sooo schwierig...

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von wibb2002 - 17.10.11 - 14:02 Uhr

Hallo ihr Lieben!!

Kurz zu unserer / meiner Situation:
Ich beendete mein Studium letztes Jahr erfolgreich und arbeite seit 16 Monaten bei meinem derzeitigen Arbeitgeber.
Die Arbeit an sich macht mir Spaß, die Kollegen sind in Ordnung, die Arbeitszeiten passen.
Das liebe Geld ist meinem Abschluss sowie meinen Aufgaben nicht ansatzweise angemessen, selbst als Absolvent bzw. Berufsanfänger...
Leider habe ich hier scheinbar keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Firma, weder finanziell noch was den Verantworungsbereich anbelangt.
Wir sind aufgrund dieses Jobs auch hier in diese Gegend gezogen. Grundsätzlich kommen wir mit den Menschen hier gut klar, haben uns einen angenehmen Bekanntenkreis aufgebaut. Jedoch ist das hier sehr ländlich gelegen, sodass man für jeden "Pups" (Klamotten, Tierbedarf, Fachärzte, ...) fahren muss. Für uns ist das nichts auf Dauer! Mein Mann (Berliner!) möchte hier so schnell as möglich weg. Ich auch, aber...

Jetzt kommt das eigentliche Problem!!!!

Hier haben wir beide einen Job (und sind nicht mehr in der Probezeit oder befristet) und ausreichend Freizeit. Die Landschaft ist für unseren Hund ein Traum! Und wir wünschen uns sehnlich ein Kind. Wir sind also im 5. ÜZ und hoffen jedesmal, dass es geklappt hat. Nun wäre es ja ziemlich doof, sich in dieser Situation beruflich umzuorientieren, oder!? Dann käme ja wieder ein Umzug, die Probezeit, die Ein-/Umgewöhnung, neue Leute, eine gewisse finanzielle Unsicherheit auf uns zu... Und der neue, potentielle Arbeitgeber wäre sicherlich arg begeistert, wenn ich gleich erstmal schwanger würde!! Ach das ist alles sooo schwierig und verzwackt!!!!!!

Was meint ihr?? Wie würdet ihr euch verhalten?
(Ich weiß, dass wir diese Entscheidung selbst treffen müssen, möchte euch dennoch gerne um eure Meinung bitten...)

LG

Beitrag von sunshine1176 - 17.10.11 - 14:07 Uhr

Ich glaube an eurer Stelle würde ich erstmal bleiben wo ich bin! Es ist ja nicht so, als würdet ihr euch total unwohl fühlen. Vielleicht seid ihr, wenn ein Kind da ist, froh dass ihr dort wohnt!

Ich würde erstmal das schwanger werden auf mich zukommen lassen und noch abwarten und wenn es dann nach einer Weile immer noch so ist, dass ihr weg wollt, dann könnt ihr euch immer noch umorientieren!

LG sunshine

Beitrag von wibb2002 - 17.10.11 - 14:27 Uhr

Ich glaube das ist für uns beide nicht wirklich eine Option... hier auf unbestimmte Zeit "festzuhängen"!?!

Auch möchte ich nicht unbedingt, dass unser (potentielles) Kind hier das sprechen lernt!! Das mag eventuell sehr oberflächlich klingen, aber wer möchte schon ein sächselndes Kind?? Das ist selbst im Kindesalter nicht im Geringsten niedlich und das kleine Menschlein hat für die Zukunft den absoluten Stempel auf!!

Allerdings ist jetzt gerade so eine Sicherheit in unserem Leben eingekehrt (nach dem ganzen "Lehrjahre sind keine Herrenjahre-Schei* und mit unserem Wuff)...
Seltsamerweise bin ich wirklich unentschlossen in dieser Angelegenheit!! Das kenne ich sonst nicht von mir...

Ich danke dir dennoch für deine Antwort!

