Hallo allerseits,
ich arbeite seit 3 Monaten in einem Behindertenheim und was ich in unserer Gruppe beobachtet habe erschreckt mich über alle Maße.
Meine Gruppenleiterin ist die Unmenschlichkeit und Bösartigkeit in Person und ich erlebe jedes Mal wenn ich mit ihr gemeinsam Dienst habe wie grausam sie die Menschen dort behandelt.
Sie schreit Bewohner an die danach nur noch verstört in ihrem Zimmer sitzen und weinen, erpresst Bewohner sie dürfen über´s Wochenende nicht nach hause wenn sie nicht sofort parieren. Wenn die Bewohner nicht sofort gehorchen wird gedroht sie können auf der Straße schlafen.
Selbst Mitarbeiter werden von Zeit zu Zeit gemobbt. Sie kontrolliert uns, beobachtet uns. Aber alle beschwerden über sie hätte nichts gebracht, sie nutzt weiterhin ihre Position aus und macht was sie will, ohne Rücksicht auf die Bewohner und Mitarbeiter.
Sobald ein Mitarbeiter anderer Meinung ist, macht sich das auf deren Dienstplan bemerkbar. Sie versucht die Persönlichkeit der Mitarbeiter zu ändern und den Willen der Bewohner zu brechen. Wehe dem man ist anderer Meinung und kritisiert sie, dann ist Mobbing angesagt.
In dieser Gruppe sind schon viele gekommen und gegangen, viele haben sich über ihre Art beschwert, aber es tut sich nichts.
Ich begreif das einfach nicht wie man so einer Person das durchgehen lässt. Es geht doch um das Wohl dieser Menschen. Mir tun die Bewohner so leid, es tut mir richtig in der Seele weh. Was kann ich tun? Kann man irgendeine Behörde einschalten?
Ich bin noch in der Probezeit, aber ich kann das nicht mehr länger mit ansehen. Mittleweile ist mir das egal ob ich rausgeschmissen werde weil ich nicht nach der Pfeife meiner Gruppenleiterin tanze. Ich möchte einen Stein ins rollen bringen aber ich weiß nicht wie. So kann das nicht weitergehen.
Es kann nicht sein das diese Menschen vor dieser Person solche Angst haben das sie sich nicht wehren können.
Habt ihr einen Rat? Was kann ich tun?
LG, peppels
Psychoterror im Behindertenheim, ich will helfen und weiß nicht wie
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von peppels29 - 29.09.11 - 10:20 Uhr
Beitrag von querulantin123 - 29.09.11 - 10:22 Uhr
Wende Dich an das Gewerbeaufsichtsamt, die sollten Dir weiterhelfen können. Und Herr Fussek ist ein toller Ansprechpartner für sowas:
http://www.pflegewiki.de/wiki/Claus_Fussek
Beitrag von peppels29 - 29.09.11 - 10:25 Uhr
Vielen herzlichen Dank!!!
Beitrag von peppels29 - 29.09.11 - 10:29 Uhr
Wie kann ich mit Herrn Fussek Kontakt aufnehmen?
Beitrag von peppels29 - 29.09.11 - 11:17 Uhr
hab seine kontaktdaten gefunden!
Beitrag von wind-prinzessin - 29.09.11 - 10:32 Uhr
Ich würde versuchen, mal ein persönliches Gespräch mit ihr zu vereinbaren. Und dann auch nicht mit Vorwürfen kommen, sondern so zu kritisieren, dass sie versteht, wie du die Sache siehst - und dass ihr Verhalten als störend empfunden wird und nicht sie als Person. Das Wort "Mobbing" sollte auch erst einmal nicht fallen. Das ist eine harte Anschuldigung! Versuchs mal mit "Ich fühle mich minderwertig, wenn..." oder "Das macht mich traurig".
Dass man mit Behinderten anders umgeht als mit Nichtbehinderten habe ich schon sehr oft erlebt. Manche brauchen vielleicht einen anderen Umgangston. Ich rede von Aufforderungen mit Bestimmtheit, nicht von Schreien oder Beschimpfungen!
Auch erlebe ich (sogar in der Familie), dass Leute, die mit Behinderten arbeiten, nicht abschalten können. Die Mutter meines Freundes ist Erzieherin in einer Schule für Körper- und Mehrfachbehinderte und sie merkt wahrscheinlich nicht, wann sie zu Hause ankommt und wann sie auf Arbeit ist. Sie versucht, mit ihrem Hund und meinem Freund genauso umzugehen wie mit den Kindern. Andere Bekannte in diesem Bereich wollen das Leid usw., was sie jeden Tag erleben (stell dir vor, du bekommst ein neues Kind in die Klasse und weißt, dass es nur noch ein Jahr zu leben hat etc.), durch Alkohol zu vergessen. Auch das kann einen Menschen verändern. Auch familiäre Problem können einen Anhaltspunkt darstellen.
