"Hab ich vergessen..."

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Beitrag von 5kids. - 25.09.11 - 10:52 Uhr

Hallo!

Wie oft ich diesen o.g. Satz schon gehört habe? Keine Ahnung!

Mir stellt sich die Frage,wie lange ich als Mutter denn so für`s Mitdenken verantwortlich bin? #gruebel

Mal ehrlich,wann sollten die Kids ( meiner ist frische 13) denn eigenverantwortlich an - zumindest immer wiederkehrende Termine ( z.B. Montag Sport,Dienstag irgendein Unterricht,Mittwoch Therapie) - denken?






Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.

LG
Andrea

Beitrag von jazzbassist - 25.09.11 - 11:58 Uhr

Ich denke, bei den meisten Kindern muss man die Schwimmflügel oder die Stützräder irgendwann abnehmen, sonst lernen die das Schwimmen/Radfahren nie so richtig. So wird es auch mit der Verantwortung sein; manchmal müssen wir Eltern da einfach loslassen und die Kids ins kalte Wasser springen lassen, sonst lernen die das nie. Und ich denke, bei einer 13-Jährigen sind Sie da schon etwas länger überfällig.

Ich würde mit dem Kind einfach besprechen, dass ich finde, dass es nun alt genug ist, selbst an diese Sachen denkt und ich sie nicht mehr daran erinnern werde. Und ich würde ihrer Tochter anbieten, dass sie sich diese Termine vielleicht in ihr Handy mit Weckfunktion eintragen soll; vielleicht mit ihr zusammen einen großen Kalender kaufen, den man an ihrer Zimmertür hängen kann, wo man diese Termine noch mal einträgt und alle vergangenen Tage durchstreicht. Und dann würde ich sie dort einfach auflaufen lassen. In meiner Kindheit war es so, dass, wer beim Sporttraining in der Woche unentschuldigt gefehlt hat, durfte am Wochenende eben auf der Bank sitzen und seiner Mannschaft nicht helfen. Wer einen anderen Termin verpasst, muss halt selbstständig hinterherrennen und einen neuen Termin organisieren. Ich denke, dass Leben selbst lehrt Kinder hier total gut.

Nur - solange Ihre Tochter weiß, dass Mama da sowieso schon in letzter Sekunde wieder dran erinnern wird … wird Ihre Tochter wahrscheinlich noch etwas länger dort keine Verantwortung übernehmen. Meiner Meinung nach ist das Problem eher erziehungsbedingt und hat weniger mit kindlicher "Schusseligkeit" zu tun.

Beitrag von bambolina - 25.09.11 - 14:24 Uhr

Hallo Andrea,

ist jetzt nicht böse gemeint, aber dein Kind ist "schon" 13 und kann es immer noch nicht???

Mein Sohn ist im September 10 geworden und er muss an seine Sachen alleine denken - was nicht heißt, dass er nie was vergisst oder ich ihn nicht auch mal an etwas erinnere.

Er erwartet von mir dass ich ihm mehr Freiraum gebe, dann muss ich mich auch auf ihn verlassen können - das sage ich ihm immer wieder wenn notwendig.
Für verpasste Termine muss er die Konsequenzen selber tragen...

lg bambolina

Beitrag von asimbonanga - 25.09.11 - 15:29 Uhr

Hallo,
vor 4 Jahren gab es den allgemeinen Familien-Termin-Kalender in der Küche plötzlich nicht mehr.
Ich schenkte jedem " Kind" einen Kalender.Einiges ging anfangs schief.Mittlerweile haben sie es geschafft ( 14 und 16 )-meine Älteste hat schon sehr früh ihre Termine selbst gemanagt.Wahrscheinlich habe ich bei den Jüngeren auch zu lange "mit gedacht".
Mit 13 wird es wirklich Zeit.Schließlich müssen sie ja auch für die Schule Wochenpläne bearbeiten, Test vorbereiten etc.

L.G.

