hallo ihr lieben,
ich habe mich am 9.10. von meinem mann getrennt. am monatg bin ich gleich zur arge (bekommen zuschuss von dort) um dies mitzuteilen.
die gute frau aus der leistungsabteilung sagte mir das sie erst ein schreiben von einem anwalt brauchen das wir uns wirklich getrennt haben. also habe ich mir einen beratungsschein vom gericht geholt und bin zu einer anwältin (hatte telefonisch schon einiges erfragt und so). die machte mir ein schreiben fertig wo sie auch rein schrieb das mein mann bis zum 1.11. ausziehen soll da in unserer ehewohnung keine räumliche trennung möglich ist weil sie dazu zu klein ist.
mit diesem schreiben bin ich heute zur arge. dort sagte mit die gute frau von der leistung das die ehewohnung für mich mit kind alleine angemessen ist und gab mir dies auch schrieftlich gleich mit. wegen meinem noch mann sollte ich aber noch mal zur vermittlerin (mein noch mann hat keine arbeit und will auch keine) gehen denn die gibt erst das ok das er auch ausziehen darf.
zu der bin ich dann auch gegangen. das gespräch verlief nicht so wie erhofft. sie erlaubt nicht das er ausziehen darf. er darf erst nach dem trennungsjahr ausziehen. vorher wird ihm kein auszug von ihr genehmigt. ich dachte echt ich höre nicht richtig.
auf meine frage wie das in einer 60m² wohnung denn gehen soll mit dem trennungsjahr sagte sie mir das er das schlafzimmer und ich mit kind das wohnzimmer und kinderzimmer bewohnen soll.
ich darf das schlafzimmer nicht mehr betreten aber mein mann darf in das wohnzimmer da man zur küche und balkon nur durch das wohnzimmer kommt.
bei der küche sollen wir uns zeiten ausmachen wer wann die küche benutzt und mit dem bad ist es auch so.
auf die frage warum er nicht ausziehen darf bekam ich die antwort "sie haben ihn geheiratet und nun müssen sie mit ihm klar kommen und vielleicht nähern sie sich ja auch in der zeit wieder an". ich sagte ihr das ich ihn vor 8 jahren geheiratet habe und ich will mich nicht wieder ihn annähern. da sagte sie "das trennungsjahr ist aber dafür da das man sich wieder annähert denn sonst könnte man sich ja sofort scheiden lassen". ich sagte ihr das cih wenn es nach mir ginge auch sofort die scheidung haben will aber dies geht ohne dieses scheiss trennungsjahr nicht.
jedenfalls schickte sich mich dann weg mit den worten "wegen so einen kindergartenscheiss haben sie mich nun von der arbeit abgehalten". ich bin dann gegangen und sofort zu meiner anwältin. da sie leider in einer besprechung war die gerade erst angefangen hat und länger dauert habe ich einen termin für montag bekommen.
ich bin nun total depri denn noch ein jahr mit dem mann halte ich nicht aus.
sorry für den langen text aber ich musste mir das einfach mal von der seele schreiben.
LG die unglückliche
arge sagt nein zu auszug vom mann
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Beitrag von die unglückliche - 14.10.11 - 17:29 Uhr
Beitrag von felis02 - 14.10.11 - 17:34 Uhr
Das ist ja unglaublich frech, was diese Sachbearbeiterin zu dir gesagt hat. Ich kenne mich zwar nicht aus, aber ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass das rechtlich so richtig sein kann, dass man ein Jahr noch zusammen wohnen MUSS. Richtig, dass du am Montag gleich zum Anwalt gehst.
Alles Gute
Beitrag von die unglückliche - 14.10.11 - 17:41 Uhr
sie sagte mir rechtlich wäre es so denn nur wenn man in der wohnung noch zusammen wohnt besteht die möglichkeit das man sich auch wieder annähert. auserdem würde die arge nicht für ein ehepaar (egal ob glücklich, unglücklich oder im trennungsjahr) 2 wohnungen zahlen.
sollte ich oder mein mann in der lage sein das eine wohnung finanziell drin ist dann ist es kein problem wenn der andere auszieht.
ich sagte ihr das ich ca 800€ verdiene. da sagte sie das dies aber nicht ausreicht denntrotz der 800€ würde ich noch einen zuschuss von der arge bekommen. ich muss mehr verdienen denn erst wenn ich nichts mehr von der arge bekomme kann er ausziehen.
