Gewerbe anmelden???

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Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 09:00 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe da mal eine frage...
ich mache shirts selber und würde sie jetzt auch gerne verkaufen im internet...nun will ich aber erstmal sehen ob es überhaupt laufen würde...

komme ich erstmal um die gewerbeanmeldung drum herum wenn ich kein gewinn erziehle also nur kosten für das shirt und bastelzubehör einnehme...??

würde mich über eine antwort freuen..danke#winke

Beitrag von seikon - 09.10.11 - 09:04 Uhr

Nein kommst du nicht.
Ein Gewerbe betreibt man, wenn man mit nachhaltiger Gewinnerziehungsabsicht Waren vertreibt oder, wenn man Waren eigens zum Zwecke des Verkaufs herstellt. Das wäre in deinem Fall ja so.
Dass du erst mal keinen Gewinn erzielst ist dabei unerheblich.

Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 09:11 Uhr

ok danke für die antwort ist mal wieder ganz beschissen gemacht vom staat aber naja da brauch man sich ja auch nicht mehr wundern...

Beitrag von windsbraut69 - 09.10.11 - 09:45 Uhr

Was ist denn so schlimm daran, ein Gewerbe anzumelden?

Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 09:49 Uhr

das man doch gar nicht weiß ob es sich überhaupt lohnt...

Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 09:53 Uhr

kann mir denn jemand sagen was alles zu tun ist wenn man ein kleingewerbe hat????

Beitrag von windsbraut69 - 09.10.11 - 10:07 Uhr

Ja und?
M. E. kostet ein Gewerbeschein 15 Euro...

Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 10:09 Uhr

das er günstig ist weiß ich auch aber wozu wenn ich nicht weiß ob es sich lohnt das sollte man ja schon vorher wissen...

Beitrag von lavala - 09.10.11 - 11:19 Uhr

Du solltest Dich erst mal darüber informieren, welche Arbeiten und Verantwortlichkeiten mit der Ausübung eines Gewerbes auf Dich zukommen. Dazu gibt es überall Informationsveranstaltungen. In jedem Fall gehört dazu ein Mindestmaß an kaufmännischem Wissen. Das fehlt Dir ganz offensichtlich, sonst würdest Du nicht auf die Idee kommen, etwas zum Selbstkostenpreis anbieten zu wollen, um auszuprobieren, ob es sich "lohnen" würde.
Der Staat ist übrigens kein Behüter der Spielideen seiner Bürger, Du musst das Risiko schon selbst tragen.
Viel Glück dabei!

Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 12:30 Uhr

weißt du es ist ein hobby und ich habe es nicht nötig aus meinen hobby geld zu scheffeln...ich möchte es anderen leuten anbieten ob ich dabei was verdiene ist mir erstmal egal...ich bin nicht so dumm hole mir ein gewerbeschein und das ganze läuft nicht das bringt mir dann auch nicht...und ich bin gerlernte kauffrau im einzelhandel ich weiß was ich tue...

Beitrag von lavala - 09.10.11 - 12:40 Uhr

Offensichtlich weißt Du nicht, was Du tust. Schau noch einmal in Deine Ausbildungsunterlagen. Du hast da eine Menge nicht verstanden, so wie Du Dich hier äußerst. Wenn Du mit Deinem Hobby Leute erfreuen willst, musst Du Deine Leistung verschenken.

Beitrag von windsbraut69 - 10.10.11 - 07:33 Uhr

Laß Hobby Hobby sein, wenn Du es nicht nötig hast, Geld zu verdienen und keine Arbeit investieren willst und bleib angestellte Kauffrau im Einzelhandel.

Beitrag von seikon - 10.10.11 - 08:29 Uhr

Es ist ja schön, wenn du nicht auf einen Gewinn angewiesen bist, aber mit dieser Taktik schaffst du mindestens zwei Probleme. Zum einen machst du, wenn du zum Selbstkostenpreis arbeitest, die Preise am Markt kaputt. Wieso soll denn auch jemand 20 euro inkl lohn für ein shirt zahlen, wenn er es bei dir für drei euro bekommt? Damit schädigst du aber die leute, die mir ihrem gewerbe gewinn erzielen MÜSSEN, weil sie davon leben müssen. Dir selber kann das dann wieder eine abmahnung einbringen aufgrund der dumpingpreise.
Zum anderen, wenn du jetzt z.b. für drei euro verkaufst, dann merkst dass es gut läuft und dir dann doch einen gewerbeschein holst. Wieso sollte dann auf einmal jemand bei dir 15-20 euro bezahlen, wenn es doch vorher so billig war. Spätestens dann wird dir dein kunden stamm weg brechen.
Und wenn du eben immer mit verlust oder als null runde anbietest, dann unterstellt dir das finanzamt irgendwann liebhaberei. Dann darfst du zwar steuern auf den umsatz zahlen, aber kannst deine ausgaben nicht gegen rechnen.

Beitrag von windsbraut69 - 10.10.11 - 07:31 Uhr

Das ist doch totaler Unsinn.
Führerschein, Ausbildung mußt Du auch machen, ohne zu wissen, ob Du es mal täglich brauchst.

