Zahlt die Haftpflicht auch innerhalb der Familie?

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Beitrag von lenchen2002 - 16.10.11 - 14:46 Uhr

Hallo,

also mich würde mal interessieren, wenn meine Tochter z.B. das Auto von meinem Mann, nicht ihr Vater, aus Versehen zerkratzt, zahlt das dann meine Haftpflicht?

Oder wenn ich es aus Versehen zerkratzen würde, würde dann auch die Haftpflicht für mich zahlen?

Wir haben ja so ne Familienversicherung, die Haftpflicht läuft über meinen Mann, er zahlt auch die Beiträge, aber wir sind alle mitversichert...

Danke schon mal für eventuelle Infos...

LG Lenchen

Beitrag von lilianliddy - 16.10.11 - 14:49 Uhr

Frag bei der Versicherung nach oder schaut Mal in die Police...

Im Haushalt gilt die Hausrat...

Was das Auto betrifft,müsst ihr schauen, ob ihr eine Selbstbeteiligung habt, wenn ja wie hoch.

LG

Beitrag von ich-habe-zwei-davon - 16.10.11 - 15:05 Uhr

nein, das wird sie nicht zahlen, da die versicherung nur bei schäden dritter einsetzt.

vg

Beitrag von arkti - 16.10.11 - 15:49 Uhr

Ob das ihr Vater ist oder nicht dürfte ziemlich egal sein denn es ist dein Mann und somit seit ihr eine Familie.
Wenn die Versicherung da zahlen würde bräuchtet ihr ja nie wieder was kaufen, dann könntest du ja immer sagen es gehörte deinem Mann und deine Tochter hätte es kaputt gemacht.

Beitrag von lilianliddy - 16.10.11 - 16:16 Uhr

Gibt da schon eine Grenze, aber ich denke auch, dass die Versicherung nicht unbedingt einspringt, könnte dann ja Jeder machen und riecht dann mehr nach Betrug.

Kratzer am Auto, da wer ich getickt, Lackschaden, kannst da ganz locker mit 1.000,00 € und aufwärts dabei sein.

Beitrag von miau2 - 16.10.11 - 16:30 Uhr

Hi,
meiner laienhaften Vermutung nach ist die Grenze dann, wenn es um Schäden von im gleichen Haushalt lebenden Familienmitgliedern geht. Was dein Mann vermutlich ist, egal, ob es ihr Vater ist oder nicht.

Bei Schäden von außerhalb des Haushalts lebenden Familienmitgliedern würde sie schon grundsätzlich einspringen, wobei vermutlich die Betrugsvermutung dann noch schneller kommt als eh schon - und wenn ich mir mal so mache Empfehlung, die mir von wohlmeinenden Bekannten im Leben gegeben wurde vor Augen hole ist dieser Verdacht gar nicht so abwegig.

Also z.B. wenn mein Sohnemann Opas Brille beim Besuch zerdeppert sollte unsere PHV (wir haben Schäden von nicht-deliktfähigen Kindern eingeschlossen bis 30.000 Euro, sollte für eiine Brille reichen ;-)) das zahlen. Vorausgesetzt eben, es gibt keine Probleme wegen der Unterstellung dass das ganze ein Betrug ist um eine anderweitig kaputt gegangene Brille ersetzt zu bekommen.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von nick71 - 16.10.11 - 17:05 Uhr

"Vorausgesetzt eben, es gibt keine Probleme wegen der Unterstellung dass das ganze ein Betrug ist um eine anderweitig kaputt gegangene Brille ersetzt zu bekommen."

Es muss ja nicht zwangsläufig ein Betrug sein...und selbst wenn es einer wäre, müsste díe Versicherung den auch erst mal nachweisen. Der Verdacht alleine reicht sicher nicht aus, um eine Schadenregulierung abzulehnen.

Beitrag von miau2 - 16.10.11 - 18:33 Uhr

Da hast du recht, nur - ist mir eine zerbrochene Brille einen langen Rechtsstreit wert? Und ist es mir wert, danach erst so richtige Probleme zu haben, weil mir die alte PHV vermutlich den Vertrag kündigen wird und eine neue mit dem Hintergrund schwer zu finden sein wird?

