(Initiativ-)Bewerbung ja oder nein und wie?

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Beitrag von siouxsqaw - 28.09.11 - 13:19 Uhr

Hallo zusammen.

Es geht nur bedingt um einen konkreten Fall, die Frage ist allerdings nicht nur interessehalber.

In einem anderen Thread habe ich die -relativ patzig vorgetragene- Sichtweise eines consulters gelesen, der/die sagte heutzutage/ momentan wären Initiativbewerbungen ein no-go und je nach Branche imageschädingend für den sich Anbietenden.
Ist das so? Ich dachte immer: Wer nicht wagt der nicht gewinnt?

Dazu hätte ich einige Fragen:

Wenn ein Unternehmen eine Stelle ausgeschrieben hat, man zum Großteil aber nicht zu 100% zu dem geforderten Profil passt, versucht man das dann trotzdem oder lieber nicht?

Wenn ein Unternehmen KEINE Stellen ausgeschrieben hat, man aber großes Interesse hat bei dieser Fa. zu arbeiten (Fachbereich, Innovation, Größe, was weiß ich) was macht man denn dann?
Vertraut man auf seine Qualifikation und schreibt eine so genannte Initiativbewerbung oder sitzt mit gesenktem Kopf vor dem PC und denkt:
Dann eben nicht?

Wenn man seine Arbeitsstelle wechseln möchte, man aber grade keinen Headhunter in der Leitung hat ;-) , wie stellt man das an wenn man keine passenden Stellenangebote findet?

Würde mich über Antworten/Erfahrungen/Anregungen freuen.

Danke,
SQ

Beitrag von aberalleachtung - 28.09.11 - 13:46 Uhr

ob es bei jedem so klappt, weiss ich nicht- aber: ich finde initiative zeigen gut !!!

ich habe vor über 4 jahren meine stelle in der traumfirma nur bekommen, weil ich mit meiner bewerbung einfach hin bin, um ein gespräch mit der chefin gebeten, uns nett unterhalten..leider war nix frei, aber meine bewerbung hat sie dabehalten...

dananch hab ich noch 2 mal angerufen, immer nachgefragt...

als nach 2 monaten kurzfristig eine stelle frei wurde bekam ich den anruf und dann meinen traumjob- und hab ihn noch immer..

im nachhinein hat mir meine chefin gesagt, ihr hatte imponiert das ich so zielstrebig war, nicht larifari arbeiten wollte, sondern genau in dem unternehmen...und weil ich immerwieder nachgehakt habe konnte sie mich ja nicht vergessen ;-)

fazit für mich: jederzeit wieder...

ob es in jedem berufszweig klappt sei dahingestellt


liebe grüsse andrea

Beitrag von siouxsqaw - 28.09.11 - 20:59 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für deine Antwort, hat ja gut geklappt bei dir!

SQ

Beitrag von fuxx - 28.09.11 - 13:57 Uhr

"Wenn ein Unternehmen eine Stelle ausgeschrieben hat, man zum Großteil aber nicht zu 100% zu dem geforderten Profil passt, versucht man das dann trotzdem oder lieber nicht?"

Auf jeden Fall bewirbt man sich da. Unternehmen suchen i.d.R. die "eierlegende Wollmilchsau", die werden sie aber meistens nicht finden. Wenn mein Profil zu 80% passt, würde ich mich definitiv bewerben.

Initiativbewerbungen sind definitiv eine gute Sache, da man nie weiss, ob die Firma nicht doch gerade jemanden sucht und nur noch keine Stellenausschreibung eingestellt hat.

Beitrag von lichtenstein - 28.09.11 - 15:24 Uhr

Solange es keine echte Kernkompetenz (z. B. Sprachen, Branchenkenntnisse) betrifft, kann man sich ruhig bewerben. Es wird wohl keinen Bewerber geben, der zu 100 Prozent dem geforderten Profil entspricht.

Gegen Initiativbewerbungen spricht nichts. Allerdings sollte aus ihnen klar hervorgehen, warum man sich gerade bei diesem Unternehmen bewirbt und welche Tätigkeit man gerne machen möchte. Wenn es zu schwammig oder allgemein ist, landet die Bewerbung sonst im Papierkorb.

Beitrag von scullyagent01 - 28.09.11 - 17:05 Uhr

Ich bin der Consulter:

Im Mittelstand , den ich branchenübergreifend betreue, hat jeder 3-4 Initiativbewerbungen pro Woche auf dem Schreibtisch und schiebt Frust.