Beitrag von asimbonanga - 25.09.11 - 15:33 Uhr

Nachtrag:
Die Konsequenzen waren teilweise heftig.Als meine Jüngste einen Krankengymnastik Termin zum wiederholten Mal verpasste, musste sie die Behandlung vom Taschengeld zahlen.Danach lief es wie geschmiert.

Beitrag von morjachka - 25.09.11 - 15:41 Uhr

Hallo Andrea!

Ich bin 36 und meine Mutter meint immer noch, mich an meine Termine erinnern zu müssen, wenn ich diese mal beiläufig erwähnt habe... Nervig!

Als ich 13 war, war sie noch keine Rentnerin, da hätte sie dazu nie Zeit gehabt.

Wie wichtig sind denn obengenannte Termine für deinen Sohn? Kann es sein, dass sie ihn nicht besonders interessieren? Und er sie absichtlich vergisst?;-)
Sind sie ihm wichtig, oder dir?

Beitrag von asimbonanga - 25.09.11 - 16:19 Uhr

Meinen Kids sind KFO Termine oder KG sicher nicht wichtig--wenn sie das mal für wichtig halten könnte es zu spät sein.
Von daher.........

Beitrag von morjachka - 25.09.11 - 16:29 Uhr

Meine Eltern haben auch mal eine TetanusImpfung von mir verpasst, ich hatte den Termin perfekt im Kopf, sie aber nicht daran erinnert...;-)
In dieser Beziehung waren sie schlimmer als wir Kinder!

Ich frage mich nur, wie man Sport und irgend einen Kurs mit 13 vergessen kann. Also eher erfreuliche Sachen.

KG und KFO sehe ich eher als Verdrängen als Vergessen!

Beitrag von 5kids. - 25.09.11 - 17:38 Uhr

Erst mal herzlichen Dank für eure Antworten!

<<Ich frage mich nur, wie man Sport und irgend einen Kurs mit 13 vergessen kann>>

Das waren nur Beispiele ;-)

Im Falle eines Sohnemanns geht im einzelnen es um folgendes:

Sonntags (ab heute): Kirche
Montags: Logopädie ( darauf hat er keine Lust mehr )
Dienstags (seit letzter Woche): Konfirmanden-Unterricht


Den Unterricht hat er im Übrigen auf eigenen Wunsch angetreten,da er gern die Patenschaft für seine Schwester übernehmen möchte :-) ( ohne Konfirmation kein Patenamt!).


Ich erinnere ihn absichtlich NICHT ständig an seine Termine.Wenn dann nur so kurzfristig,daß er zumindest zu spät kommt.Andererseits ärgert es mich,daß er ständig seine Verpflichtungen "vergisst".Denn dummerweise musste ich ja unterschreiben,daß ich für sein Erscheinen sorge #augen

Also ein Rattenschwanz: Erinnere ich ihn,habe ich meine Pflicht erfüllt.Lasse ich es bleiben,damit er Verantwortung übernimmt,werde ich blöd angeguckt - frei nach dem Motto: Typisch Großfamilie,da kann man ja nur den Überblick verlieren. Und genau so ist es nämlich nicht - ich habe sämtliche Dinge aller Familienangehörigen im Kopf.


Aber der Tip mit dem eigenen Terminkalender an der Zimmertür - den werde ich beherzigen.Vielen Dank dafür #pro


Beitrag von risala - 26.09.11 - 09:08 Uhr

Hi,

unser Sohn ist 8,5 Jahre alt - und denkt selbst an Fußballtraining, Ergo & Handballtraining. An andere Termine muss man ihn erinnern.

Mit 13 sollte ein "Kind" solche Termine behalten können.

Gruß
Kim

Beitrag von sarahg0709 - 26.09.11 - 10:02 Uhr

Hallo,

mein Lieblingswort als Teenie war "gleich".

Meine Mutter sagte: "Räum Dein Zimmer auf." Antwort: "Mach ich gleich!"

