Hallo,
hatte vor ein paar Tagen mal nachgefragt, welche Rechte ich habe, bezüglich TZ beim Wiedereinstieg nach meiner 1-jährigen EZ.
Nun war ich gestern auf der Arbeit, hatte Kuchen dabei, und habe meinen neugeborenen Sohn " vorgestellt".
Alle waren sehr frostig in ihrer Art, konnte das erst nicht einordenen. Als ich meiner Vorgesetzten erzählt habe, das ich ein Jahr EZ beantragt habe, war ihre einzige Reaktion, das sie sich keine TZ Stelle für mich vorstellen kann.
Ich war ersteinmal ziemlich baff. Habe ihre Reaktion so hingegenommen, und gemeint, da sollten wir nocheinmal in Ruhe drüber sprechen.
Nun habe ich am Montag einen telefonischen Termin mit dem Betriebsrat. Möchte mich ja ersteinmal nur beraten lassen, die sollen ja nicht gleich aktiv für mich werden.
Nur wie weit kann man gehen? Sollte ich mir Hilfe des Betriebsrates eine TZ-Stelle durch geboxt kriegen, würde das ein einziges Spießrutenlaufen geben.
Hat jemand Ideen, Anregungen, Meinungen?
Lieben Dank
Yvonne
AG bietet keine TZ-Stelle nach EZ an
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Beitrag von lillebro - 11.10.11 - 10:02 Uhr
Beitrag von bruchetta - 11.10.11 - 10:11 Uhr
Ich würde eine Teilzeittätigkeit in Deinem Unternehmen anstreben.
Wenn Du erstmal eine Weile (in Teilzeit) wieder da bist, lockert sich das Verhältnis vielleicht auch wieder.
Zumindest würde ich die Flinte nicht gleich ins Korn werfen, zur Not kannst Du Dir später ja noch etwas anderes suchen, wenn Du Dich gar nicht mehr wohl fühlen solltest.
Beitrag von ninnifee2000 - 11.10.11 - 10:34 Uhr
In den letzten 5 Jahren kamen bei uns 4 Mütter nach einem Jahr aus der EZ zurück. Wirklich alle gingen danach wieder 40 Stunden die Woche arbeiten. Sicherlich haben alle ihre Arbeitszeiten geringfügig verlegt, damit es mit der Kinderbetreuung/Kindergarten klappt. Da sagt niemand was. Und nein, Hilfe von Großeltern haben diese Mütter kaum.
Willst du die gleiche Arbeit wie vor der Schwangerschaft machen? Das geht wahrscheinlich nicht.
Muss deine alte Arbeit jetzt jemand mitmachen und hat sich gefreut entlastet zu werden, wenn du wiederkommst? Doch das geht ja nicht/kaum, wenn du TZ gehst...
Vielleicht kann der Betriebsrat was machen, aber dann nicht wundern, wenn es eine ganz andere Stelle ist zu schlechteren Konditionen. Ich habe noch in keinem Betrieb erlebt, dass ein Betriebsrat wirklich große Macht gehabt hat - außer es ging um die Schließung der gesamten Firma.
Beitrag von goldie99999 - 11.10.11 - 11:03 Uhr
Solche Antworten, die ohne die individuelle und rechtliche Situation zu würdigen berufstätige Mütter von vornherein entmutigen kotzen mich echt an...
www.teilzeit-info.de
Jeder, nicht nur in den Beruf zurückkehrende Mütter, haben nach den Richtlinien des Teilzeit- und Befristungsgesetzes ein Anrecht auf eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit. Wie jeder Arbeitnehmerrecht stößt auch dies unter Umständen bei Vorgesetzten und verständnislosen oder neidischen Kollegen erstmal auf Unmut, deshalb und davon sollte man sich aber nicht entrechten lassen. Ein Kompromiß läßt sich fast immer finden, meiner Erfahrung nach läßt sich auch nach anfänglicher Skepsis arbeitgeberseitig immer eine für alle annehmbare Lösung finden.
Eine "ganz andere Stelle zu schlechteren Konditionen" darf nach EZ nicht angeboten bzw. aufgedrückt werden, egal, ob man in Voll- oder Teilzeit zurückkehrt.
Der TE möchte ich Mut machen, offen das Gespräch zu suchen und die nötige Flexibilität und Kompromißbereitschaft mitzubringen, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Viel Erfolg und nicht bange machen lassen! Die Idee, den BR von Anfang an ins Boot zu holen, ist der richtige Schritt.
Grüße, Goldie
Beitrag von susannea - 11.10.11 - 11:42 Uhr
aber dann nicht wundern, wenn es eine ganz andere Stelle ist zu schlechteren Konditionen.
Wo hast du denn den Blödsinn her, egal was sie macht, die Konditionen müssen gleich bleiben!
Beitrag von gr202 - 11.10.11 - 13:57 Uhr
Es ist ja schön, dass die von Dir genannten Mütter wieder Vollzeit arbeiten konnten, aber es gibt halt viele Mütter, die das nicht mehr können. Ich hätte es auch nicht machen können, Kiga bis 16.30 Uhr geöffnet, Arbeitszeit bis 16.30/17.00 Uhr und dann 45 km Fahrt, wenns gut geht, 35 Minuten. Was macht das Kind nach 16.30 Uhr. Danach noch eine Tagesmutter? Wir haben schon für den Kiga im Monat knapp 400 Euro bezahlt, was hätte die gesamte Betreuung kosten sollen? Unser Kind wäre dann jeden Tag 10 -11 Stunden fremdbetreut worden, dafür setzte ich kein Kind in die Welt.
Dann Schule: unsere Schule schließt um 14 Uhr (Betreuung bis 16 Uhr gibt es hier nicht, unser Sohn müßte mit dem Bus 1/2 Stunde fahren und das schon mit 6???)
Mein Mann arbeitet bis 17.30/18.00 Uhr.
Vielleicht kann sie sich mit einer Kollegin eine Stelle teilen? Nicht jeder will Vollzeit arbeiten.
Gruß
GR
Beitrag von zwillinge2005 - 11.10.11 - 10:39 Uhr
Hallo,
wielange hast Du in dem Unternehmen denn Vollzeit gearbeitet? Dein zweitjüngstes Kind ist doch auch erst zwei Jahre alt. Hast Du vor dem Mutterschutz denn noch gar kein Gespräch mit Deinen Vorgesetzten geführt, wie die weitere Zusammenarbeit nach der Elternzeit sein könnte? Also gibt es überhaupt TZ-Tätigkeiten etc.
WAs genau könntest Du anbieten? Wie ist die Kinderbetreuung gesichert? Wieveil willst/kannst Du wirklich arbeiten etc.
TZ ist ein weiter Begriff. Vollzeit auch. Das können auch gerecgelt 7,5 Std. tgl. bis 80 Std. pro Woche sein.....
LG, Andrea
