Lieber ganz altes Auto oder lieber Neueres auf Kredit??

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Beitrag von nele27 - 27.09.11 - 10:12 Uhr

Moin Ihr Lieben,

wir hatten gestern eine Diskussion mit Bekannten... die Frage war, ob man lieber ein altes (also wirklich ganz altes Auto) weiterfährt, wenn man gerade nicht flüssig ist oder sich ein Neues auf Kredit kauft. Dritte Variante wäre sich ein halb altes mit einem kleineren Kredit zu kaufen, aber da weiß man ja auch nie, wie reparaturanfällig es sein wird.

Ich war ja immer der Meinung lieber alt und dafür bezahlt (ich selbst fahre einen ganz alten BMW und das auch recht gern).

Inzwischen komm ich aber ins Grübeln, denn für ein Neues hätte man zwar den Kredit am Hacken, aber dafür höchstwahrscheinlich keine Reparaturen.
Ich denke, ein altes Auto muss man sich eben auch leisten können - wir hatten z.B. gerade einmal 1000 Euro und einmal 900 Euro Rechnung. Die hätten wir mit einem neuen wohl nicht gehabt. Man weiß nie, was kommt.

Wie steht Ihr zu dem Thema?

LG, Nele

Beitrag von sini60 - 27.09.11 - 10:26 Uhr

Wir finanzieren. D.h. Wir zahlen monatl. 250,-- und holen uns alle 4 Jahre wieder ein neues Auto der gleichen Marke. Für uns ist das die beste Lösung. Keine Reparaturkosten ausser Kundendienst.

LG
Sini

Beitrag von nele27 - 27.09.11 - 10:27 Uhr

Als ich mal beispielhaft gerechnet habe, lagen die Raten viel höher #kratz Bei 400 Euro...

Was fahrt Ihr denn für eins? Habt Ihr beim ersten Mal eine dicke Anzahlung hingelegt?

Beitrag von sini60 - 27.09.11 - 11:58 Uhr

Honda. Es ist jetzt bereits das 4. Auto. Die erste Anzahlung war unser Gebrauchtfahrzeug. Ich glaube im Wert von 5-6000,-- €. Danach mussten wir mal 1000,-- nach Laufzeitende draufzahlen. Dieses Mal hatte Honda Sonderkonditionen und wir bekamen statt Sitzheizung noch zwei komplette Sätze Reifen dazu ohne Zuzahlung.

Wir wollen immer die gleiche Rate haben und nach Möglichkeit ohne Zuzahlung. Es hat bis jetzt immer sehr gut geklappt und wir müssen nicht extra fürs Auto sparen oder mit überraschenden Reparaturen rechnen. Zwei Jahre Garantie sind auch dabei.

Beitrag von nele27 - 27.09.11 - 12:21 Uhr

Klingt vernünftig. Allerdings hätte ich die Popo-Heizung genommen :-)

Ich habe allerdings von Honda Abstand genommen. Hatte mal einen Accord, ein echtes Montagsauto. Ich war damit mehr in der Werkstatt als alles andere.
Und das, obwohl damals mein Ex-Stiefvater dabei war, der als Oldtimer-Freak echt was von Autos versteht und den Wagen komplett durchgecheckt hat.

LG

Beitrag von sini60 - 27.09.11 - 13:13 Uhr

Meine Kinder hätten auch alle die Sitzheizung genommen. Aber im Alter wird man verdammt vernünftig :-(

Wir sind super zufrieden. Wir haben jetzt den 3. Civic und die Werkstatt ist auch klasse.

LG

Beitrag von lichtchen67 - 27.09.11 - 13:42 Uhr

Dann habt ihr in vier Jahren 18.000 Euro für das "neue" Auto bezahlt..... und das rechnet sich wirklich #kratz? Oder habe ich einen Denkfehler....

250 Euro im Monat auf vier Jahre gerechnet, plus der Anzahlung Gebrauchtwagen.....

und jährlich 3.000 geht ja immer weiter...

Lichtchen

Beitrag von sini60 - 27.09.11 - 17:32 Uhr

Die Anzahlung war beim 1. Auto, jetzt haben wir das Vierte (Neuwagen) bestellt und das alte abgegeben. In den 4 Jahren haben wir 12ooo gezahlt.

Sini

Beitrag von ayshe - 28.09.11 - 09:33 Uhr

##
In den 4 Jahren haben wir 12ooo gezahlt.
##
Gut, man hat natürlich einen Neuwagen, aber so viel habe ich nicht in den letzten 10 Jahren bezahlt.

Beitrag von sini60 - 28.09.11 - 12:50 Uhr

Nur 12000 einschl. Auto? Dann hast du in den ganzen Jahren keine großen Reparaturkosten gehabt? Dann hast du mit deinem Auto wirklich das große Los gezogen. Leider weiß man das vorher nicht.

