380km Pendeln - zumutbar?

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Beitrag von jovisister - 18.09.11 - 15:36 Uhr

Hallo,

ich habe gestern vom Arbeitsamt 2 Vollzeit-Stellenangebote bekommen. Diese befinden sich beide ca. 380km von meinem Wohnort entfernt.

Interessant klingen die Stellen schon, nur müßte ich dann 380km einfache Strecke pendeln.

Sind die Stellen zumutbar? Ich habe ein Schulpflichtiges Kind und einen Mann, der früh um 6 das Haus verlässt un selten vor 20 Uhr zu Hause ist.
Großeltern arbeiten, zu den anderen besteht keine Kontakt.

Das Arbeitsamt hat mir eine Rechtsfolgenbelehrung mitgeschickt, das heißt, ich muß mich auf die Stellen bewerben.

Ich bin bin echt in der Zwickmühle, arbeiten ja, aber zu den Konditionen?

LG

Beitrag von mamavonyannick - 18.09.11 - 15:51 Uhr

Hallo,

ist die Frage ernst gemeint?#kratz
Nein, pendeln ist nicht zumutbar. Das behaupte ich jetzt mal als Laie;-)

vg, m.

Beitrag von bi_di - 18.09.11 - 15:52 Uhr

380 km einfach pendelt man nicht, da zieht man höchstens um.

Grüsse
BiDi

Beitrag von myimmortal1977 - 18.09.11 - 15:56 Uhr

Und warum wäre so eine Strecke nicht zu pendeln?????

Ich hätte 300 km einfache Strecke pendeln müssen (per ICE) und wäre in 1,5 Stunden in meinem Büro gewesen.

Das galt durchaus als zumutbar.

Beitrag von mamavonyannick - 18.09.11 - 16:04 Uhr

Weil sie keinen zur Betreuung des kindes hat???

Beitrag von querulantin123 - 18.09.11 - 16:21 Uhr

Das würde mich jetzt echt interessieren: Waren Deine Wohnung und die Arbeitsstelle jeweils direkt am Bahnhof oder wie geht sowas?

Beitrag von myimmortal1977 - 18.09.11 - 15:53 Uhr

http://www.buzer.de/gesetz/6003/a82924.htm

Es kommt nicht auf die km Zahl an, sondern auf die Pendlerzeit. Dein ganz großes Problem wird sein, dass die Dir auch mit einem Umzug kommen können! Und dabei stellt fast kein Umstand eine Ausrede da. Kein Kind und kein Mann.

Ich wäre von mir aus in 1,5 Stunden in Berlin (300 km einfache Fahrt mit der Bahn).

Von daher könnte ich mir vom Zeitaufwand bei 380 km und Aussicht auf eine Vollzeitstelle schon durchaus vorstellen, dass das zumutbar wäre.

Tja, so ist das im Leben.... Hätte ich kein Kind bekommen, säße ich jetzt auch 300 km weiter in Berlin... Meine Firma hatte sich nämlich kurzfristig entschieden, von Hamburg nach Berlin zu ziehen....

Von daher kenne ich noch die damaligen Ansangen von Mitarbeitern vom Jobcenter und von Rechtsanwälten für Arbeitsrecht.... So eine Strecke ist durchaus zumutbar.... Auch ein Umzug ist immer zumutbar, mit Familie und Sack und Pack....



Beitrag von king.with.deckchair - 18.09.11 - 16:01 Uhr

"Und dabei stellt fast kein Umstand eine Ausrede da. Kein Kind und kein Mann. "

Steht irgendwo, dass sie ALG II erhält? Und selbst dann ist ein Umzug bei einem berufstätigen Mann wohl nicht zumutbar.

Beitrag von myimmortal1977 - 18.09.11 - 17:03 Uhr

Aber wohl eine getrennte Haushaltsführung?!?! Da steht doch was im 5. Absatz....

Ne stimmt, hatte verpennt zu erfragen, ob ALG I oder II. #schein

Dachte aber auch ehrlich gesagt, gilt bei beiden Optionen...

Beitrag von nisivogel2604 - 18.09.11 - 19:02 Uhr

Sie hat ein Kind, sonst niemanden, der es betreut, das ganze ist also nicht zumutbar.

Es kann sogar unzumutbar sein, das Kidn umzuschulen, wenn ein Umzug erzwungen werden soll. Zumutbar ist nicht zwingend das, was das Amt als zumutbar deklariert.

lg

Beitrag von jovisister - 18.09.11 - 17:11 Uhr

Doppelte Haushaltsführung ist ja schön und gut, aber wie soll ich das machen?

Ich hab keinen der mein Kind vor und nach der Schule betreuen, wenn ich dort arbeiten würde.

Noch bin ich ja in Arbeit, erst ab 01.10. bin ich leider daheim, weil mein Vertrag nicht verlängert wird.

Jetzt ist alles optimal, ich arbeite 30 Stunden in der Woche, von 7.30Uhr bis 14Uhr.

Ein Umzug in diese Region kommt für uns nicht in Frage, wer soll das denn finanzieren?

