Vollzeit mit Kleinkind - machbar?!

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Beitrag von badeente007 - 13.09.11 - 20:53 Uhr

Hallo,

ich bin gerade auf Jobsuche.

Ich bin gelernte Bürokauffrau mit Weiterbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Ich habe sehr gute Abschluss- und Arbeitszeugnisse.

Leider erhalte ich aber trotzdem nur Absagen, da ich eigentlich nur Teilzeit mit 30 Stunden arbeiten möchte.
Meistens heißt es "wenn Sie Vollzeit kommen würden...". Und viele ausgeschriebene Stellen sind ja nur in Vollzeit zu besetzen.

Bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht, dass Teilzeit-Jobs so selten sind und meist wenig Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Warum entdecken Personaler nicht langsam mal die Vorteile die z.B. Jobsharing hat?!

Ich wollte nun mal die berufstätigen Mütter nach Ihrer Meinung / Erfahrung fragen, wie es klappt wenn Mama auch Vollzeit (35 - 40 Stunden) arbeiten geht.

Ich habe mir überlegt ob ich nicht notfalls (wenn sozusagen die Arbeitslosigkeit fast vor der Tür steht) auch Vollzeit gehe und mir dann für 5-6 Stunden pro Woche eine Haushaltshilfe hole.
Ich glaube finanziell würde es ungefähr auf das Gleich rauslaufen wie mit 30 Std.

Bitte nun eure Erfahrungen.

Danke!

badeente

PS: Unser Kleiner ist nun 2 Jahre und geht von 8 bis 16 Uhr in die Krippe. Ich würde ihn in die Krippe morgens bringen und Papa könnte ihn immer um 16 Uhr abholen.

Beitrag von kaktuszahn - 13.09.11 - 20:58 Uhr

hallo,

ich hab als selina 12 monate war auf 30 std bei meinem alten ag anfangen. das wurde nach vier mon beidseitig unschön beendet.

ich wollte auch weiterhin 30 std- nur absagen- vollzeit-40 std- zwei zusagen. und ich habs gemacht. und es klappt 1a. ich arbeite von 0730-1530 mein mann bringt selina um acht in die kita ich hol sie um vier ab.
ihr gehts gut- mir gehts gut. klar wir brauchten zeit zum einspielen. aber ich würde das wieder so machen. ich kriege das alles unter einen hut, kind, haushalt, job, ehe- alles eine frage der organisation ;-)

lg

Beitrag von badeente007 - 13.09.11 - 21:04 Uhr

Danke für deine Antwort!
Das macht mir etwas Mut, dass man es schaffen kann.

Die Arbeitszeit ist echt super.
Kannst du immer pünktlich Schluss machen? Das ist nämlich meine hauptsächliche Befürchtung, dass aus 40 schnell 45 Stunden werden.

Beitrag von kaktuszahn - 13.09.11 - 22:33 Uhr

hallo,

naja- ich habe mir die arbeitszeiten schriftl. bestätigen lassen, fand ich iwie ganz wichtig.

bei uns gilt generell- keine überstd wenn nicht uuunbedingt notwendig.
ich musste für die arbeitszeit aber auch kämpfen und diskutieren- start war 9-17 uhr- ich bin manchmal/selten 10-20 min länger da aber das ist nicht die regel.

lg

Beitrag von pink-pearl - 14.09.11 - 08:17 Uhr

Hallo,

und wie bekommst du es hin keine Pause machen zu müssen?? Normalerweise sind die 30 min nach 6 Stunden arbeiten ja Pflicht #kratz

LG

Beitrag von kaktuszahn - 15.09.11 - 13:13 Uhr

achso- dong- ja sorry das liegt an der 37,5 std woche. für mich ist das einfach ne 40 std vollzeitstelle #hicks

Beitrag von pink-pearl - 15.09.11 - 17:17 Uhr

Achso na da hast ja echt Glück. :-)

Beitrag von jeroniemo - 14.09.11 - 16:08 Uhr

Die Einhaltung der gesetzliche Pausenregelung würde mich jetzt auch mal interessieren.

