Hallihallo....
Hatte vor einiger Zeit schonmal die Problematik mit meinem Stiefsohn beschrieben.
Kurzfassung: Verhaltensauffälligkeiten seit seinem 2. Lebensjahr. Sehr leicht reizbar, massive Eßstörungen, Impulsivität, Unkonzentriertheit, Gewaltbereit, Zappeligkeit etc....
Was haben wir getan:
Die leibliche Mutter war beim SPZ, mit ihm bei einer Ergotherapie und bekam Erziehungshilfe des Jugendamtes. Ohne Erfolg
Nach seinem Umzug zu seinem Papa und mir: SPZ, Vier (!) Kinderpsychologen und Bewegungstherapie! Erfolg auch wieder gleich Null!
In der Schule Auffälligkeiten ohne Ende. Konferenzen, Post der Rektorin, wöchentliche Anrufe der Lehrer. In der Freizeit ließ er keinen "Mist" aus. Von Brandstiftung, Tierquälerei bis zu Vandalismus...alles war schon da.
Strafen brachten nichts, logische Konsequenzen hier und da schonmal, aber letztendlich keinen spürbaren Erfolg. Das Familienleben gestaltete sich zunehmend schlechter.
Die Schule sprach schon von Förderschulempfehlung...*oje*
Wir haben wirklich alles (!!!) versucht...
Nun ist der Junge mittlerweile 9 Jahre alt. Es manifestiert sich also so langsam. Also habe ich beim Kinderpsychologen mal so richtig Krach geschlagen...ob sie verantworten könnten, das das Kind wegen fehlender, fachlicher Hilfeleistung komplett auf die schiefe Bahn geraten solle.... was wir denn bitteschön sonst noch tun könnten, was das ganze "Heititei" denn überhaupt brächte. Das dürfe ja wohl nicht war sein, das man sieben Jahre von Arzt zu Arzt rennt und warum verd**** nochmal denn nie jemand auf ADHS tippen würde. Herrgott****nochmal.
Ich glaub, ich war ziemlich sauer....
Naja...war aber erfolgreich. Es wurden noch Tests gemacht, der Psychologe entschuldigte sich mehrmals von wegen Betriebsblindheit etc und verschrieb Ritalin....
Ich kenne den Jungen nicht wieder. Er ist ausgeglichen, entspannt, nichts mehr mit Rumbrüllen, dazwischenrufen, Zanken, Zerstören etc...
Er denkt nach, bevor er wieder Mist baut, Er ißt!!! Das hat er ja sonst kaum.
Ich bin wahrhaftig kein Freund von irgendwelchen Medis oder von einer willkürlichen Einnahme derselben,- aber Ritalin rettet gerade das Leben meines Stiefsohnens, seiner Geschwister, Stief- und leiblichen Eltern und meine Ehe. Die Schule ist total begeistert und der Junge selber sagt, er habe sich noch nie so gut gefühlt!
So, das wollte ich einfach mal als Positives mitteilen! Vielen Dank fürs Lesen!

ADHS Endlich mal ein Erfolg! Juhuuu
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Beitrag von schnupsi76 - 14.10.11 - 09:38 Uhr
Beitrag von nic-mz - 14.10.11 - 19:42 Uhr
gern gelesen 
Freut mich für Euch!
Machmal sind Medikamente eben doch angebracht. Ärzte sind manchmal echt zum heulen. Habe da auch schon ein paar unerfreuliche Erfahrungen gemacht.
Alles Gute
nic
Beitrag von seelenspiegel - 15.10.11 - 11:43 Uhr
Es hätte auch anders sein können. Viele Ärzte verschreiben selbst wenn nur der Verdacht auf ADHS besteht sofort die Medi-Bremse.
Aber schön dass es bei Euch ein so durchschlagender Erfolg gewesen ist, bzw. gratuliere dass ihr erst Alternativen ausprobiert habt....so muss man sich auch nichts vorwerfen.
Beitrag von alpenbaby711 - 15.10.11 - 15:52 Uhr
Ich freu mich riesig für euch alle. Denn sicherlich ist Ritalin kein Allheilmittel aber man hätte vielleicht schon viel früher mal testen sollen ( gilt eher für die Psychiater) denn so hätte man dem kind einen solchen Leidensweg erspart.
Ela
