Ich habe meine Arbeitgeber vor einer Woche über meine Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt. "Geahnt" hat sie es schon vorher, sagt sie, deswegen habe sie auch einen Azubi eingestellt. Das ist jetzt mein Problem. Dieser Azubi "besetzt" jetzt quasi meinen Arbeitsplatz und ich bekomme einfach keine Arbeiten mehr, die meiner Qualifikation bzw. meiner Stellenbeschreibung entsprechen. Ich bin quasi auf dem Abstellgleis gelandet, werde behandelt als könnte ich nichts und bekomme nun nur noch Dinge zu tun, auf die keiner Lust hat, aufräumen, Botengänge ("Schwangere sollen viel laufen", haha) usw. Es geht mir sehr an die Substanz, weil ich einfach morgens gar nicht mehr weiß warum ich noch aufstehen soll. Es macht mich traurig, einfach so ausgebootet zu werden und ich überlege wie ich die Zeit bis zum Mutterschutz hinter mich bringen soll ohne in Depressionen zu verfallen. Ich habe das Gefühl, man möchte mich jetzt auf bequeme Art und Weise los werden, so getreu dem Motto: "behandel sie lange genug wie einen Idioten, dann lässt sie sich krank schreiben und nach sechs Wochen sind wir aus dem Schneider". Darf sie mir einfach meinen Job weg nehmen?
Arbeitgeber will mich los werden
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Beitrag von wezi83 - 06.09.11 - 21:13 Uhr
Beitrag von anarchie - 06.09.11 - 21:27 Uhr
Hallo!
Ein Azubi kann deinen Job machen???
vielleicht will sie aber den Azubi auch nur gründlich einarbeiten...
Lass dich in keinem Fall loswerden!
Kann man mit deiner Chefin reden?
lg
Beitrag von wezi83 - 06.09.11 - 21:37 Uhr
Das denkt sie anscheinend. Wir haben den Job bisher immer zu zweit gemacht un meine Kollegin soll den Azubi nun anlernen. Chefin sieht das jetzt halt so, dass da ja jetzt nach wie vor zwei Personen sitzen, es also überhaupt kein Problem ist, dass wie bisher, die Arbeit auch geschafft wird. Eigentlich hatten wir gar keinen Platz für einen Azubi. Deswegen musste ich halt jetzt weichen, weil ja ohnehin schwanger und bald weg.
Momentan kann man überhaupt nicht mit ihr reden, weil sie mich auf dem Kieker hat. Wenns mal wieder jemand anders ist vielleicht schon...
Beitrag von shampoo - 06.09.11 - 22:15 Uhr
es wird wohl eher so sein, dass man jetzt schon versucht, deinen verlust als arbeitskraft weitestgehend einzuplanen. dazu muss eben auch jemand eingearbeitet werden. so wie du sagst, war die arbeit bisher aufgeteilt für 2 personen. wenn du also ausfällst, muss die neue person soweit eingearbeitet sein, dass sie deine aufgaben weitestgehend übernehmen kann. wenn sich aus kostengründen oder auch aufgrund von mangelnden fachkräften nur jemand findet, der lange zeit eingearbeitet werden muss, dann ist es naheliegend, dass man das JETZT bereits tut.
verstehen kann ich deine haltung ehrlich gesagt nicht. du DENKST, dass man dich loshaben will und du legts nun auch alles auf die goldwaage.
aber du kannst ja nicht erwarten, dass man erstmal abwartet, bis du ausfällst und sich dann jemanden sucht, der dir in dieser übergangszeit nicht die arbeit wegnimmt.
immerhin muss der betrieb ja auch organisieren und planen.
es gibt also immer zwei seiten.
und wenn du dich mimosenhaft in deinem job verhältst und man dir anmerkt, dass du nun auch noch gekränkt bist, weil jemand anders deine arbeiten erledigt, dann ist es sicherlich auch kein wunder, dass man sich von dir fernhält.
so wie du DEIN leben planst und deinen weg gehst -schwangerschaft-kind-nicht mehr am arbeitsplatz
so muss auch ein betrieb seinen weg gehen - mitarbeiter organisieren-einarbeiten-verluste ausgleichen-betrieb aufrecht erhalten
"Eigentlich hatten wir gar keinen Platz für einen Azubi. Deswegen musste ich halt jetzt weichen, weil ja ohnehin schwanger und bald weg."
wieso musstest du weichen ? diese logik erschliesst sich mir kein bißchen.
du wirst früher oder später ausfallen, und bis dahin muss jemand eingearbeitet sein. wenn du nun diese arbeiten weitermachst, wird derjenige bis dahin wohl nicht fit sein, deine aufgaben zu übernehmen.
so ist das nun mal. denn eure arbeit ist wohl auch nur ausreichend für zwei.
