Guten Morgen,
ist es euch wichtig, wenn ihr einen neuen Partner oder Freunde kennenlernt, dass ihr einen guten Beruf habt, auf den ihr stolz seid? Ich habe vor einer Weile eine nette Mama durch meine Kinder kennengelernt, wir haben uns gut verstanden. Sie sagte nie so richtig, was sie beruflich macht, bis ich sie beim Aldi an der Kasse traf und es ihr sichtlich unangenehm war, dass sie dort arbeitet. Ich habe sie darauf angesprochen und sie meinte, dass viele sie da schief ansehen würden und denken, dies wäre kein niveauvoller Job. Ich selbst bin im Büro tätig und sehr zufrieden mit meiner Arbeit, würde aber andere nie wegen eines Jobs verurteilen, denn Arbeit ist Arbeit und jeder der arbeitet kann stolz darauf sein, was er macht.
Ich habe auch eine Bekannte, sie ist Vollzeitmutter, hat keine Ausbildung, meint aber, sie würde nie einen Kassiererjob machen oder bei Schlecker arbeiten, dass wäre das Allerletzte. Ich sehe das anders.
Was denkt ihr, wird man aufgrund seiner Arbeit, sofort in eine Schublade gesteckt, ist es dadurch schwieriger einen Partner oder Freunde zu finden, die beruflich viel "höher" stehen?
Viele Grüße
Seid ihr stolz auf euren Job?
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Beitrag von Umfrage123 - 23.09.11 - 10:29 Uhr
Beitrag von thea21 - 23.09.11 - 10:33 Uhr
<<<Was denkt ihr, wird man aufgrund seiner Arbeit, sofort in eine Schublade gesteckt, ist es dadurch schwieriger einen Partner oder Freunde zu finden, die beruflich viel "höher" stehen? >>>
In eine Schublade mit Sicherheit. So sind die Menschen. Sie kategorisieren. Allerdings ist es mir egal, was meine Bekanntschaft und Freundschaft so ausübt, solange ich mich mit ihnen identifizieren kann. (Ansichten, etc.pp.)
Beim eigenen Partner aber, sehe ich das ein wenig anders.
ICh weiß ehrlich nicht, ob ich mit einem Partner leben kann, der bei Aldi an der Kasse sitzt.
Ich mag es mich mit meinem Partner über unsere Jobs auszutauschen und finde seinen Job recht anspruchsvoll, abwechslungsreich und interessant.
Beitrag von fr.mayer - 23.09.11 - 17:02 Uhr
Ja sehr stolz,er erfüllt mich und ist auch ein wenig Berufung.
Ich habe Altenpflegerin gelernt und arbeite nun seit 5 Jahren in einer Behinderteneinrichtung.
Leider bin ich überqualifiziert und unterbezahlt wenn's mir aber nicht so grosse Freude machen würde währe ich wieder im Altenheim.
Mein Mann verdient gut und ich sehe es als Privileg an , in Anbetracht der geringen Bezahlung,trotzdem meinen Traumjob machen zu dürfen.
Morgen Frühschicht und ich freue mich
Beitrag von wasteline - 23.09.11 - 18:19 Uhr
"ICh weiß ehrlich nicht, ob ich mit einem Partner leben kann, der bei Aldi an der Kasse sitzt."
Nur mal angenommen, dass Dein Partner seinen Job verliert und trotz aller Anstrengungen "nur" einen Kassenjob bei Aldi findet, schaffst Du ihn dann ab oder bleibt er weiterhin Dein Partner? Du könntest Dich dann ja nicht mehr mit ihm über seinen anspruchsvollen Job unterhalten. Wird er mit einem Kassiererjob dann plötzlich zu einem anderen Menschen?
Beitrag von hippogreif - 23.09.11 - 19:30 Uhr
Wenn man eine qualitativ hochwertige Ausbildung/Studium gemacht hat, ist es relativ unwahrscheinlich, dass man irgendwann ungewollt bei Aldi hinter der Kasse landet. Da müßte man sich schon ziemlich dämlich anstellen...
