Bitte erklärt mir das +Politik und Religion+

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von lilalaus2000 - 22.09.11 - 21:34 Uhr

Hallo

also im Radio meldete man ja einen riesen Streit darum ob der Papst denn in Berlin sprechen sollte weil man ja Politik nicht mit Religion mischen sollte. Einfach ausgedrückt!

Aber was ist dann bitte mit dem Judentum??????

Ich bin kein Judenfeind, wirklich nicht! Das will ich mal klarstellen. Aber wenn die schon so anfangen, dann aber auch in JEDER Hinsicht bitteschön!

Wieso dürfen dann Leute die NICHT in der Kirche sind Weihnachten feiern und frei haben, oder ostern oder oder???

Es ist einfach eine Heuchelei wenn man es eben so radikal betrachtet wie es einige Demonstranten heute getan haben.

Nebenbei, ich bin evangelisch, habe also auch mit dem apst nichts am Hut.


Erklärungen bitte in einfacher Weise, so kann es jeder verstehen!

Vielen Dank!

Beitrag von lilalaus2000 - 22.09.11 - 21:36 Uhr

Meinte ich habe nichts mit dem Papst am Hut!

Habe zu schnell getippt und das "P" vergessen

Beitrag von manavgat - 22.09.11 - 22:37 Uhr

Scheißegal, ob Mullah / Papst / Oberrabbie oder Hare Krishna.

Was zum Kuckuck haben die im Bundestag zu suchen? Dort sind unsere gewählten Volksvertreter und nur die haben das Recht dort irgendetwas zu irgendeinem Thema zu sagen.

Diese verbabbten Katholiken haben sowieso - für meinen Geschmack - zuviel Einfluß.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lisasimpson - 22.09.11 - 22:45 Uhr

nun ja, dann haste dich sicher bei all den anderen Gastrednern im Bundestag auch echauffiert, oder?!


lisasimpson

Beitrag von stoerfaktor - 23.09.11 - 06:06 Uhr

Siehe meine Vorposterin.

Ich bin weiß Gott kein Papstanhänger. Aber mit deiner engstirnigen Argumentation bist Du schon auf einer Stufe mit manchen kirchlichen Fundamentalisten.

Beitrag von manavgat - 23.09.11 - 11:02 Uhr

war ja klar, dass jetzt ein Totschlag-Argument kommt.

Ich finde unsere Demokratie ist ein Wert an sich.

Gruß

Manavgat

Beitrag von stoerfaktor - 23.09.11 - 11:05 Uhr

Wie soll ich das verstehen? Dass in einer Demokratie dieser Mann nicht zu Wort kommen darf?

Beitrag von thetis - 23.09.11 - 11:23 Uhr

Trennung von Kirche und Staat.
Wäre Ratzinger in seiner Funktion als Staatsoberhaupt vor den Bundestag getreten wäre alles fein, so hat er als katholischer Führer gesprochen und das hat eben in einem säkularisierten demokratischen Rechtsstaat eigentlich keinen Platz.

Beitrag von lisasimpson - 23.09.11 - 12:24 Uhr

und es dürfen im budestag nur andere Staatsoberhäupter als gastredner auftauchen?


lisasimpson

Beitrag von thetis - 23.09.11 - 13:01 Uhr

Natürlich nicht, aber religiöse Oberhäupter (siehe Dalai Lama) haben da ja nix verloren.

Beitrag von lisasimpson - 23.09.11 - 13:10 Uhr

wer sagt das?

ganz abgesehen davon, daß das eine kindische Trotzreaktion ist (nicht von dir:), die einladung eines tibetischen Dalai Lama in den bundestag einzuladen in ein land also mit vielleicht 250 000 Buddhisten zu vergleichen mit em besuch eines deutschen Papstes in ein land mit 25 Millionen katholiken- kann ja kein ernst gemeinter vergleich sein

lisasimpson

Beitrag von thetis - 23.09.11 - 13:24 Uhr

Welchen Teil von Trennung von Kirche und Staat hast du nicht verstanden?
Verfassungsmäßig ist die Konfession dieser 25 Millionen, wahrscheinlich ohnehin min. 80% Papierchristen, für diesen Staat völlig egal.

Beitrag von lisasimpson - 23.09.11 - 13:50 Uhr

doch, das habe ich serh gut

was ich jedoch nicht verstehe ist dein letzte satz:
"Verfassungsmäßig ist die Konfession dieser 25 Millionen, wahrscheinlich ohnehin min. 80% Papierchristen, für diesen Staat völlig egal."
den mußte mir nochmal erklären

lisasimpson

Beitrag von zeitblom - 23.09.11 - 13:40 Uhr

"Wäre Ratzinger in seiner Funktion als Staatsoberhaupt vor den Bundestag getreten "

ist er das nicht?

