Hallo ihr Lieben,
mich belastet gerade etwas, ich hab auch nicht so ein dickes Fell und würde gern einmal eure Meinung hören.
Ich arbeite seit fast drei Monaten als Erzieherin in einer Krippe. Mir macht es großen Spaß, die Kinder finden mich toll und mit den Eltern komme ich sehr gut zurecht.
Nun kam am Dienstag meine Kollegin zu mir und sagte, dass eine Mama aus unserer Gruppe auf sie zugekommen sei und sie fragte, ob es sein könne, dass ich die Kinder zur Strafe in die Ecke stelle? 
Und wisst ihr wie so darauf kommt: Ihr Kind hat mit seiner Puppe gespielt und sagte zu dieser, "Peter, geh in die Ecke!". Sie ist übrigens 2 (das Kind, nicht die Puppe). So, nun fragte die Mama, wer denn sowas sagen würde und das Kind sagte tatsächlich meinen Namen.
Ich kann es nicht fassen. Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Und verwirrt. Warum nennt das Mädchen meinen Namen, obwohl so etwas nie passiert ist und es sicherlich nicht meinem pädagogischen Handeln entspricht, als Konsequenz eines Fehlverhaltens das Kind in eine Ecke zu befördern...
Bin zu meiner Chefin und habe mir Rat geholt. Sie steht hinter mir und glaubt mir zu hundert Prozent, was natürlich toll ist.
Heute bin ich zu der Mama und sagte ihr, dass ich sehr erschrocken war über die Äußerung. Und dass es für mich nicht vorstellbar wäre, so zu handeln...naja, sie war verunsichert, das hat man gemerkt. Klar, sie kennt mich noch nicht lange, ich bin die Neue. Sie sagt, dass es okay is und sie mir glaubt. Aber es ist für mich wahnsinnig schwer, da ich natürlich nichts beweisen kann.
Ich hab es ihr jetzt gesagt und gut. Mehr kann ich wahrscheinlich nicht machen. Es hat mich bloß sehr beschäftigt und irgendwie auch verletzt.
Danke für euer offenes Ohr.
Ich, Erzieherin, hatte blödes Erlebnis mit einer Mama
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Beitrag von sophieswelt - 22.09.11 - 18:49 Uhr
Beitrag von silbermond65 - 22.09.11 - 19:06 Uhr
Ich kann es nicht fassen. Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Und verwirrt. Warum nennt das Mädchen meinen Namen, obwohl so etwas nie passiert ist und es sicherlich nicht meinem pädagogischen Handeln entspricht, als Konsequenz eines Fehlverhaltens das Kind in eine Ecke zu befördern...
Weil Kinder in dem Alter gerne mal Sachen erzählen ,die nicht passiert sind.
Völlig normal in dem Alter würde ich sagen.
Beitrag von sophieswelt - 22.09.11 - 19:10 Uhr
Also das habe ich jetzt vielleicht etwas verwirrend geschrieben.
Natürlich bin ich nicht von dem Mädchen enttäuscht. Dass Kinder in dem Alter ganz viel verarbeiten und auch mal "Quatsch" erzählen, is mir klar. Trotzdem frage ich mich, warum sie gerade mich nennt, obwohl wir drei Erzieherinnen sind.
Naja...
Aber dass die Mama dann gleich alles glaubt und mich nich mal selbst anspricht...
Beitrag von bruchetta - 22.09.11 - 19:19 Uhr
Ich denke, Du solltest den "Vorfall" nicht überbewerten.
Vielleicht hat Dich die Kleine gern und Du bist ihr bei ihrem Spiel besonders im Gedächtnis....
Und die Mutter wendet sich erstmal an ein bekanntes Gesicht und traut sich nicht, Dir so etwas direkt zu unterstellen.
Da gehe ich jedenfalls mal von aus.
Beitrag von hedda.gabler - 22.09.11 - 19:21 Uhr
Hallo.
>>> Aber dass die Mama dann gleich alles glaubt und mich nich mal selbst anspricht... <<<
Um was wollen wetten, dass Du es genauso machst (also erst einmal dem Kind glauben), wenn Du dann mal selbst welche hast
Das ist das Löwenmutter-Gen.
Und dass die Mutter erst einmal verunsichert war, als Du die Sache richtig gestellt hast, ist doch eigentlich auch normal ... hier im Forum erlebt man doch auch immer wieder, dass die Mütter (heutzutage) von jedem Pups verunsichert sind und aus jeder Mücke einen Elefanten machen ...
... nimm es Dir nicht zu sehr zu Herzen, auch nicht dass das Kind ausgerechnet Dich genannt hat, Du wirst sie irgendwie beeindruckt haben und das muss ja nicht negativ gewesen sein ... und freue Dich auf die Zeit, in der Dir Deine eigenen Kinder alle möglichen Schandtaten andichten
LG
Beitrag von 1familie - 23.09.11 - 08:41 Uhr
hallo,
es ist nicht böse gemeint, aber NATÜRLICH glaube ich erster Linie meinem Kind, wie soll es sich sonst trauen - mir alles anzuvertrauen, wenn es Probleme haben sollte?
Gruß
Beitrag von ayshe - 22.09.11 - 19:47 Uhr
Tja, das ist der Grund, warum Eltern erstmal selbst rumhorchen sollten, was nun wirklich war 
Ich will nicht sagen, daß Kidner lügen, aber ihnen geht die Phantasie durch und manchmal wollen sie eben etwas erzählen, aber die Art wie sie es tun, läßt eine ganz andere Geschichte erscheinen.
Aber das muß ich dir ja nicht sagen
Vllt mag sie dich auch besonders gern und hat deshalb sofort deinen Namen im Kopf gehabt.
Ich würde das auch nicht überbewerten.