Es nervt nur noch. Das ganze nimmt tsunamiartige Formen an, seit die Bewerbertrainings und SB beim Jobcenter das als den Stein der Weisen ihren Kunden empfehlen. Ich kenne kein einziges Unternehmen, das in den letzten 2 Jahren einen Initiativbewerber eingestellt hat, aber viele die diese Bewerbungen ungelesen in den Papierkorb werfen. Stellen werden ausgeschrieben, eben weil man auf eine Bewerberauswahl wert legt.

Die andere Dame bin ich heftig angegangen, nicht weil sie Initiativbewerbungen gechrieben hat, sondern weil sie nach noch nichteinmal 14 Tagen den Bewerbungen nicht nur hinterher telefonieren wollte sondern gleichzeitig auf Rücksendung der unerwünschten Bewerbungsunterlagen drängen wollte, und das obwohl sie keine keine Freiumschläge mitgeschickt hat. Das hat viel mit sehr schlechten Stil, Respektlosigkeit des potentiellen AG gegenüber gepaart mit Dreistheit zu tun. So versaut man sich auch wirklich die letzte Chance, die man villeicht noch gehabt hätte.

Nein, Initiatvbewerbungen sind seit mindestens 2 Jahren obsolate.

In Großkonzernen mag das noch anders sein ( obwohl ich mir das kaum vorstellen kann )

Ich würde jedem Arbeitssuchenden einen Arbeitsvermittler oder bei höherer Qualifikation einen Headhunter ans Herz legen.

Besser als initiativbewerbungen ist es allemal.

Scully

Beitrag von yms79 - 28.09.11 - 19:38 Uhr

hi,

ich teile deine Meinung absolut nicht...Ich habe schon eine Menge an Initiativbewerbungen gechrieben, da auch Unternehmen interne Stellenausschreibungen vornehmen und wenn kein passender Kandidat dabei ist, greift man schon auf externe, ebenso auf Initiativbewerbungen zurück.

Meine Stelle, die ich jetzt beginne, war eine Initiativbewebung, die ca. 5 Monate dort lag, weil sie einfach interessant ist und gute Qualifikationen beigefügt waren.

Ebenso habe ich das Recht, nach 1-2 Wochen nach dem Stand zu fragen und gegebenenfalls die Unterlagen zurückzufordern.

Des Weiteren müsst ihr die Unterlagen zurückschicken oder dem Bewerber die Möglichkeit geben, die Bewerbung abzuholen, wenn in keiner Stellenausschreibung steht, dass ein frankierter Umschlag den Bewerbungsunterlagen beigefügt werden soll.

Ich halte viel von Initiativbewerbungen und Out ist das absolut nicht. Man ist an dem Unternehmen interessiert und an einer Stelle.

Es gibt auch genügend Unternehmen, die nur wenige Stellen ausschreiben, sind ja auch Kosten.

Dann ist es meist auch so, dass man gute Jobs über die PA findet, aber mal so nebenbei 2.000,00 € Vermittlungsgebühr habe ich nicht übrig, selbst wenn man nur 500,00 € bezahlen müsste...mit welcher Begründung...die Stellen auf dem 1. Arbeitsmarkt sehen ja nun nicht so besonders rosig aus.

Ich teile deine Meinung in dem Punkt, dass Arbeitslose sich an einen Arbeitsvermittler wenden mit einem Vermittlungsgutschein, aber es gibt auch genügend schwarze Schaafe drunter. Hab das schon erlebt, die Frau hatte die PA und der Mann das zu vermittelnde Unternehmen...mehr muss ich nicht dazu sagen, oder?

LG

Beitrag von scullyagent01 - 28.09.11 - 20:06 Uhr

"Ebenso habe ich das Recht, nach 1-2 Wochen nach dem Stand zu fragen und gegebenenfalls die Unterlagen zurückzufordern.

Des Weiteren müsst ihr die Unterlagen zurückschicken oder dem Bewerber die Möglichkeit geben, die Bewerbung abzuholen, wenn in keiner Stellenausschreibung steht, dass ein frankierter Umschlag den Bewerbungsunterlagen beigefügt werden soll. "

Dir ist schon klar, das wir hier nicht von einer ausgeschriebenen Stelle reden, oder. sondern von unverlangt, dem AG aufgenötigten Bewerbungsunterlagen......

Scully

Beitrag von yms79 - 28.09.11 - 20:13 Uhr

Ja, dem bin ich mir bewusst ^^

Außerdem sieh es mal von dem finanziellen Aspekt, ist ein guter Bewerber dabei, kann ich mir die Kosten für eine externe Ausschreibung sparen.

