Hallo,
grundsätzlich denke ich, sollte man seinem potentiellem Neuen AG gegenüber immer Offen sein.
Doch würdet Ihr eine Erkrankung die zum Zeitpunkt des Gespräches noch Akut ist in dem selbigen erwähnen?
Hier meine Fakten:
ich habe ja seit dem 10.August einen Bandscheibenvorfall, leider zieht es sich schon seitdem hin. Habe nun Heute meine erste PRT Infiltration, wo man davon ausgeht das wenn diese Spritze Anschlägt und ich dann noch weitere zwei bekomme das ich ohne bleibenden Schäden weiterarbeiten kann.
Nur hat sich mein Krankenstand mit einer Bewerbung die ich schrieb überschritten. Somit hab ich nächste Woche ein Vorstellungsgespräch wobei ich aber noch mind. 1 Woche länger krankgeschrieben bin.
Da ich erst wieder Arbeiten gehen darf wenn die Spritze richtig wirkt und ich somit kaum ander Schmerzmittel nehmen muß.
Diese Stelle wo ich mich beworben hab ist in einem kleineren Haus in der Ambulanz/Diagnostik. Somit wesentlich rückenschonenderes Arbeiten wie an meiner jetzigen Station ( Uniklinik chir. IMC).
Würdet Ihr der Zukünftigen PDL von dem BSV berichten, oder lieber erstmal garnix sagen.
Wobei Probearbeiten ja dann erst später möglich ist, wenn ich wieder arbeiten gehen darf. Dies muß ich ja auch erstmal vermitteln.
Das Gespräch verschieben geht erstmal nicht, da wenn ich die Stelle bekomme und mein jetziger AG mich nicht vor der Kündigungsfrist gehen lassen will ich 5 Monate vor Quartalsende kündigen muß!
Das heißt ich müßte Ende Oktober offiziell zum Ende März kündigen !
Ach Mensch warum muß denn immer alles auf einmal kommen!
LG Tanja
Offenheit im Vorstellungsgespräch???
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Beitrag von tvsch - 28.09.11 - 12:53 Uhr
Beitrag von kajulju - 28.09.11 - 13:05 Uhr
hallo, wenn du ehrlich bist werden sie dich vermutlich nicht einstellen, so hart es auch klingt. Aber wenn du es nicht sagst und du in der Probezeit wieder krank wirst, kündigen sie dich.Gerade ein Bandscheibenvorfall ist ja doch langwierig und kann immer wieder kommen. Also kannst du es auch gleich sagen. Kommt dann auch darauf an wie gefragt Mitarbeiter mit deiner Ausbildung sind und wie geeignet du bist.
Mir hat ein Bewerber mal ganz ehrlich von seinem Burn Out erzählt und den habe ich trotzdem eingestellt, auch weil er so ehrlich war - weil ich aber wußte, dass der Job hier nicht so stressig sein wird. Ein Hausmeister, der z. B. ehrlich vom Bandscheibenvorfall erzählt, hätte hingegen keine Chance gehabt, weil sich das auf den Job auswirken würde.
Wirklich helfen tut dir das vermutlich nicht, sorry.
Viel Glück!
Beitrag von tina_b84 - 28.09.11 - 13:30 Uhr
Hallo,
also grundsätzlich würde ich ungestellte Fragen nicht beantworten.
Wenn du deinen Gesundheitszustand so einschätzt, dass du arbeitsfähig bist und die neue Stelle auch noch weniger belastend ist, sag erstmal nichts und warte ab. Dass du ein Vorstellungsgespräch hast, heißt ja noch lange nicht, dass du gleich eine Zusage bekommst. Damit lässt sich der AG vielleicht auch noch zwei Wochen Zeit. Wenn du aber gleich was sagst, bringst du dich vielleicht gleich ins Abseits und der AG hat gar kein Interesse mehr daran, dich näher kennenzulernen.
Wenn du Probearbeiten sollst, kannst du ja darauf verweisen, dass du deinem derzeitigen Arbeitgeber verpflichtet bist und nicht zu jedem beliebigen Termin kannst. Dein jetztiger AG weiß ja sicher nicht, dass du dich beworben hast und wird dich dafür bestimmt nicht freistellen bzw. dir kurzfristig unbegründeten Urlaub gewähren. Dafür müsste eigentlich jeder Verständnis haben. Und dann bietest du eben von dir aus einen Termin an, an dem du kannst. Ich selbst habe damít gute Erfahrungen gemacht.
