Hallo,
ich frag mal für einen Bekannten. Und zwar hat er eine kleine Firma (4Angestellte für 2 Filialen) und seit Anfang des Jahres ist eine MA krank, Krebs, sie kam 2mal in die Firma, hat gesagt, dass sie dann zur Reha muss, aber weiter nix. Zur Reha war sie dann im Juni/Juli, danach kam wieder ein Krankenschein bis 31.08. Und seitdem hat er nix mehr von ihr. Kein Krankenschein, kein Anruf - gar nix. Das darf doch nicht sein, oder?
Oder liege ich falsch, weil er ja schon seit Monaten nicht mehr für sie bezahlt, macht ja die Krankenkasse nach 6 Wochen? Muss sie sich jetzt nur noch dort abmelden?
Auf jedenfall haben die ersten Monate die 3 MA das alleine bewältigt, bis dann eine neue eingestellt wurde, ewig ging das ja nicht. Jetzt ist die Firma eigentlich "komplett", also es ist auch gar kein "Platz" mehr für sie, die neue, die ihre Arbeit macht, ist mittlerweile länger als 3 Monate dabei und damit über die Probezeit.
Mein Kumpel überlegt jetzt, ob die kranke MA wieder eingestellt werden muss, wenn sie krank ist? Vermutlich ja. Aber ist es dann nicht ein Grund, dass sie jetzt ihren Krankenschein nicht abgibt bzw. sich gar nicht meldet?
Vielleicht kennt sich jemand aus was er machen könnte? Er tut sich halt bissel schwer, einer schwerkranken Frau (die sie ja vielleicht noch ist, vielleicht aber gehts ihr auch schon besser?) jetzt auch noch ne Abmahnung zu schicken...
LG Clubberer
14Tage kein Krankenschein? Abmahnung?
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Beitrag von clubberer - 13.09.11 - 13:13 Uhr
Beitrag von bobb - 13.09.11 - 13:18 Uhr
Würde sie mal anrufen und freundlich nachfragen,wie es ihr geht. Im schlimmsten Fall ist sie verstorben.
Ansonsten mit ihr zusammensetzen und reden.
Ich will keine sichere Antwort geben,aber ich meine,sie hat weiterhin Anrecht auf ihre Stelle.
Beitrag von susannea - 13.09.11 - 13:21 Uhr
Ich denke, je nachdem, wie lange noch, ist sie dann gekündigt und unentschuldigtes Fehlen am Arbeitplatz ist mindestens ein Abmahnungsgrund, ob bei der langen Zeit nicht sogar ein Kündigungsgrund, weiß ich aber nicht sicher!
Beitrag von windsbraut69 - 13.09.11 - 13:23 Uhr
Ja, durchaus aber noch hat er ja nicht gekündigt und somit läuft das AV weiter.
Beitrag von susannea - 13.09.11 - 13:47 Uhr
Das ist doch aber hoffentlich jedem klar, das wenn der AG nichts macht, alles beim alten bleibt?!?
Beitrag von windsbraut69 - 13.09.11 - 15:10 Uhr
Die TE fragt ja ausdrücklich, ob sie "wieder eingestellt" werden muß.
Sollte sie auch noch im Auftrag des Chefs recherchieren, verwundert mich die Frage nicht wirklich.
Beitrag von windsbraut69 - 13.09.11 - 13:22 Uhr
Noch hat er ihr ja nicht gekündigt und muß nicht "wieder eingestellt" werden.
Vielleicht ist sie in der Klinik oder gar verstorben? Hat er denn mal versucht, sie anzurufen und nach ihrem Befinden zu fragen?
Beitrag von 1familie - 13.09.11 - 13:56 Uhr
Hallo,
bei uns ruft der Chef bei längerem Wegbleiben an und fragt wie es geht.
Auch hat er bei Kollegen die im KH waren einen "Pflicht" Besuch abgestattet.
Auch kann die Post mal einen Brief verschlampen oder aber sie ist schon lange im KH und einfach im Moment andere Sorgen.
traurig eigentlich sie gleich rausschmeissen zu wollen. Würde meine Firma nie machen.
Gruß
Beitrag von biene81 - 13.09.11 - 19:24 Uhr
>>traurig eigentlich sie gleich rausschmeissen zu wollen. Würde meine Firma nie machen.<<
Mal abgesehen davon, dass der Firmenchef wirklich keine Peilung zu haben scheint (ein einfacher Anruf wuerde wohl das Problem wohl loesen), ist es nicht fuer jede Firma moeglich ueber Monate auf einen Mitarbeiter zu verzichten. Wenn die o.g. Firma nur 4 MA hat, kann das schon sehr eng werden.
LG
Biene
Beitrag von woodgo - 13.09.11 - 14:21 Uhr
Hallo,
also bevor ich hier anfange zu lästern, zu rätseln oder sonsites, hätte ich schon lange mal nachgefragt, wie es Ihr geht. Im schlimmsten Fall ist sie verstorben, na da kommt ja ne Abmahnung wahnsinnig gut
LG
Beitrag von vwpassat - 13.09.11 - 14:40 Uhr
Die Menschen heutzutage bringen nichts mehr auf die Reihe.
