken.

Beitrag von ayshe - 01.09.11 - 09:11 Uhr

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Sind sie in einer Verbindung? In einer schlagenden beispielsweise, meine ich? Ich kenne Verbindungen in Heidelberg, Mannheim, Marburg, und die Arroganz in diesen Häusern ist erschlagend.
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Ach Mist, daran hatte ich gar nicht gedacht #schock
Im Norden ist das thema nicht so krass, wie ich es tatsächlich von Freunden und Verwandten gehört habe, die in Heidelberg und München studiert haben.


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Wohlgemerkt sollen diese Menschen, nein, WERDEN diese Menschen mal unser Land führen. Ob in der Forschung, Medizin, Wirtschaft, Regierung. Von dort kommen sie, die Großen, vorwiegend zumindestens.
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Ätzend.

Beitrag von white-blank-page - 01.09.11 - 09:15 Uhr

Is aber so.



Es sei denn, ayshe...


Du und ich und noch ein paar Leute...?


"Macht kaputt, was euch kaputt macht", so heisst es doch?

#schein

Beitrag von .roter.kussmund - 01.09.11 - 09:30 Uhr

http://de.indymedia.org/2011/06/309953.shtml #schein

Beitrag von white-blank-page - 01.09.11 - 09:41 Uhr

#cool

Kürzlich gingen hier vier Jungs mit Schärpe/Bänzel und Mütze, alle so Anfang 20, zu ihrem Auto, in der Mitte hatten sie einen, blutüberströmtes Gesicht.
Der mußte wohl zum Nähen in die Klinik.
Den legendären Schmiss bekommt übrigens nur, wer ANGST hat und beim Kampf ohne Maske und mit scharfen Degen den Kopf wegzieht. :-)
Andererseits ist ansonsten vielleicht der Kopf gleich ganz ab, wenn er ihn NICHT wegzieht? Hmm...

Ich habe einmal einen Abend in einer schlagenden Verbindung verbracht. Als Frau ein absolutes Privileg, das ist hoch anzurechnen.
Ich habe die Realität also von innen erleben dürfen. Mein Bild hat sich dadurch nur bestätigt.
LEIDER LEIDER.

Die Kämpfe, die Hierarchie untereinander und das Benehmen den Bediensteten gegenüber, das Verhältnis zu Frauen, das ordinäre Staffettensaufen (mit Kotzen - nein, NICHT brechen - auf Bestellung, damit mehr Bier runtergeht) mit gegnerischen Burschenschaften.

Wunderbar zum KOTZEN war das. Aber es war ein tolles, altes Haus, mit richtigen Katakomben unter dem Keller. #zitter