Hallo zusammen.
Die Frage steht ja schon oben.
Ich habe eine 5-jahre alte Tochter mit einer allgemeinen und einer Sprachentwicklungsverzögerung. Das hat sie aufgrund ihrer Epilepsie.
Sie geht in den Regel-KiGa mit EI, sie hat 1x die Woche Logo, bald 2x, bis vor kurzem machte sie noch Ergo. Ich gehe mit ihr zur Ostheopatin und regelmäßig zu den Kontrollterminen beim Neurologen.
Vor kurzem haben wir auch eine homöop. Behandlung angefangen, die auf die äußeren Umstände sehr gut anschlägt (sie wirkt ausgeglichener und redet irgendwie mehr).
Bei ihr wurde bereits vor 1 Jahr eine Atlastherapie durchgeführt. Ob diese wirklich etwas gebracht hat, kann ich nicht sagen, da wir gleichzeitig in einer Medikamentenumstellung waren.
Ich gehe mit ihr zum Kinderturnen und wenn es die Zeit erlaubt auch mal zum Reiten.
Regelmäßig findet ein Austausch mit dem KiGa und der Frau von der EI statt. Sie wird nun getestet, um im Hinblick auf die Schule eine geeignete Einrichtung für sie zu finden (wir stellen sie aber noch 1 Jahr zurück).
Sie geht in die musikalische Früherziehung im KiGA, weil sie durch Musik so herrlich aus sich herauskommt. Sie geht gerne dort hin und freut sich bereits jeden Dienstag schon auf den nächsten Dienstag.
Das ist alles sehr viel und ich weiß, dass sie nicht da stehen würde, wo sie steht, wenn wir als Eltern nicht auch unseren Teil dazu beigetragen hätten.
Aber jedesmal, wenn ich von einer Bekannten höre, dass sie dies und jenes mit ihrer Tochter macht (sie hat auch ein entwicklungsverzögertes Kind, jedoch keine Diagnose), habe ich das Gefühl ich muss nachziehen.
Unsere Tochter hat so ziemlich jeden Tag in der Woche einen Termin, bis auf Freitag, sie macht alles prima mit und es schlägt auch an.
Ich denke mir, ihr soll noch Zeit bleiben, auch einfach nur Kind zu sein und zu spielen, aber was ist, wenn ich etwas versäume?
Mein Mann sieht das klarer, er hat ja auch den notwendigen Abstand, da er tagsüber ja das alles nicht mitbekommt. Er meint, wir machen genug, es reicht.
Aber irgenwie kommt immer noch etwas, wo ich denke, dass könnte ihr auch gut tun....
Ich bin da gerade in einem Studel, in dem ich nicht raus komme.
Hat da von Euch jemand Erfahrung und kann mir evtl. Tipps geben?
Ich weiß, irgendwann ist Schluss. Aber wann?
LG guido75
Habt Ihr auch ständig das Gefühl noch was tun zu müssen?
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Beitrag von guido75 - 18.10.11 - 11:52 Uhr
Beitrag von nic-mz - 18.10.11 - 13:38 Uhr
Hallo,
bei uns sieht es ähnlich aus.
Leon hat Muskeldystrophie und unsere Woche sieht so aus:
Montags Ergo
Dienstags Krankengymnastik (20 Min.) anschließend Musikschule
Mittwochs FREI - freu
Donnerstags therapeutisches Schwimmen
Freitags Kinderturnen
Mein Mann überlegt jetzt auch noch zusätzlich zu prüfen, ob Leon ggf. noch zum Logopäden muss. Hier sehe ich eigentlich keinen Bedarf, da ich keine Sprachentwicklungsverzögerung sehe.
Darüber hinaus bekommt er viele Medikamente und auch da würde mein Mann gerne noch mehr geben.
Derzeit macht Leon alles prima mit und zum Therapeuten, der die Krankengymnastik durchführt, hat er auch einen super Draht und freut sich immer drauf. Oft denke ich aber auch, Leon sollte mehr "Freizeit" haben, um mit anderen Kindern einfach auf dem Spielplatz zu spielen. Wir machen es jetzt so, dass wir zu Hause viel basteln, malen oder Spiele spielen (auch vor bzw. nach den Behandlungsterminen). Fernseher bleibt überwiegend aus und wir glauben, dass es ihm ganz gut gefällt und es ihm vor allem gut tut.
Unser Sohn ist jetzt bald 4 Jahre alt. Wir werden sehen, was die Zeit bringt. Was will man auch machen? Wenn diese therapeutischen Maßnahmen sinnvoll und angebracht sind?
Viele Grüsse
nicole
Beitrag von nicolee2207 - 18.10.11 - 20:19 Uhr
Hi,
ich kenne diese Zwickmühle ebenfalls. Eigentlich möchte man nur das Beste für sein Kind aber ist das nicht manchmal zu viel?
Wir haben das Glück, dass unsere Tochter Logo und Krankengymn. während der Kiga Zeit macht. Musikalische Früherziehung auch, sie ist in einer heilpädagogischen Gruppe mit 8 Kindern und 3 Erziehern. Also eine optimale Förderung.
Außerdem gehen wir einmal in der Woche zur Ergo und Samstags zum Heilpädagogischen Reiten. Das normale Turnen habe ich gekündigt, waren mir zu viele Termine.
Außerdem ist ihre kleine Schwester ja auch noch da und die läuft immer artig überall mit hin.
Deshalb lege ich aber auch viel Wert darauf, dass die Nachmittage ohne Terminstress sind und wir spielen können. Außerdem finde ich es in ihrem alter (fast 5) wichtig, dass sie sich verabredet und mit anderen Kindern Kontakt hat - die soziale Kompetenz muss ja auch geschult werden und ist doch teilweise wichtiger als jeden Tag ein anderer Therapietermin.
Anderseits hat man doch als Mutter instintiv das richtige Gefühl, was das richtige für sein Kind ist. Was sagt deine Tochter denn zu den vielen Terminen?
alles Liebe,
Nicole