Ich möchte die Frau nicht in Schutz nehmen, aber vielleicht gibt es eine einfache Erklärung. Vielleicht muss sie dringend über etwas reden (ist ihre Mutter gestorben oder hat sie ein Kind verloren und kann es nicht verarbeiten?) und hat keinen Ansprechpartner. Natürlich rechtfertigt das nicht ihr Verhalten! Aber viele Leute wissen sich einfach nicht anders zu helfen und/oder merken nicht einmal, was sie ihrem Umfeld antun.
Sollte das Gespräch nichts bringen, würde ich mich an ihren Vorgesetzten wenden. Vielleicht können deine Kollegen das zeitgleich oder leicht versetzt tun. Je mehr Beschwerden eingehen, desto gravierender muss das Problem ja sein und desto eher sollte es ernstgenommen werden.
Ich wünsche dir alles Gute
Beitrag von peppels29 - 29.09.11 - 10:44 Uhr
Vielen Dank.
Ich habe bereits mit ihr gesprochen, aber sie ist sich keiner Schuld bewusst. Mitleid empfindet diese Frau nicht, und auch kein Schuldgefühl. So wie sie das macht so sei es richtig.
Wenn man sagt das man bei diesen Menschein feinfühlig und einfühlsam sein soll und dann eine Bewohnerin die eh psychisch labil ist anschreit das sie wie ein häufchen Elend auf ihrem Bett sitzt und sich die Augen aus dem Kopf weint, dann kann ich kein Verständnis für diese Frau entwickeln.
Eine Gruppenleiterin die andere Mitarbeiter schlecht macht, Gerüchte über sie verbreitet, keine andere Meinung akzeptiert, sich nicht mal darüber Gedanken macht warum es so viele beschwerden über sie gab. Das alles interessiert sie nicht, sie nutzt ihre Position aus. Sie ist so von sich selbst überzeugt das sie selbst sagt man kann ihr nichts anhaben.
Und das geht schon seit einigen Jahren so.
Auch beschwerden im Haupthaus hat nichts gebracht.
Beschwerden beim Heimleiter hat nichts gebracht.
Das hab ich alles von meinen Kolleginnen erfahren. Nichts hätte was genützt.
Und das kanns doch nicht sein.
Meine Kolleginnen trauen sich schon garnicht mehr sich zu beschweren weil es in der Vergangenheit nichts gebracht hätte.
Deswegen wird bei ihr immer eine gute Miene zum bösen Spiel gemacht weil sie sonst deren Unmut zu spüren bekommen indem sie gemobbt werden.
Ich fühle mich so hilflos.
Beitrag von wind-prinzessin - 29.09.11 - 11:17 Uhr
Wenn sich einer beschwert, der vielleicht auch erst seit Kurzem da ist, würde ich als Chef vielleicht auch eher auf meine langjährige Mitarbeiterin hören. Wenn sich 5 Leute in einer Woche über sie beschwerden und vielleicht noch andere Beweise vorlegen (sprich mal mit einem/r psychisch fitten BewohnerIN, ob er/sie z. B. vor einer Kamera "aussagen" würde oder sich nach der "Ansprache" der Dame beim Weinen filmen lassen würde.
Hat die psychisch labile Person eine Therapie? Kann er/sie mal beim Psychocoach erzählen, wie es dort ist und um ein Gutachten darüber bitten? Das könnt ihr sicherlich auch gut als Beweis nehmen.
Nach dem, was du erzählst, muss die Frau echt eine schlimme Kindheit gehabt haben. Und wenn sie das alleine nicht verarbeiten kann, sollte sie sich professionelle Hilfe suchen.
Übrigens: Könnt ihr eine Art Teamsitzung einberufen und mal alle zusammen mit ihr sprechen? Sagt ihr, dass es so nicht weitergehen kann! Bei diesen Arbeitsbedingungen käme ich mir nicht unverschämt vor, mit meinen Kollegen einen Termin zu vereinbaren, an dem wir alle mit einem gelben Schein kommen.. Dann sitzt die gute Frau alleine da. Warum alle fehlen? Na, das Mobbing hat zu Angstzuständen, Magenbeschwerden etc geführt. Und bei Menschen, die in einem guten Betriebsklima arbeiten, ist die Krankheitsrate ohnehin deutlich geringer...
Beitrag von peppels29 - 29.09.11 - 11:29 Uhr
Du, es haben sich auch langjährige Mitarbeiter beim Heimleiter und auch im Haupthaus beschwert, und nichts hat sich geändert. Ein Mitarbeiter hat wegen Mobbing die Gruppe gewechselt weil diese Frau ihn psychisch fertig gemacht hat.
