Hallo.
Ich brauche dringend Hilfe. Weiß einfach nicht mehr weiter. Zur Geschichte: Mein Mann war seit Ende 2005 selbstständig. Er war privat Krankenversichert. 2007 wurde ihm diese dann aufgrund Beitragsrückstände gekündigt. Als 2009 die Versicherungspflicht in Kraft trat, haben wir versucht, ihn wieder zu versichern. Aufgrund von Psychischen Erkrankungen und Nierensteinen sind die Beiträge so hoch ausgefallen, dass er diese nicht tragen konnte. Also blieb er unversichert. Sein psychischer Zustand hat sich so verschlechtert, dass sein Gewerbe so nach und nach den Bach runter ging und er seit Dezember 2009 Hartz 4 zusätzlich bezieht und seit Juli 2010 sein Gewerbe komplett abgemeldet hat. Immernoch ohne Krankenversicherung. Nun hab ich schon so nach und nach alles versucht. Die AOK meinen, er könne da nicht versichert sein und muss bei ALGII Bezug in die Krankenversicherung, wo er zuletzt war. Also privat. Ist das überhaupt so richtig? Auch die ARGE will oder kann mir keine Auskünfte geben, was denn nun Sache ist. Nun haben wir nochmal einen Antrag bei seiner ehemaligen Versicherung gestellt auf den basistarif. da kommen sicher ordentliche "Rückbeiträge" aufgrund der Nichtversicherung auf uns zu... HILFE.
1. Muss er wirklich wieder privat versichert werden?
2. Übernimmt die ARGE den kompletten Basistarif (im Internet les ich manchmal von neuen Urteilen, andere male bei der Arge oder anderen seiten was von 126€, also zuschuss nur in Höhe der gesetzlichen)
3. Wie sollen wir die Rückständigen bezahlen? Und besteht bei noch nicht abgezahlten versicherungsschutz?
4. Was fülle ich im ALGII Antrag bei der Anlage SV aus? Da steht 1. Bitte nur ausfüllen, wenn Sie privat krankenversichert sind oder in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. (Trifft nicht zu - noch nicht.)
Dann steht 2. Bitte nur ausfüllen, wenn zur Zeit keine Krankenversicherung besteht. (trifft ja bei uns zu, aber...) Dann kommt 2a: Ich bin
- hauptberuflich selbständig tätig (nein)
- habe nach beamtenrechtlichen Vorschriften.... z.B. für Beamte, Soldaten auf Zeit, Lehrer... (nein)
Wenn nein, tritt grundsätzlich Versicherungspflicht aufgrund des ALGII-Bezuges ein. Wählen sie bitte eine gesetzliche Krankenkasse und legen Sie die Mitgliedsbescheinigung vor. (ja was denn nun? ich denke, er muss zurück in die private?)
Die machen mich alle noch verrückt. Kennt sich jemand aus? Hatte jemand ein ähnliches Problem. Wir versuchen nun seit ner Ewigkeit ihn irgendwo unter zu bekommen. Wir wollen doch nur, dass er endlich in Behandlung kommt und irgendwann mal wieder arbeiten kann, bevor er Opa ist...
Ich hoffe auf viele Antworten.
Bitte Hilfe. Chaos Krankenversicherung
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Beitrag von molchi44 - 12.09.11 - 14:33 Uhr
Beitrag von vwpassat - 12.09.11 - 14:41 Uhr
Ich hatte im entfernteren Bekanntenkreis auch so einen Fall.
Selbständig - Unfall gehabt - konnte Beiträge nicht mehr zahlen...........
Hat dann auch ALGII beantragt und eine Pauschale (130 € ???) für die PKV bekommen.
Was hier wirklich helfen könnte, wäre eine SV-pflichtige Arbeit, und sei es nur für 4 Wochen. Dann muss die Gesetzliche ihn nehmen!
Beitrag von molchi44 - 12.09.11 - 14:51 Uhr
Ja das haben wir ja auch versucht bzw. meine Versicherung hat das vorgeschlagen. Allerdings leidet er unter Angst- und Panikattacken. Er hat es nicht geschafft in SEINE EIGENE Werkstatt zu gehen. Wie soll das dann in einem Beschäftigungsverhältnis werden? Er bekommt Tabletten, allerdings hat unser hausarzt jetzt gemeint, dass es das letzte Rezept war. ohne Psychologische Zusatzbehandlung will sie nichts mehr verschreiben. Dann wird alles noch schlimmer. Bitte Hilfe!
130? der Basistarif kostet fast 290€
Beitrag von arkti - 12.09.11 - 15:27 Uhr
Wie bekommt er denn Tabletten wenn er nicht krankenversichert ist?
Beitrag von zwillinge2005 - 12.09.11 - 15:47 Uhr
Hallo,
selber zahlen - wie in anderen Ländern auch.
LG, Andrea
Beitrag von arkti - 12.09.11 - 17:00 Uhr
Oder über die Frau.......
Was ich eher mal glaube, wenn hier schon ALG2 im Gespräch ist.
Wie soll man davon bitte eine Untersuchung inklusive Medikamenten selber zahlen?
Beitrag von molchi44 - 12.09.11 - 18:05 Uhr
Das kostet nicht "viel". Haben für die Untersuchung 50€ bezahlt. Dann je fast 3€ glaube ich für das Rezept und 18€ für die Tabletten. Reichen dann ein halbes jahr. über mich macht das die ärztin sicher nicht. sonst hätte sie sich ja auch nicht so mit dem weiter verschreiben... ist schon ne ordentliche.
Beitrag von kathi.net - 12.09.11 - 15:51 Uhr
Selber zahlen.... Musterpackung... etc.
Beitrag von janine2785 - 12.09.11 - 15:51 Uhr
Bist du denn Berufstätig??? Könntest du ihm nicht den Rest dazu zahlen? Wie rechnet denn der Hausarzt ohne KV ab?
Beitrag von molchi44 - 12.09.11 - 18:11 Uhr
nee, bin selber grad im studium. und eigentlich geht es auch nicht um die laufende zahlung sondern mehr um das, was er erstmal zahlen müsste, um rein zu kommen. 2010 waren das ja schon 6.000€, ohne je einen schutz gehabt zu haben. seine nierensteine zahle ich auch auf raten ab... ansonsten war der hausarzt bisher kulant, haben die größte summe 50€ bezahlt. aber wie gesagt, das geht nicht ewig so. und auch die ärtin will das nicht mehr so. er brauch einen psychologen und genaue untersuchungen. vielleicht sogar stationär... 
einzige möglichkeit: Heirat. Da könnte er zu mir in die versicherung. zumindest glaube ich das. allerdings habe ich eine tochter aus frühere beziehung. wenn wir verheiratet sind, dann bekomm ich kein UVG mehr und die beiträge zur krankenversicherung... das geht halt alles nicht so auf.
Beitrag von tigaluna - 12.09.11 - 18:04 Uhr
Habt ihr einen Bekannten bei dem er Angestellt werden könnte für 1-2 Monate, damit er wieder in die gesetzliche rutscht?
Ob er dann tatsächlich arbeitet ist ja eine Absprachesache. Und das Gehalt auch.
Aber ob das rechtens ist...?
Beitrag von molchi44 - 12.09.11 - 18:06 Uhr
nein, leider nicht. nur einen. zu riskant und zuviel papierkram für denjenigen... alles blöd...
