finden keinen, der bei uns arbeiten will oder kann

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Beitrag von 071278 - 12.10.11 - 18:30 Uhr

Hallo,

wir sind n winzig kleines Büro mit gerade einmal 4 Leuten (inkl. mir).
Seit Monaten suchen wir eine qualifizierte Kraft (muss Kenntnisse haben - was auf dem Papier bescheinigt wird, ist da vorerst egal)
Die Bewerbungen sind echt haarsträubend. Hat man endlich wen mit halbwegs Kenntnissen gefunden, hat der keine Lust (was schnell deutlich wird) oder hält sich für was ganz besonderes. Ich versteh das nicht! Naja, wenn wir niemanden finden, kann ich nicht in Mutterschutz gehen und schon gar kein Erziehungsurlaub nehmen, es sei denn ich will nachher keinen Job mehr haben. Das sind doch tolle Aussichten!

Also falls jemand Interesse an nem schicken Bürojob in ner Kleinstadt in Ostsachsen hat,..........

Beitrag von michi0512 - 12.10.11 - 19:01 Uhr

Hm... Ostsachsen ist relativ "groß" ^^

Beitrag von 071278 - 12.10.11 - 20:07 Uhr

An der A 4 ralativ mittig zwischen Dresden und Bautzen
mehr dann lieber per PN, sit ja keine Jobbörse hier.

Beitrag von bemmchen - 12.10.11 - 19:05 Uhr

natürlich kannst du in mutterschutz gehen und natürlich auch deinen erziehungsurlaub nehmen...dein chef hat deine stelle freizuhalten....die neue Fachkraft wäre dann ja eh nur für die Zeit befristet eingestellt...

eventuell kannst du ja auch von daheim weiter arbeiten während dem erziehungsurlaub dann wären nur die mutterschutzwochen zu überbrücken

und noch mal: DU musst dir da gar keine gedanken machen sondern dein chef

Beitrag von 071278 - 12.10.11 - 20:11 Uhr

Na super, können kann ich alles, wenn´s mein Büro nachher nicht mehr gibt hab ich sehr viel gekonnt :-(
Ich bin nicht so ein typischer Arbeitnehmer. Mir geht´s nur gut, wenn´s der Firma gut geht. So ist das, auch wenn es kaum noch Leute gibt, die das so sehen. Gerade bei so kleinen Unternehmen ist es wichtig, wenn der Arbeitnehmer auch dahinter steht...... Sonst könnten wir ja gleich einpacken! Mit öffentlichem Dienst oder Ämtern kann man das nicht vergleichen.....

Beitrag von manavgat - 12.10.11 - 22:04 Uhr

Typisch Weibchen.


sich für alles und jedes verantwortlich fühlen.


Teilt ihr am Ende des Jahres auch den Gewinn?


Gruß

Manavgat

Beitrag von 071278 - 13.10.11 - 07:17 Uhr

Ähm, ja, also ich hab mich mitlerweile bis zur Gewinnbeteiligung hochgearbeitet. Eben mit ständigen Weiterbildungen etc.

Beitrag von bemmchen - 13.10.11 - 09:43 Uhr

Gewinnbeteiligungen bekommen heutzutage selbst welche die gerade ausgelernt haben in einem gewissen % Satz....das hat nicht immer etwas mit wirklicher Gewinnteilung zu tun sondern eher mit einer Art "Provision"

es entscheidet sich dann nur wie hoch diese ausfällt

Beitrag von mami18052010 - 13.10.11 - 06:43 Uhr

*haha*

Spätestens wenn das Kind da ist, denkst du 100 Prozent nicht mehr in dieser Schublade!

Beitrag von bemmchen - 13.10.11 - 09:42 Uhr

Denkst du deinen AG interessiert es wie sehr du dich für die Firma aufopferst? Hast du das schon mal vorher irgendwie honoriert bekommen?

Selbst wenn du jetzt bleibst könnte die Firma den bach runter gehen, wer garantiert dir das es nicht so kommt?

Ich würde da in erster Linie an mich und mein Kind denken und nein ich arbeite nicht im öffentlichen Dienst, im Gegenteil ich arbeite auch in einem 4 Leute Betrieb.

Zumal es deinem AG sicher besser kommt wenn du elternzeit nimmst und er nix zahlen brauch an gehalt und co als wenn du die nicht nimmst und er da weiter kosten hat für einen Arbeitnehmer..schon mal so überlegt?