Ich bevorzuge eh lieber E-Mail und nachfragen, warum nicht, entweder ja oder nein und wenn zu dem Zeitpunkt keine Stelle zu besetzen ist, kann diese mit Einverständnis im Unternehmen bleiben und bei Bedarf zurückgegriffen werden...

Wahrscheinlich scheint dir dein job kein Spaß zu machen

lg

Beitrag von scullyagent01 - 28.09.11 - 20:43 Uhr

"Außerdem sieh es mal von dem finanziellen Aspekt, ist ein guter Bewerber dabei, kann ich mir die Kosten für eine externe Ausschreibung sparen."

Mußt Du anders sehen:

Die Kosten für ein Bewerberverfahren sind Betriebskosten und absetzbar. Ich als Arbeitgeber sehe , was ich bekommen kann, was der Markt hergibt, wer die besten Qualifikationen hat. Ich , als AG ,
habe die Auswahl.

Keiner nimmt heute mehr den ersten Besten, zumindest nicht wenn wir von größeren Unternehmen sprechen und nicht vom Kiosk an der Ecke.

Initiativbewerbungen haben den Ruf das sie nur von minderwertigen Bewerbern kommen, die keine Chance auf regulär ausgeschrieben Stellen haben. Darum wandern sie eben auch zum größten Teil ungelesen in den Müll.

Mein Job ist nicht die Personalauswahl, auch wenn ich dann und wann zum Auswahlverfahren hinzugezogen werde.

Ich bearbeite Marketing, Vertrieb, Strategieentwicklung und Neukundenakquise. Da arbeitet man sehr sehr eng mit der Geschäftführung / Inhaber. Mein LG ist Unternehmer. Da kriegt man sehr viel ungefiltert mit. Was ich hier wiedergebe ist O - Ton AG.

Es mag vielen nicht gefallen, aber so sieht es in der Welt da draußen eben nun mal aus.

Letztendlich kann es mir egal sein, wie Ihr Euch bewerbt. Ich habe ja schließlich mein Betätigungsfeld

Scully





Beitrag von yms79 - 28.09.11 - 21:48 Uhr

Sorry, ich muss mich für meine Unterlagen nicht schämen und ich schreibe trotzdem die Firmen an, man hat ja gewisse Berufsvorstellungen...

Dein Tätigkeit ist mir bekannt und du hast in erster Linie nichts mit dem Personalmanagement zu tun.

Selbst wenn die Kosten abgesetzt werden, wird ein Budget pro Kostenstelle im Finanzplan für das Geschäftsjahr festgesetzt und damit muss man haushalten. Warum, da man als Wirtschaftsunternehmen GEWINN erzielen möchte.

Du wirst ja in deinem Bereich wissen, wie teuer Werbung, etc. ist und da geht es manchmal nicht um 50,00 €.

Eigentlich dürftest du über die Berwerberauswahl und die Handhabung gar nicht so genau Bescheid wissen, du bist derjenige, der die Vorarbeit leistet ^^

Beitrag von scullyagent01 - 29.09.11 - 06:39 Uhr

Werbung ist teuer - da reden wir nicht von den Peanuts, die ein Bewerberverfahren kostet.

Die werden daher sogar als Imagekampagne eingesetzt.

In vielen Fällen läuft es sogar andersherum.

Um auszutesten, ob man für eine Geschäftserweiterung oder neue Filiale überhaupt Fachpersonal findet und wie hoch in etwa die Personalkosten sein werden, werden Stellen inseriert, die es noch gar nicht gibt, weil man die Zahlen für den Forecast benötigt.

Das ist wesentlich preiswerter als ein Analyseverfahren.

Schreib an, wen Du willst. Ich kann Initiativbewerbungen keinem empfehlen - außer er ist geil auf Frustration

Scully

Beitrag von yms79 - 29.09.11 - 17:34 Uhr

Meine Initiativbewerbungen -> Anruf -> Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Na da nehm ich deinen sogenannten Frust gern in Kauf :-D...Meine Stelle ist übrigens eine neu geschaffene Stelle und Funktion.

LG ^^

Beitrag von king.with.deckchair - 29.09.11 - 19:25 Uhr

"Ja, dem bin ich mir bewusst ^^"

google mal nach "Genitivobjekt" - es heißt "DESSEN bin ich mir bewusst"!

Beitrag von king.with.deckchair - 29.09.11 - 19:26 Uhr

Lass' sie, sie weiß einfach ALLES. Und wenn man sie auf Fehler hinweist, dreht sie alles, wie es ihr gerade passt.