Beitrag von ong_xa - 23.09.11 - 14:50 Uhr

Ich glaube nicht dass sich im Falle des Vatikans das Religionsoberhaupt vom Staatsoberhaupt trennen lässt.

Beitrag von manavgat - 23.09.11 - 12:17 Uhr

nach Deinem Argument dürfte ich jetzt auch da sprechen.

Als Führer Atheisten-Bewegung vielleicht?

Gruß

Manavgat

Beitrag von lisasimpson - 23.09.11 - 12:23 Uhr

wenn deine Bewegung weltweit 1,17 milliarden Anhänger hat und dich als ihr Oberhaupt begreift, dann denke ich schon

lisasimpson

Beitrag von manavgat - 23.09.11 - 12:39 Uhr

Aha,

jetzt kommen wir der Sache näher:

ein Führer einer Religionsgemeinschaft hat - Deiner Meinung nach - das Recht in unserem Bundestag zu sprechen, wenn

er soundso viel Anhänger hat.

Was ist mit Trennung von Kirche und Staat?

Gruß

Manavgat

Beitrag von stoerfaktor - 23.09.11 - 12:57 Uhr

Ich denke es geht darum dass du etwas zu sagen haben musst, dass recht viele Leute erreicht und das mit den Grundwerten einer Demokratie etwas deckungsgleich ist.

Ich glaube, die Forderung von Trennung und Staat impliziert keine Ignoranz anderen Meinungen/Thesen/was auch immer. Es zeugt vielmehr von Freiheits- und Demokratieverständnis.

Beitrag von lisasimpson - 23.09.11 - 13:02 Uhr

nein- das war dein Argument...

und Trennung von Kirche und staat (die hier es hier leider nicht wirklich gibt) hat nichts aber auch gar nichts damit zu tun, wen der Bundestag zu einer gastrede einläd.
denn der pabst war nicht da, um in gesetzesverabschiedungen einzugreifen oder sonstwie am parlamentarischen prozess teilzunehmen, sondern - wie der name schon sagt- war als gast geladen und durfte reden..
so wie dies schon einige getan haben.

und ja_ man sollte durchaus etwas zu sagen haben, was vielen menschen wichtig ist, wenn man dort spricht.
manavgat wird daher vielleicht 5 urbia- mitglieder organisieren können, der pabst ie gesagt über eine milliarde menschen, das ist definitiv ein unterschied


lisasimpson

Beitrag von ayshe - 23.09.11 - 13:09 Uhr

Vllt würde sich dieser Diskussionspunkt erübrigen, wenn er zb in einem Fußballstadion gesprochen hätte oder irgendeinem anderen Platz, wo es möglich wäre.

Beitrag von lisasimpson - 23.09.11 - 13:13 Uhr

na,ja, hat er ja auch (im Olympiastadium)

natürlich kann man darüber streiten/ diskutieren, ob es sinnvoll, wichtig oder richtig war, den Papst im Bundestag sprechen zu lassen (mich als Atheisten interessiert das zwar eigentlich nicht, aber was solls)
ich kann nur hier in der Diskussion kein einziges Argument finden, das ich schlüssig finden würde als Begründung ihn NICHT sprechen zu lassen.

lisasimpson

Beitrag von purpur100 - 23.09.11 - 13:20 Uhr

stimmt diese Info hier?
"dass im Plenum des Bundestages keine Religionsführer sprechen dürfen"

"Bislang sei dem Dalai Lama mit diesem protokollarischen Hinweis eine Rede verweigert worden, "obwohl ihm dies helfen würde mit seinem Anliegen", sagte Beck."

http://de.nachrichten.yahoo.com/gr%C3%BCnen-politiker-f%C3%BCr-rede-dalai-lama-bundestag-053952780.html

Beitrag von ayshe - 23.09.11 - 13:26 Uhr

Interessant.

Beitrag von lisasimpson - 23.09.11 - 13:53 Uhr

habe ich auch gelesen..

was dieser wischi- waschi satz jedoch bedeuten soll und wo er fixiert ist, weiß ich nicht.
aber wenn dem so wäre, dann hätten sich doch die protestierenden/ nicht einverstandenen Parlamentarier darauf berufen können
oder ist dsa einfach nur so ein "ungeschriebenes Gesetz", das dann rausgekramt wird, wen nes darum gehtchina nicht ans bein zu pissen?

lisasimpson