Wie regelt ihr den PC-Gebrauch?

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Beitrag von 3.zwerg - 02.10.11 - 17:04 Uhr

Hallo an alle und danke schon mal fürs lesen :-)

Meine Frage steht schon oben; mein Großer bereitet mir z.Zt. etwas Kopfschmerzen. Abgesehen davon, dass er einigermaßen ordentlich in der Schule leistet, keine Beanstandungen bisher über sein Verhalten und MItarbeit seitens der Lehrer gekommen sind, ist er nur noch an seinem PC interessiert. Oder DS. Oder Handy. Oder gar nichts.

Ich muß ihn wahrlich dazu zwingen - wie heute Nachmittag - das Haus mal zu verlassen. Sein Bruder "ärgert ihn nur" (er will meist mit ihm etwas banales wie Mastermind oder SkipBo oder Schach spielen, leider ohne Bildshirm), ich bin sowieso "zickig" #schock#schock und "zwinge ihn Sachen zu tun, zu denen er gar keinen Bock hat".

Ich habe heute aus Wut (sicherlich nicht angemessen, allerdings bisher sehr wirksam) seine GErätschaft mal abgebaut. Eine täglich begrenzte Zeit zuzulassen ist schwierig, es hat in der Vergangenheit auch nicht unbedingt funktioniert (abends doch noch drangesessen statt schlafen).

Wie macht ihr das?

LG

Eva

Beitrag von sarahg0709 - 02.10.11 - 18:02 Uhr

Hallo Eva,

wie alt ist Dein Großer?

Mein Sohn bekam einen eigenen PC mit 12. Handy hat er bis heute keins (er überlegt jetzt gerade, ob er eins braucht, aber er sieht natürlich auch den Reiz, dass es angenehmer sein kann, nicht erreichbar zu sein :-p)

Bis dahin gab es Familien-Spielzeit. D.h. ich habe mit ihm Karten oder Brettspiele gespielt.

Inzwischen spielt er natürlich in erster Linie am PC, hat aber auch schon sein Bedauern ausgedrückt, dass wir diese Spiele-Nachmittage nicht mehr haben.


LG

Beitrag von 3.zwerg - 02.10.11 - 18:20 Uhr

Hi :-)

er wird im November 13.

Das Handy hat er aufgrund der Tatsache bekommen, dass wir 1,5 Jahre nach der Trennung von meinem Ex 650 km weggezogen sind, eine Woche später hat er in der neuen Schule angefangen, wo er mit dem LInienbus hinfahren mußte.

Eigentlich ist das Handygebrauch sehr begrenzt bei ihm. Er kann sehr gut damit umgehen, auch mit dem Guthaben, 30 Euro haben länger als ein Jahr gereicht. Er simst nicht, spielt nur wenn er unterwegs ist, die Zeit totzuschlagen. Habe ich grundsätzlich nichts dagegen.

Auch die Gespräche zwischen uns sind weiterhin sehr konstruktiv, leider nur um einiges seltener geworden.

Diese Spielabende haben wir auch ;-) Ich bestehe darauf, weil es uns allen Spaß macht. Er zieht sich aber letzter Zeit nach einer Runde zurück oder spielt er mit saurer Miene mit...das macht doch keine Freude mehr, ich lasse ihn dan ziehen :-(


Ich will aber nicht einfach hinnehmen, dass er den Kontakt zu mir/uns dermaßen willkürlich sowohl in der Qualität als auch in der Quantität bestimmen will. Jedes mal, wenn ich ihm sage, er solle sich vom Bildschirm lösen, zeigt er beinahe "Entzugserscheinungen".

Ich weiß es nicht, wie ich damit umgehen soll.

Jetzt ist er wieder okay. Wir gehen spielen, unser Treffen ist fällig, meist vor dem Abendessen ;-)

Lg

Eva

Beitrag von sini60 - 02.10.11 - 18:28 Uhr

Ich will aber nicht einfach hinnehmen, dass er den Kontakt zu mir/uns dermaßen willkürlich sowohl in der Qualität als auch in der Quantität bestimmen will.

