Hallo!
Ich will mich einfach nur mal ein bisschen ausheulen.
Ich bin seit Anfang August als Bereitschaft angestellt. Meistens bekomme ich nachmittags einen Anruf ob ich am nächsten Tag oder die nächsten Tage arbeiten kann (bin quasi Krankheitsvertretung, Urlaubsvertretung oder Vertretung wenn jemand einen Termin hat etc.)
Jetzt werden zum 01.10. zwei Vollzeitstellen dort frei und ich habe sofort zum Chef gesagt, dass ich gerne eine davon haben würde.
Er ist sich aber noch unschlüssig, weil ich so ein kleines Kind habe. Und DAS ist das, was mich so traurig macht. Ich hab noch nie Nein gesagt als eine Anfrage kam, organisiere immer flott einen Babysitter und kann kurzfristig zusagen.
Wenn ich die Vollzeitstelle hätte, hätte ich nicht nur mehr Geld sondern einen geregelten Arbeitsplan, was mir die Organisation mit meinen Kindern erheblich erleichtern würde.
Ich versteh es nicht, lieber lernt er zwei fremde an und probiert rum als eine Stelle mit mir zu besetzen, nur weil er Angst hat, mein Kind könnte krank werden?
Ich hab ihm auch erklärt, dass bei uns der Job vorrang hat, bei dem der Verdienst größer ist - das wäre dann meiner. Also würde im Krankheitsfall mein Freund zu Hause bleiben oder notfalls die Schwiegereltern einspringen.
Ich versteh es nicht, erst ist er sehr zufrieden mit mir und dann kommt der Rückzieher.
Die Frage ist auch, wenn er wirklich zwei neue einstellt und ich wieder nur der "Depp vom Dienst" bin wie ich da noch frohen Mutes auf Arbeit gehen kann.
Danke fürs Lesen!
LG
Mein Chef...ich bin enttäuscht
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Beitrag von blackbeast666 - 12.09.11 - 12:45 Uhr
Beitrag von scullyagent01 - 12.09.11 - 13:04 Uhr
Bedank Dich bei den Frauen und Müttern, die aus allem ein Problem machen und nicht in der Lage sind Kind und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen.
Die versauen das Image der arbeitenden Mütter nachhaltig.
Du bist nicht die erste und sicher nicht die Letzte die wegen des unzuverlässigen Image, was Mütter haben, NICHT eingestellt werden.
Das wird Dir in Zukunft sicher noch oft begegnen.
Einer der Gründe warum ich selbständig geworden bin
Scully
Beitrag von jogiyoda - 12.09.11 - 13:30 Uhr
zum Chef: auch so kann man sich völlig unproffessionell sein Betriebsklima versauen.
Beitrag von blackbeast666 - 12.09.11 - 14:07 Uhr
Das stimmt wohl.
Meine eine Kollegin ist auch echt baff, sie hatte fest damit gerechnet und schon die Arbeitspläne mit mir geschrieben. Dieses Heckmeck kann sie garnicht nachvollziehen. Ich schon garnicht. Sie will noch mal mit ihm reden und wir hoffen, dass er Einsehen zeigt.
Beitrag von blackbeast666 - 12.09.11 - 14:05 Uhr
Ja, scheint wohl so zu sein. Obwohl er ja bisher gesehen hat, dass es funktioniert und ich ihm auch mehrmals versichert habe, dass wenn meine Kleine nicht grad ins Krankenhaus muss, andere Betreuungspersonen außer mir reichlich vorhanden sind (selbst beim KH-Aufenthalt würde ich mich mit meinem Freund reinteilen).
Selbständigkeit...naja, eher nichts für mich, ich wüsste nicht womit und das ist mir zu Risikobehaftet...
Beitrag von vwpassat - 12.09.11 - 14:32 Uhr
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.
Beitrag von woodgo - 13.09.11 - 08:46 Uhr
Richtig!
Beitrag von anna031977 - 12.09.11 - 15:16 Uhr
Sag ihm das doch nochmal, was Du eingangs geschreiben hast. Dass Du immer da warst und immer einspringen konntest und organisiert hast...