In Zeiten von Telefon, Handy, E-Mail, Facebook etc. muss man "Bekannte" in nem Forum fragen, was man machen soll.
Unglaublich.
Beitrag von woodgo - 13.09.11 - 15:00 Uhr
Ja, aber schade ist es doch, das geht es um einen krebskranken Menschen, der ist gestraft genung und da fragt die Bekannte des Chef´s im Forum nach Rat, traurig...
Beitrag von windsbraut69 - 13.09.11 - 15:07 Uhr
Stimmt.
Bei uns gibt es gerade aktuell einen Krebsfall im Kollegenkreis, der mich sehr schockiert.
Beim Lesen dieses Beitrages dreht sich mir der Magen um.
Beitrag von gh1954 - 13.09.11 - 15:36 Uhr
>>>Beim Lesen dieses Beitrages dreht sich mir der Magen um. <<<
Geht mir auch so.
Als mein Mann schwer erkrankt war, hat sein Arzt ihn "bis auf Weiteres" krankgeschrieben.
Beitrag von windsbraut69 - 13.09.11 - 16:13 Uhr
Ich hatte die Nachricht gerade bisschen verdrängt, als ich den Thread gelesen habe.
Ja, solche AU's kenn ich auch und bei gewissen Krankheiten kann man sich denken, dass der Betroffene bzw. die Angehörigen andere Sorgen haben, als ständig den AG anzurufen.
Hier ist es allerdings üblich, dass sich die Kollegen bzw. der Vorgesetzte mal melden und ehrlich nach dem Befinden fragen...
Beitrag von sassi31 - 14.09.11 - 01:09 Uhr
***Im schlimmsten Fall ist sie verstorben, na da kommt ja ne Abmahnung wahnsinnig gut***
Also in dem Fall sollte es Verwandte geben, die den AG informieren und den Nachlass regeln. Wenn es keine gibt, wird auch niemand entsetzt sein, wenn eine Abmahnung mangels besseren Wissens geschrieben wird.
Beitrag von thea21 - 13.09.11 - 14:56 Uhr
Ich meine, wenn die Krankenkasse schon zahlt, ist sie nicht verpflichtet einen Krankenschein einzureichen!
Beitrag von windsbraut69 - 13.09.11 - 15:09 Uhr
Dann gibt es m. E. auch keine regulären AU-Bescheinigungen mehr, ich kann das aber auch mit stationären Aufenthalten verwechseln.
Ich hatte deshalb aber etliche Debatten mit einem dauerkranken Kollegen (der nicht wirklich was Ernsthaftes hatte).
LG
Beitrag von king.with.deckchair - 13.09.11 - 21:59 Uhr
"Dann gibt es m. E. auch keine regulären AU-Bescheinigungen mehr"
Gibt es nicht. Man erhält eine Bescheinigung vom Arzt, die man dann zwecks Auszahlung des Krankengeldes bei der KK vorlegen muss.
Beitrag von windsbraut69 - 14.09.11 - 06:55 Uhr
So hab ich das auch im Hinterkopf.
Ich meine, wir haben dann eine Bestätigung der Klinik noch bekommen mit unbestimmter Dauer.
Beitrag von thea21 - 14.09.11 - 08:12 Uhr
Ersetzt aber meines Erachtens nach nicht die Pflicht, bzw. den Anstand, das ein AN sich vielleicht melden KÖNNTE, wie lange er denn noch damit rechnet zuhause zu sein.
Der AG mag ja auch planen!
Beitrag von windsbraut69 - 14.09.11 - 09:24 Uhr
Natürlich nicht.
Es weiß doch aber offensichtlich incl. AG niemand, warum sie sich nicht meldet. In der Vergangenheit scheint sie das ja zuverlässig getan zu haben.
Beitrag von thea21 - 14.09.11 - 09:42 Uhr
Ja, sehe ich genau wie du, das war auch eher gemein gehalten, was ich antwortete 
Beitrag von kajulju - 14.09.11 - 11:07 Uhr
Doch, es ersetzt genau diese Pflicht. Laut EntGFzG ist der AN nur innerhalb der ersten 6 Wochen der Krankheit verpflichtet, dem AG Krankenscheine zu schicken. Im Krankengeldbezug bekommt er eh nur Auszahlscheine - mit Diagnose und die gehen den AG nichts an. Da dem AG momentan auch keine Kosten entstehen, ist es zwar für ihn nicht schön, aber in keinem Fall ein Grund deshalb krankheitsbedingt zu kündigen. Insbesondere da die AN ja wirklich krank ist und nicht mit Schnupfen zu Hause sitzt.
Planen kann er ja, hierzu gibt es befristete Verträge mit Sachgrund Krankheitsvertretung. Diese Verträge enden dann mit Rückkehr der kranken AN automatisch.
VG.
kathi
Beitrag von thea21 - 14.09.11 - 11:37 Uhr
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0529/berufundkarriere/0063/index.html
http://www.dieonlinekanzlei.de/Recht/Arbeitsrecht/Arbeitsvertrag/Krankmeldung_auch_nach_6-Wochen/--a93.html (!!!)