Beitrag von ayshe - 28.09.11 - 13:06 Uhr

Ich habe seit über 20 Jahren Glück mit meinen alten Autos.

Beitrag von nele27 - 28.09.11 - 15:43 Uhr

Was fährst Du denn ??

Beitrag von liki - 27.09.11 - 10:27 Uhr

Da ich - außer für mein Haus - so gar nicht mit Schulden leben mag, habe ich immer den Kompromiss gewählt: Jahreswagen in der Größenordnung, dass ich den bar bezahlen kann.

Sprich: auch, wenn ich lieber einen VW Golf oder VW Passat gehabt hätte (richtig große teure Autos interessieren mich überhaupt nicht) , wurde es dann eben ein Opel Corsa oder ein Fiat Punto.

Sobald ich den Jahreswagen dann hatte, fing/fang ich wieder zu sparen an. Ich brauch irgendwie immer das Gefühl, dass es machbar ist, sobald mein Auto halb auseinander fällt und zu teuer wird, das Auto auszutauschen.

Deswegen rechne ich auch ständig nach, wie viele km pro Jahr ich fahre, wie schnell es altert und so weiter, ich bin da sehr penibel.

Antwort auf Deine Frage: beide Varianten wären für mich unbefriedigend. Aber ein halb altes Auto mit Kredit finde ich noch schlechter, weil da dann schon Reparaturen im großen Stil anfallen können, während man noch mitten drin steckt im Abzahlen. Ich würde einfach immer mein Auto dann von der Größe und Ausstattung versuchen meinen Möglichkeiten anzupassen.

Gruß, liki

Beitrag von nele27 - 27.09.11 - 10:28 Uhr

Ein Fiat Punto als Familienauto mit Kindern? Du hast doch Kinder, oder?

Beitrag von liki - 27.09.11 - 10:31 Uhr

Jepp. Das war zu der Zeit, in der ich alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern war. Verschulden hätte ich mich da nicht können.

Beitrag von thea21 - 27.09.11 - 10:33 Uhr

Wenn die eigenen Prioritäten woanders liegen, dann ist es tatsächlich egal.

Wir sind zu dritt, manchmal (da ich oft die Freundin der Tochter abhole/mitnehme) zu viert.

Wir fahren einen 10 Jahre alten Corsa. Abbezahlt, monatlich fällt lediglich Versicherung und Sprit an.

Ich finds super und fahr Mechti, bis sie tot ist.

Beitrag von nele27 - 27.09.11 - 11:04 Uhr

Fahrt Ihr mit dem Wagen in den Urlaub? Ich frag so penetrant, weil wir NUR dieses Auto haben - es existiert also nicht noch irgendwo ein Firmenwagen oder so.

Wir müssen in unserem Auto auch in den Urlaub, Wochenendausflüge und Berufspendeln (also ich, mein Mann pendelt mit dem Roller)

LG

Beitrag von thea21 - 27.09.11 - 11:11 Uhr

Hi,

Beruflich nutzt mein Partner WÄHREND der Berufszeit den Bus (er arbeitet mit behinderten (geistig und körperlich) Menschen).

Ich nutze das Auto um in Kita und zur Arbeit zu fahren, wenn die Tochter bei uns ist, ansonsten Fahrrad, Bus oder laufen.

Die Kita ist 20 Minuten mit Auto entfernt, 20 Minuten zurück zur Arbeit.

Die Arbeit ist von zuhause etwa 10 Minuten Fahrrad entfernt.

Ansonsten wird es für Ausflüge genutzt, für Einkäufe.

Urlaub ist eher eine gespaltene Sache, da wir zB. letztes Jahr nach Boltenhagen mit der Bahn reisten und ansonsten Flüge ganz einfach gehen, da wir etwa 10 Minuten vom Flughafen Tegel entfernt wohnen ;-)

Die Arbeit meines Partners ist auch lediglich 10 Minuten mit dem Fahrrad entfernt.

Beitrag von nele27 - 27.09.11 - 11:30 Uhr

Wir brauchen den Wagen für

- Pendeln (50 km einfache Strecke täglich)
- Ausflüge
- Urlaub
- Urlaub mit Zelt

Daher wird der nächste Wagen ein großer Kombi sein.... leider. Ich mag meinen jetzigen Wagen sehr.

Beitrag von rokkoko - 27.09.11 - 11:47 Uhr

Wir haben auch einen Fiat Punto als Familienauto. Ich finde das jetzt nicht zu klein, vor einem halben Jahr war es sogar nur ein Suzuki Alto.

