Hallo,
ich weiß zwar nicht, ob das hier hin gehört oder nicht, aber ich frag mal einfach (wenn nicht, dann bitte nicht steinigen, sondern verschieben 
Also mein Mann und ich sind auf der Suche nach einem Haus. Vor kurzem ist bei meinen Eltern in der Nachbarschaft ein Haus frei geworden und steht seitdem zum Verkauf. Ich würde dieses Haus wahnsinnig gerne haben, weils einfach da steht, wo ich aufgewachsen bin. Da es sich um ein Reihenhaus handelt und alle Häuser von innen gleich aufgeteilt sind, weiß ich wie das von innen aussieht und was man daraus machen kann. Insgeheim habe ich schon alles eingerichtet und renoviert... 
Nun zu meinem eigentlichen Problem: Das Haus ist von 1958 und die Besitzer, die jetzt ins Altenheim gezogen sind, sind beide über 90. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist an dem Haus NIE was dran gemacht worden (sprich Modernisierung etc.). Das Haus stand ursprünglich mit 120.000€ zum Verkauf; jetzt allerdings "nur" noch 104.900€. Da es über die Sparkasse verkauft wird, kommen nochmal so knapp 5.000€ für die "Maklergebühren" dazu. Insgesamt also ca. 110.000€.
Meint ihr, dass sich das lohnt oder muss ich weiter träumen? Ich mein, es wird ja darauf hinauslaufen, dass man Elektrik, Sanitär, Heizung, Fenster, Türen usw. erneuern muss und dementsprechend Finanzieren muss.
Für sinnvolle und hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar.
lg Julia
Lohnt sich das? Hauskauf...
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Beitrag von julia080808 - 04.10.11 - 13:54 Uhr
Beitrag von sunshine1176 - 04.10.11 - 14:33 Uhr
Ich glaube das kann man so pauschal nicht sagen.
Kommt ja darauf an wo das Haus steht, wie groß es ist, wie groß das Grundstück ist usw.
Ich würde mir einen Gutachter schnappen und mit ihm dadurch gehen und hören was er dazu sagt.
Denn wenn du in deinen Gedanken schon so weit bist, lohnt sich der "Aufwand" mit dem Gutachter ganz sicher!
LG sunshine
Beitrag von wemauchimmer - 04.10.11 - 15:02 Uhr
Naja, außer den Maklerkosten kommen nochmal mind. ca. 5% vom Kaufpreis dazu für Notar/Grundbuch und Grunderwerbsteuer. Das nicht vergessen.
Und klar, an so einem alten Haus kann man jede Menge machen. Das ist nicht jedermanns Sache, und das ist auch nicht billig. Allerdings könnt Ihr die Maßnahmen natürlich zeitlich strecken.
Die Finanzierung ist nicht unbedingt das Problem, bzw. nicht viel schwieriger als sowieso, denn solche Renovierungsmaßnahmen erhöhen den Wert des Hauses entsprechend und dadurch wird die Beleihung nicht verschlechtert.
Alles weitere solltet Ihr mit einem Bausachverständigen (z.B. Architekt...) besprechen...
LG
Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.10.11 - 15:27 Uhr
Hallo
Wenn du aus Nrw kommst, kommen zu den Maklergebühren nochmal 5 % Grunderwerbssteuer(sind seid 1.10 gestiegen) und dann nochmal die Gerichts und Notarkosten.
Rechne mal so mit ca 120000 Euro. Plus dann moderniesierungskosten, evtl doppelte Miete, Umzug etc.
Bianca
Beitrag von besserneu - 04.10.11 - 16:27 Uhr
Hallo Julia,
ich denke es kommt darauf an wieviel ihr selber machen könnt und was wirklich zu machen ist. Wir haben uns im März d.J. ein Haus gekauft welches schon über 100 Jahre alt ist
.
Trotz dieses stolzen Alters haben wir jedoch "nur"
folgendes erneuern/sanieren müssen:
Natürlich alle Tapeten ab(da kam uns dann der Putz entgegen), Parkett abschleifen und neu versiegeln, Elektrik zum Teil erneuern, oder eben erweitern. Wir hatten fürs ganze Haus plus Heizungsraum und Hobbyraum nur 3 Sicherungen
. Bad komplett neu inkl. Leitungen.
Zum Glück nur zwei neue Fenster, zwei neue Heizkörper. Zwei Türen schließen, zwei Wände durchbrechen(Fachwerk
). Küche ebenfalls komplett neu inkl. Elektrik und Wassser.
Machen lassen haben wir: Tapezieren/streichen. Parkett abschleifen, versiegelt habe ich. Bad fliesen und Anschlüsse neu. Jetzt fehlen noch die beide Flure komplett, Badtüre (ist etwas schwierig wegen Durchbruch und Fachwerk). Leisten, hier und da Farbe, Steckdosen......Garten und Terrasse (muss neuer Bodenbelag drauf)
Unser Ziel ist es zu Weihnachten fertig zu sein(ohne Garten und Terrasse). Wenn Ihr diesen Stress auf euch nehmen möchtet und das Haus es wert ist nur zu. Ach ja, falls es interessiert, wir haben bis jetzt etwa 20.000 Euro investiert.