#kratz

Beitrag von kaktuszahn - 15.09.11 - 13:14 Uhr

achso- ja sorry das liegt an der 37,5 std woche. für mich ist das einfach ne 40 std vollzeitstelle #hicks

Beitrag von engel-1973 - 13.09.11 - 21:09 Uhr

Hallo,

unser Kleiner wird im Dezember 2 Jahre alt und geht seit Januar, d.h. seit dem er 1 Jahr ist von Mittwoch bis Freitag in die Kita. Montag und Dienstag ist er bei meinen Eltern. Die Betreuungszeit in der Kita ist 8 bis 16.30 Uhr. Ich arbeite Vollzeit von 9 bis 18 Uhr und habe noch eine einfache Fahrtzeit von 45 Minuten. Mein Mann arbeitet seit April im Schichtdienst, so dass meine Eltern öfter "einspringen" müssen.

Der Kleine wird i.d.R. zwischen 8 und 8.30 Uhr in die Kita gebracht und um 15.30 Uhr wieder abgeholt.

Das einzige was wir nicht mehr auf die Reihe bekommen haben ist der Großputz, daher haben wir uns eine Putzfrau ins Haus geholt. Sie kommt einmal in der Woche und dadurch klappt alles gut. Ich übernehme in der Mittagspause meist den Einkauf und so kann ich die Abende noch mit meinem Kleinen genießen - er geht dann so gegen 20 Uhr ins Bett.

Ich würde es an Deiner Stelle wirklich mit Vollzeit in Kombination mit einer Haushaltshilfe versuchen.

LG
Engel

Beitrag von rosaundblau - 13.09.11 - 21:12 Uhr

Hallo!

Ich bin kurz nach dem 2. Geburtstag von Sohnemann wieder Vollzeit arbeiten gegangen.

Klar, am Anfang war es etwas chaotisch, aber sowas spielt sich schnell ein.

Wir beschäftigen eine Haushaltshilfe. Grundreinigung der Wohnung, Fenster putzen und ganz wichtig Wäsche bügeln, haben wir abgegeben um auch noch Familienzeit zu haben und zu pflegen.

Bei uns klappt es prima und ich würde es jeder Zeit wieder so machen.

vg und viel Erfolg bei der Jobsuche
rosaundblau

Beitrag von brynlie - 13.09.11 - 21:13 Uhr

Hallo,

mit dem Problem stehst Du nicht alleine da.

Unter Vollzeit gibt's auch für mich nichts. Also bin ich immer sobald es ging - Arbeitssuchend mit 3 Kindern ist auch nicht ganz ohne - wieder arbeiten gegangen.

Wenn nur die Wahl zwischen Ersparnisse verbrauchen und Arbeiten, und sei's auch nur für eine schwarze Null, besteht, kann ich mich nur für Letzteres entscheiden.

Es fordert halt mehr Organisationstalent, aber es geht.

LG,
brynlie

Beitrag von smeedy - 14.09.11 - 05:59 Uhr

Bei uns ist das eigentlich überhaupt kein Problem.

Ich habe bei beiden Kindern als sie 2 Jahre waren wieder angefangen Vollzeit in der Produktion zu arbeiten. Sie sind von ca. 6:30 Uhr bis 16 Uhr in der KITA bzw. Schule und Hort und ich arbeite von ca. 6:45 Uhr bis ca 14:45 Uhr (Gleitzeit).

Das einzige was ich jetzt nach dem 2. Kind nicht mehr mache ist am WE arbeiten. Aber dafür musste ich dann auch ein paar Urlaubstage abgeben. Bei meiner Großen habe ich das noch gemacht (48-56-Stunden Woche). Das geht heute auch gar nicht mehr, weil mein Mann mittlerweile keine geregelten Arbeitszeiten mehr hat. Er arbeitet in ständig wechselnden Schichten, so dass meist nur ich für die Kinder da bin.

Viel Glück bei der weiteren Jobsuche!

LG smeedy mit Julia (7) & Chris (3)

Beitrag von mami18052010 - 14.09.11 - 07:24 Uhr

Mein Sohn ist 16 Monate alt und ich gehe 39 Stunden Arbeiten (+ 2 Stunden Pendeln) ... und es klappt prima!

Meinen Sohn bringe ich zu 6 Uhr in die Kita, abgeholt wird er dann entweder von meinem Mann um halb 4 oder von mir. Je nach dem, wer eher wieder zu Hause ist.