Verstehe ich den Satz richtig, du möchtest das er mit euch gutgelaunt spielt, obwohl er dazu keine Lust dazu hat? #kratz

LG
Sini

Beitrag von 3.zwerg - 02.10.11 - 19:58 Uhr

Nein, so ist es nicht. Er wird nicht gezwungen und darf er auch ablehnen. Aber er lehnt zur Zeit grundsätzlich alles ab, was von uns - egal ob von mir oder von seinem Bruder - vorgeschlagen wird. Ob es der Sportplatz ist, ein GEsellschaftsspiel oder Eis essen gehen oder oder oder. Ich will ihn keineswegs zium shoppen mitschleppen und für die gemeinsame Unternehmungen werden wohl Sachen vorgeschlagen, die unter "normalen Umständen" einem 12-13 jährigen Spaß machen dürften. Zumindest sporadisch...? Die Ablehnung ist aber grunsätzlich da, auch das Gemecker und gleich damit schlechte Laune :-(

Soeben haben wir 10 Phasen durchgespielt und er hat mitgemacht. Wir haben ziemlich gut über die Sache gesprochen und ich habe auch gesagt, dass ich jetzt auf unbestimmte Zeit den PC bei ihm nicht aufstellen möchte.

Ich möchte einfach einem Vorgang vorbeugen, bei dem er vereinsamen könnte...vor einem halben Jahr haben uns täglich 3-4 Kids seinerseits besucht, jeden Tag war einer da oder er weg. Nun gar nichts...das ist doch auffallend, oder?

Mal sehen, was nun wird. Er zeigte sich - wenn auch nicht einverstanden - aber einsichtig. Ich hoffe es zumindest so ;-) Ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte mal war, dass wir so aneinander geraten sind.

LG

Eva

Beitrag von locke1910 - 05.10.11 - 06:45 Uhr

Hi.
Klingt nach dem "Hummer"-Syndrom (habe grade von Rogge ein Buch über Pupertät gelesen **gg**) - er grenzt sich ab und seine schlechte Laune ist nicht persönlich zu nehmen, sondern ein Ausdruck davon, dass er sich abnabelt.
Mein Großer wird 12 und liesse man ihn, würde er jeden Tag nur mit Pinkelpausen spielen...
Aber wir haben ein Ranking; erst Schule, Hobbys/Freunde, dann PC, Konsole etc.
Wenn es unter der Woche nicht klappt, dann sind wir am Wo.-Ende "kulanter", dann darf es auch mal länger werden; es will dann ja auch der kleinere Bruder daddeln.
Bock auf gemeinsame Sachen wie Spiele, Weggehen usw hat er noch im gewissen Umfang, wobei da inzwischen auch Interessenkonflikte entstehen - logo, wenn das Alter hier von knapp 12 über 8 zu 4 Jahre geht;-)
Aber am Ende einigen wir uns doch noch immer, manche Sachen, wo die Kleinen eben noch nicht mitkönnen, macht dann mein Mann mit ihm und ich hüte die Kurzen.
Jaaa, es ist so schön, wenn sie groß werden...
Lg, Locke

Beitrag von sarahg0709 - 03.10.11 - 11:01 Uhr

Hallo Eva,

dann ist es verständlich.

Er fängt an sich abzunabeln. Er ist in einem Alter, wo er mal was "selber" machen will.

Mein Sohn hat es teilweise auf 2-3 Stunden am PC gebracht. Ins Internet durfte er da noch nicht, das kam erst mit 15.

Das ist eine Phase, da müssen alle durch. Und wenn die Schule nicht darunter leidet, würde ich sagen, es ist o.k.


LG

Beitrag von jazzbassist - 03.10.11 - 01:51 Uhr

Wir haben da bisher nichts geregelt, was daran liegt, dass unser Kurzer den Tag über lieber mit seinem besten Freund und seiner Freundin verbringt und sich Fernseher/Computer/X-Box da einfach in die restlichen Abendminuten hineingelegt haben, wo er ohnehin nicht mehr raus darf.

