Brauche HILFE bitte...Vorstellungsgespräch wegen Lebenslauf!!!!

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Beitrag von 3blade3 - 01.10.11 - 16:22 Uhr

Hallo.

Brauche nochmal eure Hilfe. Ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch als Empfangskraft im Krankenhaus, kath. Träger. Habe mich soweit gut vorbereitet (hoffe ich jedenfalls).

Leider ist mein Lebenslauf länger#hicks, weil ich öfter die Arbeitsstelle gewechselt habe. Habe ca. 22 Jahre Berufserfahrung in diversen Bereichen. Meist habe ich nach 2 Jahren gewechselt.

Sicherlich wird die Frage danach kommen. Ich weiß jetzt nicht, wie ich darauf (?warum haben sie so oft gewechselt?) adäquat antworten soll?!?
Einerseits macht es sich bestimmt nicht gut im Lebenslauf, andererseits wurde ich ja trotzdem eingeladen.

Könnt ihr mir helfen?!!? Wie beantworte ich diese evtl. kommende Frage?

DANKE!

Beitrag von hopsdrops - 01.10.11 - 16:50 Uhr

hallo!

mein lebenslauf ist auch etwas umfangreicher #hicks wenn die frage aufkam, wieso ich so oft den arbeitgeber - und die tätigkeitsbereiche - gewechselt habe, habe ich es meist mit ehrlichkeit probiert.

zum einen war es schwer, für mich einen beruf zu finden, in dem ich all meine stärken nutzen kann (dies ist ein guter einstieg, um mal einzuwerfen, was du denn so auf dem kasten hast) ;-)

ich habe gewechselt, um mich beruflich fortzubilden, weil ich in manchen berufen das gefühl hatte, auf der stelle zu treten und mich nicht weiterentickeln zu können. (dieser satz bringt nur etwas, wenn du dich auf eine position bewirbst, in der fortbildungswille erwünscht ist)

bei einem bis zwei jobs sagte ich, dass ich mir eingestehen musste, dass ich mir etwas anderes darunter vorgestellt hatte und dies leider erst durchs ausprobieren heraus fand. allerdings habe ich aus diesem versuch gelernt, was nicht zu mir passt und konnte mich weiter meinem wunschberuf annähern, wenn auch übers ausschlussverfahren.

wenn du 1000 mal den job innerhalb desselben berufs gewechselt hast, weiß ich allerdings auch nicht, was man da sagen soll. weshalb hast du denn gewechselt? du wirst doch sicher deine gründe gehabt haben und bist nicht 1000 x gefeuert worden, weil du faul warst und nur kaffee getrunken hast? ;-)

liebe grüße und viel glück #klee
hopsdrops

Beitrag von 3blade3 - 01.10.11 - 17:15 Uhr

Hallo und danke erstmal für deine Antworten. Damit ist mir schon sehr geholfen, werde mir das mal notieren.

Ich habe 9 x gewechselt (habe beim Gericht gelernt und war immer als Büro/Schreibkraft danach tätig). Oft lag es an zuviel Arbeit und sehr mieser Bezahlung, ein paar Mal kam ich mit meinen Cheffinnen! nicht klar und bin freiwillig gegangen, ein mal passte der Tätigkeitsbereich gar nicht (also eigentlich das was du beschreibst).
Ich bin kein Mensch der sich verbiegen kann, rede immer Klartext. Das kommt halt selten gut an, vor allem nicht bei verbohrten Vorgesetzten. Aber so bin ich halt. Meine letzte Stelle wurde leider wegrationalisiert, danach war ich lange Zeit im Homeoffice tätig.

Glück werde ich wohl brauchen. Obwohl bis jetzt habe ich immer die Stelle bekommen, wenn ich beim Vorstellungsgespräch war.

LG Blade

Beitrag von miau2 - 03.10.11 - 12:14 Uhr

Hi,
ich denke, der PUnkt mit dem "ich lasse mich nicht verbiegen, vor allem nicht von verbohrten Cheffen" wäre vielleicht nicht wirklich hilfreich.

Das klingt für mich nämlich so: ich lasse mir nichts sagen, und wenn du es trotzdem versuchst bist du verbohrt und ich gehe oder verhalte mich so, dass es für dich keine Alternative zur Kündigung mehr gibt.

