Erfahrungen Berufsunfähigkeitsversicherung gesucht!

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Beitrag von kerstini - 09.10.11 - 10:20 Uhr

Guten Morgen,

ich möchte eine Berufsunfähigkeitsversicherung für mich abschließen und bin grad das WWW am durchforsten.

Habt ihr vielleicht Tipps für mich?

Bin noch am überlegen wie hoch die Summe sein soll. Bin momentan noch in Elternzeit und möchte aber auch keine Unsummen im Monat an Beiträgen zahlen.


LG

Kerstin mit Ida #verliebt und Madita, Leo & #stern im #herzlich

Beitrag von myimmortal1977 - 09.10.11 - 12:48 Uhr

Möchtest Du was, was am Sinnigsten ist oder lieber die günstigere Variante, die sich über die Jahre ggf. doch als teure Investition erweist?

Generell ist es immer besser, man wählt eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombi mit einer Privatrente. Normalerweise ist das Geld bei einer BU weg, wenn Du diese nicht in Anspruch nimmst. Es gibt Unternehmen, die beides kombinieren. Sprich, die Beiträge die Du einzahlst, werden dann bei erreichen der Altersrente in eine Privatrente umgewandelt und diese beziehst Du dann neben der gesetzlichen Altersrente.

Diese Option ist vorerst teurer, doch mit der Option, das eingezahlte Geld ggf. später einmal wieder zu erlangen die bessere Alternative.

Dann solltest Du immer, wie bei jeder anderen Versicherung auch, das Kleingedruckte exakt durchlesen und auch verstehen, was da steht.

Viele BU-Renten, haben Klauseln drin, wonach sie Dich verpflichten können, eine andere Arbeit als die, die Du dann zu dem Zeitpunkt ausführen solltest, zu arbeiten. Sonst können sie die Leistung verweigern. Bitte tunlichst nicht so einen Vertrag aussuchen, sonst hat das Unternehmen so viele Möglichkeiten, sich aus der Leistung zu entziehen, das Du nie an Dein Geld kommen wirst.

Dann solltest Du auch immer drauf achten, ob sie NICHT an eine Zu- oder Absage der gesetzlichen Rentenversicherung gekoppelt sind. Das gibt es nämlich auch sehr häufig, dass dann nur gezahlt wird, wenn Du Anspruchsvoraussetzungen auf die EU Rente der RV hast.

Immer auch auf den Leistungsumfang achten. Es gibt VS die Stocken nur auf, wenn Du noch andere Leistungen beziehst und VS die zahlen unabhängig von dem.

Bei der Stiftung Finanztest gibt es ein Scoreverfahren, das man sich immer vorher anschauen sollte. Dort sind verschiedene Versicherungen mit Sternen bewertet, z. B. in Bezug auf die Zahlungswilligkeit im Leistungsfall.

Ich würde so anfangen: Mir, nach Auswahl des Modells, ob mit Rente oder ohne die Bewertungen bei Finanztest anschauen und dann genauestens die oben genannten Punkte abarbeiten, welches Unternehmen das im Kleingedruckten stehen hat und welches nicht.

Dir alles Gute, Janette

Beitrag von demy - 09.10.11 - 13:21 Uhr

Hallo,
deine Tipps worauf zu achten ist im Kleingedruckten finde ich gut und hilfreich für die TE.

Doch in einem Punkt muss ich dir leider widersprechen.
Von der Kombination BU mit einer Privatrente halte ich persönlich rein gar nichts.
Das ist so ähnlich schlecht wie eine kapitalbildende Lebensversicherung.

Beiträge zur reinen BU sind ja nicht weg wie du so schön schreibst, sondern man zahlt mit seinem monatlichen Beitrag die Risikoabsicherung.
Wenn ich jetzt noch einen zusätzlichen obulus möchte damit meine Beiträge nicht "weg" sind, sondern ich nach der Laufzeit noch eine Privatrente habe, muss ja noch zu dem Risikobeitrag eine Sparsumme aufgeschlagen werden.

Diese Kombination ist gundsätzlich NICHT zu empfehlen, da die Risikobeiträge mit den Sparbeiträgen gemischt werden und somit verschleiert werden kann, wieviel tatsächlich zur Risikoabsicherung und wieviel zum sparen dient.
Damit kann ich schlechte Renditen, schlechte Risikoabsicherung und Provisionen verschleiern.
Das tun bekanntlichermaßen viele Versicherer, nicht alle ich weiß, aber man kann es nicht richtig, oder besser gesagt sehr schwer prüfen.

Besser ist grundsätzlich immer am folgenden Grundsatz festzuhalten.
Sparen von versichern immer trennen.

Nimmt man eine günstige BU nur mit Risikoabdeckung und nimmt noch zusätzlich eine Sparmöglichkeit, ist man besser bedient.

Gruß
Demy

Beitrag von myimmortal1977 - 09.10.11 - 15:10 Uhr

Danke für Deine Ergänzung. Ich hatte im beschriebenen Fall nur eine Angebotsoption von der Generali. Dort waren die von Dir genannten Punkte genau aufgeschlüsselt. Die garantierte Verzinsung damals recht gut. Ist aber auch schon ca. 6 Jahre her.

Der Anteil mit der Risikobelegung wäre nach dem Erreichen der Altersrente halbiert worden und die andere Hälfte wäre nochmals auf das angesparte Gesamtkapital aufaddiert worden. Außerdem blieb die Option einen Teil des Geldes in einer Summe ausgezahlt zu bekommen. Dann hätte sich zwar die Rente gemindert, aber der Aufbau wäre sehr fair und flexibel gewesen.

Gibt halt super viele verschiedene Optionen, faire und unfaire Angebote.

LG Janette