Beitrag von 123bhtrsfe456 - 07.09.11 - 01:06 Uhr
Du sprichst von Fachkräften und langer Einarbeitungszeit.
Hier wird aber nicht ein neuer Mitarbeiter eingearbeitet um dann später ihre Aufgaben zu übernehmen, sondern hier wird ein Azubi ausgebildet. Und eine Einarbeitungszeit bedeutet nicht, dass man zur Seite geschoben wird, sondern dass der andere von einem lernt.
Wenn ihr Job so komplex ist, dass man lange Einarbeitungszeiten braucht, dann wird wohl ein Azubi kaum in der Lage sein in ein paar Monaten diese Position auszufüllen.
Und erst recht nicht schon jetzt in der Lage sein, ihre Arbeit zu übernehmen, während sie auf Botengänge geht.
Ihre Planung, jetzt schwanger zu werden gibt ihrem Chef nicht das Recht sie zu degradieren. Interessant wäre zu sehen, was in ihrem Arbeitsvertrag an Aufgaben festgelegt ist.
Sie ist schwanger, aber nicht debil oder arbeitsunfähig, also ist es überhaupt nicht zu verstehen, was ihr Chef da betreibt.
Wo liegt da der Sinn, außer dass in den nächsten Monaten ein ungelernter Azubi ihre Tätigkeit ausübt und diese sicher nicht so gut machen wird wie sie, während sie den Kaffee kocht.
Und was, wenn sie nach einem Jahr wiederkommt? Soll sie dann weiter Kaffee kochen, das hat sie sich dann auch so ausgesucht?
So geht es ja nun nicht und ich wäre auch sehr sauer!
Beitrag von ayshe - 07.09.11 - 10:14 Uhr
Daß sie ihre Stelle für die kommende Abwesenheit sicherstellen wollen, kann ich auch verstehen.
Abe rich verstehe auch nicht, daß es dann ein Azubi ist und warum sie ihn dann nicht auch selbst einarbeiten sollte.
Normalerweise arbeitet man doch selbst jemanden für seinen Platz ein.
Beitrag von wezi83 - 07.09.11 - 22:17 Uhr
Ich verstehe das ja alles auch und finde nicht, dass ich mich "mimosenhaft" verhalte. Aber es ist nun mal so, dass ein Azubi meinen Job nicht von jetzt auf gleich voll übernehmen kann. Dass ich in einem anderen Büro sitze verkrafte ich auch. Ich sehe nur nicht ein, warum ich jetzt meine bisherige Arbeit nicht mehr machen soll. Es ist ja nicht weniger geworden und meine Kollegin, die den Azubi anlernen soll, arbeitet ja jetzt quasi für zwei und muss dem Azubi auch noch etwas beibringen. Aber das sieht niemand. Auch meine Kollegin hat sie darüber schon beklagt, Antwort darauf war, wenn es ihr nicht passt, könne sie ja gehen. Und dann? Das ist für mich nicht unbedingt "zukunftsorientierte Planung" sondern kindisches Gehabe!
Beitrag von ayshe - 08.09.11 - 09:48 Uhr
Daß deine Chefin deinen ganzen Job nun auf einen Azubi und eine Kollegin (die ja ihren Job auch noch zusätzlich machen soll) verteilt, ist tatsächlcih der letzte Schwachsinn.
Mir ist völlig unklar, warum du nicht bis zum Mutterschutz deine normale Arbeit leisten sollst.
So ist es ja eigentlich üblich.
Und dafür wird man ja auch bezahlt.
Wahrscheinlich hat deine Chefin echt einen an der Waffel.