So großartig für Gesellschaftsspiele oder sonstige Familienaktivitäten o.ä. zu begeistern ist er schon seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau einordnen; zum einen kam er damals auf die weiterführende Schule, wo man ihm schon angemerkt hat, dass das G8 Abi doch etwas mehr schlaucht als die Grundschule und er dann irgendwann einfach abschaltet und faulenzen wollte; zum anderen ist er recht früh in etwas gekommen, was man wohl als Pubertät bezeichnen könnte - da war das einfach nicht mehr reizvoll für ihn, noch großartig irgendetwas mit seinen Eltern gemeinsam zu unternehmen. So reine Vater-Sohn Sachen am Abend, wenn er alleine nicht mehr raus darf, gehen aber eigentlich immer. Sportliche Sachen wie Squash oder Badminton funktionieren noch … ihn Abends in eine Pizzeria entführen, 2-3 Runden Billard spielen und 1-2 alkoholfreie Cocktails schlürfen klappt etc. Aber ein Brettspiel mit ihm zu spielen? Da würde er nur noch die Augen verdrehen. Poker als Kartenspiel ginge noch, wobei ich da immer ein schlechtes Gewissen bekomme, den armen Jungen um sein Taschengeld zu berauben #schein.

Was ich machen würde, wenn ich die Befürchtung hätte, dass er sich plötzlich sozial von seinem Freundeskreis abkapselt und nur noch vor dem Computer hängt … also ihren »Den Computer bis auf unbestimmte Zeit wegnehmen«-Ansatz fände ich meinem Sohn gegenüber einfach nur ungerecht und wäre für mich daher keine Lösung gewesen. Ich wollte ihm gegenüber immer fair bleiben, da ich auch den selbigen Anspruch an ihm habe … ihm da aus Trotz den Computer abzubauen …naja. Kann Ihr Sohn dabei überhaupt gewinnen? Was wäre denn, wenn er jetzt innerhalb von 2-3 Wochen wieder täglich Freunde zum spielen/rumhängen zu Hause hätte oder plötzlich wieder mit seinem Bruder spielt? Da müssten Sie ja schon blöd sein, ihm dann wieder den Computer ins Kinderzimmer zu stellen. Sie wissen doch dann schon, wie dass nur wieder enden wird.

Ich hätte es da eher mal … also es gibt für Eltern Computerprogramme, die als Art Zeitschaltuhr fungieren. So etwas hätte ich vielleicht mal versucht, auf seinem Rechner zu installieren. Dort kann man als Elternteil zum einen Uhrzeiten Einstellen, zu denen Kinder den Computer benutzen können (z.B. eine halbe Stunde am Nachmittag für die Hausaufgaben oder auch einfach Abends ab 19 bis 21 Uhr - so dass er sich Nachmittags mit seinen Freunden treffen kann und Abends immer noch ausreichend Zeit für den Computer hat.) Auch kann man da z.B. Zeitguthaben hinterlegen - so dass ein Kind z.B. jede Woche maximal 5 Stunden lang den Computer benutzen kann - wann ein Kind dieses Zeitkontingent aber verwendet, bleibt dem Kind überlassen. Wie gut/schlecht er das wird umgehen können, muss dann die Praxis zeigen.

Ansonsten - was macht ihr Sohn denn den ganzen Tag am Computer? Also Meiner ist - wenn - nur im Internet unterwegs, ansonsten weiß er mit dem Teil überhaupt nichts anzufangen. Wenn das auch auf Ihren Sohn zutrifft … also das Teil, was bei Ihnen im Haus dafür sorgt, dass alle Computer ins Internet kommen (Router) haben in ihrem Administrationsbereich (dort, wo man die Teile einstellen kann) eigentlich in der Regel einen Menüpunkt, der »Kindersicherung« heißt. Dort können Sie dann je Rechner einstellen, um welche Uhrzeiten und an welchen Tagen dieser Rechner überhaupt ins Internet darf. Sofern Ihr Sohn das Kennwort für diesen Administrationsbereich nicht kennt, wird er das auch nicht mehr umgehen können. Notfalls ... das Teil weiß auch sehr genau, wann der Computer ihres Sohnes läuft, und, wann er ausgeschaltet ist. Zumindest, wenn Sie in Ihrer Familie jemanden kennen, der sich recht gut mit Computern auskennt, wird er darauf möglicherweise eine Software installieren können, die ihnen einmal per Woche per Email eine Zusammenfassung schickt, wann der Computer ihres Sohnes jeweils eingeschaltet, und wann er wieder ausgeschaltet wurde und auch, wie lange er insgesamt lief. So können Sie einfach auch ein Zeitkontingent (oder feste Uhrzeiten) vorgeben, und, ob er sich daran hält, können sie am Ende der Woche nachlesen und müssen ihn da notfalls mit Sanktionen dazu nötigen, sich dort an Ihre Vorgaben zu halten.