Klar reicht der Verdacht nicht aus, die Regulierung dauerhaft zu verweigern. Aber er reicht aus, um mir eine ganze Menge Scherereien zu machen. Und so traurig es ist - so locker, wie (u.a. hier, aber auch eben in meinem
Bekanntenkreis) mit dem Thema "Versicherungsbetrug ist ja nur ein Kavaliersdelikt, und es trifft ja nur die bösen, reichen Versicherer" umgegangen wird haben die Versicherer mit "übergroßer Skepsis" besonders bei Schadensfällen im Familien- oder engen Bekanntenkreis wohl nicht ganz unrecht.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von nick71 - 16.10.11 - 18:46 Uhr

Das ist ja alles richtig...aber es ist eben auch nicht von der Hand zu weisen, dass auch innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis Schäden vorkommen, die keine Betrugsfälle sind.

Beitrag von lilianliddy - 16.10.11 - 18:51 Uhr

Die werden trotzdem stutzig, wenn man alle zwei Wochen einen Schaden meldet, irgendwann kündigen die Einen.

LG

Beitrag von miau2 - 16.10.11 - 18:52 Uhr

Habe ich auch nicht behauptet - und ich würde auch nicht behaupten, was wahrscheinlicher ist (echter Fall oder Betrug) - ich denke nur, dass die Hemmschwelle für Versicherungsbetrug heutzutage bei sehr vielen extrem niedrig liegt.

Beitrag von miau2 - 19.10.11 - 16:08 Uhr

Wie gesagt - das bestreite ich überhaupt nicht.

Die frage ist für mich eher: wann reicht der Verdacht letztendlich doch aus, um um die Regulierung drum herum zu kommen, wie auch immer?

Beitrag von nick71 - 16.10.11 - 17:02 Uhr

"also mich würde mal interessieren, wenn meine Tochter z.B. das Auto von meinem Mann, nicht ihr Vater, aus Versehen zerkratzt, zahlt das dann meine Haftpflicht?

Oder wenn ich es aus Versehen zerkratzen würde, würde dann auch die Haftpflicht für mich zahlen?"

Weder, noch.

Eigentlich auch logisch, oder? Das wäre ja ein "eigener" Schaden.

Anders sähe es aus, wenn du einen Schaden bei z.B. deiner Mutter anrichtest, die nicht mit dir in einem gemeinsamen Haushalt lebt (also auch nicht in eurer Privathaftpflicht mitversichert ist).

BTW: Ich stelle es mir grad schwierig vor, ein Auto "aus Versehen" zu zerkratzen.

Beitrag von lenchen2002 - 16.10.11 - 19:00 Uhr

Hallo,

danke für eure Antworten, hab das ja schon befürchtet.

Es war schon aus Versehen, sie hat ihr Rad am Auto vorbeigeschoben und ist halt ans Auto gekommen mit der Pedale, es ist eine enge Stelle, und bin wohl selbst auch mit schuld, hab noch Blumen da hingestellt, somit es noch enger gemacht...

Also es war nicht mit Absicht oder so, ist halt dumm gelaufen... Habe es jetzt meinem Mann gebeichtet... Dachte halt, ich könnte das verbinden mit einer "guten" Nachricht...

LG Lenchen



Beitrag von anja1968bonn - 16.10.11 - 17:44 Uhr

Nein, die Haftpflicht zahlt nicht bei Schäden innerhalb der Familie, sondern nur bei Schäden Dritter.

LG

Anja

Beitrag von zwiebelchen1977 - 16.10.11 - 18:13 Uhr

Hallo

So stimmt das auch nciht. Wenn dein Kind bei deinen Eltern was kaputt macht, zahlt das U. U doch die Haftpflicht.

Bianca

Beitrag von lilianliddy - 16.10.11 - 18:16 Uhr

Das schrieb doch deine Vorschreiberin ...Schäden DRITTER...

LG

Beitrag von zwiebelchen1977 - 16.10.11 - 18:18 Uhr

Sie schrieb aber auch auch: innerhalb der Familie. Und das ist ein weitreichender Begriff.

Beitrag von lilianliddy - 16.10.11 - 18:25 Uhr

Sie hat sich richtig ausgedrückt, Familie, die im Haushalt leben und versichert sind, Familie = Dritte, eltern, Großeltern.....die nicht im Haushalt leben.

Jetzt besser?

^^

Beitrag von henkelbecher - 16.10.11 - 20:20 Uhr

Hallo,

Also ich hab mal aus Versehen das neue Handy meines Vaters geschrottet... Da hat die Versicherung gezahlt. Wie das sonst so ist weiß ich leider nicht

lg

Beitrag von jurbs - 16.10.11 - 20:30 Uhr

nein, tut sie nicht .... wenn sie das Auto der Großvaters zerkratzen würde (der ja auch Familie ist) und sie unter Deiner Aufsicht war (nicht seiner), dann würde sie zahlen (ggf eben erst aber der Selbstebeteiligung