Hallo,
diesen Monat hat es uns schwer erwischt. Wir sind das erste Mal ca. 2.500,00 EUR ins Minus geraten, da wir einen selbstverschuldeten Verkehrsunfall hatten, Telefonanlage nebst Telefon kaputt gegangen ist, Waschmaschine defekt, und noch einige Kleinigkeiten, die sich ziemlich summiert haben.
Wir hatten zwar Rücklagen, die sind aber durch den Verkehrsunfall aufgebraucht worden. Wir mussen unser Auto mit 3.500,00 EUR reparieren lassen. Ging leider nicht anders.
So, wie komme ich nun aus dem Minus wieder raus? Mein Mann verdient schon nicht schlecht und ich auch 400,00 EUR. Haben zwei Kinder.
Könnt Ihr mir einen guten Tipp geben? Wir sind auch niemand, die so leben möchten.
Vielen Dank im Voraus.
A.
Wie aus dem Minus auf dem Kont wieder rauskommen?
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Beitrag von schneckchen2202 - 22.09.11 - 10:27 Uhr
Beitrag von myimmortal1977 - 22.09.11 - 10:39 Uhr
Kommt ganz drauf an. Wenn ihr flexibel bleiben wollt, geht ihr zu Bank und lasst Euren Dispo um eine Summe X monatlich kürzen. D. b. das Euer Verfügungsrahmen monatlich immer kleiner wird, bis ihr den Dispo komplett getilgt hättet.
Oder und das ist die günstigere Variante, Ihr schuldet um in ein normales Verbraucherdarlehen. Dann nehmt ihr für eine bestimmte Zeit die Disposumme bei einer Bank auf und tilgt damit den Disporahmen sofort und zahlt monatlich eine feste Rate an eine Bank ab.
Ich würde parallel allerdings auch meinen Disporahmen bei der Hausbank ganz auflösen oder zumindest verkleinern, da sonst die Gefahr besteht, dass man wieder zulangt und aus den 2.500 € schnell mal 4.000 € werden. Und das kann später mal in einer endlosen Schuldenspirale enden.
Ein Annuitätendarlehen ist günstiger, als ein Dispokredit. Man sollte nur verschiedene Banken vergleichen, immer auch auf die Abschlusskosten, Bearbeitungsgebühren achten, nebst Zinsen.
Euch alles Gute, Janette
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.11 - 10:41 Uhr
"Kommt ganz drauf an. Wenn ihr flexibel bleiben wollt, geht ihr zu Bank und lasst Euren Dispo um eine Summe X monatlich kürzen. D. b. das Euer Verfügungsrahmen monatlich immer kleiner wird, bis ihr den Dispo komplett getilgt hättet. "
Was ist denn daran flexibel und warum sollen sie den Dipo kürzen lassen?
Gruß,
W
Beitrag von myimmortal1977 - 22.09.11 - 10:53 Uhr
Wenn man den Dispo monatlich um eine Summe X kürzen will, kann man kleinere Raten vereinbaren, als es z. B. bei einem Annuitätendarlehen der Fall sein KANN.
Das ganze hat ja dann auch einen psychologischen Effekt. Es gibt Menschen die greifen in eine bestehende Möglichkeit voll rein, auch wenn sie es sich rein theoretisch gar nicht leisten können.
So sieht man immer monatlich (sofern man auf die Kontoauszüge schaut) wie viel Geld den Monat noch zur Verfügung steht und kann so Stück für Stück entschulden, ohne sich an feste Verträge (für Verbraucherdarlehen) zu binden.
Die Kürzung des Disporahmens ist nicht vertraglich fest geregelt. Es ist eine freiwillige einseitige Willenserklärung gegenüber der Bank, die im Notfall zu jeder Zeit wieder zurück gezogen werden kann.
Bei vertraglichen Krediten ist man gebunden.
Das ist die Flexibilität, zu der man aber eine ordentliche Portion Disziplin benötigt, um tatsächlich zu entschulden.
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.11 - 11:19 Uhr
Die TE schreibt doch aber, dass es erst- bzw. einmalig vorgekommen ist, nicht, dass sie ständig Probleme haben. Da kann man doch erstmal davon ausgehen, dass sie in der Lage sind, das ohne Hilfe hinzubekommen.
Davon aber mal abgesehen, wird die Bank sich bedanken, wenn sie sich monatlich flexibel überlegen, ob der Dispo jetzt mal um 30 oder aber 120 Euro gekürzt werden soll.
Gruß,
W
Beitrag von cunababy - 22.09.11 - 15:10 Uhr
Hallo,
"Die Kürzung des Disporahmens ist nicht vertraglich fest geregelt. Es ist eine freiwillige einseitige Willenserklärung gegenüber der Bank, die im Notfall zu jeder Zeit wieder zurück gezogen werden kann. "
Das stimmt so nicht. Die Bank alleine entscheidet. Wenn die sagen, nein wir geben ihnen nicht wieder mehr Dispo, dann ist das so und da macht der Kunde dann nichts mehr. Die Bank kann den Dispo übrigens auch jederzeit kündigen!