Beitrag von 3.zwerg - 03.10.11 - 06:44 Uhr

Huh!!! Danke für den Tipp (das mit dem Software). Bin computertechnisch weit davon entfernt, solche Sachen auch nur zu kennen, geschweige denn anzuwenden.

Das wäre vielleicht eher eine Lösung.

Ich muß ehrlich sagen, ich will es ihm nicht verbieten. Er ist auch auf dem Gym, seine Noten sind völlig in Ordnung, er verbringt relativ wenig Zeit mit den Hausaufgaben und bringt gute Noten nach Hause, ob Arbeit oder mündliche. Das ist nicht der Grund.

Ich akzeptiere es auch, dass er an familiären Unternehmungen nicht sonderlich interessiert ist, ich erinnere mich selbst an meine Kindheit ;-) Nur zu verständlich. Wobei ich denke hier nicht an Spaziergänge Hand in Hand, das wäre ja echt nicht altersgemäß...

Wir spielen auch nicht die klassische Brettspiele, wir zocken gerne mit Karten (ebenfalls Poker, Rommee, gerne Schach). Eigentlich ist es auch nicht das Problem , wenn er diese nicht mitmachen will. Das Problem ist eher, dass er seit Schulbeginn GAR NICHTS mehr mit uns machen will. Alles nervt ihn, alleine die Frage schon!

Ich habe es jetzt erst mal beobachtet, in den letzten 3 Wochen waren es gerade mal die Essenszeiten, zu denen er noch erscheinen wollte.

Bin kein Typ von "Nagel mit Kopf" und versuche erst immer auf verbaler Basis. Ich lege auch sehr großen Wert auf Umgang und Anstand und ich muß sagen, dass diese uns gegenüber trotz Hormonüberflutung in der Pubertät erhalten bleiben muß. Es ist mir vollkommen egal, wie er es schafft, das hat er einfach zu begreifen. Er hat nicht allzu viel Pflichten und Verbindlichkeiten, hat selbst gesagt, dass er genug zu lernen hat und will keine AGs oder zusätzliche Sportunterrichte auf sich nehmen. Ist auch in Ordnung.

Er spielt online Spiele. Bzw. nur eine, wo seine sg. "Freunde" auch mitspielen (diese habe ich noch nie gesehen). Man sitzt wie die Großen mit dem Headset auf dem Kopf und hat Spaß. Das Spiel ist ein taktisches/strategisches etwas (habe mir von ihm zwar erklären lassen, wurde aber mit slangs überflutet).

Ich weiß, dass das Abbauen des PC nicht unbedingt richtig ist, habe ich ja selbst geschrieben. Nun ist aber vorerst mal Ruhe und gestern haben wir uns überraschend vernünftig unterhalten. Sicherlich nicht das letzte mal ;-) Mein Zorn artete sich einfach nach der Tatsache aus, dass er jetzt in den drei Tagen von morgens 8 bis abends 21 Uhr nur noch vor dem Monitor saß.

Das mit der Zeitschaltuhr ist sicherlich nicht schlecht. Aber wie reagiert er wohl, wenn das Ding einfach inmitten vom Spiel ausschaltet und er von mir aus deswegen "zu Grunde geht"? #schwitz Naja, das möchte ich nicht erfahren. Selbst wenn ich sage, mach jetzt bitte sofort aus, muß er natürlich immer irgendeinen Level noch fertigmachen, damit der Spielstand gespeichert werden kann und das dauert bekanntlich ja noch ein paar Minütchen...

Vielen Dank für Eure Beiträge und Erfahrungen, werde zum #herzlich nehmen und hoffe das Beste für meinen "großen" Burschen :-)

