Bauen oder nicht?

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Beitrag von matschkaiserin - 29.09.11 - 10:31 Uhr

Hallo,

ich suche ein paar Tipps und Ratschläge. Vielleicht finde ich sie ja bei euch.
Wir wollen unsere Wohnsituation ändern.

Zur Zeit leben wir (2 große und 2 kleine Leute) auf 75 qm.
Die Kinder werden nun größer und wir brauchen mehr Platz. Noch wohnen wir in der Platte zu 500 Euro warm. Also billig.
Aber eben zu Lasten der Lebensqualität (hellhörig etc).

In unserer Gegend gibt es aber keine Alternativen zu diesem Preis, die eben nicht "Platte" bedeuten. Für eine 4 Raumwohnung müssten wir warm mit mindestens 1000 Euro rechnen.

Mein Mann hat sich nun schon völlig darauf eingeschossen ein eigenes Haus zu bauen. Unsere Gegend (Stadtrand) ist allerdings sehr beliebt. Wer ein Haus hat, ist froh drum und verkauft nur wenn es gar nicht anders geht. Mit Grundstücken sieht es ähnlich aus. Das heißt es gibt kaum Auswahl. Woanders wollen wir nicht hin. Wir haben Freunde, Familie, Kita, Schule alles hier und wollen uns davon nicht trennen.
Aufs Land können/wollen wir nicht, da nur ein Familienauto vorhanden ist.

Ich bin was langfristige Anlagen betrifft sehr ängstlich. Mein Mann ist gerade ganz euphorisch.
Für unser Wunschhaus mit Grundstück bräuchten wir 3 Kredite im Gesamtwert von 250T Euro. Der erste (mit der höchsten Tilgung) soll in ca 15 Jahren fertig sein. Die anderen würden Langläufer, aber günstig. Jetzt sind die Zinsen ja sehr gut. Ich weiß, dass man das nur auf 10 Jahre binden kann...

Unser Eigenkapital beträgt nur etwas 45 T Euro (danach wäre aber erstmal alles weg).
Unser Einkommen liegt bei 2500+700(bis900)+2xKindergeld (netto)+eine jährliche Einmalzahlung von ca 1500 (netto).
Bisher hatten wir Fixkosten von 750 Euro und Laufende Kosten von 1390 Euro. Das ist ziemlich genau gerechnet, wir führen seit Jahren Haushaltsbuch. Bisher haben wir nicht sonderlich sparsam gelebt (also 2 mal Urlaub im Jahr, bei Klamotten etc nicht so aufs Geld geschaut etc). Dort sehe ich Einsparpotenzial. 1 Urlaub im Jahr (oder 1 großer alle 2 Jahre tut es auch). Bisher blieben trotzdem immer ca 500 Euro zum Sparen.
Wir hätten dann monatliche Belastungen von ca 1100 Euro Plus Nebenkosten. Also rein für das Haus.

Wer hat unter ähnlichen Bedingungen gebaut?
Ich bin eher skeptisch. Der Gedanke in seinen eigenen 4 Wänden zu leben gefällt mir auch, na klar. Aber ich habe eben noch meine Zweiffel wohingegen bein Mann schon fast sicher ist es durchzuziehen.
Es kann sooo viel passieren. Aber andererseits, wer nicht wagt, der nicht gewinnt? Ach ich weiß auch nicht.

Die Banken meinen natürlich, das würde alles locker gehen. Natürlich freuen die sich über lange Laufzeiten.

Was meint ihr, sollen wir unseren Traum wagen? Oder ratet ihr ab.
Ich würde mich sehr über andere Meinungen freuen.

Ach ja, wir sind beide mitte 30#winke und leben in den neuen Bundesländern

Beitrag von gh1954 - 29.09.11 - 10:41 Uhr

Ich habe mal ausgerechnet, dass ihr bei einem Zinssatz von 4% und einer durchschnittlichen Tilgung von 1,5% bei einer Kreditsumme von 250 T Euro pro Monat ca 1150 Euro abzahlen müsstest.
Wie soll da der größte Kredit in 15 Jahren abbezahlt sein?
Sind im Hauspreis die Erschließungskosten schon enthalten?