Beitrag von claus - 27.09.11 - 10:31 Uhr

Hallo Nele,


ich fahre ein 11 Jahre alten VW Lupo und fahre ihn sehr, sehr gerne.
Ich hate bislang nur die E-Fenster kaputt (Kosten 200 €) und pflege ihn sehr, gehe immer einmal jährlich zur Inspektion.
Mein Mann fährt einen Firmenwagen und bekommt alle 3-4 Jahre einen neuen Wagen.
Ich persönlich fahre meinen Lupo solange, wie nichts größeres kaputt ist.
Ich würde mir aber sofort einen neuen gebrauchten Lupo laufen.
Ich bin da ehrlich gesagt zu geizig für an meinen Ersparnisse zu gehen, um mir ein komplett neues Auto zu fahren und finanzieren finde ich persönlich doof.


Also, ich fahre lieber meine alte Möhre als zu finanzieren ;-),



LG


Claudia

Beitrag von schoene-neue-welt - 27.09.11 - 10:43 Uhr

Ich vermeide es immer, Schulden (alias Kredit) aufzunehmen und bin bisher damit sehr gut gefahren. Also: lieber die alte Kutsche weiter fahren und dafür sparen, bis etwas Neueres drin ist.

Beitrag von vwpassat - 27.09.11 - 10:46 Uhr

Hallo Nele #winke

Interessantes Thema.

Ich frage mich manchmal, wieviele der Autos auf der Straße noch der Bank gehören.

Es gibt da zig verschiedene Ansichten, wovon fast jeder für sich recht haben kann.

Ich für mich betrachte das folgendermaßen: Ich wohne nicht im Auto und ich brauche es nur der Bequemlichkeit halber. In den ersten 3 Jahren wird der halbe Neupreis "plattgemacht", also käme ein Neufahrzeug oder Jahreswagen niemals in Frage. Hinzu kommt dann, dass ein neues Fahrzeug sinnigerweise vollkaskoversichert sein sollte, um den finanziellen Worstcase abzusichern. Reparaturen fallen an 3 Jahre alten genauso an wie bei 6 oder 11 Jahre alten Fahrzeugen. Heutzutage gehen auch öfter mal Dinge kaputt, die früher ein ganzes Autoleben lang hielten. Ich selbst fahre meine Privatfahrzeuge meist 3-5 Jahre, und kaufe sie, wenn sie 3-5 Jahre alt sind für ca. 40-50% des NP. Somit fährt man keine alte verlotterte Buchse und gibt auch kein Vermögen aus. Finanziert wird natürlich nicht.

Beitrag von nele27 - 27.09.11 - 10:56 Uhr

Ich hatte gehofft, dass Du on bist #huepf

Unser BMW ist sooooooooooooo schööööööööööööööööööön. Baujahr 1996, 230.000 km.Aber leider am Kaputtgehen #heul

Das war so nicht geplant. Wir haben im Mai TÜV gemacht und wollten ihn noch diese 2 Jahre fahren. Die Zeit reicht um genug Kohle für ein neues Auto zusammenzulegen.
Wir hatten bis vor ein paar Monaten ein Konto voller Auto-Ersparnisse. Dieses haben wir jedoch aus gegebenem Anlass für einen Kühlschrank, Herd, Waschmaschine, einen Roller (ne schöne Suzuki Burgman 400) geplündert. Darauf folgten noch die genannten 2 Reparaturen, wieder 1900 Euro weg.
Nun ist unser Sparkonto also ziemlich platt, wir haben bei den Küchengeräten sehr gute und teure genommen...

Tja und nun erdreistet sich unser Auto, Zicken zu machen. Waren nach den 2 Rep. eigentlich sicher, dass erstmal alles gemacht ist und wir Zeit zum Sparen haben.
Aber es stottert in den niedrigen Gängen, so als ob mal nicht richtig eingekuppelt hat (Handschalter) und es geht auch mal aus. Man muss mit sehr viel Gas losfahren.
Meine Mann meint, es wird uns bald auseinanderfallen und wir brauche sofort ein Neues. Ich bin etwas ratlos. Wollte nie ein Auto finanzieren. Aber auf die Schnelle kriegen wir auch nicht mehr die Gesamtsumme zusammen, zumal wir bis einschl. Januar weniger Kohle haben wg. Elternzeit. Andere Ersparnisse sind vorhanden, aber nicht verfügbar/angelegt.

LG

Beitrag von vwpassat - 27.09.11 - 11:06 Uhr

Ich würde versuchen, es nochmal reparieren zu lassen.

Wenn Ihr jetzt was "Neues" gebrauchtes finanziert, zahlt Ihr mehr Zinsen als Euch die nächsten 2-3 Reparaturen am "Alten" kosten.

Und wie schon geschrieben, das "Neue" wird auch nicht frei von Macken sein. In den Fahrzeugen ist immer mehr Elektronik verbaut und kaum ein Teil wird noch qualitativ so hergestellt, dass es ein Leben lang hält. Die meisten Zulieferer für deutsche Autos sind mittlerweilen aus Osteuropa.

Mit 2 Kleinkindern braucht man ansich ja auch einen Kombi.