LG

Eva

Beitrag von jazzbassist - 03.10.11 - 10:51 Uhr

Ich habe so ein Programm noch nie praktisch genutzt, denke aber mal, dass Kinder damit schon mal wesentlich besser klarkommen, als wenn Mama ins Kinderzimmer kommt und eher willkürlich bestimmt: »Jetzt ist Schluss«. Er ist ja jetzt schon etwas älter wird wird also ziemlich genau wissen, wann jetzt genau sein Wochenkontingent ausgeschöpft ist und wird einfach lernen müssen, sich dass einzuteilen; oder, wenn sie nur bestimmte Uhrzeiten erlauben … er wird dort sicherlich auf die Uhr gucken können und wissen: »Verdammt, nur noch 15 Minuten … jetzt lohnt es sich einfach nicht mehr, noch ein neues Spiel anzufangen.« Zumal ich mir sicher bin, dass so ein Programm ein Kind schon vorzeitig informieren wird, wenn die Zeit jetzt abläuft und bei vielen Kindern … also die wenigen Spiele, die ich mal an der X-Box meines Sohnes probiert habe … also da kann man entweder jederzeit speichern oder die speichern automatisch alle 5 Minuten … ich denke, die Kids biegen da oft diese »Ich muss erst das Level beenden«-Wahrheit etwas :-p

Zumal - sie müssen ja jetzt nicht vom einem Extrem »8 bis 21 Uhr« zu einem anderen Extrem: »19-20 Uhr« wechseln. Wenn es Ihnen hauptsächlich darum geht, dass er wieder nachmittags mehr soziale Kontakte knüpft per auch ab und an mal was mit der Familie unternimmt und er ohnehin ein guter Schüler ist, würde ich das einfach irgendwann Abends, wenn er dann ohnehin zu Hause sein müsste, freischalten, bis so seine Schlafenszeit anfängt. Sie werden dann ja recht schnell feststellen, ob darunter seine schulischen Leistungen o.ä. leiden. Außerdem - wenn seine PC und Internetzeit um 19 Uhr beginnt, können sie sich sehr sicher sein, dass die Hausaufgaben spätestens um 18:59 fertig sind :-p Und ansonsten - ich denke - es wird sich dann eher einpendeln, wie mit dem Taschengeld: Es gibt zwar ab und an mal Diskussionen, dass unsere Kids viel zu wenig Taschengeld bekommen … aber … irgendwann akzeptieren die das schon bis zum nächsten Monat ;-)

Und was das mit der Pubertät angeht ... also meine Schwägerin meint, dass die von ganz alleine irgendwann enden wird. Außerdem wird man das angeblich noch vermissen, wenn es diese lustigen Streitereien plötzlich nicht mehr gibt und im Haus wieder still wird. Ich bin mir da noch nicht ganz so sicher ... #kratz

Beitrag von 3.zwerg - 08.10.11 - 07:45 Uhr

Nicht sicher wegen "von alleine enden" oder "Vermissen" ? ;-)

Naja, ich denke, ich habe die richtige Pubertätsphase noch vor mir. Bisher gab es kurze und seinerseits stinkende Auseinandersetzungen, die aber schnell vorübergegangen sind.
Der PC ist immer noch abgebaut und steht schön aufgeräumt im Keller. Bisher immer noch kein Wutausbruch - na nicht dass ich mich danach sehne ;-)
Ich sehe ihn zur Zeit viiiiiiel öfters. Und Bücher werden wieder durchgenommen. Er ist mit seinem Bruder wieder toleranter.

Bitte bitte lass es so bleiben #huepf

Bin insgeheim aber schon für die nächste, irgendwann sicherlich kommende Auseinandersetzung und Nachfrage gewappnet. Und dann kommt dieses Software her...


PS: er kenn dieses Software #schock Findet aber selbst nicht so gut #rofl Vielleicht grübelt er darüber, dass er lieber doch ganz ohne auskommen soll #freu

Danke für Eure HIlfe und Erfahrungen, haben mir sehr geholfen, meine Gedanken zu machen :-)

Gruß

Eva

Beitrag von spurv - 04.10.11 - 21:12 Uhr

Hallo,

meine beiden sind jetzt 14 und fast 15. Bis vor kurzem hatten wir 3 PC- Tage in der Woche: Mo,Mi und 1 Tag am WE. Sie durften nach den Hausaufgaben spielen,haben die Tage aber manchmal verschoben,wenn das Wetter schön war oder Termine anlagen. Wir hatten es davor mit tägl. 1 Std. probiert,aber kaum waren sie im Spiel drin,war die Stunde zu Ende.
Jetzt sind sie bei SchülerVZ und Facebook usw. angemeldet, wo das Chatten und Skypen mit den Freunden ganz wichtig ist ;-),so daß sie mittlerweile täglich da reinschauen. Sie gehen aber auch raus,zum Jugendtreff und Sport usw., so daß es für mich ok ist,solange die Schule läuft.
Daß Dein Sohn auf Gesellschaftsspiele keine Lust mehr hat,kann ich verstehen. Freunde werden langsam wichtiger als die Familie. Sie nabeln sich langsam ab,das ist ganz normal.
Bei uns gibt es gewisse Pflichtveranstaltungen,wie Geburtstage,diverse Ausflüge(In den Freizeitpark, Schwimmbad ect.gehen sie sogar freiwillig mit :-p - das macht allen dreien Spaß), wo sie noch mitkommen sollen. Da gab es auch noch keine Diskussionen, GsD ;-) - mal sehen wie lange noch.