Beitrag von wasteline - 23.09.11 - 20:24 Uhr
Es wurden auch schon sehr gut ausgebildete Ingenieure zu Obdachlosen.
Beitrag von hippogreif - 23.09.11 - 22:32 Uhr
Ach komm.
Aber bestimmt nicht, ohne dies nicht selbst verschuldet zu haben.
Wenn ich einigermaßen bei Verstand bin, dann finde ich mit einer guten Ausbildung immer was.
Erzähl mir bitte von EINEM Fall, den Du selbst miterlebt hast, wo aus einem Ingenieur unverschuldet ein Obdachloser wurde.
Das ist doch totaler Quatsch.
Beitrag von wasteline - 24.09.11 - 20:26 Uhr
Stimmt, einen Ingenieur, dem es schlecht geht, kenne ich nicht.
Allerdings 2 Psychologen, die nach dem abgeschlossenen Studium Taxi fahren.
Auch als Akademiker kann man herzhaft ins Klo greifen.
Beitrag von thea21 - 23.09.11 - 19:44 Uhr
Mein Partner ist Sozialarbeiter und arbeitet derzeit als Betreuer im betreuten Wohnen mit geistig und körperlich Behinderten und/oder sozialen Problemfällen.
Ich halte es für unwahrscheinlich das er bei Aldi hinter der Kasse sitzt, sollte er mal ohne Job sein.
Sollte dem so sein, wollte ich mit meinem Posting keinesfalls ausdrücken, dass ich ihn dann sitzen lasse, weil ich einfach auch davon ausgehe, das dies eine kurzfristige Sache wäre, um unser aller "Standart" zu gewährleisten.
So wie auch ich, wenn "Not am Mann" wäre solch einen Job annehmen würde, um nicht vollends abhängig zu sein von ihm oder anderen.
Mir ging es in meiner Aussage eher um die langfristige Komponente.
Beitrag von wasteline - 23.09.11 - 20:25 Uhr
Ok, dann kann ich mit Deiner Antwort leben.
Beitrag von ccino - 24.09.11 - 20:16 Uhr
Ja, da wäre nen Job bei Aldi wohl wirklich zu anspruchsvoll für ihn.
Die nehmen wohl auch keine Leute mit dem typischen Sozialarbeitertempo.
Beitrag von thea21 - 25.09.11 - 09:45 Uhr
Geh in dein Loch zurück!
Beitrag von rmwib - 23.09.11 - 10:36 Uhr
Klar wird da sortiert, so ist der Mensch.
Bei meinen Freunden ist es mir egal, aber ich möchte z.B. keinen Partner haben, der beruflich --- ja "unter mir steht" klingt jetzt irgendwie doof... der mir da aber auf jeden Fall auf Augenhöhe begegnen kann.
Ich bin selber sehr qualifiziert und das erwarte ich auch von meinem Partner.
Oh und JA, ich bin stolz auf meinen Job
Beitrag von .khushi. - 23.09.11 - 10:40 Uhr
"Ich habe auch eine Bekannte, sie ist Vollzeitmutter, hat keine Ausbildung, meint aber, sie würde nie einen Kassiererjob machen oder bei Schlecker arbeiten, dass wäre das Allerletzte."
Auf die Gefahr hin das ich gesteinigt werde, ich sehe eher diese Einstellung als das Allerletzte. Wen jeder so denkt, würden wir arge Probleme haben. Und jemand ohne Ausbildung sollte auch über so etwas nicht urteilen, glaube auch das sie nicht will das über sie geurteilt wird.
Ich habe mit sowas kein Problem, ich würde sogar putzen gehen, wenn ich wüsste das ich dadurch meine Familie unterstütze. Ich find sowas schön, selbst wenn man das nur für sich tut damit man was um die Ohren hat.
Was das Freunde finden angeht:
Ich finde es kommt auf den Menschen drauf an. Wenn man Hausfrau ist (was ich ned schlimm finde!) aber vom Kopf her schon total eingeprimelt ist und nur begrenzte Themen zum reden hat, ist es natürlich schwerer Theme/Freunde zu finden.
