Integrativer Kindergarten?

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Beitrag von pipilotta20 - 08.10.11 - 17:37 Uhr

Will mal Hallo sagen .

Wir haben auch ein kleines Handicap. Unser Sohn bekommt seit seiner Geburt Frühförderung da er eine Muskelschwäche hat.Er ist sonst ein aufgeweckter und lieber Junge.

Gekrabbelt ist er etwa mit 15 Monaten und gelaufen mit 21 Monaten.
Er ist jetzt in einen normalen Kindergarten die Erzieherinnen meinen allerdings er wäre in einem Integrativen Kindergarten besser aufgehoben.
Mit meiner Familienhilfe werd ich den kleinen nun in entsprechenden Kindergärten anmelden gehn. Zurzeit geht er früh Morgends und Nachmittags
zur frühförderung zweimal die Woche.

Habe nun Angst das er halt so abgeschoben wird in einen behinderten Kindergarten und halt eben ausgegrenzt.. Klingt doof weiß ich . Sind auch ganz tolle Einrichtungen hier mit guten Terapeuten.
Meine Betreuerin versteht mich schon aber sie meinte das das nicht immer später so sein muß.
Hoffe ihr versteht wie ich das meine. Wie denkt ihr denn darüber?
Spreche und schreibe sonst nicht gern darüber.

L.g pipilotta20#stern#stern#stern mit johannes und männe

Beitrag von joel-laurin - 08.10.11 - 18:05 Uhr

Hallo,

beide meiner Kinder gehen in einen Integrativen Kindergarten (gibt hier auch keinen anderen). Beide sind auch in der den Integrationsgruppen. Der große ist ein I-Kind. Es sind da doch da I-Kinder mit den anderen Kindern. Und gerade das ist ja so förderlich die Kinder lernen voneinander und denen ist es auch egal. Ich muss sagen mein Sohn gehört mit dazu so wie er ist und er wird nicht ausgegrenzt. Am Anfang schon etwas weil er immer gehauen hat aber jetzt nicht mehr.

Bei uns sind in der Gruppe 18 Kinder und davon mind. 2 I-Kinder und höchstens 5. Zwei Erzieherinnen und eine Heilpädagogin betreuen die Gruppe.

LG Sandra

Beitrag von 2mama - 08.10.11 - 21:11 Uhr

Hallo,

wovor hast du genau Angst? Dass er wo ausgegrenzt wird? Im KiGa wird er wohl kaum ausgegerenzt werden, in einem I-KiGa wohl noch weniger als in einem normalen;-)

Wir sind auch gerade dabei, um einen I-Platz für Leonie zu kämpfen. Klar, unsere Ängste beziehen sich auch auf später..muss sie evtl. auf eine Förderschule??? Sprich, wird sich die besondere Förderung durch ihr Leben ziehen. Das kann man bei ihr noch nicht sagen, aber davor haben wir Angst.

Ich denke ein I-KiGa ist nie was schlechtes;-)

lg kathrin

Beitrag von pipilotta20 - 08.10.11 - 21:53 Uhr


Hallo

Habe eher Angst auserhalb vom I Kindergarten ausgegrenzt zu werden sprich Nachbarschaft , Verwandschaft usw. Wobei wir uns grade eh von Männes Familie getrennt haben . Da ging es auch um Johannes aber es war
ein anderes Thema (Familienstreit halt) .
In der Nachbarschaft sind auch einige Kiddies in seinem Alter die miteinander spielen auch Junior ist dabei.
Ob Johannes später noch gefördert werden muß weiß ich auch noch nicht .
Wie gesagt er ist sonst wie ein normales Kind . Nur etwas in der Enwicklung zurück und halt die Muskelschwäche.

L.g pipilotta20#stern#stern#stern mit johannes und männe

Beitrag von 2mama - 08.10.11 - 22:39 Uhr

Hallo,

wenn er von der nachbarschaft oder verwandtschaft ausgegrenzt wird, also sorry, aber das wäre echt lächerlich.
Wir wissen auch noch nicht so lange, dass Leonie nicht "normal" ist, bzw. haben erst seit kurzem die Diagnose. Aber ich habe immer noch einen riesen großen Wunsch, und zwar: Dass ich gerne mit Kindern mit Behinderung arbeiten möchte, weil ich finde, dass diese Kinder einfach etwas ganz besonderes sind#verliebt.

Die Hauptsache ist, dass ihr euer Kind so nehmt, wie er ist. Aber nur weil er in einen I-KiGa geht, werden ihn die Kids aus der Nachbarschaft nicht ausschließen#liebdrueck

lg kathrin

Beitrag von kati543 - 09.10.11 - 10:37 Uhr

Also meine Kids sind auch als I-Kids im Kiga und ich kann dir daher aus eigener Erfahrung sagen, dass weder das Kind, noch die Familie ausgegrenzt wird, weil das Kind den I-Status hat im Kiga. Ich kann dir nicht sagen, wie es dann in der Schule aussieht. Da habe ich zumindest schon gegenteiliges gehört. Aber das war für mich auch ein Grund, meinem Großen den I-Status zu "gönnen". Ohne den, hätte er ja noch weniger die Chance gehabt, die Entwicklungsverzögerung aufzuholen. Bei meinem Jüngsten hat sich die Frage dagegen nie gestellt. Seine Behinderungen sind zu gravierend. Er kommt ohne eine 1:1 Betreuung nicht aus.
Also ich sehe es so: Wenn dein Sohn JETZT im Kiga sehr gut gefördert wird, braucht er vielleicht in der Schule keinen Sonderstatus mehr. Und niemand fragt mehr im späteren Berufsleben nach dem Kiga. Im Lebenslauf steht nur alles ab der 1. Klasse drin.