Lg #winke

Beitrag von 3.zwerg - 05.10.11 - 05:34 Uhr

Stimmt, mit der einen Stunde täglich ist die Sache schlecht geregelt, das hatten wir auch schon. Leider ist er aber auch für den Spaß draussen, Schwimmbad oder Kirmes (gerade dieses WE) auch nicht zu begeistern!!!

Naja, der PC ist immer noch abgebaut und er hat keinen Wutausbruch bekommen, im Gegenteil...er hat sogar bei meinem Geschäft freiwillig mitgeholfen #oleich !!

Ich warte einfach mal ab. Irgendwann kommt der Winter ja auch und er mit der Frage und bis dahin fällt mir schon was ein. Ich möchte nur, dass er etwas disziplinierter wird und das ist selbst für uns ja schwer, wenn etwas wirklich Spaß macht, vergeht die Zeit im Flug!

Vielleicht entdeckt er uns in dieser Zeit mal wieder ;-)

Danke dir :-)

Eva

Beitrag von juliesunshine - 07.10.11 - 15:16 Uhr

Huhu Eva,

das Problem kenn eich nur zu gut. Mein Stiefsohn ist 14 und ihn interessiert auch NICHTS... Schule läuft noch gut, Hausaufgaben macht er meist freiwillig (ist aber nie richtig viel, so daß er sie lieber schnell erledigt statt lange drum z ustreiten). Aber außer PC hat er wirklich kein einziges Hobby (doch, vor der Glotze hängen!). Hin und wieder liest er Bücher, gerade hat er so eine Fantasy-Reihe für sich entdeckt und ich bin wirklich heilfroh, daß es nicht immer Knatsch um die "Spielzeiten" gibt. Aber wenn er nicht liest oder daddelt, dann kann er sich stundenlang langweilen, ohne daß er irgendwann kreativ wird. Kreativität und Phantasie sind sowieso zwei Begriffe, die er wohl noch nie gehört hat... zum Rausgehen muß man ihn auch zwingen und mit Freunden verabreden gibt's nur auf Anfrage. Man muß ihn wirklich mehrmals antriggern, doch mal bei seinen Kumpels anzurufen...

Wir haben eine Zeiten-Regelung: An 3 Tagen in der Woche darf er maximal 5 Stunden an den PC, mit einer Unterbrechung nach der Hälfte der Zeit, und nicht vor 8 Uhr. (Funktioniert, weil er einen Laptop hat und wir den dann wegnehmen bzw. er ihn sich aus dem Schlafzimmer holen muß.) Das ist leider nötig, weil er sonst wie ein Zombie durch die Wohnung wandelt. Hinter der Einhaltung dieser Zeiten sind sein Vater und ich superkonsequent hinterher. Anfangs haben wir ihm immer gesagt, wann Schluß ist mit Spielen, aber inzwischen sind wir der Meinung, daß ein 14jähriger auch selbst auf die Einhaltung der Zeiten achten kann. Tut er das nicht, gibts Konsequenzen, z.B. wird ihm die überzogene Zeit vom nächsten Spieltag abgezogen.
Fernsehen ist auch keine Ersatzbeschäftigung, einen eigenen TV hat er nicht, und unserer steht im Wohnzimmer;-)

Die ganze Regelung klappt so sehr gut, und er ist auch bereit, mit uns was zu unternehmen oder im Haushalt mitzuhelfen.
Bevor es die Regelung gab, saß er teilweise 12 Stunden lang am PC und torkelte nur zum Essen ins Wohnzimmer, um uns dann zu erzählen, was für ein Level er gerade durchspielt#augen

Es hilft wirklich nur eins: Absolute Konsequenz! Ansonsten wird ein Kind immer versuchen, Möglichkeiten auszunutzen.