LG

Beitrag von king.with.deckchair - 18.09.11 - 18:17 Uhr

Und was soll ICH?! nun mit dieser vorwurfsvollen Frage?!

Beitrag von sassi31 - 18.09.11 - 16:38 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man von der TE Umzugsbereitschaft erwartet, wenn ihr Mann eine feste Arbeit am aktuellen Wohnsitz hat.

Auch halte ich 380 km einfache Strecke zum Pendeln für unzumutbar. Das schafft man nämlich nicht mal eben so in 1 - 1,5 Stunden. Und das ist die zumutbare Fahrtzeit, die mir bei der Arbeitsagentur gesagt wurde.

Beitrag von windsbraut69 - 19.09.11 - 10:58 Uhr

???
Der Mann soll seinen Job kündigen, damit sie für Ihren umziehen können?
Wo schreibt sie von ALGII?
Der Mann mag kein Argument gegen den Umzug sein, sein Job aber sehr wohl.

Gruß,

W

Beitrag von jovisister - 18.09.11 - 16:38 Uhr

Oh, schon soviele Antworten.

Ja, das ist kein Scherz.

Hab gerade mal bei der Bahnauskunft geguckt, von Bahnhof zu Bahnhof wären es fast 5 Stunden Zugfahrt.

Die Arbeitsstellen wären in Frankfurt/Main und Offenbach/Main.

Arbeitsbeginn wäre früh um 8.

Lohn wäre ca. 2100€ Ich hab Steuerklasse 5.

Ich bewerbe mich da morgen, werde aber gleich sagen, das ein Umzug in die Region für mich/Uns nicht in Frage kommt.

LG

Beitrag von sassi31 - 18.09.11 - 23:26 Uhr

Ich glaube nicht, dass du dich da überhaupt bewerben musst. Teile der Arbeitsagentur am Besten schriftlich mit, warum du dich dort nicht bewerben wirst und es sollte keine Probleme geben.

Beitrag von jovisister - 18.09.11 - 17:14 Uhr

Ich hab noch was vergessen.

Ich verdiene jetzt mit meiner 30 Stunden Woche mehr, als was mir dort geboten wird in Vollzeit.

Beitrag von yms79 - 18.09.11 - 17:31 Uhr

ich weiß, dass 2 stunden als fahrtweg im normbereich liegen, aber 380 mit kind, wer weiß, was du da für eine trulla erwischt hast.

und wenn du mit deinen 30 stunden mehr verdienst ohne fahrtweg, kannst du das so argumentieren...wenn du im job bist, musst du nicht kündigen, damit du den anderen animmst...

die sollen mal die bälle flach halten.

lg

Beitrag von angelika2112 - 18.09.11 - 17:56 Uhr

Wow, das finde ich persönlich NICHT zumutbar... #schock

Gut, wenn du jetzt direkt am Bahnhof werden würdest und innerhalb 1,5 Stunden dort sein könntest, mag das gehen.

Leider haben die beim Arbeitsamt den längeren Hebel.Wenn das Gesetz meint es ist zumutbar, dann hast du kaum eine Wahl.

An deiner Stelle würde ich fleißig in der Umgebung Bewerbungen schreiben, auch Initiativbewerbungen. Zu den Arbeitsamtvorschlägen schickst du auch eine, aber gibst dir einfach nicht so große Mühe. Ich denke das sie einer Mutter die so weit entfernt wohnt ohnehin diesen Job nicht geben würden.

Beitrag von king.with.deckchair - 18.09.11 - 18:19 Uhr

Ich gehe davon aus, dass der Umkreis in deinem Bewerberangebot der Arbeitsagentur falsch erfasst ist. Irgend ein (vermutlich anderer) Arbeitsvermittler hat dir dann diese Stellenangebote geschickt.

Wo genau lebst du?

Beitrag von manavgat - 18.09.11 - 20:40 Uhr

Nein. Das ist nicht zumutbar.

Es gibt bei der Arbeitsagentur eine Stelle für Rechtsangelegenheiten. Die ist kostenlos.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zwiebelchen1977 - 18.09.11 - 20:55 Uhr

Hallo

Nein, ich finde auch, das es nicht zumutbar ist. Du hast noch ein Kind zu versorgen, das ginge dann ja gar nicht.

Bianca

Beitrag von ayshe - 19.09.11 - 08:37 Uhr

Klär das doch mal mit dem Arbeitsamt.
Das ist doch ein Witz.

Beitrag von arienne41 - 19.09.11 - 08:46 Uhr

Hallo

Da du ja eine Stelle von 30 Stunden hast und dein Mann auch arbeitet gehe ich davon aus das du kein Arbeitslosengeld usw bekommst.

Wieso soll ich dann einer zwingen können so eine Stelle anzunehmen?

Wenn du "nur" eine neue Stelle suchst solltest du vielleicht dem Arbeitsamt mitteilen in welchem Umkreis du suchst.


Beitrag von thea21 - 19.09.11 - 09:00 Uhr

Ihre Befristung läuft aus und sie wurde nicht verlängert!