LG, Tina
Beitrag von vwpassat - 28.09.11 - 13:49 Uhr
Bis Ende März 2012 vergeht noch viel Zeit!
Willst Du Dich selbst disqualifizieren?
Beitrag von myimmortal1977 - 28.09.11 - 15:16 Uhr
Hallo 
Ne, also ich würde es ungefragt nicht sagen. Das wäre sicherlich ein k.o. Kriterium.
Mal eine andere Frage.... Bist Du Dir ganz sicher, dass Du wenn Du von Dir aus kündigst, so eine lange Kündigungsfrist einhalten musst???
Bei uns im Verlag, als viel hin- und her geschoben wurde, waren auch einige AN der Meinung, sie hätten Kündigungsfristen von mehreren Monaten, wenn sie von sich aus kündigten und bei entsprechender Betriebszugehörigkeit.
Tatsächlich galt aber für AN eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende. Nur der AG hatte sich bei entsprechender Betriebszugehörigkeit an verlängerte Fristen zu halten.
Studiere nochmal genau Deinen Vertrag! Ob es tatsächlich für beide Seiten gilt, oder nur für Deinen AG. Steht da nämlich nichts von, für beide Seiten gleich, gelten für Dich die gesetzlichen Fristen, die erheblich kürzer sein können.
Nur als Tipp
Beitrag von yms79 - 28.09.11 - 19:41 Uhr
Kommt darauf an, bei uns sind die kündigungsfristen im Tarifvertrag festgeschrieben im AV einen Verweis auf den TV...also für beide Seiten gleich ^^
Beitrag von tvsch - 28.09.11 - 20:20 Uhr
Ja, genauso ist es bei mir. Hab die 10 Jahre voll und somit 5 Monate zum Quartalsende!
Beitrag von risala - 28.09.11 - 15:19 Uhr
Hi,
ich habe selbst div. Rückenerkrankungen (u.a. 3 BSV - OP war bereits im Gespräch - und das nach 8 Monaten beim neuen AG - habe ich nicht machen lassen) und habe noch nie diese Probleme bei einem Vorstellungsgespräch erwähnt. Und trotz Bürojob war arbeiten manchmal deshalb nicht möglich. Allerdings bin ich niemand, der sich darauf ausruht und ständig deshalb krank ist (ich schlucke dann lieber einmal mehr Schmerzmittel - irgendwann geht es wieder weg).
Muss aber dazu sagen, ich hätte/habe mich niemals auf Stellen beworben, bei denen mein Rücken ein Ausschlußkriterium (z.B. viel stehen, schwer heben, etc.) wäre oder bei denen uneingeschränkte körperliche Gesundheit nötig wäre.
Dazu kommt: ein BSV kann jederzeit auftreten - woher soll der AG denn wissen, dass vielleicht vorher schon was war? Probearbeiten geht erst nach der Krankmeldung bei aktuellen AG - na und? Dafür musst du ja auch Urlaub nehmen - und das geht eben erst am Tag X.
Gruß
Kim
Beitrag von manavgat - 28.09.11 - 17:15 Uhr
Wobei Probearbeiten ja dann erst später möglich ist, wenn ich wieder arbeiten gehen darf. Dies muß ich ja auch erstmal vermitteln.
Wieso Probearbeiten?
Das darfst Du sowieso nicht, da Du Dich in einem Arbeitsverhältnis befindest. Das ist bei Leuten, die noch in Beschäftigung stehen auch nicht üblich.
Halt die Klappe, sag nix, sonst bekommst Du den Job nicht.
Gruß
Manavgat
Beitrag von yms79 - 28.09.11 - 19:48 Uhr
Bis März wäre ja wirklich noch Zeit, wenn du nicht gefragt wirst, dann ist es o.k....kannst du selbst mit dem gewissen leben, wenn du ausfällst, ist für das unternehmen ein minus -> krank unter 6 wochen, da ja sicherlich mehr als 30 ma beschäftigt sind und somit die u1-umlage nicht greift.
hast du schon einmal etwas vom aufhebungsvertrag gehört? wäre das was für die oder geht dir da deine abfindung flöten?
Beitrag von tvsch - 28.09.11 - 20:25 Uhr
Bin mir noch nicht im klaren drüber, ob mein jetziger AG mich lieber weg hätte und mir evtl ne Abfindung anbieten würde.