Beitrag von matschkaiserin - 29.09.11 - 11:01 Uhr

Ja die Erschließungskosten sind enthalten.

Der Zinssatz für den ersten Kridit liegt nur bei 1,5 %. Der ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt (Innerstädtische Lückenschliesung etc), die wir einhalten können.

Die Tilgung ist höher.

Beitrag von marion2 - 29.09.11 - 10:49 Uhr

Hallo,

wie ist der Plan, falls einer von euch arbeitslos wird?

Gruß

Beitrag von zwiebelchen1977 - 29.09.11 - 10:58 Uhr

Hallo

Du gehst auch immer sofort vom schlimmsten aus. Dann darf keiner mehr bauen oder kaufen.

Gruß

Beitrag von wind-prinzessin - 29.09.11 - 11:05 Uhr

Ich mische mich mal eben ein:

Doch, jeder von dem, was er zur Verfügung hat ;-) Meine Oma sagt immer, man soll keine Schulden machen. Und genau das ist ja ein Kredit! Und bei Krediten in Höhe von 250T Euro ist das Risiko einfach sehr hoch, ihn nicht abbezahlen zu können. Vor allem, wenn 2 Kinder im Spiel sind.

Beitrag von marion2 - 29.09.11 - 11:13 Uhr

Hallo,

ich habe die TE nach ihrem Plan B gefragt, nicht dich.

Dein Mann ist Beamter und du bist dumm. Das ist eine völlig andere Ausgangslage als bei der TE.

Gruß Marion

Beitrag von matschkaiserin - 29.09.11 - 11:17 Uhr

Plan B wäre dann entweder wenn alle Stricke reißen das Haus wieder zu verkaufen oder zu vermieten (wobei das erst nach 20 Jahren gänge, weil das auch zu den Bedingungen für den sehr günstigen Kredit zählt).

Ich tendiere auch eher dazu es zu lassen. Aber mein Mann....

Beitrag von marion2 - 29.09.11 - 11:19 Uhr

Hallo,

das sind komische Kreditbedingungen. Legt den Kreditvertrag unbedingt einem Anwalt vor.

LG Marion

Beitrag von silberfunken - 29.09.11 - 11:23 Uhr

Nicht unbedingt.

Wenn das "sehr" günstige Kreditbedingungen sind, sind das vermutlich "subventionierte" Kredite wie die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Kredite die aus Fördertöpfen bestehen haben manchmal "interessante" Bedingungen und bieten zusätzlich zu niedrigen Zinsen manchmal auch Tilgungsfreiheit in den ersten Jahren.

In der aktuellen niedrig-Zinsphase sollte man aber in der Tat prüfen, ob man nicht direkt von der Hausbank ähnlich attraktive Angebote bekommt.

Beitrag von marion2 - 29.09.11 - 11:32 Uhr

#Aha - #danke für die Ausführungen.

Beitrag von silberfunken - 29.09.11 - 11:37 Uhr

Gern.

Wir standen vor Jahren vor einer ähnlichen Entscheidung und haben uns damals gegen die Förderkredite entschieden - grade eben wegen dieser Nebenbestimmungen.

Da die TE den Zinssatz von 1,5% eben in den Raum geworfen hat, bin ich mir recht sicher, dass dies ein ähnlicher Förderkredit sein wird.

Lobenswert, dass die Hausbank die mit anbietet, denn verdienen tun die in der Regel eher nichts daran.

Aber man "kauft" sich den günstigen Zinnsatz nunmal durch einige mögliche Nachteile ein.

Wir hatten damals übrigens auch drei Kredite von der Hausbank - einen Eigenheimzulagekredit und zwei Kredite mit unterschiedlichen Zinsbindungen, um Flexibel zu bleiben.

Viele Grüße,

Silberfunken

Beitrag von zwiebelchen1977 - 29.09.11 - 11:47 Uhr

Wieso bin ich dumm?

Naja, wenn du meinst. Ich habe im Gegensatz zu dir noch nicht vom Amt gelebt:-p Soviel zum Thema dumm. Da habe ich doch einiges besser gemacht, oder?