LG

Beitrag von sunshine1176 - 17.10.11 - 14:30 Uhr

Dann wird es schwierig euch überhaupt einen Rat zu geben. Ihr wollt nicht wirklich bleiben, aber auch nicht wirklich weg. Ihr wollt den Kinderwunsch nicht nach hinten schieben, aber auch dort kein Kind groß ziehen...

Dann solltet ihr nochmal in euch gehen und euch darüber klar werden, was ihr eigentlich wollt und was euch wirklich wichtig ist!

LG und viel Glück bei der Entscheidung

Beitrag von wibb2002 - 17.10.11 - 14:43 Uhr

Hmmm... leider trifft es das ziemlich gut!! #aerger
Wahrscheinlich hast du Recht und wir müssen tatsächlich nochmal ganz genau abwägen...

DANKE und einen schönen Tag noch!!

Beitrag von coppeliaa - 17.10.11 - 14:13 Uhr

ich würde: kinderwunsch nach hinten verschieben und neuen job suchen. mit kind(ern) wird das später nicht einfacher!

"Für uns ist das nichts auf Dauer! Mein Mann (Berliner!) möchte hier so schnell as möglich weg. Ich auch, aber..."

noch ein grund mit dem jobwechsel nicht zu warten.

lg

Beitrag von wibb2002 - 17.10.11 - 14:21 Uhr

Im Grunde hast du Recht... wir möchten nicht unbedingt länger hier bleiben als nötig!

Doch mein Mann wird im Nov. 36 und ich gehe mit großen Schritten auf die 30 zu... sooo spät wollten wir echt nicht Eltern werden!
Wir haben schon vor 9 Jahren mit dem Gedanken an ein Kind gespielt...
Irgendwas kam eben immer dazwischen (Ausbildung, Studium, Jobsuche, Umzug, ...) und es hieß "WARTEN"!!

Und dass die Jobsuche (ich habe sowieso als Designerin einen Beruf, der stark von Männern dominiert wird) mit Kind nicht gerade einfacher wird, ist auch klar...

Trotzdem danke ich dir für deine Antwort!!

LG

Beitrag von manavgat - 17.10.11 - 14:58 Uhr

Meine Güte, wie kann man in Eurem Alter so festgefahren sein?

Du wirst auf Dauer verdammt unglücklich werden, wenn ihr jetzt nicht versucht beruflich irgendwo anzukommen. Und diese Provinz wird Dich - gerade wenn ein Kind da ist - total ankotzen. Kinderbetreuung bekommst Du besser/bezahlbarer/flexibler in der Stadt und auch Städte haben Ortteile/Bezirke wo man sehr angenehm wohnen kann.

Frei nach den Bremer Stadtmusikanten: etwas besseres als den (Provinz-)Tod findet Ihr überall.

Gruß

Manavgat

Beitrag von wibb2002 - 17.10.11 - 15:22 Uhr

Naja, festgefahren sind wir wohl nicht!!

Berlin, Potsdam, Erfurt, Weimar und nun das Erzgebirge...

Wir waren immer bereit, uns zu verändern! Doch irgendwann möchte man einfach "ankommen"!! Klingt abgedroschen, ist aber was Wahres dran!!!

Und was meinst du mit "in Eurem Alter"??
Mit Ende 20 und Mitte 30 ist doch nichts Verwerfliches daran, nicht noch 10x umsiedeln zu wollen, oder!?

Grundsätzlich sind wir ja nach wie vor bereit, woanders hinzugehen...
Wir brauchen lediglich 2 gute, unbefristete Jobs (bei denen Aufgabengebiet, Arbeitszeit, Kollegen, Geld, ... stimmen) in einer Gegend, die viel Natur aber auch Infrastruktur sowie unseren Sport bietet und wo es menschlich passt!!
Und das ist eben das Problem!

Dennoch hast auch du mit dem Rest sehr wahrscheinlich Recht...

Ich möchte halt nicht erst mit Anfang oder Mitte 30 Mama werden... Und mein Mann hat auch schon ganz klar gesagt, dass er als 40er kein Kind mehr möchte!!

Ach, wir müssen nochmal tief on uns gehen und nach der besten Lösung suchen!!