Beitrag von king.with.deckchair - 14.10.11 - 18:43 Uhr
"auserdem würde die arge nicht für ein ehepaar (egal ob glücklich, unglücklich oder im trennungsjahr) 2 wohnungen zahlen."
Das ist glatt gelogen! Wie gesagt, wende dich an den Teamleiter. Besser: Anwältin schreiben lassen!
Beitrag von lilianliddy - 14.10.11 - 20:00 Uhr
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ich hab mich in meiner wortwahl unglücklich ausgedrückt, aber genau du hast es auf den punkt gebracht....
Beitrag von kanische - 14.10.11 - 17:44 Uhr
Wie bescheuert ist das denn. sorry aber das musste ich mal los werden. Jeder Hinz und Kunz bekommt eine eigene Wohnung von der Arge bezahlt, wenn mal zu Hause der Pups quer sitzt aber bei euch soll das nicht gehn? Sollte ihr jetzt so wie in den Filmen die Wohnung mit Klebestreifen abtrennen? Und vor allem wie soll denn euer Kind damit klar kommen? Da denkt wohl bei den keiner dran. das versteht doch die Welt nicht mehr zusammen aber doch getrennt. Ich denke auch dass das so nicht geht! Vermute mal die Dame hatte einfach keine Lust sich darum zu kümmern weil heute Freitag ist uns sie bestimmt kurz vorm Feierabend war!
LG
Beitrag von nick71 - 14.10.11 - 17:51 Uhr
Ich kenne mich in der Materie nicht wirklich aus, kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass die ARGE dazu berechtigt ist, deinem Mann den Auszug aus eurer gemeinsamen Wohnung zu untersagen. An deiner Stelle würde ich auf einem entsprechenden schriftlichen Bescheid bestehen und dagegen Widerspruch einlegen oder aber mich direkt an den Vorgesetzten der Sachbearbeiterin wenden, die dir diese Auskunft gegeben hat.
Beitrag von lichtchen67 - 14.10.11 - 17:53 Uhr
So richtig untersagt die Arge ja nicht den auszug... nur die finanziellen Mittel dafür. Wenn der Mann ausziehen möchte kann er das ja gerne tun... nur können die beiden das selber nicht finanzieren und hier sagt die arge nein, wir zahlen nicht für beide. dann sollen sie erstmal zeigen, dass sie sich wirklich trennen wollen.
so hab ich das verstanden.
Wer es selber bezahlen kann, kann hinziehen wo und wann er möchte.
Lichtchen
Beitrag von nick71 - 14.10.11 - 18:11 Uhr
"So richtig untersagt die Arge ja nicht den auszug... nur die finanziellen Mittel dafür."
Ja, schon klar...aber auch das ist in meinen Augen ein Unding. Zumal die jetzige Wohnung die so genannte Trennung von Tisch und Bett nicht so wirklich zuzulassen scheint.
"dann sollen sie erstmal zeigen, dass sie sich wirklich trennen wollen."
Wie soll man das deutlicher zeigen als dadurch, sich räumlich zu trennen? Das tut i.d.R. niemand aus Spaß an der Freud oder weil ihm grad langweilig ist. Und beim Anwalt war die TE ja auch schon, um es "offiziell" zu machen...was soll sie denn noch unternehmen, um ihren Trennungswillen kundzutun?
Beitrag von senior666 - 14.10.11 - 18:16 Uhr
da hilft es nur eine Monatsmiete zurückzulegen und eine angemessene Wohnung suchen, sich ummelden und zum Jobcenter gehen und sagen : ich beantrage da ich ab/seit da und da wohne.
Beitrag von lilianliddy - 14.10.11 - 20:03 Uhr
bekommen beide alg II bzw. der mann arbeitet nicht, leg da mal geld von ner monatsmiete zurück, das funktioniert nicht.
er muss trotzdem den umzug mitteilen und nicht einfach umziehen, sonst können die die mietzahlung verweigern.
ist den beiden nicht wirklich geholfen.
Beitrag von king.with.deckchair - 14.10.11 - 20:19 Uhr
"er muss trotzdem den umzug mitteilen und nicht einfach umziehen, sonst können die die mietzahlung verweigern"
Das ist nicht richtig.
Beitrag von lilianliddy - 14.10.11 - 20:50 Uhr
hier wird da so abverlangt, normalerweise noch 3 angemessene Wohnungsangebote und erst nach Genehmigung der Leistungsabteilung darf man umziehen...
wenn das amt das verweigert, muss das sozialamt einspringen..es geht nur um die mietübernahme, nicht um den rest...