Beitrag von manavgat - 06.09.11 - 21:31 Uhr
Ich würde das quittieren mit immer neuen Krankmeldungen. Und zwar so, dass Du nie länger als 6 Wochen das Gleiche hast! Tipp: wenn Du erst Magen-Darm, dann Erkältung, dann Rückenschmerzen und dann wieder Erkältung hast, dann zählt das jedes Mal neu.
Dieses Arbeitsverhältnis ist sowieso im Eimer. Also nutze es zu Deinem Vorteil und such Dir später was anderes.
Gruß
Manavgat
Beitrag von wezi83 - 06.09.11 - 21:39 Uhr
Darüber habe ich tatsächlich schon nachgedacht. Zu meinem Ärgernis hab ich aber schon bei dem bloßen Gedanken ein schlechtes Gewissen!
Wenns aber so weiter geht werd ich wirklich noch krank weils mich einfach fertig macht.
Beitrag von schwilis1 - 06.09.11 - 22:15 Uhr
bevor du deswegen wirklich krank bist, höre auf manavgats rat...
und warum sollst du ein schlchtes gewissen haben? Wer behandelt dich denn gerade mies? wenn sie dich eh los werden wollen, dann sollen sie dafür bluten...
(mein Dad wurde jahrelang von seinem Chef gemobbt, die landeten irgendwann vor dem arbeitsgericht... sein chef wollte sich um eine abfindung drücken...)
Beitrag von sarahg0709 - 07.09.11 - 11:26 Uhr
Hallo,
schlechtes Gewissen?
Würde ich in diesem Falle gar nicht haben. Das sollte eher Dein Arbeitgeber haben.
Also bevor Du oder Dein Kind Schaden nehmen, melde Dich lieber krank.
LG und alles Gute
Beitrag von windsbraut69 - 07.09.11 - 11:52 Uhr
Wodurch sollen sie oder ihr Kind denn Schaden nehmen, wenn sie weniger zu tun hat als vorher?
Beitrag von shampoo - 06.09.11 - 22:16 Uhr
absoluter schwachsinn !
Beitrag von ayshe - 07.09.11 - 10:16 Uhr
Finde ich auch total schwachsinnig.
Es sei denn, man hat vor, nach der Geburt sowieso niemals mehr dort arbeiten zu wollen, wenn einem der ganze Job langfristig scheißegal ist, kann man natürlich auch gleich Blau machen, aber ob die TE das will?
Beitrag von windsbraut69 - 07.09.11 - 06:51 Uhr
Gleiche Krankheiten innerhalb so kurzer Zeit werden addiert.
Gruß,
W
Beitrag von parzifal - 07.09.11 - 08:19 Uhr
Warum rätst Du zu einer vorsätzlichen Straftat?
Wenn jemand aus Versehen etwas eigenes zerstört kommt dann der Rat zum Versicherungsbetrug?
Gruß
parzifal
Beitrag von coppeliaa - 07.09.11 - 09:27 Uhr
manavgat, so sehr ich deine posts sonst schätze, aber aus purer gehässigkeit oder rachsucht oder was auch immer so einen terz zu machen halte ich für ganz groben unfug!
@TE: genieße halt dein lockeres arbeitsleben und versuche es positiv zu sehen - was anderes bleibt dir eh nicht übrig!
Beitrag von leonie133 - 07.09.11 - 12:09 Uhr
Wenn ich auch sonst meist mit dir übereinstimme: Aber das geht nicht.
Sie kann sich krankschreiben lassen wg. Depressionen, und dann versuchen in dieser Zeit neue Kraft zu tanken oder mal in Ruhe mit der Vorgesetzten zu reden.
Aber dauerhaft AU ausstellen lassen um der Rache willen ist wirklich zum K...
Ich habe keine Lust, meine Beiträge für sowas zu bezahlen. Ich finde es auch schlimm, dass Ärzte sowas mitmachen.
Wenn sie da nicht mehr hinmöchte, dann muss sie doch trotzdem ein Zeugnis bekommen, mit dem sie sich weiterbewirbt: Glaubst du, das wird sehr wohlwollend sein? Und jetzt komm mir bitte nicht mit dem ewigen Anwalt...
LG
Beitrag von manavgat - 07.09.11 - 13:07 Uhr
Ich habe keine Lust, meine Beiträge für sowas zu bezahlen.
Da zahlt keiner irgendwas mit seinen Beiträgen.
