Hallo Zusammen,
ich bin seit einiger Zeit am Hin- und Herüberlegen. Ich bin seit 3 jahren in einer Beziehung. Aufgrund unserer beider Jobs führen wir eine Fernbeziehung (erst ca. 200 km, das war kein großes Problem, nun seit ca. einem dreiviertel Jahr knapp 600 km, das ist ein Problem
)
Wir arbeiten beide recht viel, er ist selbstständig, ich bin angestellt. Da er noch mehr unterwegs ist als ich und wir auch eine gemeinsame Wohnung bei ihm haben pendel ich meistens.
Mittlerweile gehe ich teils echt auf dem Zahnfleisch. Unter der Woche zwischen 10 und 12 Stunden im Büro und teils in Deutschland auch viel unterwegs, Freitags haue ich je nachdem wie ich einen einigermaßen günstigen Flug bekomme mittags/nachmittags ab und fliege So abend zurück, oder teils auch Montagfrüh (der Sonntag ist aber trotzdem irgendwie im Popo weil man weiß man muss nachher eh wieder los).
Ich verdiene recht gut dort (knapp 3.500 netto), rechne ich aber die Mehrkosten von ca. 1000 EUR hin und hergefliege und 500 EUR für eine zusätzliche Wohnung bleibt da eigentlich trotzdem nur noch ein recht durchschnittliches Gehalt.
Der Job macht mir eigentlich viel Spaß aber da es so langfristig nicht geht (wir denken auch gerade an Kinder, aber das "machen" ist da ja schon ein Problem, das muss dann ja ein Zufallstreffer sein
) habe ich nun schon mal geschaut nach Jobs in "seiner" Region.
Unternehmen die mir das anbieten können was ich eigentlich gerne wieder hätte (bezüglich Gehalt und Job) gibt es in der Region 3 Stück (spezielle Branche); andere Jobs gibt es recht viele, ich habe auch keine Sorge einen zu bekommen, aber dann halt vermutlich zu anderen Konditionen.
Mein Problem bei der Sache ist unter anderem dass ich zu 1000 % weiß, dass mein jetziger AG sofort mitbekommen würde wenn ich mich woanders bewerbe.
Was würdet Ihr machen , würdet Ihr noch warten bis Euch von einem der Unternehmen etwas angeboten wird (das kommt relativ häufig vor, ich kann mich mit Angeboten totschmeißen, aber die sind leider ähnlich weit von meinem Wunschstandort entfernt) oder würdet Ihr selbst aktiv werden, auf die Gefahr hin auf der Abschußliste zu stehen wenn der AG davorn Wind bekommt und dann zur Not etwas weniger Attraktives machen.
Eine weitere Option wäre auch noch in der Firma meines Freundes zu arbeiten, das will ich aber eigentlich nicht weil ich mich dann ja ziemlich abhängig machen würde.
Ich habe halt Angst, dass wenn ich da einmal aus meiner Branche raus bin, dass ich da nicht mehr so schnell reinkomme 
Vielen Dank für ein paar objektive Einschätzungen , ich sehe momentan den Wald vor lauter Bäumen nicht....!
Chaos
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Beitrag von ladyblue80 - 08.10.11 - 23:57 Uhr
Beitrag von anna031977 - 09.10.11 - 04:13 Uhr
Da Du offensichtlich unter der Situation leidest, müsst ihr euch annähern.
Wie ist es denn mit Baby, könntest Du da dann auch einfach wieder einsteigen, oder würde sich dein Beruf dann eh verändern?
Dennoch würde ich mich bewerben. Wenn Dein Chef Wind bekommt (was er eigentlich nicht darf) dann kannst Du ja ganz sachlich erklären, was Dein Problem ist. Oder vielleicht schon vorher... Weiß ja nicht wie der drauf ist und wie euer Verhältnis ist.
Ich fände einen Job in der Firma Deines Freundes gar nicht so schlecht gerade aus Sicht einer Familie und Teilzeit und so...
Klar macht man sich abhängig, aber willst Du mit ihm eine Familie sein und trotzdem unabhängig? Verstehe ich einerseits, andererseits ist man dann auch abhängig, in einem gewissen Maß. Ich hoffe aber Du denkst jetzt vor der Familiengründung nicht schon an eine mögliche Trennung. Dann wäre es klar doof....
Aber man kann nicht alle Eventualitäten vorher schon ausschalten.
Es kann so viel passieren und sein auch im Hinblick aus Schwangerschaft Geburt und Baby....
Man kann ich alle Richtungen denken....aber sich dadurch nicht blockieren...
lg
Beitrag von lavala - 09.10.11 - 08:51 Uhr
Eine so große Entfernung kann schon recht problematisch werden.
Aus Erfahrung rate ich Dir sehr ab, in der Firma Deines Freundes tätig zu werden. Das schadet sehr oft der Beziehung und sehr oft überlagert die gemeinsame berufliche Arbeit das privatleben in hohem Maße. Dazu kommt noch, dass Du in seiner Firma sicher nicht in einem ihm gleichgestellten Verhältnis tätig sein kannst- es ist seine Firma. Das birgt mehr Zündstoff in sich als die meisten sich vorstellen können. Außerdem ist es nicht verkehrt, ein festes Einkommen außerhalb der Selbständigkeit des Freundes zu haben.
Zum Problem Deines jetzigen AG, daraus würde ich mir gar nichts machen. Wenn Du fest entschlossen bist, zu Deinem Freund zu ziehen (darüber musst Du Dir genau klar werden), dann verlässt Du diesen AG ohnehin.
Viel Glück!
Beitrag von manavgat - 09.10.11 - 12:59 Uhr
Dein AG wird es ohnehin mitbekommen, weil Du ein Zwischenzeugnis anfordern musst.
Wenn AGs es persönlich nehmen, dass Mitarbeiter aus persönlichen Gründen wegziehen, dann es sowieso Arschtörtchen und es wäre mir völlig egal, was der denkt.
Bewirb Dich, aber zu mindestens den gleichen Konditionen und nicht Netto - Flugkosten!
Gruß
Manavgat
Beitrag von ladyblue80 - 09.10.11 - 15:08 Uhr
Hey,
danke für Deine Antwort!
Zwischenzeugnis brauch ich nicht zum Bewerben, das geht auch ohne.
Es geht gar nicht so darum, dass die es persönlich nehmen, das Verhältnis ist eigentlich sehr gut. Problem ist eher, dass die dann Angst haben müssen, dass ich zur Konkurrenz gehe. Aufgrund der Tätigkeit die ich habe ist das nicht so lustig für die. Was ich aus Unternehmersicht auch völlig verstehen kann.
Aber gesamt hast Du schon recht. Ich glaube ich werde in der nächsten Woche vielleicht einfach mal telefonieren und mal versuchen ein paar Gespräche zu vereinbaren. Vielleicht stoße ich bei einem der Unternehmen ja auch offene Ohren *hoff*
Danke!