Aber ich würde es immer wieder tun. Dafür haben wir ein freistehendes EFH, mit großem Hof eben so wie die Häuser früher gebaut wurden. Wir machen uns aber auch nicht verrückt. Alleine für die Küche haben wir fast zwei Monate gebraucht, eben weil wir da alles alleine gemacht haben. Hm, eher mein Mann nach Feierabend und am WE.
Es bedeutet eben viele viele Monate dreck dreck dreck, Entbehrungen und viele Kompromisse.
Oder ihr lasst alles selber machen, dann kostet es etwa 50-100tsd. Euro und ihr habt keinen Stress
lg
besserneu
Beitrag von cami_79 - 04.10.11 - 20:09 Uhr
Hi Julia,
wir haben das gemacht. Unser Haus ist auch Baujahr 58 und wir haben es komplett kernsaniert - das wussten wir aber vorher und haben das eingerechnet.
Der Preis dafür war für unsere Region recht günstig und wir haben jetzt ein tolles Grundstück plus Einfamilienhaus in guter Lage. Ob das finanziell für euch sinnig ist, hängt davon ab was Häuser bei euch ind er Region so kostet und ob da 120 000 günstig oder teuer sind für ein unsaniertes Objekt?
Ein neues Haus in einer vergleichbar guten Lage und vergleichbar großem Grundstück wäre für uns nicht erschwinglich gewesen.
Grüße
Beitrag von lala77 - 04.10.11 - 20:44 Uhr
Hallo Julia!
Das kommt darauf an wo Ihr wohnt und wie große das Grundstück ist!
Hier in unserer Gegend kostet ein m² Bauland knapp 300 Euro, so dass bei einem eher kleinen Grundstück hier schon die 100.000 Euro geknackt werden. Sollten bei Euch ähnliche Verhältnisse herschen, wird ggf. sogar das Grundstück schon einen solchen Wert haben, weshalb ich sage "ja, es lohnt sich".
Wohnt Ihr im Gegenzug in Gegenden wo Bauland zum Schnäppchenpreis vorhanden ist, würde sich ein Neubau sicherlich rentabler Gestalten, zumal die energetischen Voraussetzungen ganz anders wären.
Dann die Frage was Ihr selber machen könnt und wofür Ihr zwingend ein Fachunternehmen benötigt!
Auch die Preise der Sparkasse sind keine Festpreise - handeln ist erlaubt
.
LG und viel Erfolg
Beitrag von fbl772 - 05.10.11 - 12:00 Uhr
Hallo Julia,
zum tatsächlichen Wert kann man nur sagen "Lage, Lage, Lage". Allein dies bestimmt den Wert eine Immobilie beim Wiederverkauf wirklich. Die Frage ob es sich lohnt ist daher die, ob ihr in der Zukunft daran denkt, das Haus wieder zu verkaufen UND ob ihr euch die Finanzierung des Kaufpreises + Modernisierung/Sanierung dauerhaft leisten könnt.
Wenn ihr also glaubt bis ans Ende eurer Tage dort wohnen zu können, ist allein die Frage der Finanzierung entscheidend.
Beauftragt einen Gutachter (deer schaut mit euch das Haus gemeinsam an), der euch aufzeigt, welche Modernisierungskosten / Sanierung tatsächlich unbedingt erforderlich sind und welche auch noch um eine gewisse Zeit verschoben werden können. So ein Gutachten kostet so ungefähr 300 - 500 Euro und ist absolut empfehlenswert.
Viele Grüße
B
Beitrag von radiocontrolled - 06.10.11 - 07:27 Uhr
Dein Lage, Lage, Lage Argument ist Quatsch.
@threaderstellerin -> besorg dir mal Gerd Kommers kaufen oder mieten
Beitrag von fbl772 - 06.10.11 - 13:10 Uhr
Wenn ich das Haus irgendwann wieder verkaufen will, dann ist selbstverständlich die Lage ein extremst wichtiges Argument für einen guten Verkaufspreis.
Warum kosten Häuser in bestimmten Stadtteilen oder Orten oder Regionen das Doppelte oder viel mehr bei gleicher Ausstattung? Warum ist München und Frankfurt so teuer und Görlitz nicht ??? Lage, Lage, Lage.
Es ist also wichtig für die Kaufentscheidung, ob ich plane irgendwann wieder zu verkaufen oder ob ich mein Lebtag dort beschließen möchte. Im ersteren Fall ist dann die Lage extrem wichtig. Im zweiten Fall nicht.
VG
B
Beitrag von radiocontrolled - 06.10.11 - 18:41 Uhr
Deine wohnlage ist zu deinem kaufzeitpunkt bereits eingepreist. Du hast also keine höhere Rendite wenn du die Wohnung wieder verkaeufst.
Niemand kann abschätzen ob aus goerlitz in 20 Jahren eine Münchener Lage wird.