Der AG muss ständig Lohnfortzahlung leisten und wird sich das dann hoffentlich gut merken, bevor er das nächste Mal eine Schwangere drangsaliert/degradiert.
Gruß
Manavgat
Beitrag von lena1309 - 07.09.11 - 13:49 Uhr
Hallo,
es kann aber auch gut sein, dass sich der Chef bei einer zukünftigen Mitarbeitersuche tunlichst hüten wird, Frauen in einem bestimmten Alter einzustellen, denn die könnten ja schwanger werden und dieses Vorgehen wiederholen.
Da werden dann die 40jährigen männlichen Singels wieder attraktiver und Frauen erschwert es in einem weiteren Fall, eine vernünftige Arbeitsstelle zu finden.
Finde darum deinen Tipp zu radikal. Man muss doch nicht immer mit dem Kopf durch die Wand.
Mir persönlich fehlt bei diesem Beitrag eh die genaue Stellenbezeichnung. Wenn man wüsste, um welche Arbeit es sich handelt, könnte man besser einschätzen, ob die Einstellung des Azubis wirklich als kaltstellen zu bewerten ist. Man kann doch so nicht den Anspruch der Arbeit beurteilen.
Lg
M.
Beitrag von manavgat - 07.09.11 - 14:04 Uhr
Jemand der Schwangere diskriminiert, kann sich nicht noch negativer ändern.
Der stellt keine Frauen ein, weil er frauenfreundlicher ist, sondern, weil er sie für billiger/williger hält. Vermutlich war er der Meinung, dass sie um Erlaubnis fragt, bevor sie schwanger wird.
Gruß
Manavgat
Beitrag von windsbraut69 - 07.09.11 - 06:56 Uhr
Was genau steht denn in Deinem Arbeitsvertrag zu Deinem Tätigkeitsbereich?
Wirkliches Mobbing kann ich hier nicht erkennen, auch, wenn es für Dich nicht schön ist, was gerade abläuft.
Im umgekehrten Fall säße aber Deine Chefin auch blöd da, wenn sie niemanden einarbeitet und Du von heute auf morgen ein Beschäftigungsverbot bekämst.
Sitz die Zeit aus, genieß die "Ruhe" und freu Dich, dass Du nicht zuviel Stress auf der Arbeit hast.
Gruß,
W
Beitrag von ayshe - 07.09.11 - 10:36 Uhr
Einiges wurde schon angesprochen.
Welcher aufgabenbereich steht im vertrag?
Warum kann deinen Job nun ein Azubi machen?
Und wer leitet ihn denn überhaupt an, wer ist sein direkter Ausbilder und warum bist du es nicht?
Beitrag von mabo02 - 07.09.11 - 12:29 Uhr
Sicher ist das für dich eine sehr doofe Situation, aber ich versuche es nunmal von der anderen Seite zu beschreiben.
Ich bin auch in der Konstellation, dass zwei Leute für den Job benötigt werden.
Meine Kollegin ist letztes Jahr im November in Elternzeit gegangen.
Zu dem Zeitpunkt hatten wir eine Zeitarbeitskraft, die das Grundlegende der Arbeit schon konnte und zu mir gesetzt wurde.
Da die Bearbeitung aber sehr speziell ist, habe ich auch bei ihr noch fast 3 Monate gebrauch, bis sie alles soweit konnte dass ich Urlaub machen konnte.
Nach dem Urlaub war sie aus persönlichen Gründen dann nicht mehr erschiene und ich habe Zeitarbeitskraft Nummer 2 bekommen.
Mit dieser habe ich es 3 Monate probiert, sie hat und hat es einfach nicht reinbekommen.
Nun habe ich Zeitarbeitskraft Nummer 3. Sie ist zwar um einiges fitter aber auch hier wird es sicherlich noch ein paar Monate dauern.
Da ich nächste Woche Urlaub habe, darf ich nun alt eingesessene Kollegen mit anlernen meine Arbeit in den zwei Wochen mit zu übernehmen.
UNd bald haben wir dann schon wieder November und ein Jahr Elternzeit ist rum..
Was ich damit sagen will, je nach Aufwand des zu lernenden Jobs, kann es Monate dauern bis jemand fit ist.
Vielleicht ist das bei dir auch der Fall.