"Bei vertraglichen Krediten ist man gebunden. "
Bei einem Dispo bin ich aber auch gebunden, den muss ich auch abzahlen, denn sonst wird die Schuldsumme aufgrund der Zinsen immmer höher und irgendwann sagt die Bank dann auch stop und kündigt den Dispo.
Für die TE:
Wie ihr das regelt hängt eigentlich davon ab, wie viel ihr montalich abknapsen könnt.
- könnt ihr eine größer Summe zur Rückzahlung verewenden, dann würde ich es lassen wie es ist. Also einfach 500 Euro weniger ausgeben, so dass ihr dann nächsten Monat nur noch 2000 Euro Minus habt. u.s.w.
- könnt ihr dass nur mit kleinen Raten zurück zahlen z.B. 50 Euro, dann würde ich definitiv zu einem Kleinkredit raten! Bei so geringen Abzahlungssummen fressen euch die Zinsen sonst auf. Da hättet ihr kaum Abtrag der Schulden und meistens wird es dann auch Grund der großen Zeitspanne auch unübersichtlich.
Bei Kreditabschluss auf niedrige Zinsen und geringe Abschluss-/ Bearbeitsungsgebühren achten. Außerdem würde ich genau schauen, dass Sonderzahlungen möglich sind. Vielleicht kommt mal eine unverhoffte Sonderzahlung wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Erbe u.s.w., dann könnt ihr da kostenlos sondertilgen oder gar vorzeitig ablösen.
LG Cunababy
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.11 - 10:41 Uhr
Ganz einfach, Ihr gebt jetzt einfach monatlich weniger aus als ihr einnehmt...
Gruß,
W
Beitrag von sassi31 - 22.09.11 - 14:30 Uhr
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Ganz genau. Und einen Blick drauf haben, dass die Belastung zurück geht. Heißt, dass das Konto am Ende vom nächsten Monat "nur" noch mit 2.200 Euro im Dispo steht (z. B.) usw..
Beitrag von sini60 - 22.09.11 - 10:48 Uhr
Da es bei euch eine Ausnahme war, müsst ihr euer Minus doch in ein paar Monaten wieder ausgegichen haben. Weihnachtsgeld kommt vl. auch noch
Beitrag von ich-habe-zwei-davon - 22.09.11 - 12:47 Uhr
hatte ich damals auch, jedoch entstanden meine ausgaben zu meiner bafögzeit, als dieser nicht schnell genug berechnet wurde und ich ja dennoch ausgaben wie miete usw. hatte.
ich habe dann ein minus von 1200€ gehabt und habe ein unterkonto bei der bank eingerichtet.
sprich, ich hatte zwei konten bei der bank. eines mit den schulden und eines, welches bei null lag.
auf das konto wo schlussendlich kein dispo mehr war kam mein monatliches geld weiterhin drauf. auf das verschuldete konto gingen monatlich 50e bis alles abgezahlt wurde.
nun habe ich zwar kein dispo mehr, und ich finde das auch nicht tragisch - dafür bin ich schuldenfrei bei der bank.
vg
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.11 - 13:17 Uhr
Und wozu das zweite Konto, wenn ich mal ganz blöd fragen darf?
LG
Beitrag von ich-habe-zwei-davon - 22.09.11 - 13:26 Uhr
konto 1:
war mein normales girokonto, das auf null gesetzt wurde und es gingen hier ganz normal meine bezüge drauf wie kindergeld, unterhalt & bafög
konto 2:
das war ein konto mit meinem eigentlichen dispo. sprich ein minuskonto.
hier konnte ich nicht dran, hier wurde monatlich der betrag von 50€ rüber geschoben vom erstem konto, das ich meine schulden nach und nach abtrug.
vg
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.11 - 13:50 Uhr
Ja, soweit habe ich das schon verstanden aber warum der Aufwand, das zu trennen?
LG
Beitrag von ich-habe-zwei-davon - 22.09.11 - 15:39 Uhr
weil ich sonst so glaube mit meinem bissel krepelgeld damals nicht raus gekommen wäre, UND ich habe so die diemensen zinssätze nicht gehabt, die sie beim dispo je berechnen.
muss aber dazu auch noch erwähnen, das ich bis dato eine ec-karte besaß, die sie mir dann einzogen, aber das hat auch was damit zu tun gehabt, das studierende keine ec-karten besitzen dürfen, aufgrund der einnahmen.
vg
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.11 - 15:53 Uhr
Du hast doch mit 2 Konten nicht mehr Geld zur Verfügung...und auf den ausgeschöpften Dispo hast Du doch weiterhin Zinsen zahlen müssen...
