Hallo!
Wir wohnen in einem Haus, welches wir gerne verkaufen möchten, da wir unser Traumhaus noch bauen möchten. Nun ergibt sich ein Grundstück, daß uns gefällt- aber wir wissen gar nicht, wie wir jetzt vorgehen sollen.
Fakt ist: Der Gutachter hat den Wert unseres jetzigen Hauses auf 175000 € geschätzt.
Wir haben an der Bank noch ca. 110000 € offen-
das neue Grundstück wird 70000 € kosten- es wird sich also fast decken- so daß wir dann "nur" das Haus zahlen müssen.
( vorausgesetzt das Haus hier wird verkauft und dann noch zu dem Preis.. )
Den Rest müssten wir dann aufnehmen als Kredit.
Wir möchten aber gerne von unserer Hausbank weg und die Finanzierung woanders hingeben.
Ich weiß aber nicht, wie das jetzt praktisch abläuft:
Falls die uns aus dem Vertrag lassen, werden wir ja sicherlich eine Vorfälligkeitsentschädigung leisten müssen- oder?
Weiß jemand, wieviel das ungefähr ist?
Dann das Problem: Wir möchten das Haus gerne privat verkaufen und nicht über die Hausbank. Geht das in so einem Falle überhaupt?
Oder nehmen die sich das Recht, daß sie es verkaufen wollen für uns, weil wir die Kredite noch offen haben?
Wir müssen aber auch erstmal eine genaue Aufstellung haben, wieviel uns das Haus kosten wird- erst dann können wir ja zur Bank gehen.
Das Grundstück schon mal kaufen und dann erst anfangen zu bauen, wenn unser Haus verkauft ist? Oder wie läuft das?
Oder müssen wir mit evtl. Doppelbelastung rechnen für die Bauphase?
Sorry.. für die vielen Fragen- aber es ist totales Neuland für unsl
Danke!
Gruß
tischlein
Neues Haus bauen- altes verkaufen- Wie gehen wir das jetzt an?
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Beitrag von tischlein - 04.10.11 - 08:53 Uhr
Beitrag von littlequeen - 04.10.11 - 11:26 Uhr
Pauschal kann das denke ich schlecht beantwortet werden, ich würde sagen
Die Vorfälligkeitssumme steht im Vertrag, die kann stark variieren.
Und prinzipiell würde ich es so handhaben das ich erst verkaufe, dann in eine kleine übergangswohnung ziehe - oder mit dem neuen WEigentümer zu vereinbaren das ihr gegen Miete noch im Haus wohnen bleiben dürft bis TAg x und dann erst das Haus bauen/kaufen, denn nur dann wisst ihr wieviel Geld ihr habt. Anders würde ich es nie machen, wer weiss vielleicht bekommt ihr das Haus nicht sofort verkauft und steht nachher mit 2 kompletten Krediten da - wenn euch die Bank den dann überhaupt gibt.
Die Bank wechseln dürfte kein problem sein bei einem neuen redit, solnage ihr die alte Bank auszahlt - also den Kredit ablöst.
Ich würde mich aber AUF JEDENFALL von einem unabhängigen Finanzberater beraten lassen, wie so etwas am besten läuft. So oder so werdet ihr nicht um eine doppelbelastung herum kommen, irgendwo müsst ihr ja wohnen in der Zeit wo gebaut wird - also der Kredit zumindest teilweise schon bedinet werden muß.
Viel Erfolg
littlequeen
Beitrag von wemauchimmer - 04.10.11 - 18:24 Uhr
Hallo Tischlein,
also ich bezweifel die Angaben in der ersten Antwort ein wenig. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung steht m.E. nicht in Eurem Kreditvertrag, jedenfalls in unserem steht sie nicht. Sondern sie wird auf Anfrage von der Bank berechnet, hängt ja auch vom aktuellen Zinssatz ab usw.
Auch würde ich auf KEINEN Fall zu einem unabhängigen Finanzberater gehen
, schon allein deshalb, weil wie willst Du denn einen finden, der wirklich unabhängig ist? Nur weil er es von sich behauptet, muß es noch lange, lange nicht stimmen.
Also es gibt hier zwei Wege. Erstens, Ihr behaltet Euer jetziges Haus. Das macht die Sache erstmal sehr einfach.
Wenn Ihr schon 10 Jahre abzahlt, könnt Ihr das Darlehen kündigen und die Bank hat kein Anrecht auf Vorfälligkeitsentschädigung. Ansonsten müsst Ihr Euch diese ausrechnen lassen. Dann macht Ihr einen neuen Kredit bei der neuen Bank, der den alten Kredit + die Vorfälligkeitsentschädigung + das Grundstück + die Erwerbsnebenkosten umfaßt. Als Sicherheit dienen das alte Haus und das neue Grundstück, Ihr habt damit eine niedrige Beleihungsquote und kriegt diese Finanzierung recht locker hin. Auch der Kredit für den neuen Hausbau - da er ja mit dem neuen und dem alten Haus besichert wird - ist leicht zu bekommen, wenn Ihr nur die Rate bedienen könnt. Sobald das neue Haus steht, vermietet Ihr das alte und finanziert das alte mit den Mieteinnahmen weiter, wobei Ihr noch Steuersparmöglichkeiten habt.
Nachteil ist, daß Ihr halt einen Aufwand für die Vermietung und Verwaltung habt und auch ein gewisses Mietausfallrisiko. Dafür habt Ihr halt den ganzen Terminstreß nicht und eine leichte Finanzierung.
Ansonsten müsstet Ihr halt versuchen, die Bude loszuwerden und neu anzufangen, mit all den schon von Dir angedachten Problemen, aber kriegt man auch hin, u.U. muß man dann aber das alte Haus unter Wert verkaufen usw. Ist halt dann eher so das Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende, sozusagen.
Tja und die Doppelbelastung während der Bauphase, die sollte Euch keine grauen Haare machen. Das ist normal und das müsst Ihr einfach in Eurer Finanzplanung berücksichtigen.
LG