Beitrag von steferl1979 - 14.09.11 - 07:54 Uhr

Hallo,

ich arbeite auch Vollzeit seit Maximilian in die Krippe geht.

Mit einem guten Hol- und Bringsystem geht das eigentlich sehr gut. Wichtig auch: gutes Netzwerk für Ausfälle wie Krankheit und Schließtage der Krippe.

Der Haushalt bleibt etwas auf der Strecke, aber die Zeit abends mit dem Kind ist uns wichtiger.

Wir müssen beide arbeiten gehen, weil München einfach zu teuer ist. In Teilzeit gibt es bei uns aber nur die "Depperl"jobs.

LG

Steffi

Beitrag von k.klauke - 14.09.11 - 09:16 Uhr

Also ich hab da ne ganz andere Meinung zu...mal ehrlich wofür hab ich denn Kinder, wenn ich sie den ganzen Tag in fremde Hände gebe?!?
In den ersten drei Jahren passiert soviel. Das möchte ich nicht verpassen.
Wenn es finanziell keine andere Möglichkeit gibt ist es natürlich was anderes. Aber ich verzichte lieber als das ich mein Kind den ganzen Tag weggebe...

Kerstin mit Lara (6) und Tom (2)

Beitrag von mami18052010 - 14.09.11 - 09:23 Uhr

ich kombiniere lieber zeit mit meinem Kind und materiellen "Luxus", als mich auf entweder oder zu beschränken!

Aber musst selbst wissen!

Ich geh auch gern arbeiten, das kommt wharscheinlich noch dazu!

Beitrag von badeente007 - 14.09.11 - 09:55 Uhr

Schön für dich, dass ihr euch diesen Luxus einer Vollzeit-Mama leisten könnt.

Wir können uns das nicht leisten. Selbst die normalen Ausgaben wie Abzahlung Haus, Nebenkosten, Lebensmittel, Kleidung übersteigen weit das Einkommen meines Mannes. Nur mit meinem Einkommen können wir unsere Grundbedürfnisse (Dach über dem Kopf, Lebensmittel, Kleidung) sichern. Da ist aber trotzdem keine wirkliche Luft für "Luxus"; Essen gehen oder Kino vielleicht 1mal im Monat.

Und bitte meine Frage genau durchlesen:
"Ich wollte nun mal die berufstätigen Mütter nach Ihrer Meinung / Erfahrung fragen, wie es klappt wenn Mama auch Vollzeit (35 - 40 Stunden) arbeiten geht."

Ich habe nach Erfahrungen (positiv oder negativ) und Tipps von berufstätigen Müttern gefragt und nicht nach Meinungen von Vollzeit-Müttern, ob ich meinem Kind das "antun" kann.
Sorry wenn ich zickig werde, aber langsam nervt es, dass ich aufgrund meiner Berufstätigkeit von derartigen Müttern immer abgestempelt werde und man immer gesagt bekommt "das kannst du doch nicht machen". Ich habe keine Wahl; leider habe ich den "falschen" Mann geheiratet; der zwar sehr fleißig ist, aber leider nicht studiert hat oder einen Techniker hat und somit seine Familie nicht alleine ernähren kann.
Und mir wäre eine Teilzeit-Stelle (wie vielen Müttern) lieber, aber leider sind die Arbeitgeber anderer Meinung.

Meine Mutter war immer voll berufstätig und hat 3 Töchter großgezogen - natürlich mit Krippebetreuung und familiärer Unterstützung.
Wir sind alle 3 selbstständige erwachsenen Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und unser Leben sehr gut meistern.
Ich habe z.B. immer meine Hausaufgaben zuverlässig und selbstständig erledigt bis meine Eltern gegen 18.30 Uhr nach Hause kam. Sie konnten sich darauf verlassen; dann wurden nur noch Probleme bei den Hausaufgaben geklärt.
Andere Schulkameraden wurden von ihren Müttern gebetelt, dass sie diese Pflicht erledigen. Und diese bekommen teilweise heute immer noch nichts selbst auf die Reihe.

Gruß,
badeente

PS: Außerdem bin ich eine schreckliche Vollzeit-Mutter. Hatte ich 1 Jahr und das war definitiv nicht das Richtige für mich und meinen Kleinen. Ich gehe auch gerne arbeiten und ich brauche den Ausgleich um eine gute Mutter für mein Kind zu sein.