Aber falls du jemanden kennst, der eine diplomierte Designerin und einen Physio-/Manualtherapeuten sucht... kannst du gerne Bescheid geben!!!!!

Danke und LG #winke

Beitrag von manavgat - 17.10.11 - 19:01 Uhr

Versuch es mal auf Xing.de

LG und viel Erfolg beim Weg-Suchen.

Manavgat

Beitrag von fuxx - 17.10.11 - 16:26 Uhr

Die finanzielle Ungewissheit wirst Du immer haben, wenn Du Dich neu orientierst. Und wenn Ihr erstmal Kinder habt, wird das sicherlich noch schwieriger werden. Da Ihr Euch in Eurem "Kaff" schon jetzt nicht so ganz wohl fühlt, würde ich mich auch umgehend um den Jobwechsel bemühen und erst danach in die Familienplanung einsteigen. Gebt Euch doch noch ein Jahr, eine für Euch gute Grundlage zu finden.

Beitrag von wibb2002 - 17.10.11 - 16:48 Uhr

Dank dir für deine Antwort!!

Ich habe meine Bewerbungsunterlagen und das Portfolio bereits fit gemacht und aktualisiert...
Wahrscheinlich ist die Entscheidung, die Jobsuche sowie den Ortswechsel zu forcieren, insgeheim schon gefallen!?
Mein Mann ist allerdings der Meinung, ich könne doch sofort beim potentiell neuen Job schwanger werden... nun ja, etwas blauäugig wie ich finde!?!
Er möchte gerne sofort hier weg und sofort ein Kind...
Das möchte ich zwar auch, sehe die Dinge aber etwas realistischer! Leider...
Vielleicht mache ich mir auch nur zu viele Gedanken...

LG

Beitrag von emestesi - 17.10.11 - 19:13 Uhr

Hallo,

gerade solange noch keine Kinder da sind, seid ihr doch noch relativ flexibel, wenn es ans Umsiedeln geht. Mit Kindern ist das schon etwas anderes.

Grundsätzlich solltet ihr euch darüber klar werden, in was für einer Umgebung ihr dauerhaft leben wollt und wo ihr meint, auch wirklich glücklich zu werden. Wenn ihr euch nicht vorstellen könnt, auch noch in sagen wir einmal 5 Jahren dort zu leben wo ihr jetzt wohnt, würde ich die Zelte abbauen. Gut, ihr habt beide Jobs, wo es im Grunde genommen zu passen scheint, aber die Wirtschaftslage hat sich inzwischen soweit gebessert, dass es eigentlich kein Problem darstellen dürfte, etwas Neues an einem anderen Ort zu finden.

Da ich euch nicht kenne und euch somit nicht wirklich einschätzen kann, kann ich dir nur sagen, wie wir es z.B. jetzt planen. Mein Mann und ich führen seit zwei Jahren eine Wochenendehe. Mein Mann arbeitet in Frankfurt und wir leben in Norddeutschland. Heute hat er seinen Festvertrag unterschrieben (arbeitete vorher auf freiberuflicher Basis) und wir warten nun in jedem Fall seine Probezeit ab, bevor wir entscheiden, ob wir weiterhin eine Pendel-Ehe führen oder nicht. Mein Job ist hier (nicht mehr) mitentscheidend, da ich mittlerweile nur noch 20 Std./Woche arbeite und ich habe kein Problem, mir auch woanders etwas neues zu suchen. Schwierigkeit ist, dass wir hier unser Haus haben, was erstmal verkauft werden müsste (und zwar gut, damit wir nicht mit Minus herausgehen), wir hier glücklich sind (viel Natur, Familie, Freunde etc.) und wir haben Kinder (eines davon schulpflichtig), die sich hier wohlfühlen, ihre Freunde haben usw. Wenn wir uns für eine Umsiedlung entscheiden, dann nur zum richtigen Zeitpunkt. Eben wie bei euch. Wir haben gesagt, dass wir nun seine Probezeit abwarten und uns während dieser Probezeit die Entscheidung treffen werden. Wenn es zum Umzug kommt, dann erst dann, wenn unser Jüngster eingeschult wird bzw. auch zum Klassenwechsel unserer Tochter, um es unseren Kindern einfacher zu machen. Vorher wollen wir auch mal das eine oder andere Wochenende in Frankfurt verbringen, um als Familie die Umgebung kennen zu lernen und zu überlegen, wohin wir ziehen wollen.