Beitrag von yms79 - 29.09.11 - 20:42 Uhr

war das jetzt der geistreiche kommentar WOW was für eine leistung.

ich kann viel aus eigener erfahrung sprechen.

ich hab nie gesagt, dass ich immer recht habe, aber du bist beleidigend und stellst alle für dumm hin, die von deiner meinung und einstellung abweichen

solltest nicht von dir auf andere schließen, du kommst mit anderen meinungen nicht klar. toleranz ist wahrscheinlich ein fremdwort, aber ich bin ja nicht die einzige, die du aus prinzip angiftest :-D

Beitrag von siouxsqaw - 28.09.11 - 20:58 Uhr

Hi!

Danke für deine Stellungnahme, sehr aufschlußreich#pro.

Ganz ehrlich gesagt, die Arbeitsvermittler sind als wir gesucht hatten nicht sehr hilfreich gewesen bzw. wollten sogar Geld noch BEVOR sie ihre Angebote durchgesehen hätten.

Headhuntererfahrung haben wir gar nicht, wo sucht man da? Die kommen eigentlich doch auf einen zu, oder?

SQ

Beitrag von scullyagent01 - 28.09.11 - 21:41 Uhr

www.Experteer.de

Kostet allerdings und macht nur Sinn bei höherer Quali

Scully

Beitrag von knuffel84 - 28.09.11 - 21:24 Uhr

Du bist echt der Hammer #augen

Beitrag von molinalaja - 29.09.11 - 19:46 Uhr

Solange nicht penetrant hinterhergefargt wird, sind sie vollkommen in Ordnung.
Aber für einen kleinen Betrieb ist es sicher eine Belastung und ich sehe nicht, dass man darauf pochen sollte, die Unterlagen zurück zu bekommen.

Beitrag von kajulju - 29.09.11 - 08:19 Uhr

Hallo, ich treffe Personalentscheidung und erhalte Bewerbungen. Leider auch täglich ca. 5 Initiativbewerbungen und in ca. 15 Jahren habe ich noch nicht einen davon eingestellt, denn wenn ich eine Position neu besetzen möchte schreibe ich die Stelle aus, einfach weil ich mehr als einen Kandidaten prüfen möchte. Da möchte ich doch mehr Auswahl haben als einen einizigen Initiativbewerber.
Mich nerven Initiativbewerbungen deshalb nur. Es macht eigentlich nur Arbeit und kostet Geld - Arbeitszeit, Porto usw. Besonders schlimm sind dann wirklich die Bewerber, die nach 2 Wochen schon nachfragen warum wir uns noch nicht gemeldet hätten.
Sorry, aber für mich ist es kein Weg Bewerber zu finden, aber das kann bei anderen Firrmen natürlich anders sein.
Gerade größere Unternehmen haben aber auch in der Regel einen Betriebsrat, der auf Stellenausschreibungen und korrekt durchgeführter Bewerberauswahl besteht.
LG

Beitrag von siouxsqaw - 29.09.11 - 14:10 Uhr

Hallo, danke für deine Antwort.

Das sind dann wiederrum Argumente gegen eine Initiativbewerbung, gerade das mit dem Betriebsrat, da habe ich noch nie drüber nachgedacht.

SQ

Beitrag von kajulju - 30.09.11 - 20:25 Uhr

Ich glaube, dass du bei kleinen Firmen vielleicht eher Glück haben kannst. Die haben meist keinen Betriebsrat und scheuen auch eher die viele Arbeit, die eine Stellenausschreibung macht. Sonst mach es einfach per Email, kostet dich nichts und für den Arbeitgeber geht eine mögliche Absage auch schneller.
Ich wünsch dir viel Glück!

Beitrag von yms79 - 29.09.11 - 17:36 Uhr

Und ist da einer dabei, der auf die Stelle passen könnte, sagst du bestimmt auch nicht...die Bewerbung lassen wir außen vor, weil es eine Initiativbewerbung ist.

HAHA! Das glaube ich nicht.

^^

Beitrag von kajulju - 30.09.11 - 20:22 Uhr

wenn ich eine passende Stelle ausgeschrieben habe oder demnächst eine ausschreibe und der Bewerber wäre perfekt, dann würde ich ihn auf diese Ausschreibung hinweisen, damit er sich konret bewerben kann. Mehr aber auch nicht.Das mache ich öfter. Aber niemals würde ich auf eine größere Auswahl an Bewerbern verzichten. Ich habe nie unter 130 Bewerbungen, warum sollte ich da den nächstbesten nehmen?
VG