Beitrag von floehchen74 - 14.09.11 - 10:26 Uhr

"PS: Außerdem bin ich eine schreckliche Vollzeit-Mutter. Hatte ich 1 Jahr und das war definitiv nicht das Richtige für mich und meinen Kleinen. Ich gehe auch gerne arbeiten und ich brauche den Ausgleich um eine gute Mutter für mein Kind zu sein. "


Das hast Du ganz toll formuliert! Sprichst mir aus der Seele!
Immer nur rund um die Uhr auf dem Kind zu glucken wäre mir auch nix. Bin ja nicht nur Mutter-Tier...

LG
Ines

Beitrag von mell87 - 14.09.11 - 12:06 Uhr

Du sprichst auch mir aus der Seele....


Lg melli

Beitrag von steferl1979 - 14.09.11 - 12:35 Uhr

#pro#pro

Beitrag von marion2 - 14.09.11 - 11:58 Uhr

Hallo,

in den ersten drei Jahren passiert nichts aufregendes. Gut, sie lernen laufen und brabbeln...

Cool ist es mit Kindern, wenn sie so um die 5 Jahre alt sind. Das sollte man wirklich nicht verpassen.... Klugscheißerei in Reinkultur #verliebt Oder: wenn sie lesen können und sich an der Tageszeitung versuchen...#rofl

Das ist beides definitiv spannender als Winden selbst zu wechseln und Rotznasen selbst zu putzen...

#schein aber jeder wie er mag und kann

Gruß Marion (der die 3-Jahre-Grenze für immer ein Rätsel bleiben wird)

Beitrag von fechtwoman - 14.09.11 - 21:40 Uhr

Trotzdem brauchen Kinder gerade in den ersten Lebensjahren ihre Mutter! Aber wenn dir das nicht spannend genug ist ...

Es erschreckt mich gerade wirklich, deine Zeilen zu lesen! #zitter

Meine Kinder sind das Allerschönste für mich auf der Welt. Jeder Pups, jedes Lächeln, neugierige Fragen ... das alles möchte ich niemals missen. Da verzichte ich doch lieber auf teure Klamotten, Urlaub etc.!

Mir fehlen gerade die passenden Worte ...

Gruß,
Gunda

Beitrag von marion2 - 15.09.11 - 08:04 Uhr

#rofl

Nee - eben nicht gerade in den ersten Lebensjahren. Mein Großer ist jetzt 12. Es gab immer Mal Phasen wo er mich mehr und wo er mich weniger gebraucht hat.

Klar - am Anfang, als ich ihn gestillt habe... dann in der Grundschule als es gar nicht lief - später dann war der Vater viel wichtiger und nun bin ich es wieder.

Mit zwei war es sowas von auf Entdeckungstour, da hat ihm der Kindergarten richtig gut getan. Muss aber sagen, dass der damals sensationell gut war.

Anders gesagt: Dein vierjähriger braucht dich, dein dreijähriger braucht dich... Da gibts doch keinen Unterschied, nur weil der eine jetzt vier ist... oder #schock

;-)

Beitrag von ichclaudia - 15.09.11 - 11:38 Uhr

"Trotzdem brauchen Kinder gerade in den ersten Lebensjahren ihre Mutter"

Und den Vater nicht oder wie ???? Meinst du für den Vater ist das Kind nicht das schönste der Welt? Warum ist es dann "egal" wenn der Vater die ersten Schritte, das erste Lächeln verpasst, weil er arbeiten ist und bei der Mutter nicht ? - Dazu kann ich nur sagen: Ich hab IMMER gearbeitet. Das erste Krabbeln hat mein Mann gesehen, weil ich zu der Zeit gerade mal einkaufen war, aber soll ich dir was verraten ?? Verpasst habe ich es trotzdem nicht, er kann schließlich HEUTE mit 6 Jahren immer noch krabbeln, unglaublich, oder ?

Meine Meinung: Der Vater ist für das Kind zu 100 % genauso wichtig/unwichtig wie die Mutter und die Mutter ist ebenfalls zu 100 % genauso dafür verantwortlich, dass der LEbensunterhalt verdient und das Kind ernährt wird !!!!!!!!!!!!!!