Was ich mit alldem Eigengeschwätz sagen möchte: Macht euch bitte ausführlich selbst Gedanken. Jedes Leben ist so individuell, dass es ziemlich schwer ist, euch von außen einen Rat zu geben. Zumal wir dich ja auch nicht kennen und somit schlecht beurteilen können, was für dich bzw. für euch wichtig und richtig sein könnte. Aber gerade ein kompletter Umzug an einen anderen Ort bzw. gar ein anderes Bundesland muss gut geplant werden und man sollte sich gut überlegen, wo man seine Wurzeln schlagen möchte, um sich wohl zu fühlen.

Alles Gute für euch wünscht
Emestesi

Beitrag von wibb2002 - 18.10.11 - 08:40 Uhr

Hallo,

das ist ja auch keine einfache Situation bei euch!! Aber ihr scheint ja einen Plan zu haben!?!

Entscheidungen solcher Tragweite müssen in der Tat gut überlegt sein...

Und natürlich sollten wir am besten wissen, wie und vor allem wo wir uns unsere Zukunft vorstellen! Wie schon geschrieben, wollte ich lediglich ein paar Meinungen (gerade fremd, weil objektiv) erbitten...

Dank dir und alles Gute für eure Familie!!

LG

Beitrag von tabea33 - 18.10.11 - 09:53 Uhr

Hallo,

ihr habt doch schon festgestellt, dass es für euch nichts auf Dauer ist. Ich würde einfach mal anfangen, mich nach was Neuem umzusehen. Mit Kind gestaltet sich das dann viel schwieriger und es ist sinnvoll, sich erstmal wieder einen gewissen Stand zu verschaffen. In anderthalb Jahren bist du auch noch recht jung und hast vielleicht (in Berlin?) einen guten Job und die Probezeit ist rum. Vielleicht findet ihr auch auf absehbare Zeit nichts Vernünftiges - aber ohne entsprechenden Versuch werdet ihr es nicht herausfinden.

Noch eine Anmerkung zum Dialekt: Wir wohnen auch im sächsischen Raum, sind aber ebenfalls zugezogen. Meine Tochter (4 Jahre) spricht astreines Hochdeutsch, obwohl sie hier schon seit 3 Jahren im Kindergarten ist. Geht alles.

LG Tabea

Beitrag von wibb2002 - 18.10.11 - 12:50 Uhr

Hallo,

das mit dem Dialekt war ja nicht böse gemeint... aber mich stört es halt!
Habt ihr bei deiner Tochter denn besonderen Wert auf eine gute Aussprache gelegt?

Ich denke immer, dass das Umfeld auch zu einem großen Teil prägt!
Und wenn sich das Kind viel in Gesellschaft von Dialektlern aufhält (z.B in der KiTa)...

Naja, wir schauen uns ja bereits nach Jobs in anderer Umgebung um!!
Man wird sehen, wie sich das Ganze entwickelt!?!

Danke für deine Antwort und LG

Beitrag von tabea33 - 19.10.11 - 10:22 Uhr

Hallo,

ich spreche sehr viel mit meiner Tochter, außerdem sind die Großeltern und einige Freunde ebenfalls "Zugezogene" mit viel Kontakt zu ihr. Die 7 Stunden Kindergarten scheinen sich überhaupt nicht auszuwirken. Wir hatten mal so kleine Sachen wie "vorgessen" statt "vergessen", aber das war schnell wieder vorbei. Ich staune ja auch, dass der Kindergarten da so wenig Einfluss hat.

Viel Erfolg!

Gruß