Beitrag von karin3 - 22.09.11 - 21:58 Uhr
Hallo,
hast du keine Ausbildung als Erzieherin?
Als Erzieherin hast du Umgang mit Kindern und deren Eltern. Von daher müsste eine Art Grundkurs in Psychologie (wie ticken Kinder UND deren Eltern) doch Teil der Ausbildung sein. Uns spätestens im Anerkennungsjahr hätest du Umgang mit Eltern gehabt.
Gruß Karin
Beitrag von lisasimpson - 22.09.11 - 22:02 Uhr
"Ich kann es nicht fassen. Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Und verwirrt. "
mensch, mädchen, du bist 25- und arbeitst doch wohl schon ein paar Jahre in dem breich, oder?!
Wenn du auf der arbeti so reagierst (enttäuscht zu sein, wei lein kleinkind auf eien solche frage irgend einen namen nennt) dann wirste noch ne menge spaßdort haben.
entwirr dich erst mal, mach dich locker und gib den eltern die möglichkeit, so viel vertrauen wie möglich zu dir zu entwickeln.
besprich deine sanktionsmaßnahmen IMMER beim abholen mit den Eltern (ich fand das simemr sehr hilfreich, bei kindern die noch nicht soo wortgewandt waren von der erziehrin erzählt zu bekommen, was so vorgefallen ist. dann konnte ich ein "a... hat heute mit mir geschimpft" einordnen und gut war)
und zeigt euch als instituion so offen, daß eltern wissen, daß sie jederzeit zu euch stoßen könnten.
ansonsten: locker machen., es wird dir noch öfter passieren, daß kinder etwas anders interpretieren als du es meisnt (kan nes sein, daß du sie tatsächlich mal in die ecke "geschickt hast, oder ein anders kind, z.B.weil ihr in der "bauecke" noch gespielt habt, sie noch in die "puppenecke" was aufräumen sollte oder was auch immer...
lisasimpson (die mal ein sehr viel heftigeres mißverständis erlebt hat:)
Beitrag von manavgat - 22.09.11 - 22:27 Uhr
Wie alt bist Du eigentlich?
Konflikte dieser Art sind der übliche Sch.., wenn Du Dir kein dickeres Fell zulegst, dann hast Du schneller einen Burn-Out, als Du Piep sagen kannst.
Gruß
Manavgat
Beitrag von ..leopoldina.. - 22.09.11 - 23:17 Uhr
Peter, geh in die Ecke!
Vielleicht assoziierte das 2jährige Kind gar keine negative Sanktion mit dieser Aufforderung. Vielleicht störte Peter die Puppenmädchen Susi und Fanni beim Spielen und musste daraufhin in die Ecke. Ich finde auch die Erklärungsmöglichkeiten hinsichtlich der Begrifflichkeit "in die Ecken gehen" von userin lisa.sim. sehr interessant und naheliegender als die Vermutung der Mutter. Die Frage der Mutter konnte dem Kind natürlich auch als Suggestivfrage gestellt worden sein. Warum die Mutter eine Kollegin fragt, statt dich direkt anzusprechen, ist auch überlegenswert. Entweder eine Charakterfrage dieser Mutter oder die Eltern haben ansich noch nicht genügend Vertrauen zu dir gefasst. Daran würde ich an deiner Stelle eher arbeiten, als über Peterchens Eckengang zu sinnieren. LG
Beitrag von ..leopoldina.. - 22.09.11 - 23:28 Uhr
Nachtrag: Natürlich war es für das Kind sicherlich in diesem Moment eine negative Sanktion. Aber ich denke, dass es auch rein spielerisch, ohne Bezug nach außen bzw. zum Kindergartenalltag interpretiert werden kann. Kinder schauen sich in diesem Alter viel von den anderen Kleinen ab. Vielleicht spielte sie einfach Szenen nach, die die Kinder in der Krippe mit Puppen spielten.
Beitrag von sternentage - 23.09.11 - 07:55 Uhr
Hallo,
wie kommst du denn zu dem Job in der Krippe? Hast du keine Ausbildung in diesem Bereich? Denn da solltest du gelernt haben dass sowas bei Kleinkindern häufiger vorkommt und wie man damit umgeht.
"Wahnsinnig enttäuscht" sein weil eine 2-jährige (!) diese Angabe gemacht hat, ist jedenfalls nicht sehr professionell.
Wie wäre es mit einer Fortbildung?
LG, Tina (die wenn man den Kids im Kiga glauben will Kindern im Kiga nichts zu essen gibt, den XY immer haut wenn er weint, verbietet mit Lego zu spielen, im Kiga wohnt, beim Waldtag immer 300 km mit den armen Schulkindern wandert, sagt dass XY im Winter im T-Shirt raus muss, verbietet zu malen, mit dem Kiga-Zivi verheiratet ist (er 18, ich 34 ...) usw. usf. ...
)
Beitrag von marion2 - 23.09.11 - 08:31 Uhr
Hallo,
wie ist dein Plan, falls es mal richtigen Ärger gibt?
Gruß
Beitrag von jo-hanna- - 23.09.11 - 09:12 Uhr
...Kein Grund sich einen Kopf zu machen... SORRY, aber solche Dinge sind Alltag!
Vielleicht sollte der arme Peter nur in der (Puppen-) ecke was holen??? Das sind doch Aussagen, die in jeder Einrichtung ständig gemacht werden...
Mensch, Kinder mit 2 Jahren sind doch sprachlich auch noch nicht so fit, dass sie immer die richtige Bedeutung ihrer Aussage verstehen!
Nunja, enttäuscht und wütend wäre ich, wenn Eltern und Kollegen/Leitung dem Kind glauben würden...
Aber so????
Ich wünsche dir ein dickeres Fell...
LG