Und sag, dass Du auch gerne eine Art Probezeit vereinbarst, so dass er dir wieder kündigen kann, falls Du oft ausfällst, was ja anscheinend nicht passieren wird.
lg
Beitrag von blackbeast666 - 12.09.11 - 18:03 Uhr
Das mit der Probezeit hatte ich ihm schon angeboten 
Ja, am Donnerstag kommt er wieder in unserer Zweigstelle vorbei, dann werde ich ihm alles nochmal vorbeten. Meine Kollegin will sich ja auch nochmal für mich einsetzen, ich hoffe wir können ihn so überreden...
Beitrag von anarchie - 12.09.11 - 15:25 Uhr
Hallo!
ich würde nochmal das gespräch suchen!
Du hast ja sscvhon organistaiostalent und Zuverlässiglkeit bewiesen und verdienst eine Chance.
zudem es ja eher leichter wird für dich, wie du schreibst..
veruch es nochmal!
lg
melanie
Beitrag von blackbeast666 - 12.09.11 - 18:04 Uhr
Am Donnerstag werde ich ihn nochmal ordentlich überzeugen. Ich hoffe ja auch darauf, dass evtl nicht so viele fähige Bewerber dabei waren und er so etwas in Zugzwang gerät.
Beitrag von aennsche - 12.09.11 - 16:01 Uhr
Willkommen im Club
Bei mir wars genau die gleiche Situation. Hätte auch mit Handkuss nen befristeten Vertrag genommen, einfach um mich beweisen zu können.
Aber das Image ist wohl stärker..
Habe während meiner Weiterbildung desöfteren in Personalführung, Persomanagement oder auch im Arbeitsrecht gehört, wie schwierig es ist, mit Müttern zu arbeiten und im kontext stand quasi, dass man am besten die Finger von denen lassen würde.
Bin des öfteren in der Akademie in die Luft gegangen.
Das dumme ist nur, so war es bei mir, dass auf Dauer die Motivation für den Job flöten geht.
Gruß Anne (derzeit auch aus der Not selbstständig)
Beitrag von blackbeast666 - 12.09.11 - 18:07 Uhr
Ist schon echt blöd, dass wir so einen schlechten Ruf haben. Ich meine wer unflexibel ist soll doch bitte zu Hause bleiben und die Arbeit jemandem überlassen, der genug Motivation hat um Lösungen zu finden, wenn ein Problem mit der Kinderbetreuung eintritt.
Ich hoffe er überlegt es sich nochmal.
Wahnsinn, viele machen sich hier selbständig. Habt ihr keine Angst, dass euch das finanziell in den Ruin treibt (ich rede jetzt mal nicht von euch zwei Frauen aus meinem Thread, sondern allgemein tummeln sich bei Urbia viele Selbständige)?
Ich glaub ich bin viel zu ängstlich um so einen Schritt zu wagen.
Beitrag von aennsche - 12.09.11 - 18:15 Uhr
Hallo
Ich weiß nicht, wie es um die andre Userin bestellt ist, aber ich habe nur ein Kleingewerbe, ohne Abzüge für IHK oder sonstiges, muss auch keine Mehrwertsteuer oder sowas anrechnen, gebe mein Einkommen lediglich bei der Steuererklärung an.
Habe einen Tagessatz und damit ist gut. Es ist nicht das, was ich wollte (das ist eigentlich genau das, was ich NICHT wollte
), aber so ists nunmal. Ich hoffe, dass es ein Sprungbrett sein kann, ansonsten ist zumindest mein Lebenslauf gefüllt.
Eine Familie könnte ich davon nicht ernähren. Könnte ich aber bei einem Halbtagsjob, wie ich ihn gern hätte, auch nicht. Der Verdienst ist für Urlaub, Sondertilgung vom Haus und für mein Ego 
Alles Gute
Anne
Beitrag von querulantin123 - 12.09.11 - 18:53 Uhr
Wenn man das halbwegs vernünftig angeht und so wie wir noch einen Zweitverdiener im Haushalt haben, klappt das gut
Beitrag von ploetschi - 12.09.11 - 19:58 Uhr
Hi,
ich finde es auch absolut unangemessen, dass Mütter immer solche Probleme bekommen.
Nur leider gibt es halt zu viele, die es völlig ausreizen, oder auch überreizen.
