Hey, lieb von Dir das zu lesen.....
ich arbeite in einem sozialen Zweig als Stellvertretung einer Führungsposition, ohne richtige Einarbeitung, aber da ich schon fast 15 Jahre Berufserfahrung habe geht es eigentlich.....
seit min 3 Monaten ist der Druck und die Arbeit zuviel geworden. Viele krankheitsfälle in unserem Betrieb , Kündigungen von anderen Mitarbeitern da es manchmal echt stressig ist und kein Personal kommt nach.......
aber die Arbeit häuft sich.....
Die oberste Leitung hört nicht auf mich , bin übrigens auch schon ein paar mal körperlich zusammengebrochen, hab noch eine Tochter und ein Partner, aber nach der Arbeit bin ich tot, ich schlaf bis abends. hab schon gar keine Hobbys mehr und will ja auch mit meiner Familie nochwas machen, ist aber kaum mehr möglich.
hab erstmal versucht meine Positionen abzugeben an andere Mitarbeiter, die aber irgendwie nichts machen und.... dann mach ich es halt wieder.
Ich möchte meinen Arbeitsplatz nicht verlassen von mir aus, weil kündigen tun die mich nicht, selbst wenn ich mal etwas unbeherrscht bei der Chefin reagiere. Weil bei Selbstkündigen....... kein Arbeitslosengeld...
ich hab mir vorgenommen und auch öffentlich mündlich auf Arbeit angekündigt das ich nicht mehr kann und ab November sollen Sie eine andere Fachkraft für mich finden.
Eigentlich weiß ich schon die Antwort: Burn out...... geh von dort weg....
musst mich wahrscheinlich nur mal bei "fremden" Leuten auskotzen.
würde mich trotzdem freuen zu hören was ihr denkt......
lieben Dank
terrorlady^^
weiß nicht was ich genau machen soll.....
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Beitrag von terrorlady - 01.10.11 - 15:33 Uhr
Beitrag von hopsdrops - 01.10.11 - 16:08 Uhr
hallo!
zugegeben: das erste was ich dachte war "und dann?" wie soll es weiter gehen? arbeitslosengeld wird dich vermutlich nicht wirklich emotional runterbringen.
wenn du die möglichkeit hast, evtl. nur noch halbstags dort zu arbeiten oder sonstwie weniger stunden zu machen, wäre dir damit nicht viel eher geholfen als gleich ganz zu gehen? (ich weiß natürlich nicht, wie die sonstigen bedingungen sind wie bezahlung, arbeitsklima etc.)
ich sehe die schwierigkeit ein wenig in fehlenden zeugnissen, die du einem zukünftigen arbeitgeber dann ja schon irgendwie präsentieren können solltest. willst du überhaupt in eine neue anstellung? würde dort nicht evtl. dasselbe problem wieder auftreten?
dazu kommt, dass du dann wahrscheinlich (habe nun nicht in deine vk gesehen) keine 20 mehr bist, was die sache mit dem neuen job auch nicht unbedingt einfacher macht. bist du darauf eingestellt, evtl. auch langzeitarbeitslos zu werden und würdest du das in kauf nehmen?
ich würde mich außerhalb der arbeitszeit in behandlung begeben und würde eher nicht kündigen - zumindest nicht ohne perspektive.
sonst würde ich mit dem chef ein paar offene worte sprechen und um eine woche beurlaubung bitten, um deine tanks wieder zu füllen. wenn du ihm am herzen liegst, dürfte das machbar sein.
dann wünsche ich dir gute besserung und hoffe, du überlegst dir das wirklich gründlich....
hopsdrops
Beitrag von angelika2112 - 01.10.11 - 21:25 Uhr
Stopp den jetzigen Prozess richtig ins Burn Out zu fallen solange es noch nicht zu spät ist!!!
Rede mit deinem Hausarzt, das du zu Hause nur noch schlafen willst, keine Hobbies hast ect... Er sollte dich mal ne Woche krank schreiben um Kraft zu tanken.
Beantrage am Besten auch gleich eine Kur, vielleicht hilft dir das, erst mal wieder auf die Beine zu kommen.
Langfristig ist das so jedenfalls nichts. Ändern musst du etwas. Dazu hast du mehrere Möglichkeiten:
1) Du bewirbst dich weiter und kündigst wenn du was gefunden hast
2) Du arbeitest weiter, aber machst dir keinen Druck mehr, arbeit die nicht geschafft wurde, ist halt nicht geschafft, du bist keine Maschine und wenn du eine wärst, wärst du dann bald reif für den Schrott...
3) Du bekommst eine Kur und Therapie, die ausreicht um wieder der Belastung gewachsen zu sein (unwahrscheinlich)
Aber immer daran denken: Wir arbeiten um zu Leben, nicht umgekehrt!!!
Alles Gute
