Wirklich sinnvoll oder Zeitverschendung?

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Beitrag von nic-mz - 09.10.11 - 14:08 Uhr

Hallo,

unsere Ergotherapeutin hat mir geraten, unseren ehemaligen Kinderarzt zu kontatieren und ihn mit seiner Behandlungsweise zu konfrontieren. Dem liegt folgendes zugrunde:

Wir haben schon Auffälligkeiten bei Leon gesehen, da war er noch sehr klein (ca. 13 Monate) und sind damit zu unserem damaligen Kinderarzt. Er hat das abgetan und lapidare Dinge gemeint (von wegen es gäbe Kinder, die täten dies und das und es gäbe Kinder, die jenes bevorzugen würden...). 2 Monate später habe ich ihn erneut auf Dinge aufmerksam gemacht. Auch dieses Mal war er sehr oberflächlich und fast arrogant. Danach wollte ich bei einer Untersuchung, dass mein Mann diese Dinge noch einmal anspricht. Er hat sich seinerzeit geweigert und meinte, er käme sich immer "blöd" vor, weil der Arzt entsprechend reagieren würde.

Also haben wir den Kinderarzt gewechsel. Die neue Kinderärztin hat uns ernst genommen und ins SPZ geschickt.

Jedenfalls hat unser Sohn Duchenne (Muskelschwund). Das Becken war bereits nach links verschoben und mehrere Wirbelblockaden lagen auch vor.

So, nun meinte die Ergo-Therapeutin, dass oftmals Kinderärzte Eltern nicht ernst nehmen würden und man es diesen Ärzten ruhig mal aufzeigen sollte.

Ich habe mir nun überlegt, dass ein Anruf wohl vergeudete Zeit sein wird, aber vielleicht ein Brief?!

Was meint Ihr dazu?

Vielen Dank

Beitrag von sternenschnee - 09.10.11 - 14:15 Uhr

Hallo,
meine Tochter ist 1 Jahr alt und ich kenne dein Problem.Sie kann sich weder alleine hin setzen noch kann sie krabbeln oder sich zum stehen hoch ziehen.Auch wenn wir sie fest halten kann sie nicht auf ihren Füßen stehen.Wie gesagt sie ist 1 Jahr alt und ernst nimmt uns auch keiner.Wir wissen auch nicht wohin wir mit ihr gehen könnten.Wir sind verzweifelt obwohl uns unser Umfeld aufbauen will und immer wieder sagt das kommt noch.Aber sie ist schon 1 Jahr alt und uns macht es Angst.Wann habt ihr denn feßt gestellt das was nicht stimmt?Wie hat sich das bemerkbar gemacht?

Beitrag von anja570 - 09.10.11 - 14:35 Uhr

Hallo,

der 1.Kia bei dem unser beh. Sohn behandelt wurde, war genauso.

Wir hatten den Vergleich durch unseren großen Sohn und merkten schon zeitig, dass etwas nicht stimmte.

Mit 1 Jahr konnte unser Sohn gar nichts, nicht sitzen, nicht krabbeln...

Der damalige Kia sagte nur, er wäre ein Spätentwickler und nahm uns nicht ernst.

Mit 14 Monaten fuhren wir wegen Abklärung eines Harnwegsinfektes in eine Uni, das war die 1. Stelle die sagte, er ist völlig hypoton und die Entwicklung ist auffällig, auch erste Untersuchungen veranlasste.

Selbst da sagte der Kia noch, typisch Uni usw., aber wenigstens verschrieb er endlich mal KG.

Die Therapeutin sagte gleich, wir hätten schon viel früher mit KG beginnen können.

Als wir mit 18 Monaten, nachdem uns eine Kikl. drauf aufmerksam machte, einen SBA und eine PS beantragen wollten, hielt es der Kia noch für zu früh.
Darauf hörten wir nicht, beides also PS I und SBA ging durch und wurde nicht abgelehnt.

Wir zogen ein paar Monate später um, waren nie wieder bei diesem Kia, übrigens war es ein älterer erfahrener Kia. #augen

Wenn es Dir besser damit geht, dem Kia einen Brief zu schreiben, dann mach es, vielleicht befreit es.
Im persönlichen Gespräch streitet er sicher alles ab, ob er am Telefon ein offenes Ohr hat ist auch fraglich.

LG
Anja

Beitrag von kati543 - 09.10.11 - 20:40 Uhr

Bei meinen Jungs war es genau das selbe. Die erste KiA hat genau wie bei dir immer unsere Bedenken abgewimmelt. Meine Soehne haben eine Valproatembryopathie. Das bedeutet mehrere Fehlbildungen, die sie alle nicht erkannt hat (die aber operiert werden haetten muessen innerhalb einer kurzen Zeitspanne), eine Stoffwechselstoerung meines Juengsten, eine massive Sprachentwicklungsstoerung beider Kinder (der Kleine spricht bis heute nicht, der Grosse mit vielen Fehlern), eine globale Entwicklungsverzoegerung und Va Autismus. Und all das hat SIE uebersehen.

Beitrag von paula74 - 18.10.11 - 13:53 Uhr

Hallo
Ich würde es machen. Es wird Euch befreien und dem Arzt vielleicht doch eine Lehre sein, demnächst besser aufzupassen. Es reichen ja zwei Sätze mit den notwendigen Informationen.
Alles Gute, lg,
Paula