Beitrag von lichtchen67 - 14.10.11 - 18:16 Uhr
Klar, weiß ich auch nicht, aber ich kann auch beide Seiten verstehen. "Die Arge" sind auch nur Menschen.... und wenn vielleicht in der Woche die fünfte in der Türe steht die ruft, ich trenne mich von meinem mann, bitte zahlt uns zwei Wohnungen kann ich auch verstehen dass man verlangt, nun zeigt mal langfristig, dass ihr übermorgen nicht wieder zusammenkriecht. Auch das passiert ja mehr als häufig. Es hat eben alles immer zwei Seiten.
Persönlich ist es natürlich doof... aber auch ohne dass man finanziell vom Staat abhängig ist müssen sich viele andere Paare auch überlegen, wie sie eine Trennung gewuppt kriegen.
Lichtchen
Beitrag von iceflower - 14.10.11 - 21:48 Uhr
Ich kann Dir nur zustimmen. Ich bin auch etwas verwundert, dass hier alle meinen, die Allgemeinheit muss mal wieder direkt einspringen. Die Arge verbietet sicherlich keinem erwachsenen Menschen dorthin zu ziehen, wo er will. aber ich denke schon, dass geprueft werden muss, ob es keine andere Loesung gibt.
Ich bin froh, wenn unsere Steuergelder nicht staendig verschwendet werden, schliesslich arbeiten wir zu hart dafuer (und finanzieren auch zwei Wohnungne...).
Beitrag von king.with.deckchair - 14.10.11 - 18:44 Uhr
Er kann auch so hinziehen, wohin er möchte! Es erschreckt mich, dass du zu glauben scheinst, diese grob! rechtswidrige Aussage der Mitarbeiterin sei in Ordnung.
Beitrag von aisling-grey - 14.10.11 - 21:33 Uhr
Achso ist das... also er kann ausziehen, aber bekommt "angeblich" keine wohnung von denen bezahlt? schwachsinn...
Sowas ähnliches hatte meine arbeitsvermittlerin vom jobcenter auch zu mir gesagt gehabt, als ich nachgefragt hatte wegen einer wohnung. Da war ich alleredings noch nicht schwanger xD
die meinte auch zu mir "warum sollte die arge für sie auch noch eine wohnung bezahlen, wenn sie weiter bei ihrer mutter leben können"
find ich eine frechheit -.-*
Beitrag von gh1954 - 14.10.11 - 21:43 Uhr
>>>"warum sollte die arge für sie auch noch eine wohnung bezahlen, wenn sie weiter bei ihrer mutter leben können"
find ich eine frechheit -.-* <<<
Wieso, da hatte sie doch recht. Warum sollen Jugendliche mal eben so eine Wohnung finanziert bekommen?
Aber jetzt bist du ja schwanger, wie schön, dann klappts auch mit der Wohnung....
Beitrag von aisling-grey - 14.10.11 - 21:47 Uhr
es geht ums prinzip, mehr nicht
Beitrag von gh1954 - 14.10.11 - 21:51 Uhr
Ja... und das Prinzip sagt, dass Jugendlichen nicht "einfach so" eine Wohnung zusteht.
Beitrag von aisling-grey - 14.10.11 - 22:00 Uhr
es war nicht einfach so, sondern hätte schon seine gründe.die haben das aber nicht als grund, eher als ausrede gesehen... aber gut
Beitrag von tabea33 - 15.10.11 - 08:43 Uhr
Dieses Anspruchsdenken ist kaum auszuhalten. Arbeiten plus WG-Zimmer, fertig. Aber nein, arbeiten ist zu viel verlangt und ein WG-Zimmer vermutlich unter deiner Würde gewesen. Oder habe ich dich falsch eingeschätzt und du warst wahnsinnig krank? Bestimmt...
Mit Kind wird alles viel besser und leichter. Genau.
Beitrag von windsbraut69 - 15.10.11 - 10:18 Uhr
Genau.
Was braucht ein 19jähriges Mädchen, das bei der Mutter wohnen könnte, eine eigene Wohnung, die die Allgemeinheit finanzieren muß?
Gruß,
W
Beitrag von aisling-grey - 15.10.11 - 11:41 Uhr
vielleicht wegen platzmangel. aber daran denkt niemand.... 3 personen auf etwa 40m²..da hat man ja auch echt super viel platz
Beitrag von shampoo - 15.10.11 - 15:10 Uhr
Na immerhin ein Dach über dem Kopf! Alternative wäre ein Obdachlosenheim -auch dafür wird in Deutschland gesorgt !