LG
Beitrag von 3.zwerg - 23.09.11 - 11:28 Uhr
Ganz meine Meinung! Top!
Beitrag von kruemelchenmonster - 23.09.11 - 12:10 Uhr
Hallo
Ich bin auch ganz deiner Meinung.
Liebe Grüße ...
Beitrag von michi0512 - 23.09.11 - 10:40 Uhr
Ich bin froh im Job - es erfüllt mich und macht mir Spaß.
Mir ist es egal als was andere arbeiten - ich finde es super wenn sie ÜBERHAUPT arbeiten oder sich wirklich etwas suchen. Es ist momentan schwer auf dem Arbeitsmarkt. Mit wäre es peinlich eine Freundin zu haben die ALG2 bezieht und sagt ES REICHT DOCH und sich um nichts kümmert!
Eine "ALG2-Freundin" auf Jobsuche wäre mir auch recht.
Es geht doch ums wollen und tun - finde ich.
Im übrigen war ich heute morgen bei Aldi einkaufen. Und würde da keiner an der Kasse sitzen - na was würd ich dann wohl tun?
Beitrag von ninnifee2000 - 23.09.11 - 10:42 Uhr
Ich sehe das genauso wie Thea.
Bei Bekannten, Freunden, Familie ist es mir egal, was sie für Jobs haben. Hauptsache sie haben einen Job und lungern und jammern nicht zu Hause rum. Ich würde nicht mal eine Freundin wegstoßen, wenn sie als Prostituierte im Bordell arbeiten würde. Solange sie sich damit ernähren kann und der Job sie nicht fertig macht, finde ich nichts Schlimmes dran.
Beim Partner ist es für mich auch was anderes. Ich gebe zu, ich will lieber einen Mann, wo der Job niveauvoll ist. Meine Kollegin will lieber einen Handwerker und keinen Typen, der im Büro sitzt.
Ich stecke auch in Schubladen, lerne die Menschen aber dahinter auch kennen, damit ich mein "erstes Urteil" revidieren kann. Denn selbst aus dem kleinsten Maurer ist schon ein erfolgreicher Bauunternehmer geworden.
Beitrag von mama2003-2009 - 23.09.11 - 10:55 Uhr
Hallo
Stolz? Hm ich nehme es so hin, wenn ich sehe was andere machen zum beispiel mit denen ich mal in eine Klasse ging, fühle ich mich als Verkäuferin auch nicht gut. Aber besser als nichts.
Wenn ich mir was anderes aussuchen könnte würde ich auch was anderes machen aber die Qualifikationen dafür habe ich leider nicht.
Ich mache meinen Job und ich bin auch total zufrieden dort.
Beitrag von suny123 - 23.09.11 - 10:59 Uhr
Hallo,
das ist mal eine gute Umfrage. Mir ist es auch egal, welchen Job jemand im Freundeskreis ausübt, denn jeder der Arbeit hat, kann froh sein. Dennoch bin ich sehr stolz eine gute Ausbildung zu haben und einen sehr gut bezahlten Beruf auszuüben, der mir auch Spaß macht. In der Partnerschaft ist es da ein bisschen anders, mein Partner muß da auch in dieser Beziehung zu mir passen.
lg
Beitrag von lady_chainsaw - 23.09.11 - 11:09 Uhr
Viele stecken in Schubladen, ist halt leider nun mal so.
Der Müllmann, die Putzfrau, die Kassiererin im Supermarkt... alles Jobs der "unteren Stufe"
Der Arzt, Geschäftsführer, Manger... alles Jobs der "oberen Stufe"
Ich kenne sehr glückliche Kassiererinnen, glückliche Müllmänner, glückliche Putzfrauen...
Ich kenne unglückliche Ärzte, unglückliche Geschäftsführer, unglückliche Manger...
Jeder soll beruflich sein Glück finden, seine "Berufung" - meine Meinung.