Es traut sich einfach keiner mehr sich über sie zu beschweren weil sie alle miterlebt haben das es zu nichts gebracht hat.
Das mit der Aufnahme einer Bewohnerin kam mir erst vorgestern in den Sinn als ich sie weinend im Zimmer sah. Auch andere Bewohner die sich von ihr ungerecht behandelt fühlen haben sich bei mir ausgesprochen. Sie würde sie beim duschen ruppig und grob behandeln usw.
Ich werde die Bewohner aufnehmen, als Beweis.
Nein die Bewohnerin die psychisch labil ist hat keinen Psychocoach.
Du ich weiß nicht ob meine Kolleginnen dazu bereit wären eine Teamsitzung einzuberufen damit wir alle mit ihr reden.
Sie haben Angst vor ihr. Sie schleimen sich eher bei ihr ein damit sie besser behandelt werden anstatt Rückgrat zu haben und ihr die Stirn zu bieten.
Ich werde es aber versuchen die anderen zu überreden. Entweder ziehen alle mit oder ich steh am Ende alleine da. Und dann frag ich mich wie es weitergehen soll.
Beitrag von wind-prinzessin - 29.09.11 - 12:15 Uhr
Wenn die Bewohner auch körperlich schlecht behandelt werden, können sie die Leiterin doch anzeigen oder nicht? Hier mal ein blauer Fleck, da mal ein Kratzer usw... Alles vom Arzt protokollieren lassen!
Und einen Psychocoach zu organisieren, sollte doch kein Problem darstellen 
Sprich die Aufnahmen aber auf jeden Fall mit den Bewohnern ab, sonst kann es Ärger geben, wenn die sie einfach so aufnimmst.
Ich kann das Verhalten deiner Kolleginnen nicht nachvollziehen... Gemeinsam kann sie euch ja nichts! Und wenn sie nichts unternehmen, wird sich definitiv auch nichts ändern.
Beitrag von ajl138 - 29.09.11 - 11:01 Uhr
Wieso versucht es jeder alleine? Zusammentun und gemeinsam bei herrn Fussek beschweren!
Beitrag von peppels29 - 29.09.11 - 11:07 Uhr
die beschwerden sind damals in der Vergangenheit passiert und seitdem nichts mehr. Vielleicht wussten die damals nichts von einem Herrn Fussek. Aber da ich jetzt von ihm weiß, werde ich das an die anderen weitergeben.
Ich hoffe allerdings das die anderen mit mir an einem Strang ziehen.
Für mich wäre es schlimm zu sehen das die anderen aus Angst kneifen weil sie schon so sehr den Mut verloren haben um sich zu wehren.
Beitrag von ajl138 - 29.09.11 - 11:20 Uhr
Ich denke, sie werden eh befragt werden und über die vergangenen Beschwerden wird ja wohl auch irgendwo etwas verzeichnet sein!
Beitrag von ajl138 - 29.09.11 - 11:23 Uhr
Ihr müsst euch aber trotzdem an das Gewerbeaufsichtsamt wenden.
Herr Fussek wird erstmal so nichts unternehmen können!
Beitrag von lisasimpson - 29.09.11 - 11:33 Uhr
ganz ganz wichtig ist es ALLES zu protokollieren
Wann hat wer was wie wo mit wem gemacht?
datum, uhrzeit, zeugen...
Diese Protokolle in kopieform dem Gewerbeaufsichtsamt, der Heimaufsicht und dem träger der Einrichtung zukommen lassen (natürlich jeden informieren, wem diese dinge noch zugesendet werden).
viel erfolg und bitte handelt- und schaut nicht weg!
Beitrag von yms79 - 29.09.11 - 17:53 Uhr
Ohhh, sehr böses Thema...vielleicht sollte man euch mal die Heimaufsicht ins Haus schicken.
Wenn dass eure Vorgesetzte ist, arbeitet so komplett gegen das leitbild und das ist eine sauerei. der würde ich niemanden anvertrauen.
definitiv muss da ein gespräch her, das ist menschenverachtend und außerdem, wenn ihr diese menschen nicht hättet, dann hättet ihr keinen job.
ich dürfte so etwas nicht sehen, hören oder erleben, derjenige dürfte gleich zum personalgespräch antanzen. außerdem ist das, wenn es rauskommt rufschädigend für euer haus...mir fallen keine worte ein...es macht mich sauer
und mobbing ist ebenso ein heikles thema, ich glaube nicht, dass sie weiß, auf welch dünnem eis sie sich befindet und da ist es auch egal wielange diese frau schon im unternehmen ist.
lg