Beitrag von nic-mz - 09.10.11 - 13:06 Uhr

Hallo,

eine ähnliche Frage hatte ich hier auch schon gepostet. Unser Sohn hat Duchenne und geht derzeit in einen normalen Kindergarten. Er ist jetzt 3 1/2 und dort bisher gut aufgehoben.

Wir werden den I-KiGa nicht aus dem Gedächtnis streichen, haben uns aber erst einmal dagegen entschieden. Er wird jetzt noch Ergo-Therapie bekommen und damit schauen wir erst einmal, wie gut ihm damit geholfen wird.

Leon hat dort ganz liebe Freunde und kommt gut klar. Die Erzieherinnen sind super lieb und gehen auf ihn auch nett ein. Wir werden es im Auge behalten und gucken, dass er nicht benachteiligt wird. Es kommt sicherlich auch immer auf den Charakter des Kindes an und unserer ist glücklicherweise forsch, hat keine Berührungsängste und kommuniziert sehr gut mit den anderen Kindern.

Vor kurzem war ich noch in einer Beratungsstelle für Behinderte und auch dort hat mir die Beraterin (selber Kleinwüchsig im E-Rolli und Adoptivkind mit ADHS, der im I-KiGa war) davon abgeraten, ihn in einen i-KiGa zu geben. Nicht immer ist die besondere Förderung dort auch gewährleistet. Ich weiß, hier habe ich viel Gegenteiliges gehört und wie auch in Deinem Thread, wurde mir der I-KiGa ans Herz gelegt.

Seltsam ist halt, dass ich von Betroffenen immer den Rat bekomme, ihn so lange es geht, in einem normalen Kindergarten zu lassen.

So habe ich vom Deutschen Muskelhilfeverband auch den Rat erhalten, ihn im normalen KiGa zu lassen. Diesbezüglich kannst Du Dir auch den zusätzlichen Rat holen bei den Verbänden: http://www.muskelschwund.de/index.php?id=12 und
http://www.dgm.org/index.php?article_id=1

Die beraten dort Betroffene telefonisch sehr lieb.

Liebe Grüsse und alles Gute

nic

Beitrag von nicolee2207 - 09.10.11 - 14:15 Uhr

Hallo Pipilotta,

wir haben auch eine Tochter die in einen integrativen Kiga geht und ich möchte nie wieder tauschen. Zu Beginn war ich skeptisch, unsere Lotti ist sogar in einer heilpädagogischen Gruppe, aber bekommt eine tolle Betreuung dort. Das Gruppenprinzip im Kiga ist offen, d.h. es besteht fast immer Kontakt zu den Kindern der anderen Gruppen (behinderte & nichtbehinderte) und sie stehen im regen Austausch. (gemeinsamer Morgenkreis einmal in der WOche) Es werden tolle Sachen unternommen, sogar einmal im Jahr fahren alle Kinder & Erzieher für 4!!! Tage weg.
Sie bekommt zusätzliche Therapien während der KigaZeit, was super ist da wir am Nachmittag frei haben und nicht noch 1000 Sachen erledigen müssen.
Außerdem finde ich das Konzept, die Kinder vollintegriert groß werden zu lassen, ohne AUsgrenzung usw., super. Wenn jemand halt im Rollstuhl sitzt, ist das so und es ist nie ein Problem.
Ich finde unseren Kiga auch viel kuscheliger und persönlicher als diese Großen. Es wird sehr auf Krankheiten geachtet und somit schleppt unsere Tochter nicht ständig Infekte nach Hause.
Außerdem ist das Verhältnis von I-Kindern zu gesunden Kindern völlig ok, es sind also nicht nur handicaps dort. Gerade wenn es um die bessere Förderung geht, würde ich mich für so einen Kiga entscheiden. Unsere Frühförderung hörte auf, seit wir in dem Kiga waren, weil die Förderung im Kiga die Frühförderung ersetzt hat.
Guck dir doch einfach mal einen an und lasse deinen Bauch entscheiden.
Übrigens wird unsere Jüngste auch in den I-Kindergarten gehen, als gesundes Kind, weil ich es einfach wichtig finde, behinderte Menschen um sich zu haben und nicht auszugrenzen.
LG & alles gute, Nicole #winke

Beitrag von pipilotta20 - 10.10.11 - 04:08 Uhr

Hallo

Dane für eure Meinungen. Und wir sind eigentlich auch der Meinung wenn Johannes jetzt richtig gefördert wird ist es besser für später. Ich selbst war nach ner verpfuschten Mandel und Polypen O:p im Sprachheilkindergarten und auf der Sprachheilschule. Nacher aber auf ner normalen Hauptschule usw.
Klar lieben wir unser Kind so wie er ist . Ist unser Wunschkind nach ner Fg mit Zwillis und ner Eileiterschwangerschaft.

Aber er fühlt sich im AWO Kindergarten auch Pudelwohl und macht sich echt gut. Die haben jetzt Beobachtungswochen und sagen uns dann ihre Meinung .

l.g pipilotta20#stern#stern#stern mit johannes und männe