Mir ist es auch egal, wass mein Partner beruflich macht solange er glücklich damit ist (und ich hatte schon obere und untere Stufe als Partner) - und gleiches gilt für meinen Freundes- und Bekanntenkreis.
Nicht verstehen kann ich, wenn einer unglücklich in seiner beruflichen Situation ist und es nicht mal im Ansatz versucht zu ändern.
LG
Karen mit einem tollen Job, der genau passt 
Beitrag von dominiksmami - 23.09.11 - 11:09 Uhr
Huhu,
ich habe in einem Möbelhaus an der Kasse gearbeitet...ob das Niveau hat?
Keine Ahnung, ist mir auch egal..ich weiß das ich wesentlich besser verdient habe als ich es in meinem erlernten Beruf gemals erreicht hätte und genau DAS war mir wichtig.
Da haben 24 bis 28 Stunden die Woche gereicht um mich und meinen Sohn zu ernähren ( allerdings hatte ich natürlich keine Miete zu zahlen, das muß man bedenken), ein Auto zu fahren, in Urlaub zu fahren etc.
Gelernt habe ich "im Büro" und da hätte ich für das gleiche Geld mindestens Vollzeit arbeiten müssen und hätte noch weniger von meinem Sohn erlebt.
lg
Andrea
Beitrag von bruchetta - 23.09.11 - 11:10 Uhr
Mit meinem Werdegang bin ich ganz zufrieden. Habe eine kaufmännische Ausbildung und die Fachhochschulreife im Fachbereich Wirtschaft und anschließend war ich ausschließlich im Bürobereich beschäftigt, viel auf dem touristischen Sektor.
Ich habe fast nur Handwerker als Partner gehabt. Sie sind bodenständiger und solider als irgendwelche Banker oder Versicherungsfritzen.
Mit letzteren würde ich (*scher über einen Kamm*
) nicht wirklich auskommen.
Bei Freunden und Bekannten ist es mir egal, was die machen.
Ich habe eine Bekannte, die bekommt gerade ihr drittes Kind, und lebt (und wird leben) vom Geld ihres Mannes (Ingenieur).
Ist ja ihre Sache, interessiert mich auch nicht, wie andere Leute über die Runden kommen.
Beitrag von nele27 - 23.09.11 - 11:11 Uhr
Moin,
ich bin stolz auf meinen Job
Das gebe ich auch zu. Ich habe ihn mir hart erarbeitet und er macht mir riesig Spaß.
Was andere arbeiten, ist mir dagegen schnurz. Mir ists zwar im Freundeskreis wichtig, dass man sich mit den Leuten auf Augenhöhe unterhalten kann, aber da kommts doch wohl eher auf Intelligenz/Interesse/Bildung an als auf den Job an sich. Nicht jeder ist ja das, was auch seinen Möglichkeiten entspräche.
Auch beim Partner ists mir nicht so wichtig. Ich muss weder die Gattin des Bankdirektors sein noch muss ich drauf achten, möglichst viel Kohle von meinem Typen abzugreifen, da ich ja nicht versorgt und ernährt werden muss.
Allerdings ist mir bei einem Partner wichtig, dass ich keinen Loser habe, in dem Sinne, dass er z.B. aus Faulheit unter seinen Möglichkeiten bleibt oder der aus irgendwelcher 50er-Jahre-Ideolgie heraus nicht einsieht Elternzeit zu nehmen obwohl ich mehr verdiene. Das wäre mir dann zu doof.
Mein war war ein Facharbeiter, als ich ihn kennen lernte. Da er allerdings nicht mehr zufrieden war und auch mehr drauf hatte, bildete er sich weiter. Wäre er zufrieden gewesen, wäre es aber auch kein Problem für mich gewesen, mit einem Facharbeiter zusammen zu sein, auch wenn ich studiert habe. Dass er dann jedoch mehr Elternzeit macht, war allerdings klar.
LG, Nele
Beitrag von white-blank-page - 23.09.11 - 21:43 Uhr
So sehe ich das auch