Ich bin Mama von bald 3 Kindern, hatte nie einen Kind-Krank Tag. Aber selbst ich würde mir als Chef überlegen, ob ich eine Mama mit Kleinkind einstelle.
Und zum Thema Zuverlässigkeit: Wie soll der Chef ihre Zuverlässigkeit nach gerademal 6 Wochen Arbeitsverhältnis beurteilen? -> soll jetzt nichts gegen die Posterin sein, aber es ist halt eine kurze Zeit. Wären es schon 6 Monate, würde er vielleicht anders reagieren.
Ich würde aber, wie die anderen auch, nochmal das Gespräch suchen.
LG
ploetschi
Beitrag von sini60 - 12.09.11 - 20:02 Uhr
Wenn du beweisen kannst, dass dein Chef diese Aussage gemacht hat, kannst du sogar klagen. Es darf niemand diskriminiert werden wie Alter, Geschlecht, Familienstand etc.
Ich würde um ein Gespräch bitten und ihm noch mal deutlich machen wie flexibel du bis jetzt warst und dies kein Grund wäre dich nicht zu nehmen und er sich auch mit dieser Aussage auch strafbar macht.
Lass dich nicht so abspeisen sondern kämpfe dafür.
Viel Glück.
LG
Sini
Beitrag von smurfine - 12.09.11 - 20:40 Uhr
....und er sich auch mit dieser Aussage auch strafbar macht.
Na DANN kriegt sie die Stelle gaaaaanz bestimmt.
Beitrag von sini60 - 12.09.11 - 22:33 Uhr
Aber so kann sie wenigstens noch Geld bekommen
und sich eine andere Stelle suchen, die Menschen nicht so schamlos ausnutzen.
Beitrag von redrose123 - 13.09.11 - 07:16 Uhr
Und ein neuer AG wird sich Infos holen beim alten Chef da macht so ne Klage sicher einen
guten Eindruck
Beitrag von sini60 - 13.09.11 - 08:47 Uhr
Wie weit man geht kann man sich immer noch überlegen. Aber wichtig ist, dass man weiss, dass es nicht rechtens ist, wenn der Arbeitgeber das als Grund angibt.
Beitrag von vwpassat - 13.09.11 - 10:26 Uhr
Genau.
Zum richtigen Zeitpunkt sollte man die richtigen Infos auch auf den Tisch packen.
Wenn man so schaut, wer sich mitunter Chef nennen darf. Da fehlen die einfachsten Grundkenntnisse. Rechte und Pflichten meistens auch.
Beitrag von vwpassat - 13.09.11 - 10:24 Uhr
Ja klar, immer schön kuschen.
Deshalb ist Deutschland momentan das, was es ist.
Beitrag von minimind - 12.09.11 - 21:24 Uhr
Hi
Blubb und bla Kollegin....
Sprich mit deinem Chef und mache ihm klar, dass für dich Arbeit und Privatleben strikt getrennt sind.
Das heisst: wenn dein Kind krank ist oder "Laternebasteln im Kindergarten" anstet es allenfalls DEIN Problem ist- gewiss aber nicht seins.... !
Sag es mich Nachdruck und in Überzeugung und halte dich dann auch daran. Notfalls mit verlängerter Probezeit um es ihm zu beweisen.
So klappt das- hat es bei mir auch. ( 3 Kinder, davon 2 behindert, UND alleinerziehend.... ) ....( in 4 Monaten habe ich 10jähriges Firmenjubileum )

Der Mist ist, das es tatsächlich viele "Mütter" gibt die das Image von: ich will arbeiten UND ich bin betriebswirtschaftlich berechenbar, verkackt haben....
ich freu mich über jede, die es ernst meint und es durchzieht-
denn nichts anderes erwartet ein Arbeitgeber von seinem Angestellten- egal ob weiblich oder männlich.
liebe Grüße
Petra
Beitrag von manavgat - 12.09.11 - 22:24 Uhr
Warum soll er Dich fest anstellen? Hat er doch eine Blöde gefunden, die jederzeit hüpft, wenn er pfeift.
Laut Arbeitsrecht muss er mindestens 72 Stunden im Voraus (meine ich zu erinnern) die Arbeit ankündigen.
Gibt es einen Betriebsrat?
Gruß
Manavgat