Und genau so jemanden würde ich NIE einstellen.

Vielleicht solltest du für dich selbst den Punkt überdenken und überlegen, ob die Trennung zwischen "manchmal haben mir Chefs einfach etwas zu sagen, das liegt nun mal in der Natur der Dinge" und "die sind einfach verbohrt" bei dir immer so ganz richtig läuft.

Und mit den Arbeitszeiten - nun ja, ob das "zu viel arbeiten müssen" gerechtfertigt war oder nicht kannst natürlich nur du selbst sehen. WEnn für dich schon ein paar wenige, notwendige Überstunden zu viel waren ist auch das so ein PUnkt, der vielleicht nicht gut ankommt.

Nein, es macht sich definitiv nicht gut im Lebenslauf, vor allem wenn man - was bei 9 mal in 22 Jahren doch irgendwie so erscheint - nicht den Grund "ich wollte mich beruflich weiterentwickeln, leider ging das nicht bei meinem bisherigen Arbeitgeber" anbringen kann.

Ich hatte 3 Arbeitgeber seit 2000. Auch viel. ICH konnte aber ehrlich antworten:

- mein erstes Arbeitsverhältnis war von vornherein nur auf ein gutes halbes Jahr ausgelegt. Selbsterklärend, ich war nämlich für einen ausländischen Teilnehmer auf der EXPO 2000 tätig. Und da die normalerweise kein Personal in Deutschland haben war eine Übernahme nie Thema.

- mein zweites Arbeitsverhältnis (gekündigt vom ARbeitgeber): ich habe mich bewährt. In dem bereich, in dem ich eingestellt wurd lief es tatsächlich super. Und weil es so gut lief wurde ich in immer neuen Bereichen eingeteilt, letztendlich auch in einem, wo es nicht so super lief (das Tagesgeschäft hatte ich schon im Griff, den Rest irgendwann nicht mehr). Den versprochenen Weg zurück zu dem Bereich, für den ich eigentlich mal eingestellt worden war gab es irgendwann nicht mehr. Es lief einfach nicht mehr, und innerlich hatte ich längst die Reißleine gezogen und mich anderweitig umgeschaut - mein damaliger AG war nur schneller in der Kündigung als ich.

- mein drittes Arbeitsverhältnis hat auf dem Papier bestanden (Elternzeit seit Geburt meines ersten Kindes), bis ich jetzt ein neues angetreten habe. Grund für den Wechsel ist einfach der, dass bei meinem alten AG fast alle entlassen wurden und die Firma auf die Schließung hinsteuert.

Alles drei Gründe für Wechsel, die ich problemlos in einem Bewerbungsgespräch anbringen kann. Neben dem schon genannten: die berufliche Weiterentwicklung war nicht möglich.

Daneben sind natürlich Umzüge (z.b. wenn der Partner umziehen muss beruflich bedingt) oder auch Dinge wie "ich konnte nur noch Teilzeit arbeiten wegen der Kinderbetreuung, und das ging bei meinem alten AG nicht" kein Problem.

"Aber ich bin so halt" - nun ja, nicht alles, wie ich nun mal so bin erfahren meine Vorgesetzten auch..."Klartext reden" - sicher schön und gut, aber eben nicht immer und überall und in jedem Tonfall angebracht...Wenn du das so anbringst würde ICH dich nicht einstellen.

Gesucht werden nämlich in aller Regel Mitarbeiter, die sich eingliedern, die sich auch mal (in bestimmten Grenzen) anpassen, und die flexibel genug sind, bestimmte Dinge zu akzeptieren (nicht alles, aber manches) - und wenn du das von dir geschriebene so wiedergibst klingst du eben wie jemand, der genau das nicht kann. Zwischen jemandem, der zu allem Ja und Amen sagt und jemanden, der sich durch nichts und niemanden jemals verbiegen lässt ist halt noch ein Riesenbereich dazwischen.

Wenn du dann nicht fachlich etwas absolut außergewöhnliches und dringend benötigtes hast würde ich dich nicht nehmen.

Egal wie, viel Erfolg und viellicht etwas mehr Beständigkeit,
MIau2