Beitrag von shampoo - 09.10.11 - 11:11 Uhr

"ok danke für die antwort ist mal wieder ganz beschissen gemacht vom staat aber naja da brauch man sich ja auch nicht mehr wundern... "

... aber den Staat beanspruchen dürfen ist sicherlich ganz nett, oder?
Erst denken, dann motzen!

Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 12:28 Uhr

ich beanspruche den staat nicht ich arbeite aber erst fragen dann motzen...tzz...so dumme antworten kann man sich klemmen...

Beitrag von puepi90 - 09.10.11 - 12:42 Uhr

war ja mal wieder klar das man nur dumme antworten bekommt das kennt man hier ja auch nicht anders...naja mir solls egal sein dann verschenke ich es halt habe ich auch kein ding mit..fragen bringt ja hier eh nicht viel aber wenn ihr mal was wollt dann wundern wenn ihr auch solche antworten bekommt...also die leute von heute sind ganz schön unfreudlich...:-[

Beitrag von shampoo - 09.10.11 - 14:47 Uhr

#augen Meine Güte !

Beitrag von windsbraut69 - 10.10.11 - 07:34 Uhr

Du nutzt den Staat nicht?
Denk mal nach, bevor Du Antworten, die Du nicht verstehst, pauschal als dumm bezeichnest.

Beitrag von shampoo - 09.10.11 - 14:46 Uhr

Dummes Gesülze ! Ob Du arbeitest oder nicht, stand hier nicht zur Diskussion.

Du lebst in diesem und von diesem Staat und nimmst eben auch diverse Vorzüge in Anspruch. Und da braucht man hier keine Pauschal-Phrasen in den Raum zu werfen, wie Du es getan hast.

Beitrag von seikon - 09.10.11 - 13:31 Uhr

Naja, es ist schon teilweise ein wenig bescheiden, dass es hier nicht so eine Art Bagatellgrenze gibt. Aber so ist das nunmal.

Der Gewerbeschein an sich ist noch das kleinste Problem. Ich spiele ja auch schon lange mit dem Gedanken mir einen zu holen. Aber ich konnte mich bislang noch nicht dazu durchringen. Denn es kommt doch einiges auf dich zu dann.

Wenn du ein Gewerbe angemeldet hast, dann musst du bei der Einkommenssteuererklärung eine Einnahmenüberschussrechnung beilegen. Belege musst zu zwar nicht mit einreichen, aber du musst sie alle aufheben, falls das Finanzamt sie sehen will.
Dann kommt die Handwerkskammer, bzw. die IHK auf dich zu und will Beiträge. Da kann man sich aber ggf. von befreien lassen. Ebenso will die Berufsgenossenschaft Geld von dir. Auch hier kann man sich befreien lassen, wenn der Gewinn entsprechend gering ausfällt.
Dann darfst du deine Ware nicht einfach so verschicken, sondern bist an eine Verpackungsordnung gebunden. Das heißt, du musst entweder vollständig recyclebares, zertifiziertes Verpackungsmaterial kaufen oder in so einen Topf einzahlen.
Und dann hast du natürlich sämtliche Verbraucherrechte einzuräumen. Heißt du musst ein Widerrufsrecht einräumen, du musst 2 Jahre Gewährleistung bieten usw.
Du musst sehr auf die richtige Form deines Onlineauftrittes achten, da du sonst sehr schnell eine teure Abmahnung bekommen kannst.

Ich würde dir also wirklich vorher raten, dich ausführlich zu informieren, damit du hinterher keine bösen Überraschungen hast.

Beitrag von lavala - 09.10.11 - 13:36 Uhr

Schade, dass Du Dir für die TE soviel unnötige Mühe gemacht hast!

Sie weiß alles schon !!!

Wir sind alle die Dummen, zumindest sieht sie uns so. #zitter:-[

Aber vielelicht ziehen andere Leser aus Deinen hilfreichen Informationen Nutzen.

Schönen Sonntag!#winke

Beitrag von shampoo - 09.10.11 - 14:49 Uhr

Schön, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, aber das wollte sie alles gar nicht lesen.

Irgendwie bekomme ich immer mehr das Gefühl, wir entwickeln uns in die Steinzeit zurück. ;-)

Beitrag von windsbraut69 - 10.10.11 - 07:36 Uhr

Mensch, hast Du nicht gelesen, dass sie weiß, was sie tut und gelernte Einzelhandelskauffrau ist?

LG,

W

Beitrag von vwpassat - 10.10.11 - 07:55 Uhr

Wie artikulierst Du Dich denn?

Wo es hinführt, wenn Existenzgründer jahrelang nach geschätzten Einnahmen versteuert werden, sieht man ja jetzt am Beispiel Griechenlands.

Und Selbständigkeit auf Probe gibt es nunmal nicht. Wo soll das auch hinführen?

Was ist so schlimm daran, aus dem Hobby auch Geld zu verdienen und dies korrekt abzurechnen?