Dass Studierende keine EC-Karten besitzen "dürfen" ist mir aber auch neu.
Beitrag von ich-habe-zwei-davon - 22.09.11 - 16:03 Uhr
nein,..irgendwie schreiben wir beide an einander vorbei.
ich habe nicht mehr geld zur verfügung gehabt, richtig - denn es war ja nur ein ganz normales girokonto mit den bezügen wie vorher auch.
das dispogeld ging auf ein muniskonto, sprich ich habe so eine art kredit dann bei der bank gehabt, welchen ich abzahlte. wir rechneten aus was ich monatlich zurück zahlen konnte und es entstand ein dauerauftrag. jeden monat schrumpfte mein minuskonto um 50€.
ausgangsminus waren damals knapp 900€ gewesen und durch die bearbeitung und allem drum und dran dann um die 1200€. ich habe keine weiteren zinsen abgezahlt, es war alles schon in einem betrag gerechnet worden.
das minuskonto gab es dann auch mit der letzten zahlung nicht mehr, gleichzeitig hatte ich dann auch keinen dispo mehr gehabt. also seid jahren habe ich nun keinen und komme so auch mehr als gut zurecht.
klingt vll. für außenstehende etwas verwirrend mit den beidne konten die ich hatte.
ich war/ bin bei der commerzbank. dort ist es so das du keine ec-karte besitzen darfst wenn du studierender bist, da kein einkommen aufs konto kommt. bafög half mir sicherlich, aber es wird anders gehandhabt - frag mich nicht.
heute, viele jahre nach meiner abzahlgeschichte besitze ich noch immer keine, habe sie auch nicht wieder beantragt, ich brauche sie nicht - kann ja dennoch in einigen läden mit karte bezahlen.
vg
Beitrag von windsbraut69 - 22.09.11 - 16:20 Uhr
Ahaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
Jetzt verstehe ich, was Du meinst :)
Das zweite Konto war dann so eine Art Kreditkonto.
Wenn dann noch die 300 Euro Gebühren weniger waren als die Dispozinsen, die während der Abzahlung angefallen wären, macht das durchaus Sinn.
LG und danke für die Aufklärung!
W
Beitrag von ich-habe-zwei-davon - 22.09.11 - 16:25 Uhr
genau,... nun haben wir es
Beitrag von james10 - 22.09.11 - 12:55 Uhr
Das bestverdienteste Geld ist das, welches man nicht ausgibt. 
2.500 Euro ist zwar kein Pappenstiel. Mit einem "nicht schlechten" Verdienst deines Mannes, deinen 400 Euro, Kindergeld usw. sollte es möglich sein, kurzfristig mal den Gürtel enger zu schnallen, auf bestimmte Dinge zu verzichten und vorübergehend mal überlegen, ob diverse Ausgaben in dieser Zeit unbedingt notwendig sind.
Alternativ kannst du im Umfeld (Eltern, Geschwister, Bekannte) fragen, ob sie euch mit einem gewissen Betrag kurzzeitig unterstützen können.
Rein psychologisch zahlt man lieber seine Schulden einem Verwandten/Bekannten zurück, als es der Bank mit ihrem horenden Zinsen zu geben.
Beitrag von sassi31 - 22.09.11 - 14:36 Uhr
***Rein psychologisch zahlt man lieber seine Schulden einem Verwandten/Bekannten zurück, als es der Bank mit ihrem horenden Zinsen zu geben.***


Sorry, aber das ist doch der Witz des Tages. Die meisten Menschen haben überhaupt keine Hemmschwelle, die Eltern/Geschwister/Verwandten auf ihr Geld warten zu lassen. Immer in der Hoffnung, dass die einen eh nicht verklagen und doch Verständnis für die angespannte finanzielle Lage haben müssen. Eine Bank würde da ganz anders ran gehen, wenn die Abzahlung ausbleibt.
Beitrag von pssst77 - 26.09.11 - 10:30 Uhr
Hallo,
wir haben zur Zeit einen ähnlichen Fall.
Meine Devise:
Arschbacken zusammen kneifen und mal 1-2 Monate auf jeden Cent schauen.
Ist gar nicht so schwer,wenn man das wirklich will und das Ziel vor Augen behält.
Ich habe auf dem Laptop einen Budgetplaner und einen Ausgabenplaner.
Ich hole montags das Geld für die Woche von der Bank und versuche,damit auszukommen.Es werden nur Dinge gekauft,die "nötig" sind.
Jede Ausgabe,egal,wie klein,notiere ich.
Ist für mich auch immer mal wieder erstaunlich,für was man so Geld im Monat ausgibt und wo man einsparen könnte,wenns mal besser läuft. 
Alles Gute ![]()
Sylvia