Beitrag von alpenbaby711 - 13.10.11 - 11:25 Uhr

Es ist ja schön das du auch an die Firma denkst. Aber das die gleich den Bach runtergeht wenn sie keinen Ersatz haben für dich? Das glaub ich nicht oder wärs wirklich so schlimm. Mal abgesehen davon finde ich den Satz übertrieben das es dir nur gut geht wenns der Firma gut geht. Du solltest auch an dich denken so löblich ein paar Gedanken von dir ja auch sind.
Und die eine hatte schon Recht wenn dein Kind erstmal da ist biste mit dem KOpf eh woanders.
ela

Beitrag von engelchen62 - 12.10.11 - 19:40 Uhr

Naja...Büroarbeit ist nicht gleich Büroarbeit.
Vielleicht unterbezahlt ?



engelchen

Beitrag von helly1 - 12.10.11 - 19:51 Uhr

Oh, ich kenne gleich 2 junge, hoch motivierte Männer, die sich um einen solchen Job reißen würden; frisch ausgelernt und bekommen einfach keine Chance Fuß zu fassen!
Leider suchen sie nicht in Ostsachsen!#gruebel

Beitrag von vwpassat - 12.10.11 - 20:45 Uhr

Dann hilft nur umziehen!

Ich denke aber auch, dass die Bezahlung recht mies sein wird, und sich deswegen keiner findet.

Beitrag von demy - 12.10.11 - 20:59 Uhr

Hallo,
ich denke es ist die Bezahlung,
geparrt mit dem für euch geltendem Problem, dass gute Fachkräfte aus euren Regionen wegen der beschissenen Gehälter abwandern.

Wenn ihr seit Monaten sucht, dann stimmt an der ausgeschriebenen Stelle etwas nicht, oder eure Ansprüche an den Arbeitnehmer sind für die Bezahlung einfach zu hoch.

Gruß
Demy

Beitrag von 071278 - 12.10.11 - 22:10 Uhr

heyhey,

naja, ich fand das Angebot gar nicht schlecht, für jemand, der keine Ausbildung abgeschlossen hat. War fast doppelt so viel, wie ich nach meiner Ausbildung hatte. Und ich hatte ne Ausbildung ......

Beitrag von mami18052010 - 13.10.11 - 06:44 Uhr

Ich denk er braucht ne Menge Fachkenntnisse?

Was denn nu?

Beitrag von lilianliddy - 12.10.11 - 22:15 Uhr

Es liegt an den Gehältern. Finde es trotzdem icht in Ordnung, dass ihr "drüben" für die gleiche Arbeit viel mehr Geld bekommt und wie oft habeich gehört, dass ihr euch beim Arbeit nicht überanstrengt.

Arbeite Mal in einer Ossi-Firma, da weißt du was harte Arbeit ist für weniger Lohn.

LG

Beitrag von sassi31 - 12.10.11 - 22:36 Uhr

Das ist doch wieder nur ein Klischee, dass sich Arbeitnehmer in Westdeutschland bei der Arbeit ausruhen.

Beitrag von ippilala - 13.10.11 - 00:18 Uhr

Einerseits sind die Lebenserhaltungskosten auch höher. Insbesondere die Mieten.
Und andereseits kannst du auch gerne in den Westen ziehen. Die Mauer steht nicht mehr, du (oder allgemein jeder hart arbeitende Ossi) kann also auch drüben faulenzen und dick Kohle kassieren.
Da man sich also selbst aussuchen kann, ob man hart für wenig Geld im Osten arbeitet oder rumgammelt für viel Geld im Westen, ist es auch absolut fair.



Beitrag von michi0512 - 13.10.11 - 06:49 Uhr

#pro

Ich war 8 Jahre im "Westen" und habe da weitaus mehr verdient wie ich im Osten gehabt hätte. Aber mehr blieb Monatsende NICHT übrig.

Jetzt habe ich im Osten eine Stelle, seeeehr gut bezahlt. Wer suchet der findet...

Sicherlich ists nicht leicht - ist es nirgendwo. Und ich wäre auch für die Hälfte meines jetzigen Lohnes losgegangen...

Aber ich kenne auch Familien bei denen dieses Lohnproblem echt heftig ist: Paar, 2 Kinder. Er ist Zimmermann und geht Monatsende mit 1000 Netto nach Hause. Der Rest ist ergänzendes ALG2.

Was mich aufregt: die Armustgrenze sinkt immer weiter. Im Januar gibt es wieder 10 Euro mehr ALG2 - wie sollen denn die Menschen es noch schaffen aus diesem Dreck rauszukommen?

Zum Anderen: das Faulenzen im Westen für viel Geld ist wirklich nicht so einfach. Hier im Osten gibt es wirklich bessere Betreuung für Kinder etc... und das muss man auch im Auge behalten.