Gruß

Beitrag von matschkaiserin - 29.09.11 - 11:48 Uhr

@ alle: Na na na bitte nicht Zanken in meinem Treath!!!!!#nanana#nanana

Beitrag von marion2 - 29.09.11 - 13:33 Uhr

#schein nicht mal ein bisschen?

#bitte #bitte #bitte

Beitrag von wind-prinzessin - 29.09.11 - 12:23 Uhr

Dumm sein und vom Amt leben hat nichts miteinander zu tun! Jedem kann es passieren, dass er die Arbeit verliert und sich neu aufbauen muss. Und das sollte auch niemand verwerflich finden!

Verwerflicher finde ich es, wenn man sich vom Partner abhängig macht. Die typische Hausfrau beispielsweise, die auch nicht arbeiten geht, wenn die Kinder bereits außer Haus sind, weil der Mann ja verdient.. Was passiert, wenn der Mann arbeitsunfähig ist? Oder sogar stirbt? Eine Trennung reicht ja schon aus, um sich bedürftig zu machen. In meinen Augen grobe Fahrlässigkeit, weil man nichts für seine Altersvorsorge oder das tägliche Brot getan hat und nicht tun wollte.

Für die Insolvenz des Betriebes oder das gesundheitsbedingte Arbeitsausscheiden eines AN kann er nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Wie es bei dir ist, weiß ich nicht. Wollte nur mal klarstellen, dass Dummheit und Arbeitslosigkeit zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 29.09.11 - 13:16 Uhr

Hallo

Ich habe auch immer Vollzeit gearbeitet, dann 3 Jahre Elternzeit genommen und gehe nun Teilzeit arbeiten. Denn ich will noch was von meinem Kind haben und genug mit ihm unternehmen können.

Das zwischen Marion und mir ist halt so. Sie hackt gerne darauf rum, das mein Mann Beamter ist. Keine Ahnung wieso. Deswegen bin ich noch lange nicht dumm. Ich weis, was wir haben. Vielleicht ist sie darauf neidisch. Auch wenn sie es nciht zugeben möchte.;-)

Beitrag von wind-prinzessin - 29.09.11 - 13:24 Uhr

Gegen 3 Jahre Elternzeit kann ich auch nichts einwenden. Ich meine eher die Muttis, die nicht arbeiten können, weil sie ihren 30jährigen Söhnen, die nicht mal mehr zu Hause wohnen, das Mittagessen an die Arbeit bringen müssen.. So wie meine Oma, die nicht zur Tagespflege kann, weil mein Onkel sich ja ohne sie nicht mal 2 Eier in die Pfanne hauen könne ;-)

Hach, manchmal bin ich auch neidisch. Auf diejenigen, die sich 3 Jahre Auszeit erlauben können. Oder zumindest 1 Jahr. Ich bin halt zur falschen Zeit schwanger geworden.. Entweder hätte es früher passieren müssen oder erst später...

Beitrag von marion2 - 29.09.11 - 13:31 Uhr

Das Problem ist, dass du wirklich dumm bist. Du verstehst nicht, dass ein Beamter ganz sicher regelmäßig sein Geld bekommt und ein Gehaltsausfall in nichtverbeamteten Familien schon eher ein Thema ist.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 29.09.11 - 13:43 Uhr

Na wenn du meinst.Das ist mir schon klar. Das habe ich nie anders behauptet. Und ich bin auch froh und dankbar, das es bei uns so ist und wir abgescihert sind.

Beitrag von mamavonyannick - 29.09.11 - 14:43 Uhr

"Ich weis, was wir haben.

Leider weist du aber oft, was du nciht hast...."





.... Ahnung#schein

Beitrag von vwpassat - 29.09.11 - 11:48 Uhr

#huepf#huepf#huepf

Beitrag von zwiebelchen1977 - 29.09.11 - 11:49 Uhr

Was soll das denn bitte?

Beitrag von vwpassat - 29.09.11 - 12:57 Uhr

Die Antwort war so geil, dass ich fast vom Stuhl gefallen wär.

Beitrag von marion2 - 29.09.11 - 13:33 Uhr

#kuss