Eine Viertelstunde später die Frage meiner Mutter, "Wann hast Du vor das zu machen?" "Gleich!" war die Antwort. Da hatte ich aber schon längst wieder verdrängt, dass ich was zu machen hatte.

"Wann ist bei Dir 'gleich'?" "Na, gleich bald!"

Klar muss man als Mutter einen Teenie an alles Mögliche erinnern. Macht man ja auch.

Mein Sohn ist auch recht vergesslich, aber weniger in Bezug auf Dinge, die ich ihm auftrage, sondern eher bei anderen Dingen. Da ist er aber auch froh, dass ich ihn an vieles erinnere, Zahnarzttermine oder so.

Er hat schon gesagt: "Was soll ich nur machen, wenn ich erwachsen bin?" :-D


LG

Beitrag von marion2 - 26.09.11 - 13:26 Uhr

Hallo,

ich meine, so lange deinem Kind nicht bewusst ist, wie wichtig diese Termine sind, solltest du ihn daran erinnern.

Meiner vergisst sowas auch - noch nicht Mal mit Absicht. Es gibt einfach wichtigere Dinge im Leben eines Kindes. ;-)

LG Marion

Beitrag von king.with.deckchair - 26.09.11 - 21:30 Uhr

#rofl

Mein Sohn ist 20 - und als er sich für eine Ausbildung zum Fluglotsen beworben hatte und zum Assesment geladen wurde, kam von uns "Hujuijui, 'Hab ich vergessen' und 'Hab ich nicht gesehen' gehen dann aber WIRKLICH nicht mehr!"

Er konnte gefühlte Jahre lang fast über die an der Wohnungstür bereit gestellte Mülltüte drüberfallen (denn IM Mülleimer wurde die Tüte erst recht vergessen) - dat Dingen blieb stehen und er verschwand zur Tür hinaus. #augen

Einer Schulbescheinigung fürs Finanzamt hechelten wir acht Wochen hinterher, einem von der Schule zu stempelnden Antrag für eine Azubi-Fahrkarte auch wochenlang (den Unterschied zur Erwachsenenkarte durfte er vom Taschengeld tragen, dann hörte der Spuk schwupps auf) usw. usf.

Will sagen: Da musste jetzt einfach durch.

LG
Ch.

Beitrag von jasahe - 28.09.11 - 21:03 Uhr

Es ist vom Thema abhängig wie gut es funktioniert und welche Rolle wir Eltern dabei spielen. Alles rund um Schule funktioniert wunderbar. Vergißt fast nie etwas, ist ordentlich, hat immer alles dabei. ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal seine Schulhefte gesehen habe (13 J. alt). Hat einen Notendurchschnitt am Gym von 1,0. Klavier üben, Zahnspange und div. Aufgaben im Haushalt werden vergessen, da kann er sogar drüber stolpern - und einfach weitergehen. Ist aber vom Wesen her verträumt, immer mit einem Buch in der Hand und mit den Gedanken woanders. Deshalb erinnere ich ihn an diese Dinge auch mehrmals, weil ich merke, dass er im Augenblick nicht anders kann. Was mich rasend macht, ist seine Art das Haus zu verlassen; die Hälfte wird auf den Stiegen vergessen, er läuft noch 5 mal in sein Zimmer, um den Rest zu holen, vergißt die Hälfte, ist hektisch, hat nur eine Hand frei, weil er in der anderen ein Buch hat, das er im Gehen lesen wollte. Interessant ist das Thema Zähneputzen - ich habe mir den Mund fusselig geredet, dass er ordentlicher putzen soll und dass ich in seinem Alter nicht mehr nachputzen möchte. Hat nur sehr mäßig funktioniert. Bis ihm ein Mitschüler sagte, dass er Mundgeruch hätte. Er hat sich vertrauensvoll an mich gewendet, wir haben recherchiert, das Zähneputzen als Ursache identifiziert und seitdem klappt es super. Er will auch, dass ich jeden Tag seinen Atem Probe rieche - was ich auch mache - also klassischer Fall von am eigenen Leib verspürte Konsequenz.

LG