Ich finde es ist wirklich noch etwas ungerecht verteilt: in Ballungsgebieten und Wetsdeutschland gibt es viel zu wenig (oder sehr überteuerte) Kinderbetreuung während die Betreuung im Osten nicht genutzt werden KANN weil es kaum bzw. zu wenig Arbeit gibt. Faulenzen mit Kindern weil sie ein Kita-platz haben ist also auch harte Arbeit :-P

Beitrag von demy - 13.10.11 - 06:53 Uhr

Komm mal nach Hamburg und zahle hier Miete und Nebenkosten ;-)

2 Arbeitskollegen von mir sind im übrigen nach Leipzig gegangen, sie verdienen dort genauso viel wie hier, nur haben sie nun etwa 1/3 weniger Lebenshaltungskosten.

"Arbeite Mal in einer Ossi-Firma, da weißt du was harte Arbeit ist für weniger Lohn."

Warum sollte ich das tun?
Wie du aber siehst, tun das bei euch mittlerweile auch immer weniger, deshalb findet ihr auch niemanden.

Ist aber nicht dein Problem, da es nicht deine Firma ist und du die unternehmerische Verantwortung nicht trägst.

Häng dich da nicht so rein, das ist das Problem deines Chefs.

Gruß
Demy

Beitrag von maryam1410 - 13.10.11 - 08:50 Uhr

mensch ossi, hast du ne ahnung, wieviel höher die nebenkosten hier sind?
ich zahle für den kindergarten monatlich 300 euro - und du?
willst du mal die mieten vergleichen?

dann rechne vom ossi-netto mal die festkosten runter, desgleichen beim wessi-netto - und du wirst sehen, hier im GOLDENEN westen hast du auch nicht mehr.

und klischees kenne ich auch - aber ich bin nicht so dämlich zu glauben was ich höre, von wegen der ossi lässt den hammer fallen wenn er keine nägel mehr hat, weil er immer noch nicht begriffen hat, daß er sich einfach einen neuen kasten nägel holen kann.....

Beitrag von lilianliddy - 13.10.11 - 13:40 Uhr

ich kann mir kein haus lesiten und wir müssen beide arbeiten gehen, um einen guten standard zu haben.

und glaubt ja nicht, dass hier die preise nicht nachziehen, wir verdienen trotzdem weniger für die gleiche arbeit.

aber dass die wessies hier auf diesen beitrag anspringen, war mit bewusst. habe gestern mit einem ganz lieben freund gesprochen, er jetzt für einige wochen ins stugart arbeitet, er sagt, dass das ein vdiel entspannteres arbeiten ist als hier, wo ich mich dann frage...

ich wollte euch damit nicht schlecht machen, aber eure arbeitseinstellung ist anders, ich kann zum beispiel nicht von einem halbtagsjob leben und der mann geht voll arbeiten, wie es manchen gern schreiben.

mit der kinderbetreuung gebe ich euch recht, in vielen städten gibt es nicht mal eine kinderkrippe, wo die kinder nach dem mutterschutz schon rein könnten, das war bei uns in den ostzeiten schon so und ist geblieben, ebenso die durchgängige ganztagsbetreuung.

das gute in sachsen ist, dass wir nur einen kleinen teil des platzes bezahlen müssen und der rest wird vom jugendamt bzw.anderen ämtern getragen.

ich würde für meinen erlenten job mit mndestens 500,00 € mehr nach hause gehen....

kommt mal rüber zu uns arbeiten, da merkt ihr schnell, dass das arbeiten stressiger ist. warum gibt es westdeutsche firmen, die gern ossies einstellen....na, weil die keinen plan vom arbeiten haben :-D *scherz.

lg

Beitrag von tina_b84 - 13.10.11 - 09:01 Uhr

Ne, oder? Wir leben im Jahr 2011 und du kommst mit solchen abgedroschenen Klischees daher?! Wahrscheinlich warst du noch nie "drüben", oder??

Ich bin auch "im Osten" sozialisiert, habe aber auch schon "im Westen" gelebt und gearbeitet und habe "westdeutsche" Freunde. Und nachdem es beruflich hier im Osten nicht so gut klappt (trotz toller Kinderbetreuung), werden wir jetzt auch bald abwandern. Im Übrigen haben wir alles durchgerechnet und festgestellt, dass wir in der neuen Heimat nicht mehr Geld übrig haben werden - eben weil vieles teurer ist (Miete, Kinderbetreuung etc.).

Solche dummen Sprüche regen mich echt auf.